CH117203A - Trockenverfahren. - Google Patents
Trockenverfahren.Info
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Description
Trockenverfahren. Es sind zum Beispiel Trocknungsanlagen zum Dörren von Obst etc. bekannt, bei wel chen es notwendig ist, die aus der Feuerung stammende, schweflige Säure, sowie Asche etc. weg zu bringen, was in der Hauptsache durch grosse Absorptionsapparate, Filter etc. bewirkt wird.
Das vorliegende neue Trockenverfahren wird in folgender Weise ausgeführt: Man verfeuert Heizöle (Destillate oder Surrogate von Ölen) vollkommen, das heisst ohne Koh- lenoxydbildung, in einem passenden Feue- rungsraum, vermengt die aus demselben tre tenden Feuergase mit einem vielfachen (50- bis zirka 200-fachen)
Volumen von Luft und leitet die gewonnene Warmluft in die Trok- kenräume. Der Feuerungsraum kann dabei als Feuerkammer in Gestalt einer Retorte oder Muffel oder dergleichen ausgebildet werden, welche fast allseitig von strömender Trockenluft umspielt wird und aus welcher die Feuergase direkt in die Trockenluft tre ten. Die so gebildete Warmluft wird von einem Gebläse angesaugt und entweder in einen Trockenkanal in Trockenkammern ge blasen, oder vermittelst Blech- oder andern Kanälen in Grossraumtrocknereien passend verteilt.
Auch kann die abgearbeitete Trockenluft der Feuerkammer vollständig oder teilweise wieder zugeführt werden und so eine Kreis lauftrocknerei betrieben werden.
Messungen haben .ergeben, dass zum Bei spiel bei einer Warmlufttemperatur von 40 C in derselben kein Kohlenoxyd und weniger als 0,5 (oö Kohlensäure enthalten war, wobei dieselbe dauernd völlig geruch los war.
Von den neuen Wirkungen und wirt schaftlichen Vorteilen des Verfahrens ist be sonders zu erwähnen, dass dabei der volle Heizwert des Brennstoffes der Trockenluft einverleibt wird (100 %iger Nutzeffekt der Feuerung) und dieselbe weder mit schwef liger Säure, Kohlenoxyd, noch irgend wel chen schädlichen oder schlecht riechenden Dämpfen beladen wird.
In Grossraumtrocknereien mit dichtem Belag des Trockengutes erzielt man die neue wertvolle Wirkung, dass das sogenannte "Versticken" beseitigt wird, das verdamp fende Wasser wird bedeutend besser aus den Trockenräumen ins Freie befördert und gibt, leine -Niederschläge. Mit diesem Trocken verfahren kann die Trockenleistung erheb lich gesteigert und bis aufs Doppelte<B>ge-</B> bracht werden.
In der Regel stehen grosse Quantitäten Abhitze, beispielsweise bei Ziegelbrenn- und keramischen Ofen, sowie Wärmeöfen der Metallindustrien, oder Abwärme in Form von Auspuff- und Zwischendampf zur Ver fügung, welche nur teilweise oder gar nicht; ausgenutzt werden. Nach einer Ausfüh rungsform dieses Verfahrens nun wird durch intensives Ventilieren die Abhitze der Brenn- und Wärmeöfen erfasst und restlos zum Vorwärmen der Trockenluft verwendet.
Dann wird die so vorgewärmte Trockenluft mit der nach dem Hauptverfahren mittelst Olfeu- rung gewonnenen Warmluft vermengt und den Trockenräumen zugeführt.
Die besonderen neuen technischen Wir kungen und Vorteile dieser Ausführungs form bestehen darin, dass die Verdünnung der Feuergase eine noch weitergehende ist als beim Hauptverfahren, daher auch min derwertige Heizöle verwendet werden kön nen. Ausserdem in der bedeutend besseren Ableitung der Abhitze von den Ofen, als es bisher ausführbar war.
Eine weitere Ausführungsform des Ver fahrens besteht darin, dass die durch die Ab hitze oder Abwärme vorgewärmte Trocken luft zum Umspülen der Feuerkammer be nützt und hernach direkt mit den Feuergasen vermengt wird. Bei dieser Ausführungsform wird bezweckt, die Feuerhammer an der Oberfläche intensiv zu kühlen, um ein Zu sammenbrennen bezw. Schmelzen des Kam-- inerinnern zu verhüten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCFI Trockenverfahren, dadurch gekennzeieli- net, dass Heizöle ohne Kohlenoxydbildung in einem Feuerungsraum verfeuert werden, wo bei die gebildeten Feuergase mit einem viel fachen Volumen von Luft vermengt und iii die Trockenräume geleitet werden. UNTERANSPRüCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Heizöle in einer retorten- oder muffelförmigen Kammer verfeuert werden, welche von der Trok- kenluft fast allseitig umspült wird.:.@. Verfahren nach Patentanspruch und L n- teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der gewonnenen Warmluft die durch Ausnutzung von Abhitze der Brenn- und Wä.rmeöfen oder Abdampfverwertung ge wonnene vorgewärmte Luft beigemengt wird, zum Zwecke einer weiteren Ver dünnung der Feuergase. 3.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die durch Abhitze oder Abwärme vorgewärmte Trockenluft zum Umspülen der Feuerkammer benützt und hernach direkt mit den Feuergasen vermengt. wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH117203T | 1925-10-22 |
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1925
- 1925-10-22 CH CH117203D patent/CH117203A/de unknown
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