CH109984A - Kompensierter Induktionsmotor für Ein- oder Mehrphasen-Wechselstrom. - Google Patents

Kompensierter Induktionsmotor für Ein- oder Mehrphasen-Wechselstrom.

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CH109984A
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Deutsche Werke Aktiengesellschaft
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Deutsche Werke Ag
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  Kompensierter Induktionsmotor für Ein- oder Mehrphasen-Wechselstrom.    Die Erfindung betrifft einen sogenannten  kompensierten Induktionsmotor (nach     Hey-          land    und anderen), bei welchem neben der  am Netz liegenden Wicklung eine kleine  Hilfswicklung angebracht ist, welche über  einen Kollektor (Kommutator) eine Kommu  tatorwicklung speist. Die Kommutierung  einer solchen Maschine ist im allgemeinen  nicht so gut, wie es für diesen besonderen  Motor, der jedem Betriebe gewachsen sein  soll, erwünscht ist. Soll der kompensierte  Motor den normalen Drehstrommotor ersetzen  können, so muss seine Betriebssicherheit auf  das höchstmögliche Mass gesteigert werden,  und es ist daher besonders anzustreben, den  Kollektor (Kommutator) so unempfindlich  wie möglich zu machen.  



  Da die Drehzahl des Drehfeldes im Stän  der (Stator) bei normaler Drehzahl des Mo  tors der Drehzahl des Läufers (Rotor) an  nähernd gleich ist, so ergeben sich bezüglich  des Funkens keine Schwierigkeiten während  des normalen Betriebes des Motors, Beim An  lauf des Motors entspricht dagegen die Dreh-    zahl des Drehfeldes im Stator relativ zum  Rotor der vollen Frequenz des Wechselstrom  netzes, und daher wird beim Anlaufen und  bei niedrigen Drehzahlen eine wesentlich grö  ssere elektromotorische Kraft in der Kommu  tatorwicklung erzeugt als bei normaler oder  annähernd normaler Drehzahl des Motors.  Diese elektromotorische Kraft bewirkt einen  verhältnismässig grossen Kurzschlussstrom und  infolgedessen grössere Neigung zum Funken,  als es bei höheren Drehzahlen oder bei voller  Drehzahl des Motors der Fall ist.  



  Die Erfindung betrifft einen kompensier  ten Induktionsmotor für Ein- oder Mehr  phasen-Wechselstrom, bei welchem eine Hilfs  wicklung angeordnet ist, welche eine Kom  mutatorwicklung über den Kommutator  speist. Er ist dadurch gekennzeichnet, dass  ein Arbeitsstrom führender, sekundärer  Stromkreis bei allen Betriebszuständen  dauernd geschlossen ist.  



  Durch die Erfindung werden die vor  erwähnten Nachteile des gewöhnlichen kom  pensierten     Induktionsmotors        vermieden,    und      insbesondere die Kommutierung der Maschine  verbessert, dadurch, dass die eventuell durch  eine Käfigwicklung unterstützte sekundäre  Wicklung des Motors bei jedem Betriebs  zustande, insbesondere also auch beim Anlas  sen des Motors, dauernd geschlossen ist. Auf  diese Weise wird das Funken des Kommuta  tors mit Sicherheit beseitigt und der letztere  praktisch unempfindlich gemacht; insbeson  dere wird vermieden, dass zum Beispiel beim  Einschalten des Motors dieser nicht anläuft  und den Kommutator oder seine Wicklung  längere Zeit mit unzulässig hohem Strom be  lastet, wodurch Beschädigungen zustande  kommen können.  



  Die Erfindung ist in der anliegenden  Zeichnung in einer Anzahl von Ausfüh  rungsbeispielen (Modifikationen) schematisch  dargestellt.  



  Fig. 1 zeigt einen Motor mit einer pri  mären oder Statorwicklung a, einer Hilfs  wicklung c, welche neben dieser Wicklung  liegt, einer Kommutatorwicklung (nicht ge  zeichnet), welche an den Kommutator d an  geschlossen ist und über letzteren von der  Hilfswicklung c gespeist wird, und einer wei  teren sekundären geschlossenen Wicklung b;  Fig. 2 zeigt in ähnlicher Weise einen Mo  tor mit einer primären oder Statorwicklung  a, einer Hilfswicklung c, welche neben der  Statorwicklung liegt, sowie einer an den  Kommutator d angeschlossenen Wicklung,  welche von der Hilfswicklung c über einen  Schalter m gespeist wird, und einer sekun  dären oder Arbeitswicklung b, welche auf  den Anlasser oder Widerstand e geschlossen  wird;

    Fig. 3 zeigt die gleiche Anordnung wie  Fig. 2 mit einem Schalter n zur Kurzschlie  ssung der Arbeitswicklung b, sowie einer zu  sätzlichen Käfigwicklung g, welche neben  der Arbeitswicklung b liegt;  Fig. 4 zeigt einen Motor mit den Wick  lungen a, b und c, sowie dem Kommutator d  nach Fig. 1 und 2 nebst der Käfigwicklung g  nach Fig. 3 mit Schaltern f, m und i, welche  zwangsläufig miteinander verbunden sind  und dazu dienen, die primäre oder Stator-    wicklung a zu speisen, den Stromkreis der  Hilfswicklung c und der Kommutatorwick  lung d aufeinander zu schliessen und ferner  die sekundäre oder Arbeitswicklung b kurz  zuschliessen;  Fig. 5 zeigt einen Motor mit den Wick  lungen a, b, c und g nach Fig. 3 zusammen  mit einer Schaltvorrichtung (Kontroller) k  zum Betrieb des Motors in einer vorbestimm  ten Folge voll Schaltvorgängen;

    Fig. 6 zeigt einen Motor nach Fig. 1 mit  einer dauernd geschlossenen sekundären oder  rbeitswicklung b nebst einem zwischen die  Wicklung c und dem Kommutator d einge  schalteten Schalter m, und  Fig. 7 einen Motor nach Fig. 6 mit Läu  ferspeisung, wobei auf dem Läufer die pri  märe Wicklung a und die an den Kommuta  tor d angeschlossene Wicklung liegen, wäh  rend der Ständer die Hilfswicklung c und eine  Käfigwicklung g trägt. In Fig. 7 ist in glei  cher Weise wie in Fig. 6 zwischen Wick  lung c und Kommutator d ein Schalter m  eingeschaltet.  



  Durch die nach der Erfindung verwen  dete sekundäre, den Arbeitsstrom führende  Wicklung b (Fig. 1 bis 6) neben der in dem  Kommutator d des Motors endenden Wick  lung wird erreicht, dass schon im Augenblick  des Anlauf ens des Motors in dieser Wicklung  b Ströme fliessen. Die Ströme in dieser  Wicklung wirken dämpfend auf die elektro  motorische Kraft, welche in den jeweilig  kurzgeschlossenen Spulen der Kommutator  wicklung erzeugt werden, verbessern die  Kommutierung und verringern das Funken  zwischen Bürsten und Kommutatorsegmen  ten. Praktisch kann das erreicht werden, da  durch, dass der Anlasser e (Fig. 2), durch  welchen die Arbeitswicklung geschlossen ist,  niemals geöffnet wird, selbst nicht in der  äussersten Stellung, so dass es unmöglich ist,  den Stromkreis für den Arbeitsstrom zu un  terbrechen.

   Wird nun der zwischen dem  Wechselstromnetz und der primären Wick  lung     a    liegende     Hauptschalter    geschlossen,  so fliesst sofort ein Strom :durch den Anlas-      ser e und durch den Arbeitsstromkreis b,  wodurch die erwähnte dämpfende Wirkung  auf die Kommutatorwicklung ausgeübt wird  und weiterhin ein Drehmoment zustande  kommt, welches den Motor sofort zum An  laufen bringt. Dieser letztere Umstand ist  von besonderem Vorteil, da es hierdurch un  möglich ist, dass de Motor im Stillstand ver  bleibt, wenn der Hauptschalter geschlossen  wird, so dass verhindert wird, dass ein und  dieselbe Spule der Kommutatorwicklung und  ein und dasselbe Kommutatorsegment län  gere Zeit hindurch der Wirkung des Kurz  schlussstromes ausgesetzt wird.

   Auf diese  Weise wird beim Anlassen des Motors un  mittelbar nach dem Schliessen des Haupt  schalters verhindert, dass die Kommutator  wicklung oder die Kommutatorsegmente  durch zu starken Strom beschädigt werden.  



  Eine weitere Lösung des Problems, die  Spulen der Kommutatorwicklung und die  Segmente des Kommutators vom Arbeitsstrom  freizuhalten, besteht darin, dass der Anlasser  c ganz weggelassen wird und an dessen Stelle  nach Fig. 3 eine Hilfskäfigwicklung g auf  dem sekundären Teil (Rotor) des Motors ver  wendet wird, wobei der Widerstand der Kä  figwicklung g so bemessen ist, dass beim    Schliessen des Hauptschalters ein starkes  Drehmoment zustande kommt, ohne jedoch  eine ungewöhnlich starke Stromaufnahme zu  bewirken. Da in diesem Falle kein Anlasser  notwendig ist, kann der Arbeitsstromkreis b  ohne Schleifringe ausgeführt werden, indem  nur Kurzschlusskontakte vorgesehen werden,  welche alsbald nach dem Anlaufen des Mo  tors, was durch die Wirkung der Hilfskäfig  wicklung g zustande kommt, geschlossen  werden.

   Das Anlassen des Motors in dieser  Weise wird einfach dadurch erreicht, dass der  in Fig. 3 gezeichnete Hauptschalter f ge  schlossen wird. Die Verbindung zwischen  dem Kommutator d und der Hilfswicklung c  auf den Stator wird daher zunächst noch  durch den Schalter m unterbrochen, und der  Motor kommt auf seine Drehzahl mit Hilfe  der Hilfskäfigwicklung g wie ein Kurz  schluss-Induktionsmotor. Sobald der Motor    seine normale Drehzahl erreicht hat, muss der  Hilfsstromkreis c durch den Schalter m     ge-          geschlossen,    und die Kurzschlusskontakte der  Rotorwicklung b für den Arbeitsstrom müs  sen durch den Schalter n miteinander verbun  den werden.  



  Es ist wünschenswert, eine zwangsläufige  Verbindung zwischen den Schaltern i, m  und f anzubringen, wie schematisch in Fig. 4  angedeutet ist. Für die Ausführung der  Schaltung ist es vorteilhaft, den Kontroller k  an den Motor anzubauen, wie in Fig. 5 an  gedeutet ist, welche den Kontroller in einer  Ebene abgewickelt darstellt. Der Kontroller  enthält ausser den Kontakten für die Verbin  dung der primären Wicklung a mit dem Netz  die Kontakte zur Verbindung der Hilfsstator  wicklung c mit dem Kommutator d. Die  zwangsläufige Verbindung zwischen dem  Kontroller k und der Kurzschlusshülse o ist  durch den Kurbelzapfen p in Fig. 5 darge  stellt.  



  In der Modifikation nach Fig. 6 besteht  der sekundäre Stromkreis des Motors aus  einer Phasenwicklung b, welche ohne Ver  wendung von Schleifringen dauernd auf sich  selbst geschlossen ist.    Der Gedanke der Erfindung lässt sich auch  ohne weiteres auf einen kompensierten Motor  nach Fig. 7 anwenden, welcher sich von dem  Motor nach den übrigen Figuren dadurch un  terscheidet, dass die Wicklungen, welche vor  her auf dem Ständer lagen, hier auf den Läu  fer des Motors gelegt werden und umgekehrt.  Die Wicklung a, das heisst die primäre  Wicklung, liegt in diesem Falle auf dem  Läufer. Ausser der Wicklung c ist auf dem  Stator noch eine Käfigwicklung g vorge  sehen, wobei die, sekundäre Wicklung b nach  Fig. 1 bis 6 fortfallen kann.

   In diesem Falle  kann man durch geeignete Dimensionierung  der Käfigwicklung g erreichen, dass der Mo  tor beim Einschalten der Primärwicklung a  unter     Entwicklung    eines kräftigen Momentes  bei mässiger Stromaufnahme anläuft, ohne  dass man einen besonderen Anlasser     (Kon-          troller)        benötigt.    Auch in diesem Falle     ist         die Wicklung c auf dem Stator über einen  Schalter m auf den Kommutator d geschaltet.  



  Bringt man die zwischen Motor und Netz  üblichen Sicherungen ebenfalls, am Gehäuse  an, so erhält man alsdann einen vollkommen  anschlussfertigen Motor, der ohne weiteres  an jeder Stelle an das Netz gelegt werden  kann, indem man einfach die drei Netzleitun  gen mit den drei am Motor befindlichen  Klemmen (Endpunkte der Wicklung a) ver  bindet. Das Anlassen erfordert keinerlei  technische Kenntnisse mehr, da gemäss Fig.  4 und 5 sämtliche Schaltvorgänge nur in der  richtigen Reihenfolge vorgenommen werden  können. Der Motor wird infolge des Um  stande, dass der Arbeitskreis niemals strom  los werden kann, sowohl bei Lauf, als auch  bei Anlauf einen völlig unempfindlichen Kol  lektor (Kommutator) besitzen und bei jedem  Betriebszustande funkenfrei laufen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Kompensierter Induktionsmotor für Ein- oder Mehrphasen-Wechselstrom, bei welchem eine Hilfswicklung angeordnet ist, welche eine Kommutatorwicklung über den Kommu tator speist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Arbeitsstrom führender sekundärer Strom kreis bei allen Betriebszuständen dauernd ge schlossen ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Motor nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeiehnet, dass der den Arbeitsstrom führende Stromkreis (b) bei jedem Be triebszustande des Motors über einen Wi derstand geschlossen ist. 2.
    Motor nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zwei sekundäre Arbeits stromkreise, nämlich eine Phasenwicklung (b) und eine neben dieser liegende Käfig wicklung (g), vorhanden sind. 3. Motor nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der sekundäre Arbeitsstromkries als Phasen- wichlung (b) ausgebildet ist, an welche ein Anlasswiderstand (e) angeschlossen ist, das Ganze derart, dass ein vollständiges Öffnen des Stromkreises ausgeschlossen ist. 4. Motor nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der sekundäre Arlbeits- stromkreis durch eine dauernd in sich kurzgeschlossene Phasenwicklung (b) ge bildet wird. 5.
    Motor nach Patentanspruch und Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Phasenwicklung (b) zur Vermeidung von Schleifringen nur Kurzschlusskontakte be sitzt. 6. Motor nach Patentanspruch, gekennzeich net durch eine Schaltvorrichtung (k) zwecks Einhaltung der einzelnen Schalt vorgänge in richtiger Reihenfolge und zwecks Vermeidung weiterer Schalter und Sicherungen zwischen Netz und Motor, wobei die Schaltvorrichtung (k) an dem Motorgehäuse angebaut ist, zum Zwecke, mit diesem ein einhf@itlirlii@s Ganzes zu bilden.
CH109984D 1923-04-06 1924-04-03 Kompensierter Induktionsmotor für Ein- oder Mehrphasen-Wechselstrom. CH109984A (de)

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