Verfahren zur Herstellung feiner<B>Pulver,</B> insbesondere lttetallpulver, mit Hilfe von Wirbelmühlen. Feine Pulver, insbesondere Metallpulver, werden neuerdings mit Hilfe von sogenann ten Wirbelmühlen erzeugt, in denen die Mahlgutteilchen innerhalb eines geschlosse nen Gehäuses von schnell umlaufenden, ge geneinander geführten Gaswirbeln mitgeris sen und zur gegenseitigen Einwirkung auf einander gebracht werden. Es gelingt auf diese Weise eine weitgehende Zerkleinerung selbst ganz weicher Metalle zu erreichen. Der Kraftaufwand, welcher für die feine Zer kleinerung notwendig ist, ist dabei je nach der Art des Mahlgutes bezw. des Metalles verschieden.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, das eben angedeutete Mahlverfahren in der Rich tung weiter auszubauen, dass der Kraftver brauch der Mühle erheblich herabgesetzt bezw. die Leistungsfähigkeit auf ein Mehr faches gesteigert werden kann. .Ausserdem ist man bei Anwendung des neuen Verfah rens in der Lage, die Struktur und die Form des einzelnen Mahlgutteilchens zu be einflussen. Gemäss der Erfindung wird dem Mahlgut ein Schmiermittel in einer Menge von höch stens einigen Prozenten zugesetzt, welches das zu mahlende Gut während des Mahlens mit einer dünnen Schicht bedeckt.
Zweck mässig ist so viel Schmiermittel anzuwen den, dass auch die feinsten Mahlgutteilchen mit einem dünnen Häutchen überzogen sind; eine zu starke Schmiermittelschicht würde ein so weitgehendes Zusammenkleben der Mahlgutteilchen herbeiführen, dass die Zer kleinerung im Wirbel bis zur Wirkungs losigkeit herabgesetzt wird.
Als Schmiermittel kommen vorwiegend Öle, Fette, Wachs, Paraffin, .Stearin und ölig wirkende Stoffe, wie z. B. Terpentin, Tetralin und dergleichen mehr in Frage.
Die Steigerung in der Leistungsfähigkeit des Mahlverfahrens ist eine sehr beträcht liche, so dass zum Beispiel bei weichen Me tallen, wie Aluminium, Blei, Zinn und der gleichen, durch den Schmiermittelzusatz die Ausbeute bei gleichbleibendem Kraftver brauch bis auf das Zehnfache gesteigert wer- den kann. Selbst bei Metallen, wie z. B. Kupfer, gelingt es, die Ausbeute bis auf das Dreifache oder noch mehr zu erhöhen.
Zur praktischen Durchführung des Ver fahrens werden beispielsweise auf je 1 kg Kupfer etwa 1,5 gr Olivenöl zugesetzt, oder 1 kg Aluminium oder Zinn 10 gr Paraffin. Das Schmiermittel kann ständig während des Arbeitens der Mühle durch Einführung in die Mühle zugesetzt werden, oder es kann von vornherein mit dem Mahlgut vermengt werden. Bei der ersteren Art der Zuführung hat man den Vorteil, dass man den Gehalt an Schmierstoff in dem Mahlgut besser regeln und infolgedessen besser im gleichen Ver hältnis zu der zu schmierenden Oberfläche halten kann.
Ganz eigenartig wirkt sich die Art des zuzusetzenden Schmierstoffes auf die For menbildung der einzelnen Pulverteilchen aus, indem dieselben eine mehr gallige oder ku gelförmige oder auch eine mehr blättchen- förmige Gestalt erhalten. So erhält man zum Beispiel bei Zusatz von Olivenöl zu Alumi nium ein Pulver, welches ein mehr bulliges Korn besitzt, während bei Zusatz von Paraf fin Körnchen entstehen, die eine mehr blätt- chenförmige Beschaffenheit besitzen.
Im einzelnen hängt dies natürlich von der Art, des Metalles, von der Art des Schmierstoffes, der Dauer des Mahlverfahrens und derglei chen- ab, lässt sich aber jeweils durch Ver suche feststellen. Für den Fall, da.ss die zugesetzten Schmierstoffe bei der Verwendung des fer tigen Pulvers unerwünscht sein sollten, kön nen dieselben durch Auswaschen, besser noch durch Abdampfen in erforderlichem Masse entfernt werden.
Man kann natürlich das Verfahren aueli in der "reise ausgestalten, dass man dem Mahlgut auch Gemenge von den in Betracht kommenden Zusatzstoffen zusetzt. Im ein zelnen lassen sich je nach Art des Mahlgutes und des zu erzielenden Enderzeugnisses die am besten wirksamen Zusatzstoffe und die zu benutzenden Mengen derselben dureli Ver suche festlegen.