CH108751A - Verfahren zur Herstellung einer Eisen und Chrom enthaltenden Legierung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Eisen und Chrom enthaltenden Legierung.

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CH108751A
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Birkett Hamilton Walter
Allen Evans Thomas
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Birkett Hamilton Walter
Allen Evans Thomas
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  • Refinement Of Pig-Iron, Manufacture Of Cast Iron, And Steel Manufacture Other Than In Revolving Furnaces (AREA)

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  Verfahren zur Herstellung einer Eisen und Chrom enthaltenden Legierung.    In der     britischen    Patentschrift Nr.<B>174271</B>  haben wir ein Verfahren zur Herstellung  solcher Eisenlegierungen beschrieben, bei de  ren Herstellung neben geschmolzenem Eisen  ein Gemenge von Aluminium und     gewöhn-          lichem,    käuflichem Chromerz, nämlich     Chro-          mit,    zur Verwendung gelangt.

   Bei Ausübung  jenes Verfahrens ist es angezeigt, das als       Thermo-Reduktionsmittel    wirkende Alumi  nium in einem Überschuss anzuwenden, wel  cher die zur Reduktion der in dem Chrom  erze enthaltenden Metalloxyde theoretisch  erforderliche Menge     übersteigt,    und dies na  mentlich in solchen Fällen, wo der Kiesel  säuregehalt des Erzes hoch ist. Der Grund  hiervon liegt in dem Umstande,. dass, obgleich  bei dem     Reduktionsvorgange    das Aluminium  leichter .das     Eisenoxyd    und das Chromoxyd  als das     Siliciumaxyd    zu reduzieren befähigt  ist, dennoch ein erheblicher Teil der anwesen  den: Kieselsäure Reduktion erleidet.

   Das so ge  bildete Silicium gelangt nämlich in das     Me-          tallba,d,    was der Qualität der Legierung we  nigstens für manche ihrer Verwendungs-    zwecke Abbruch tut. Angenommen, es sei so  viel Silicium     reduziert    worden, um den     Si-          liciumgehalt    der Legierung beispielsweise auf  3 % zu bringen, so müsste sich, nach Weglas  sung der zur Bildung dieses Gemenges Sili  cium nötigen Mengen Aluminium, dieses Si  licium nicht länger in der Legierung vorfin  den, wenn das Aluminium die Fähigkeit     be-          sässe,        ausschliesslich    nur die reduzierbaren  Metalloxyde zu reduzieren.  



  In der Praxis stellt es sich heraus, dass  durch eine derartige Verminderung der Alu  miniummenge das Auftreten von Silicium in  der erzeugten Legierung nicht völlig verhin  dert wird und dass     ausserdem    der Prozentsatz  des Chroms in der Legierung eine Verringe  rung erfährt.  



  Gegenstand vorliegender Erfindung ist  nun ein Verfahren, welches erlaubt, Chrom  erze mit erheblichem Kieselsäuregehalt derart  zu verarbeiten, dass man eine den gewünsch  ten Chromgehalt aufweisende, aber keine un  erwünschte Menge Silicium enthaltende Le  gierung erhält.      Gemäss vorliegender Erfindung erzeugt  man auf einem in     einem    Ofen befindlichen  Bade geschmolzenen Eisens durch Zusetzen  geeigneter     Materialien    eine zur Aufnahme  des Chromerzes bestimmte     Schlacke.    Dieser       Aufnahmeschlacke    wird der kleinere Teil der  zu verarbeitenden     Chromerzmenge    zugefügt,  und sodann dafür gesorgt, dass die Schlacke  sehr     diinnflüssig    wird.

   Ist dies     geschehen,     so setzt man ihr weiter den verbleibenden,  grösseren     '.feil    des Chromerzes zu nebst einer  Menge Aluminium, welche so bemessen ist,  dass sie das     Äquivalent    der in dem Chrom  erz enthaltenen     Metalloxyde    übersteigt.  



  Die verhältnismässige Grösse der genann  ten beiden Teile oder     Beschickungen    richtet  sich nach der Beschaffenheit des zur Verar  beitung     gelangenden    Chromerzes. Die erste  Beschickung kann     beispielsweise        ?0    %, die  zweite 80  ,t der Gesamtmenge des Chrom  erzes enthalten.     Zweckmässigerweise    wird der  zweite     \.feil    des Chromerzes und das Alumi  nium gleichzeitig, in Gestalt eines innigen  Gemisches, zugesetzt.

   Als Aufnahmeschlacke  eignet sich beispielsweise eine     Calciumsili-          katschla.eke.       Durch das     besc.liriebene    Vorgehen wird  die in der zweiten     Chromerzbeschickung    ent  haltene Kieselsäure     zii    Silicium reduziert  und dieses Silicium     anderseits    auf Kosten  der     Metalloxyde,    welche in dem der Auf  nahmeschlacke zuerst zugesetzten 'feile des  Chromerzes enthalten sind, wieder in Kiesel  säure umgewandelt.

   Es wird     ztzeekmässig     die     Aufnahmeschlacke    zuerst mit. so viel  Chromerz     beschickt,    dass die darin enthalte  nen     reduzierbaren        Metalloxyde    zur Oxyda  tion der Gesamtmenge des aus denn zweiten  Teil des Chromerzes stammenden Silicium  ausreicht.  



  Zur Ausübung des Verfahrens bedient  man sich mit Vorteil eines elektrischen  Ofens.  



  Als Ausgangsmaterial zur Bereitung des  Metallbades kann je nach dein Enderzeug  nisse, welches man herzustellen     wiiilscht,          Lisen    oder Stahl     Verwendung    finden.    <I>Beispiel:</I>  Auf einem in einem elektrischen Ofen be  findlichen. aus     45?    kg geschmolzenen     Eisens          bestehenden    Bade wird durch Zusatz von  <B>38,872</B>     1::;        Kalk    und 19.435 kg     I'lussspat     eine     Aufuahmes@:

  @hlache    erzeugt, welcher man       48,.364    kg     eines    48 bis 52     %        Cr--0.    und 10      ,0          Si02    enthaltenden Chromerzes beimengt.

   Man  lässt dann die Schlacke sehr dünnflüssig wer  den, worauf ihr weitere     171,76    kg Chromerz,  innig vermengt mit     64,64    kg     Aluminium,    zu  gesetzt werden.     E    s erfolgt eine mindestens  annähernd     vollständige        Reduktion    des gesam  ten Chroms, und man     erhält    so eine einen  Chromgehalt von     12-1d         ö    aufweisende Le  gierung.  



  Selbst bei Verwendung eines elektrischen  Ofens ist et     mittelst    des vorliegenden Ver  fahrens möglich, Legierungen mit     einem        1-,'-0h-          lenstoffgehalt    von     mir    0,1      ö    herzustellen,  da die Schlacke das     Metallbad    vor Verun  reinigung durch die     Kohlenelektroden     schützt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer Eisen und Chrom enthaltenden Legierung, dadurch gekennzeichnet, dass man auf einem in einem Ofen befindlichen Bade geschmolzenen Eisens durch Zusetzen geeigneter Materialien eine zur Aufnahme von Chromerz bestimmte Schlacke erzeugt, dieser Schlacke den klei neren Teil einer bestimmten Menge Chrom erz beimengt und sie darauf sehr dünnflüssig werden lässt. wonach ilir der verbleibende grössere Teil des Chromerzes nebst einer Menge Aluminium zugesetzt wird, die so be messen ist.
    dass sie das Äquivalent der in dem Chromerz enthaltenen reduzierbaren Metall- oxyde übersteigt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren gemäss Patentaispritch, da durch gekennzeichnet, dass man zu seiner Durchführung Sich eines elektrischen Ofens bedient. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch. da durch gelzenizeiclinet, dass als Aufnahme schlacke eine Calciumsilikatschlacke er zeugt wird. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch. da durch gekennzeichnet, dass man der Auf nahmeschlacke zunächst etwa 20 % des Chromerzes und, nachdem sie den Zustand hoher Dünnflüssigkeit erreicht hat, den Rest des Chromerzes nebst der genannten Menge Aluminium zusetzt. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der genannte grössere Teil des Chromerzes innig ver mengt mit der erwähnten Menge Alumi nium der dünnflüssigen Aufnahmeschlacke zugesetzt wird.
CH108751D 1922-11-14 1923-11-10 Verfahren zur Herstellung einer Eisen und Chrom enthaltenden Legierung. CH108751A (de)

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