CH133403A - Verfahren und Einrichtung, um ein Flussbett von dem eine Sohlenerhöhung bewirkenden Geschiebe freizuhalten. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung, um ein Flussbett von dem eine Sohlenerhöhung bewirkenden Geschiebe freizuhalten.Info
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E02B3/00—Engineering works in connection with control or use of streams, rivers, coasts, or other marine sites; Sealings or joints for engineering works in general
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Description
Verfahren und Einrichtung, um ein F1ufibett von dem eine Sohlenerhöhung bewirkenden Geschiebe freizuhalten. Flüsse mit wenig Gefälle lassen ihr Ge- schiebe zufolge des trägen Wasserlaufes zu einem grossen Teil im Flussbett liegen und ,die Folge davon ist, dass sich die Sohle des Flussbettes beständig erhöht. Um Über schwemmungen bei Hochwasser zu verhüten müssen die Ufer ebenfalls beständig durch Dämme erhöht werden.
Die Erhöhung der letzteren hat aber ihre natürlichen Grenzen schon wegen den Zuflüssen, die zurückge staut werden und Überschwemmungen ver ursachen können. Dadurch, dass schliesslich der Fluss viel höher liegt als das Land, wird die Gefahr und Wirkung eines Damm bruches zunehmend grösser. Auch das Binnenwasser kann nicht mehr abfliessen und das Land wird zum Sumpf.
Vorliegende Erfindung bezweckt dem Grundübel abzuhelfen, das heisst das die Sohlenerhöhung bewirkende Geschiebe fort zuschaffen, däe Sohle also gleichzeitig bis zu einer gewissen anfänglichen Tiefe des Flussbettes auf natürlichem Wege zu ver tief en.
Gemäss dem Verfahren nach vorliegender j Erfindung staut man das Wasser des Flusses in den ,Zeiten, in welchen es kein Ge- schiebe führt und erzeugt durch Ablassen des gestauten Wassers eine künstliche Hoch flut im Flussbett, zum Zwecke das die Sohlenerhöhung bewirkende Geschiebe aub letzterem fortzuschwemmen.
Die Einrichtung zur Ausführung des er findungsgemässen Verfahrens weist ein Stau werk mit Vorrichtungen zum Ablassen des gestauten Wassers auf.
Das Verfahren kann so ausgeführt wer den, dass man den Beginn des Ablassens des gestauten Wassers .automatisch erfolgen lässt in Abhängigkeit von der .Stauhöhe. Man kann das Ablassen des gestauten Wassers 'hei Hochwasser derart regeln, dass eine nor- #rnale Hochwassermenge durch das Flussbett abfliesst und ein Überschuss an Hochwasser gestaut wird.
Auf beiliegender Zeichnung ist ein Aus führungsbeispiel_einer Einrichtung zur Aus- führung des Verfahrens nach der Erfindung schematisch dargestellt, in welcher Fig. 1 einen senkrechten. Schnitt nach Linie I-I in Fig. 2 zeigt, und Fig. 2 einen Grundriss.
An einer geeigneten Stelle im Flusslauf wird ein Stauwerk errichtet, das zwischen Seitenwänden 2 und 3 eine Abschlusswand 4 aufweist. Die Abschlusswand 4 weist in ihrem untern Teil drei Wehröffnungen 5 auf, welche durch Schützentafeln 6 abschliess bar sind, die seitlich in die Wände 2 und 3 bezw. Pfeiler 7 eingelassen sind. Das Heben und Senken der Schützentafeln 6 erfolgt durch Triebwerke, die Spindeln 8, Schnek- kenräder 9 und Schnecken 10, die auf einer gemeinsamen Welle 11 sitzen, umfassen.
Die Welle 11 wird von einem reversiblen Elek tromotor 12 aus durch ein Riemengetriebe 13 in Umdrehung versetzt.
14 bezeichnet einen Schacht, in welchem sich ein Schwimmer 15 befindet. Der Schacht 14 ist durch einen Kanal 16 von verhältnismässig grossem Querschnitt mit dein Staubecken verbunden, und zwar liegt die Mündung 17 des Kanals 16 in Höhe des gewünschten Spiegels des gestauten Was sers. Ferner ist der .Schacht 14 durch einen Kanal 18 von verhältnismässig kleinem Querschnitt mit dem Flusslauf unterhalb des Stauwerkes verbunden. Der Schwimmer 15 wirkt durch ein@Gestänge 19 auf einen sche matisch angedeuteten Schalter 20 für den Strom nach dem Motor ein.
Der Schalter 20 ist so ausgebildet, dass er in einer gewissen Stellung eine Polumschaltung des Motors erzeugt, um dessen Drehrichtung umzu kehren.
Die Wirkungsweise der vorbeschriebenen Einrichtung ist wie folgt: In den Zeiten, in welchen das Wasser kein Geschiebe führt, werden die Schützen tafeln 6 geschlossen, mindestens soweit, dass nur noch eine eventuell vorgeschriebene Minimalmenge mit Rücksicht auf Fischerei- und .andere Rechte im Fluss#bett abfliesst, alles übrige Wasser wird durch das Stau werk gestaut.
Hat der Stau die durch die Mündungsöffnung 17 des Kanals 16 festge legte Höhe erreicht, so fliesst Wasser in diesen Kanal und in den Schacht 14 und hebt den Schwimmer 15, da durch den engeren Kanal 18 nur ein Teil des zu strömenden Wassers abfliessen kann. Der Schwimmer erreicht eine oberste Lage, in welcher er den Schalter 20 für den Motor strom einschaltet, und der in Umdrehung versetzte Motor 12 öffnet die Schützen tafeln.
Dadurch strömt das gestaute Wasser in Form einer künstlichen Hochflut ab; das im Flussbett unterhalb des Stauwerkes bo- findliche Geschiebe wird zum Teil fortge schwemmt und so jede Sohlenerhöhung de:, Flussbettes zum Verschwinden gebracht.
Auch wenn der Spiegel des !Staubeckens nach Beginn des Ablasseis sinkt und kein Wasser mehr durch den Kanal 16 nach dem Schwimmerschacht strömt, so wird der Schwimmer 15 noch nicht sinken, da er nun mehr nach dem ZVasserspiegel im Flussbett unterhalb des ,Sta-uwerkes infolge des Ka- na.ls 18 sich einstellt. Es sind in Vig. 1 drei verschiedene solche Wasserspiegel 21, 22, 23 angedeutet.
Sinkt der Spiegel im Flussbett auf ein bestimmtes Mass, so betätigt der sin kende Schwimmer die Polumschaltung und der Motor beginnt im entgegengesetzten Drehsinn zu laufen und schliesst die Schützentafeln für einen erneuten Stau. Die Mittel zum jeweiligen Unterbrechen des Mo torstromes nach beendigtem Öffnen und Schliessen der Schützentafeln sind in der Zeichnung nicht dargestellt.
Bei natürlichem Hochwasser werden die Schleusen zweckmässig .so eingestellt, dass soviel Wasser .als das Flussbett gefahrlos fassen kann, abfliesst. Dabei wird auch alles mutgebrachte Gschiebe mitgenommen. Das Mehrquantum an Wasser wird im Stau becken .gestaut, um- später als künstliche Nochflut abgelassen zu werden.
Die Regelung des Ablasseis des gestau ten Wassers kann natürlich auch durch Be tätigen der Schleusen von Hand aus erfolgen oder durch Einstellen des Motorschalters Von Hand. Es ist zweckmässig, vom Austritt der Schleusen bis zum untern Flussbett auf eine kurze Strecke ein starkes Gefälle vorzu sehen, um dem austretenden Wasser auch bei kleinen Stauhöhen eine grosse Geschwindig keit zu erteilen. Falls es die örtlichen Ver hältnisse erfordern, kann man die Zuflüsse während der erzeugten Hochflut absperren, um das Eindringen von Wasser während diesen Zeiten zu verhindern.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren, um ein Flussbett von dem eine Sohlenerhöhung bewirkenden Ge- schiebe freizuhalten, .dadurch .gekenn zeichnet, -dass man das Wasser des Flusses in den Zeiten, in welchen es kein Geschiebe führt, staut und durch Ablassen des gestauten Wassers eine künstliche Hochflut im Flussbett er zeugt, zum Zwecke, das die Sohlener höhung bewirkende Geschiebe aus letz terem fortzuschwemmen. 1I. Einrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch ein Stauwerk mit Vorrichtungen zum Ablassen des ge stauten Wassers.UNTERANSPRÜCI' 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man den Be ginn des Ablassens des gestauten Was sers .automatisch erfolgen lässt in Ab hängigkeit von der Stauhöhe. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man das Ab lassen des gestauten Wassers bei Hoch wasser derart regelt, dass eine normale Hochwassermenge durch das Flussbett abfliesst und der Überschuss an Hoch wasser gestaut wird. 3. Einrichtung nach Patentanspruch TI, dadurch gekennzeichnet, dass das Stau werk Schleusen aufweist, zu deren Be tätigung Triebwerke vorgesehen sind, die von einer Schwimmervorrichtung aus in und ausser Betrieb gesetzt wer den. 4.Einrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteranspruch 3, dadurch .gekenn zeichnet, dass die Schwimmervorrichtung in Verbindung steht mit dem Stau becken, zur Einleitung des Ablassens des gestauten Wassers, und mit dem Fluss lauf unterhalb des Stauwerkes, um das Ablassen zu beenden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH133403T | 1928-09-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH133403A true CH133403A (de) | 1929-06-15 |
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ID=4391552
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH133403D CH133403A (de) | 1928-09-15 | 1928-09-15 | Verfahren und Einrichtung, um ein Flussbett von dem eine Sohlenerhöhung bewirkenden Geschiebe freizuhalten. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH133403A (de) |
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1928
- 1928-09-15 CH CH133403D patent/CH133403A/de unknown
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