Berührungsschutzfassung für Glühlampen. Die bekannten Berührungsschutzfassungen sind entweder drei- oder vierteilig ausgebil det, das heisst, es sind 1. ein aus Porzellan oder einem ähnlichen Baustoff bestehender Stein als, Träger für die Kontaktanschluss- und Anlagemittel für den Glühlampensockel, 2.
ein Mantel zur -Umkleidung der innern Kontakteinrichtung und Herstellung des Be rührungsschutzes, B. ein metallischer Deckel zum Zusammen halt der unter 1 und 2 genannten Bauteile und bei einer vierteiligen Fassung noch ein Porzellanring zur Sicherung des Zusam menhanges der einzelnen Teile vorhanden.
Dieser Aufbau ist verhältnismässig kom pliziert und für ungeübte Personen ziemlich schwierig zu montieren. Vielfach ist der Berührungsschutzmantel als Isolationskörper federnd in der Gesamtanordnung unter gebracht, so dass die Montage noch umständ licher wird. Die Berührungsschutzfassung gemäss' der Erfindung zeichnet sich den bekannten Be- rührungsschutzfassungen gegenüber durch ihre ausserordentliche Einfachheit aus.
Dies wird dadurch erreicht, dass dieselbe aus nur zwei gesonderten Hauptteilen, und zwar einerseits einem Stein aus Isolationsmaterial mit fest angebrachtem Kontaktanschluss, so wie Anlagemitteln für den Glühlampensockel und anderseits einem leicht abnehmbar am. Stein angebrachten Deckel zur Abdeckung der Kontakte besteht.
Der Berührungsschutz wird bei dieser zweiteiligen Fassung zweckmässig dadurch in besonderem Mass erhalten, dass der die Lampe aufnehmende Glocken- oder Zylinderteil des Steines so, weit verlängert ist, dass in dem Augenblick,, wo, der Glühlampensockel mit dem Kontaktanschluss zur Berührung kommt, der metallische Teil des Glühlampensockels völlig von dem zylindrischen Teil oder der Glocke des ,Steines abgedeckt ist.
Des wei teren dadurch, dass in an sich bekannter Weise in dem Stein zur Führung des Glüh lampensockels ein metallischer Gewindering eingeschraubt ist, der mit dem Kontakt anschluss nicht in leitender Verbindung steht. Die leicht lösbare Vereinigung des Deckels mit dem Stein lässt sich auf verschiedene Weise durchführen, beispielsweise durch Ver schraubung, Verklemmung und dergleichen.
Besonders vorteilhaft ist die Herstellung der Vereinigung durch eine Art federnden Ba jonettverschluss, indem in die ussenfläche des Steines eine Bajonettnut eingelassen und der Deckel mit dazu passenden Eindrückun- gen und ausserdem mit einer Feder ausgestat tet ist. Schliesslich wird die Einfachheit des Gesamtaufbaues noch erhöht dadurch, dass die Kontaktanschluss- und Anlagemittel, das sind- der Mittel- und der Seitenkontakt, allein durch die Kontaktschrauben mit dem Stein vereinigt sind.
Der Ansehluss der Berührungsschutzfas- sung kann bewerkstelligt werden, indem die Anschlussleitungen durch die Deckelöffnung hindurchgeführt und mit den Kontakt schrauben verklemmt werden.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 den Stein im Schnitt, Fig. 2 den Stein in Ansicht, Fig. 3 den Deckel im Schnitt, Fig. 4 die zusammengesetzte Berührungs- schutzfa.ssung mit eingeschraubtem Glüh lampensockel, teilweise im Schnitt.
Der .Stein c. weist einen obern Halsteil b und einen untern zylindrischen oder glocken förmigen Teil c auf. Als Material für den aus einem Stück hergestellten Stein dient Porzellan oder ein ähnliches Isolations material. In dem Halsteil b des Steines. sind zwei Öffnungen d und e vorhanden, in de nen elektrisch leitende Ansätze f' und g' der Mittelkontaktfeder f und des Seitenkontaktes g untergebracht sind.
Die Kontaktschrauben f" und g", die in entsprechende Gewinde bohrungen der Kontaktansätze eintreten, legen die Kontakte mit Bezug auf den Stein da durch fest, dass sie mit ihren Köpfen auf Aussparungsflächen h und<I>i</I> des Steines ruhen. Mithin ist auf einfachste Weise mit Hilfe der Kontaktschrauben die Ver- einigung der Kontakte mit dem Stein her gestellt.
In dem zylindrischen oder glockenförmi gen Teil c des Steines a ist ein metallischer Gewindering j eingeschraubt, der mit den Kontakten, also dem Seitenkontakt und dem Mittelkontakt, nicht in leitender Verbindung steht.
Das hat zur Folge, dass der Glühlam- pensockel beim Einschrauben der Glühlampe nicht schon unter Spannung gesetzt wird, wenn er mit den untersten Gewindegängen des Gewinderinges in Eingriff kommt, son dern erst dann,. wenn er sich gegen den Seiten kontakt g anlegt. Auf diese Weise ist ein gewisser Berührungsschutz bereits erzielt.
Verstärkt wird der Schutz durch die ver längerte Ausgestaltung des zyliudrisehen oder glockenförmigen Teils c des Steines; der Teil c ist so lang gemacht, dass in dem Augenblick, wo der Glühlampensockel k (siehe Fig. 4) mit dem Seitenkontakt g zur Berührung kommt, der metallische Teil des Glühlampensockels völlig von dem zylindri schen oder glockenförmigen Teil c des Steines abgedeckt ist.
Der metallische Deckel m. dient nun zur Abdeckung der Kontaktanschlüsse. Er lässt sich auf die verschiedenste Art mit dem Stein, beispielsweise durch Verschraubung, Ver klemmen oder dergleichen, vereinen.
Beson ders vorteilhaft durch die einfache Hand habung ist die Vereinigung durch eine Art federnden Ba,jonettverschluss. In die Aussen fläche des Halsteils b des Steines sind zwei Bajonettnuten n. eingelassen, mit denen pas sende Eindrückungen n' des metallischen Deckels zum Eingriff kommen. Durch eine in dem Deckel untergebrachte Schrauben feder o wird ein kraftschlüssiger Zusammen halt zwischen dem .Stein und dem Deckel ge sichert.
Um Deckel und Stein miteinander zu vereinigen, ist es nur notwendig, die Ein- drückungen n' des Deckels in den Lang schenkeln der Ba jonettnuten nach unten zu führen und dann den Deckel etwas zu dre- hen, damit die Eindrückungen n' unter der Wirkung der zusammengedrückten SChrau- benf eder sich in den kurzen Längsschenkeln der Bajonettnuten n bis zur Anlage an die obern Begrenzungsflächen n" bewegen (siehe Fig. 4).
Der Deckel ist in bekannter Weise durchbohrt und die Bohrung p ist mit Ge winde ausgestattet, um die Durchführung der Anschlussleitung zu den Kontaktschrauben f" und g" und die Anschraubung der Deckels an ein Halteorgan zu ermöglichen.