CH112481A - Verfahren zum Anlassen von Drehstrommaschinen mit Erregerquellen im sekundären Stromkreis. - Google Patents

Verfahren zum Anlassen von Drehstrommaschinen mit Erregerquellen im sekundären Stromkreis.

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CH112481A
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Haftung Siemens- Beschraenkter
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Siemens Schuckertwerke Gmbh
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P1/00Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters
    • H02P1/16Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters for starting dynamo-electric motors or dynamo-electric converters
    • H02P1/46Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters for starting dynamo-electric motors or dynamo-electric converters for starting an individual synchronous motor
    • H02P1/50Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters for starting dynamo-electric motors or dynamo-electric converters for starting an individual synchronous motor by changing over from asynchronous to synchronous operation

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Description


      Verfahren    zum Anlassen von     Drehstrommasehinen    mit Erregerquellen  im sekundären Stromkreis.    Es ist bekannt,     Drehstrommaschinen    mit  Erregerquellen im sekundären     Stromkreise    so  anzulassen, dass die Wirkung der     Erreger-          rnaschine    beim Beginn des eigentlichen asyn  chronen     Anlaufvorganges    ausgeschaltet ist.  Die Erregerquelle wird erst zur Wirkung ge  bracht, wenn der Anlasser eine bestimmte  Stellung erreicht hat.

   Eine solche Anordnung  ergibt in bezug auf den     Anlassvorgang     keine eindeutige Bestimmung des     Augeh-          blickes,    in dem die Erregerquelle wirksam  wird. Je nach der Grösse des während des  Anlaufes zu überwindenden Drehmomentes,  je nach der Schnelligkeit der Bewegung des  Anlassers entspricht zum Beispiel die jewei  lige Anlasserstellung einer andern Drehzahl.  Für das Eintreten der Erregerwirkung ist  aber stets der     Anlasszustand    der Maschine  massgebend, der sich zum Beispiel durch  Drehzahl,     sekundäre        Spannung,    Frequenz usw.  ausdrückt.  



  Nach der Erfindung soll eine eindeutige  Abhängigkeit des     Eintretens    der Erreger-         wirkung    vom     Anlassvorgang    dadurch erreicht  werden, dass die Erregerquelle durch in Ab  hängigkeit von einer dem jeweiligen Anlass  zustand eigentümlichen Grösse zur Wirkung  gebracht wird. Die Ausführungsformen dieses  allgemeinen Verfahrens können ganz ver  schieden sein. Sie bestimmen sich aus der  Art der Erregerquelle und aus der Wahl der  Grösse, die die Erregerquelle zur Wirkung  bringen soll. Es ist grundsätzlich gleichgültig,  ob eine Drehstrom- oder eine Gleichstrom  maschine, ob eine vorhandene Stromquelle  (Netz) oder eine besondere Maschine die Er  regung übernehmen soll.

   Als die dem     Anlass-          vorgang    eigentümliche Grösse können Span  nung, Strom oder Frequenz im Sekundär  stromkreis, die Drehzahl oder von dieser ab  hängige Grössen benutzt werden. In den Ab  bildungen sind Beispiele für verschiedene  Ausführungsformen gezeigt.  



  Die Abbildung 1 stellt einen gewöhnlichen  synchronisierten     Asynchronmotor    dar, beste  hend aus dem Motor 1, dem Anlasser 2 und      der Erregermaschine 3. Die Erregermaschine  3 wird durch das Schütz 4 kurzgeschlossen.  Die Spule 5 des Schützes wird von der<B>Schi</B>     upf-          spannung    des Motors 1 gespeist. Wird der  Motor 1 im Stillstand an das Netz gelegt,  so tritt die höchste     Schleifringspannung    auf,  die sofort das Schütz 4 zum Ansprechen  bringt und die Gleichstromquelle durch     Kurz-          schluss    überbrückt. Die Gleichstrommaschine  ist so zum Beispiel vor besonders hohen  Strömen im Augenblick des     Eirrschaltens    ge  schützt.

   Bei steigender Drehzahl vermindert  sich die     Schlupfspannung    und bei einer ganz  bestimmten Drehzahl lässt das Schütz seinen  Anker fallen, löst den Kurzschluss und bringt  die sich selbst erregende     Maschine    3 zur       Wirkung.     



  Liegt zum Beispiel die Gefahr vor, dass  auch während des     Anlassvorganges    unzuläs  sige Stromstärken im     Sekundärstromkreis     auftreten, so kann für das Schütz 4 statt der  Spannungsschaltung eine Stromschaltung be  nutzt werden, d. h. die Spule     ä    des     Schützes     4 muss mit einer Phase des Anlasser gereiht  werden und schützt so die Gleichstromma  schine bei Übersteigen     eitler    bestimmten     All-          lassstromstärke    selbsttätig vor Stromüber  lastung des     Kommutators.     



  Die Abbildung 2 zeigt ebenfalls einen       synchronisierten        Asynchronmotor    1, dessen       Erregermaschine    3 im Sternpunkt des An  lassers 2 liegt. Die Erregung dieser Maschine  3 wird durch ein     Frequenzrelais    6 geöffnet  und geschlossen, und zwar derart, dass bei  hohen Frequenzen der     Erregerstromkreis    ge  öffnet, d. h. die     Gleichstrotnntaschine    3 un  wirksam gemacht ist. Erst beim Unterschrei  ten einer bestimmten sekundären Frequenz,  d. h. erst nachdem der Motor 1 eine be  stimmte Drehzahl erreicht hat, macht das       Frequenzrelais    6 die Gleichstrommaschine 3  wirksam.  



  Die Abbildung 3 zeigt einen synchroni  sierten     Asynchronmotor    1, in dessen     sekurt-          dä.ren    Stromkreis das Gleichstromnetz 8 durch  ein Schütz 7 eingeschaltet werden kann, in  dem das     Gleiclrstromrtetz    mit eurer Phase  gereiht wird. Das Schütz 7 wird     durch        eilte            Taschometerdynamo    9 beim Erreichen einer       bestimmten    Drehzahl des Motors 1 umgelegt.  Auch dadurch wird also die Erregerquelle 8  erst nach einem bestimmten Verlauf des Art  lassvorganges eingeschaltet.  



  Die Abbildung 4 zeigt eine ähnliche     Art-          ordtttrug    wie die Abbildung 3, die aber eine  Unterbrechung     eitler    Phase des sekundären  Stromkreises des     Motors    1 zurr Zweck der  Schaltung der     Gleicltstrornquelle    zwischen die       Unterbreellurtgsstelle    vermeidet. Mit Hilfe des  Widerstandes     1o,        der    mit einem auf einer  Schraubenwelle beweglichen Kontakt 11 ver  ändert werden kann, ist es möglich, die  Stromquelle 8 ohne Unterbrechung in den  sekundären Stromkreis des Motors 1 einzu  schalten.

   Die Schraubenwelle des     Kontaktes     11 wird durch einen Motor 12 bewegt, der  über ein     Umkehrrelais    13     all    einer Strom  quelle, zum     Beispiel        arn    Netz 8 liegt.

   Das  Umkehrrelais<B>13</B>     wird    durch einen Flieh  kraftsehalter 14 in der Weise beeinflusst, dass  das Relais 13 den Motor 12 nach Erreichen  einer bestimmten Drehzahl so laufen lässt,  dass sich     der        Kontakt    11 in der     Zeichnung     nach links     bewegt    und die Gleichstromquelle  allmählich     einschultet.    Sinkt die Drehzahl  wieder unter     diesen    Wert, so bringt das  Relais 13 den Motor 12 zur entgegengesetzten  Drehbewegung und schaltet dadurch die  Gleichstromquelle 8     allmählich    wieder aus.  



  Die Abbildung 5 zeigt die Anwendung  der Erfindung auf einen     Drehstrontrnotor    mit       Drehstrornerregermaschine.    Im sekundären  Stromkreis des Motors 1 liegt die     Drehstrotn-          erregerinaschine    15 in     1ieihe    mit dem Anlas  ser 2. Ein Schütz     1t;        sclrliel.;t    beim Anspre  chen die     Erreerrnasehine    15 kurz.

   Die Spule  des     Schützes    16 ist mit einer Phase des An  lassers 2     gereiht.        Überschreitet    die sekundäre  Stromstärke     beim    Anlauf die mit     Rücksicht     auf den     hommutator    der     Erregermaschine    zu  lässige Grenze, so spricht das     Schütz    16 all  und schützt durch     Kurzschluss    die     Erreger-          rnaschine    15 vor zu grober     Strombelastung.     



  Bei fremderregten     Drehstroirterregermaschi-          nen,    d. lt. bei Erregermaschinen mit Schleif  ringen     und        liommutator,    denen über die           Schleifringe    eine Erregung     zugeführt    wird,  darf diese -Erregung erst dann eingeschaltet  werden, wenn die mit dem Hauptmotor ge  kuppelte oder zum mindesten gleichzeitig  hochlaufende     Drehstromerregermaschine    eine  bestimmte Drehzahl erreicht hat; andernfalls  würden die in den kurzgeschlossenen Win  dungen auftretenden     Transformatorenspannun-          gen    die Bürsten zum Ausglühen bringen.

         Auch    auf diesen Fall kann der Erfindungs  gedanke angewendet     werden,    indem die Er  regung der     Drehstromerregermaschine    erst  nach einem bestimmten Verlauf des     Anlass-          vorgauges    eingeschaltet wird.  



  Bei Anordnungen, bei denen die Erreger  maschine durch Kurzschlüsse unwirksam ge  macht wird, hat das Verfahren den     beson-          dern    Vorteil, dass das Wiederauftreten des  Kurzschlusses von der Drehzahl der zu erre  genden Maschine abhängig gemacht ist. Da  die Erregermaschine zumeist mit der Haupt  maschine gekuppelt ist, so erfolgt der Kurz  schluss nur bei geringer Drehzahl der Erreger  maschine, d.     h.    also die an der Erregerma  schine kurzzuschliessende Spannung ist eben  falls gering.  



  Die     Erfindung    erstreckt sich auch auf       Einphasenrnaschinen,    die mit Hilfe von     Dros=            selspulerr    oder andern Einrichtungen     zufn          asynchronen    Anlauf gebracht werden. Sie  bezieht sich insbesondere auch auf Einrich  tungen, die den mit Rücksicht auf den     Syn-          chronisierungsvorgang    richtigen Einschaltmo  ment einer Gleichstromerregung eindeutig be  stimmen sollen.  



  Selbstverständlich ist es möglich, die Be  einflussung der Erregerwirkung von einer  Anlaufgrösse betriebsmässig zu verändern, zum  Beispiel     kann    im Beispiel nach der     Abbil-          bildeng    3 die Drehzahl, bei der das Schütz 7  anspricht,     durch    den Regler 17 auf einen be  liebigen Wert eingestellt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Anlassen von Drehstrom maschinen mit Erregerquellen im sekundären Stromkreis, dadurch gekennzeichnet, dass die Erregerquelle in Abhängigkeit von einer dem jeweiligen Anlasszustand eigentümlichen Grösse zur Wirkung gebracht wird.
CH112481D 1923-12-17 1924-12-13 Verfahren zum Anlassen von Drehstrommaschinen mit Erregerquellen im sekundären Stromkreis. CH112481A (de)

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AT103672B (de) 1926-07-10

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