CH130970A - Hydraulische Steuereinrichtung zum Betätigen von mit hydraulischen Steuerkolben verbundenen Steuerorganen von Kolbenmaschinen entgegen einer ständig wirkenden Schliesskraft. - Google Patents

Hydraulische Steuereinrichtung zum Betätigen von mit hydraulischen Steuerkolben verbundenen Steuerorganen von Kolbenmaschinen entgegen einer ständig wirkenden Schliesskraft.

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CH130970A
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Maurits Meier Mattern Heinrich
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Maurits Meier Mattern Heinrich
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  Hydraulische Steuereinrichtung zum Betätigen von mit hydraulischen Steuerkolben  verbundenen Steuerorganen von     Holbenmaschinen    entgegen einer ständig wirkenden  Schliesskraft.    Die     Erfindung    bezieht sieh auf eine     hy-          (li-aulische    Steuereinrichtung zum Betätigen  von mit hydraulischen Steuerkolben verbun  denen Steuerorganen von Kolbenmaschinen,       critgegen    einer ständig wirkenden Schliess  kraft.  



  Bei den meisten bekannten hydraulischen  Steuerungen von Kolbenmaschinen, zum Bei  spiel Dampfmaschinen, Kolbenpumpen usw.  wird der zum Bewegen der     Steuerorgane    be  nötigte Flüssigkeitsdruck dadurch erhalten,       da.ss    eine     Pumpe    mit der Maschine mitläuft.  Solange die Maschine nicht läuft, ist kein       Druck    vorhanden. Bei.     diesen    hydraulischen  Einrichtungen. sind mit den Steuerorganen       (ler    Kolbenmaschinen kleine Steuerkolben  verbunden, auf welche zum Offnen der  Steuerorgane unter Druck stehende Flüssig  keit zur Einwirkung gebracht wird. Infolge  r.lessen werden die Kolben angehoben und  nehmen dabei die Steuerorgane mit.

   Das         Offnen        erfolgt    gegen eine ständig wir  kende     Sehliesskraft,    zum Beispiel eine Feder  oder gegen die Wirkung     eines    andern Druck  mittels, so dass sich die Steuerorgane unter  dem Einfloss der genannten Kraft wieder  schliessen, sobald der Druck auf die Steuer  kolben wieder verschwindet.

   Da es erfah  rungsgemäss ausgeschlossen ist, auf die     Dauer     ein Abfliessen der Druckflüssigkeit längs der  sich     bewegenden    Teile zu     verhindern,    werden  sich die Steuerorgane, nachdem die Maschine  einige Zeit nicht gelaufen ist, wieder       schliessen.    Es ist dann nicht möglich, die       Maschine    ohne weiteres anlaufen zu lassen.  



  Bei der hydraulischen     Steuereinrichtung     nach der Erfindung ist dieser Übelstand be  hoben.  



  Gemäss der Erfindung kann die Druck  seite der hydraulischen Steuerzylinder ab  wechselnd mit zwei Flüssigkeit enthaltenden  Räumen, von denen wenigstens der ein-      unter Druck steht, durch ein     Steuerorgan    in  Verbindung gebracht werden, das während  des Betriebes durch die Maschine gesteuert  werden kann, das Ganze zum Zweck, ein  sofortiges Anlaufen der Maschine auch nach  längerem     Betriebsunterbruch    zu ermöglichen.  



  In     Fig.l    der Zeichnung ist ein Aus  führungsbeispiel einer Steuereinrichtung an  einer nur teilweise     gezeigten    Kolbenmaschine,  zum Beispiel einer     Dampfmaschine,    darge  stellt;       Fig.    2 und 3 zeigen schematisch zwei  Detailvarianten von     Steuereinrichtungen    an  Kolbenmaschinen, deren Steuerorgane beim       Anlaufen    der Maschine anders betätigt wer  den als im normalen Betrieb;       Fig.4    zeigt einen Vertikalschnitt durch  eine     konstruktive    Ausführung der Variante  nach     Fig.    2.  



  Die     Einlass'ventile    1 und 2 eines doppelt  wirkenden Zylinders Z einer im übrigen nicht  dargestellten Kolbenmaschine, zum Beispiel  einer Dampfmaschine, sind durch Stangen 3  und 4 mit einem durch Federn belasteten  Kolben 5     bezw.    6 verbunden. Die     Auslass-          ventile    des Zylinders Z sind nicht ge  zeichnet. Die Kolben 5 und 6 können sich  in Zylindern 7 und 8 bewegen. Unterhalb  der Kolben 5 und 6 münden Leitungen 9  und 10 in die Zylinder 7 und B. Die Lei  tungen 9 und 10 enden in den Öffnungen  11 und 12 eines Zylinders 13, in welchem  ein mit zwei Kolben 14 und 14' versehener  Schieber durch die Stange 15 von der Kur  belwelle der Maschine aus hin- und her  bewegt wird.

   Zwischen den Öffnungen 11  und 12 ist im Zylinder 13 eine Öffnung 16  vorgesehen, in welcher eine Leitung 17  mündet, welche die Verbindung zwischen  dem Zylinder 13 und dem Druckraum einer  unabhängig von der Maschine     antreibbaren     Pumpe 18 bildet. Die Zylinderräume vor und  hinter den     Schieberkolben    14 stehen     mittelst     der     Öffnungen    21 und 22 und der Lei  tungen 23, 24 und 25 in Verbindung mit  einem als     Ausgleichbehälter    dienenden Flüs  sigkeitsbehälter 26, welcher nur zum Teil  mit Flüssigkeit gefüllt und oben offen, also    nicht unter Druck ist. Durch eine Leitung  19 ist der Behälter 26 auch mit der Pumpe  18 verbunden.  



  Um die Maschine anlaufen zu lassen,  wird die Pumpe 18 in Tätigkeit gesetzt, wo  durch in der Leitung 17 Druck entsteht,  welcher sich auf dem Raum zwischen den  :Kolben 14 und 14' des Schiebers in dem  Zylinder 13 fortpflanzt. Von da gelangt der  Druck in der in     Fig.    1 gezeichneten     Stellung     des Schiebers durch die     Öffnung    11 und die  Leitung 9 unter den Kolben 5, welcher auf  wärtsbewegt wird und das Ventil 1 gegen  die Wirkung der Feder 27 anhebt.

   Das  Ventil 2 und der Kolben 6 werden dagegen  nicht angehoben, da die Leitung 10. nicht  mit dem Druckraum des Zylinders 13 in  Verbindung steht, sondern über die Öffnung  22 und die Leitung 24 und 25 an den       Flüssigkeitsbehälter    26 angeschlossen und  der Kolben 6 durch die Feder 28 in seiner  untern Stellung, wo das Ventil 2 geschlossen  ist, gehalten ist.  



  Die Maschine kann nun ohne weiteres  anlaufen, wenn dem Zylinder Z der nötige  Betriebsdampf zugeführt wird. Durch die  Hin- und     Herbewegung    der Kolben 14, 14'  von der Hauptwelle der Maschine aus werden  die Kolben 5 und 6 zum Einlass des Dampfes  vor und hinter dem Arbeitskolben der Ma  schine abwechselnd gehoben. Die Pumpe 18  wird nach dem Anlaufen der Maschine mit  derselben gekuppelt, damit sie ohne     besondere     Kraftquelle fortwährend     Druckflüssigkei'z     für die Steuerung     liefert,    solange die Ma  schine läuft.  



  Zur Verstellung der     Ventilsteuerung     zwecks Regulierung oder Umsteuerung kann  neben der beschriebenen     Bewegung    de:  Steuerschiebers mittelst einer Kulisse oder  eines ähnlichen Antriebsmittels, eine zweite  Bewegung, zum Beispiel quer zur ersten auf  das Steuerorgan oder den Spiegel desselben  übertragen werden. So kann dem Schieber  14, 14' oder dem Zylinder 13 eine Drehung       um    die Achse erteilt oder der Zylinder kann  in axialer Richtung bewegt werden-           Fig.    2 der Zeichnung betrifft eine     solche     Steuereinrichtung mit drehbarem Kolben  -hieher, und zwar sind ein     Kolben    des  Schiebers und sein Spiegel in dem Zy  linder abgewickelt dargestellt.

   In     Fig.     t ist das ganze Steuerorgan in einem  Längsschnitt dargestellt. Die Kolben 14 und  14' des Schiebers haben zur     ,Schieberage     schräg stehende Stirnflächen 31, 32 und 33,  34     (Fig.4)    und sind in beiden Figuren in  zwei Stellungen gezeichnet, eine mit aus  gezogenen und die andere mit gestrichelten  Linien. Die Öffnung 11     (bezw.    12) im Spie  gel, in welcher die Verbindungsleitung 9       (bezw.    10) zum Steuerzylinder mündet, hat  ebenfalls schräge Seitenkanten und ist in       Fig.2    durch strichpunktierte Linien ange  deutet.

   Der Schieber wird, wie bereits er  wähnt, mittelst der Kolbenstange 15 in der       Altrichtung    hin- und herbewegt und kann  mittelst eines an seiner Kolbenstange auf  einem Vierkant 29 verschiebbaren Armes 30  um seine     Alte    gedreht werden. Nimmt der  Schieber die in ausgezogenen Linien dar  gestellte Stellung ein, so muss er in der Be  wegungsrichtung nach rechts zum Öffnen  der Öffnung 11 die in     Fig.    2 mit 1 und in       Fig.    4 mit a bezeichnete Strecke zurücklegen.

    Ist er aber in die durch gestrichelte Linien       -edeutete    Stellung gedreht, so ist die vom       #    in"     tD     Schieber in der Längsrichtung zurückzu  legende Strecke auf 1'     bezw.        a'    verkürzt, das  Ventil wird also früher geschlossen. Ferner  wird das Ventil auch entsprechend der Ver  längerung der     Strecke    2 auf 2',     bezw.    b  auf b' später geöffnet.  



  In Fix. 3 ist     sowohl    am Schieber 14, wie  auch an der Öffnung 11 die eine     Stirnseite     schräg und die . andere rechtwinklig zur  Schieberage. Die Überdeckung 2 ändert beim  Drehen des Schiebers aus der ausgezogenen  in die gestrichelte Lage ihren     -Wert    nicht,  sondern nur die Überdeckung am andern  Ende des Schiebers, von 1 auf 1', weshalb  durch Drehen des Schiebers nur der Zeit  punkt des     Ventilschlusses    verändert wird.  



  Als     .Steuerorgan    für den     FlüssigkeitsdruclL          kann    auch ein Hahn oder ein flacher Schie-         ber    Verwendung finden. Der Antrieb     des.-          ,selben    erfolgt von der     -Hauptwelle    der  Kolbenmaschine aus mittelst Exzenter,     mit-          telst    Nocken, Kurbeln usw. Der Antrieb  kann auch einstellbar ausgeführt und für  zwei Drehrichtungen der Maschine einge  richtet sein. An Stelle der Pumpe kann auch  ein Flüssigkeitsbehälter (Druckspeicher) ver  wendet werden, in welchem ein Überdruck  vorhanden ist.  



  Bei einem Flachschieber     kann    eine zweite  Bewegung senkrecht zur eigentlichen Schub  bewegung angewendet werden, oder es kann  der Spiegel in dieser Richtung oder in der  Bewegungsrichtung verstellt werden.  



  Es kann ferner auf der einen Seite der  im Steuerzylinder beweglichen Kolben ein  Druck durch Zufuhr von Dampf oder einem  andern     Drucl,-mittel    auf die unter Druck zu  bringende Flüssigkeit     unmittelbar    über  tragen werden.  



  Bei Verwendung eines Schiebers ohne  Überdeckungen, der zum Beispiel durch einen  Exzenter     mit;    einem     Voreilwinkel    von 90    gegenüber der Kurbel     bewegt    werden kann,  werden die Ventile bei einer Umdrehung der       Mrelle    über 180  geöffnet werden und während  der weiteren Drehung über 180   geschlossen  bleiben, was zum Beispiel bei einer Dampf  maschine einer Füllung von 100 % entspricht:.  Dies muss gerade mit Rücksicht auf das An  laufen von Lokomotiven, Schiffsdampf  maschinen usw. als ein grosser     Vorteil    be  trachtet werden.  



  Der Schieber und das Triebwerk brauchen  nur geringe Abmessungen zu haben, so dass  die Herstellung billig wird. Die beschriebene  Steuereinrichtung kann     miVeiner    andern, zum  Beispiel gewöhnlichen hydraulischen Steuer  einrichtung der Kolbenmaschine zusammen  arbeiten, derart, dass sie nur während des       Anlaufens    und die andere während des Be  triebes arbeitet.  



  Wie aus Vorstehendem erhellt, kann eine  mit der beschriebenen     .Steuereinrichtung    aus  gerüstete Maschine auch nach längerem     Be-          triebsunterbruch,    sofort in Gang gebracht  werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Hydraulische Steuereinrichtung zum Be tätigen von mit hydraulischen Steuerkolben verbundenen Steuerorganen von Kolben maschinen entgegen einer ständig wirkenden Schliesskraft, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckseite der hydraulischen Steuer zylinder abwechselnd mit zwei Flüssigkeit enthaltenden Räumen, von denen wenigstens der eine unter Druck steht, durch ein Steuer organ verbunden werden kann, das während des Betriebes durch die Maschine gesteuert werden kann, das Ganze zum Zweck, ein sofortiges Anlaufen der Maschine auch nach längerem Betriebsunterbruch zu ermöglichen. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Hydraulische Steuereinrichtung nach Pa- tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerorgan den hydraulischen Steuerzylinder nacheinander mit dem Druckraum einer Pumpe und mit einem nicht unter Druck stehenden Ausgleich behälter in Verbindung setzt. 2. Hydraulische Steuereinrichtung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass zur Verstellung der Ventilsteuerung der Maschine Teile des Steuerorgans relativ zueinander v er stellba.r angeordnet sind. 3.
    Hydraulische Steuereinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerorgan ohne Überdeckung ausgebildet ist und mit einem Voreil- winkel von<B>90'</B> zur Kurbel der Maschine angetrieben wird. 4. Hydraulische Steuereinrichtung nach Pa tentanspruch, gekennzeichnet durch einen Kolbenschieber in einem Zylinder, in wel chem an der einen Seite des Kolbens ein Druck durch Zufuhr von Dampf oder einem andern Druckmittel unmittelbar auf die unter Druck zu bringende Fhissigkeit übertragen wird.
CH130970D 1926-02-12 1926-12-28 Hydraulische Steuereinrichtung zum Betätigen von mit hydraulischen Steuerkolben verbundenen Steuerorganen von Kolbenmaschinen entgegen einer ständig wirkenden Schliesskraft. CH130970A (de)

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