CH134305A - Verfahren und Vorrichtung zur Beförderung der Abbindung und Trocknung von Formstücken aus mit Sorelzement verkitteten Faserstoffen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Beförderung der Abbindung und Trocknung von Formstücken aus mit Sorelzement verkitteten Faserstoffen.

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CH134305A
CH134305A CH134305DA CH134305A CH 134305 A CH134305 A CH 134305A CH 134305D A CH134305D A CH 134305DA CH 134305 A CH134305 A CH 134305A
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CH
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Aktiengesellschaft Oe Magnesit
Erdmann Konrad
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Oesterr Amerikan Magnesit
Erdmann Konrad
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  Verfahren und Vorrichtung zur Beförderung der     Abbindung    und Trocknung  von Formstücken aus mit     Sorelzement    verkitteten Faserstoffen.    Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren und eine Vorrichtung zur Beförderung  der     Abbindung    und Trocknung von Form  stücken aus mit     Sorelzement    verkitteten  Faserstoffen. Solche Formstücke werden,  hauptsächlich unter Verwendung von Holz  wolle, Torf, Schilf oder dergleichen zum  Aufbau des Fasergerüstes, in der Weise  hergestellt, dass man die Fasern mit     Sorel-          zement    überzieht, das so vorbereitete Material  verformt und die Formlinge     sehliesslich    ab  binden lässt. Die Formstücke, z. B.

   Platten,  Ziegel oder dergleichen sind leicht und porös  und finden als Bauteile Verwendung.  



  Die kontinuierliche Herstellung solcher  Formstücke wurde durch entsprechende Aus  gestaltung der zur Fabrikation von Faser  stoffplatten üblicherweise verwendeten Ma  schinen ermöglicht, die aus einem von Trans  portbändern gebildeten Kanal bestehen, der  das Rohmaterial an einem Ende einzieht    und am andern Ende als geformten Strang  abgibt. Eine Formvorrichtung dieses Art bildet  den Gegenstand des Patentes Nr. 117952.  



  Wenn das Formstück, z. B. eine Platte,  eine Formmaschine von diesem Grundtypus  verlässt, enthält es noch ziemlich bedeutende  Mengen Wasser, die entfernt werden müssen,  um dem Formstück die für die unmittelbare       Versendbarkeit    erforderliche Festigkeit und  Härte zu verleihen. Die vorliegende Erfindung  steht im Dienste dieses abschliessenden  Prozesses.  



  Das den Gegenstand der Erfindung bil  dende Verfahren ist dadurch gekennzeichnet,  dass ein erhitztes, vorzugsweise kohlensäure  haltiges gasförmiges Medium durch das  Formstück abwechselnd von oben nach unten  und umgekehrt     hinduichgepresst    wird. Durch  diese Behandlung wird die     Abbindung    und  Trocknung von Formstücken aus mit     Sorel-          zement    oder dergleichen verkitteten Faser-           stoffen    sehr beschleunigt. Ausserdem ermög  licht diese Arbeitsregel die Verwendung von  hocherhitzten Heizmedien. Wollte man solche  nur einseitig durch das Formstück hindurch  drücken, so hätte dies die Folge, dass die  Seite, auf welche sie auftreffen, überhitzt  werden würde, wogegen die andere Seite  feucht bliebe.

   Durch den Wechsel der Strö  mungsrichtung wird dies vermieden.  



  Eine zur Durchführung dieses Verfahrens  geeignete Vorrichtung, welche im Anschluss  an eine einen fortlaufenden Strang der Faser  stoffmasse abgebende Formmaschine die Her  stellung unmittelbar versandfähiger Ware im  kontinuierlichen Betrieb ermöglicht, besteht  gemäss der Erfindung ihrem Wesen nach  darin, dass der Strang durch eine Trocken  kammer, nur an den Kanten unterstützt, im  übrigen aber freiliegend derart hindurch  geführt wird, dass er die Kammer in zwei  Hälften teilt, in die das erhitzte gasförmige  Medium abwechselnd eingeleitet wird, um  durch die andere Kammerhälfte abzuziehen.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel der Vorrichtung schematisch dar  gestellt.     Fig.    1 zeigt die Vorrichtung zum  Teil in Ansicht, zum Teil im Längenschnitt,       Fig.    2 zeigt einen     Querschnitt    nach der  Linie<I>a,</I>     a    der     Fig.    1 in grösserem Massstab.  



  Mit 1 ist ein horizontal gelagertes Ge  häuse, z. B. ein Rohr 1 von 10 bis 20 m  Länge bezeichnet, das an beiden Enden       mittelst    je einem geschlitzten Deckel 2 ver  schlossen ist. 3, 4 sind zwei schmale Trans  portbänder oder Ketten ohne Ende, die,  durch Auflagen d geführt, beiderseits der  Rohrwand entlang laufen. 6 ist eine An  triebswelle, 7 eine Spannrolle. Das Rollen  paar 8, 8 bringt den von einer Formmaschine  bekannter Art fortlaufend abgegebenen recht  eckigen Strang 9 des geformten Materials  der Trockenkammer 1 zu. An einer beliebigen  Stelle, vorzugsweise in der     Mitte,    ist an das  Rohr 1 eine Vorrichtung zum Einsaugen oder  Eindrücken von     heissef    Luft oder Heizgasen  angeschlossen.

   Diese Vorrichtung besteht  nach dem dargestellten     Ausfübrungsbeispiel     aus einem Gebläse 10, einem Gehäuse 11    mit zwei Klappen 12 und 13 und einem       Abzugrohr    14. Das Gehäuse 11 bildet mit  dem Rohr ein Kreuzstück, wobei die Klappen  12 und 13 derart gestellt werden, dass der  Luft- oder Gasstrom seinen Weg in das  Trockenrohr abwechselnd von oben nach  unten und von unten nach oben nehmen  muss. Die Umstellung der Klappen kann von  Hand oder selbsttätig erfolgen.  



  Der aus der Formmaschine kommende  rechteckige Strang 9 wird durch das Walzen  paar 8, 8 auf die beiderseits laufenden  schmalen Bänder oder Ketten 3, 4 aufge  bracht und durchläuft die Trockenkammer,  im übrigen freiliegend, mit derselben Ge  schwindigkeit, mit der er von der Form  maschine abgegeben wird. Die Trockenkammer  1 wird durch den rechteckigen Strang in  eine obere und eine untere Hälfte geteilt:  Indem nun das Gebläse den Luft- oder Gas  strom in die so gebildeten Abteilungen des  Rohres 1 abwechseln eindrückt, muss dieser  Strom den Strang abwechselnd von unten  nach oben und von oben nach unten durch  dringen, um in die andere Kammerhälfte zu  gelangen.

   Bei der gezeichneten Stellung der  Klappen 12 und 13 geht der Gasstrom in  die obere Hälfte des Rohres 1 und tritt von  oben nach unten durch den     Faserstoffstrang     hindurch, um dann von der untern     Abteilung     durch das Rohr 14 abzuziehen. Nach Um  stellung der Klappen legt das Gas den um  gekehrten Weg zurück. Die Umstellung der  Klappen kann etwa in Intervallen von je  einer Minute erfolgen. In dieser Weise wird  die     Porosität    des Stranges dazu benutzt, um  das heisse Medium bis in das Innere des  Stranges eindringen zu lassen und so den  Abbinde- und     Trockenprozess    zu vollenden.  Werden Heizgase, z.

   B. die Abgase der Form  maschine in dieser Weise durch den bewegten  Strang     hindurchgepresst,    so wird der     Erhär-          tungsvorgang    auch durch den Kohlensäure  Behalt dieser Gase befördert.  



  Durch die Anwendung dieses     Arbeits-          prinzipes    ist man in der Lage, die Produktion  der Formmaschine wesentlich zu steigern,  da es nicht mehr nötig ist, dass der geformte      Strang die Formmaschine vollkommen ab  gebunden verlässt. Es genügt     vielmehr-,    wenn  nur die äussere Schicht des Stranges so weit  abgebunden ist, dass sie genügend Wider  stand leistet, um dem inneren noch nicht  abgebundenen gern eine starre Hülle zu  geben. Dieser gern hat nämlich durch die  Elastizität der Fasern die Tendenz anzu  schwellen, und es muss daher die Festigkeit  der abgebundenen Hülle gross genug sein,  um diesen Druck von innen aufzunehmen,  ohne sich auszubauchen.

   Ist dies der Fall,  so kann der Strang aus der Formmaschine  der     Trockenvorrichtung    ohne anderweitige  Umhüllung zugebracht werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Beförderung der Abbindung und Trocknung von Formstücken aus mit Sorelzement verkitteten Faserstoffen durch Zufuhr von Wärme, dadurch gekennzeichnet, dass ein erhitztes, gasförmiges Medium durch das Formstück abwechselnd von oben nach unten und umgekehrt hindurchgepresst wird. UNTERANSPRUCH: 1. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass ein kohlensäure haltiges gasförmiges Medium verwendet wird.
    PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I zur Herstel lung unmittelbar versandfähiger Ware im kontinuierlichen Betrieb im Anschluss an eine einen fortlaufenden Strang abgebende Form maschine, dadurch gekennzeichet, dass der Strang durch eine Trockenkammer, nur an den ganten unterstützt, im übrigen aber freiliegend, derart hindurchgeführt wird, dass er die Kammer in zwei Hälften teilt, in die das erhitzte gasförmige Medium abwechselnd eingeleitet wird, um durch die andere Kam merhälfte abzuziehen. UNTERANSPRUCH: 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass eine rohrförmig gestaltete Trockenkammer mit einem Ge häuse ein Kreuzstück bildet, das einerseits an ein Gebläse oder dergleichen angeschlossen, anderseits mit einem Abzugrohr versehen ist, wobei dieses Gehäuse mit zwei Absperr organen ausgestattet ist, die derart gestellt zu werden bestimmt sind, dass der Strom des eingeblasenen erhitzten Mediums seinen Weg durch das Trockenrohr abwechselnd von unten nach oben und umgekehrt nehmen muss.
CH134305D 1928-08-16 1928-08-27 Verfahren und Vorrichtung zur Beförderung der Abbindung und Trocknung von Formstücken aus mit Sorelzement verkitteten Faserstoffen. CH134305A (de)

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