DE2139681B2 - Verfahren zur Herstellung einer homogenen Kupfer-Blei-Legierung - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer homogenen Kupfer-Blei-LegierungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Kupfer-Blei-Legierungen. Die nachstehend
verwendete Bezeichnung »homogen« bezieht sich auf eine verbesserte Legierung mit einer feinen und
gleichmäßigen Dispersion der Bleiteilchen in der Kupfermatrix.
Es sind Versuche zum Erzeugen homogener Kupfer-Blei-Legierungen, die eine hohe thermische Leitfähigkeit
sowie einen geringen elektrischen Widerstand und einen geringen Reibungskoeffizienten
aufweisen, unternommen worden. Diese Eigenschaften sind höchst wünschenswert für Lager oder Lagermittel
sowie für trockene Schmiermittel oder für einen
Zusatz zu flüssigen oder viskosen Schmiermitteln, die auf Erdöl- oder pflanzlicher Basis hergestellt werden.
Beim Versuch, homogene Kupfer-Blei-Legierungen herzustellen, ergeben sich jedoch viele Probleme. Das
grundlegende Problem bei diesen Legierungen ist die Verhinderung einer weitgehenden Trennung von
Kupfer und Blei. Diese Neigung zur Trennung nimmt zu, wenn der Bleigehalt in der Kupfcr-Blei-Legicrung
ansteigt. Auch wenn anfänglich bei hoher Beanspruchung und hoher Temperatur Homogenität vorhanden
ist, hat das Blei die Neigung, sich vom Kupfer zu trennen.
Dasselbe geschieht beim Umschmelzen solcher Legierungen
Ks wurden auch bereits Versuche gemacht, homogene Kupfer-Blei-Legierungen durch die Verwendung
von verschiedenen Zusätzen herzustellen. Die
US-PS 2 802 733 beschreibt die Verwendung von Seltenen
Erdmetallen in Messing- und Bronze-Legierungen, Die US-PS 3 556 779 beschreibt die Verwendung
von Graphitkombinatiorien in Kupfer-Blej-Legierungen.
Die erfindungsgemäße Kombination von Seltenen Erdrnetallen mit elementarem Kohlenstoff zur
Erzielung einer feinen Teilchengröße und Homogenität läßt sich dem Stand der Technik nicht entnehmen.
Es werden auch nicht die Vorteile gemäß der Erfindung erzielt
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Kupfer-Blei-Legierung
mit verbesserter Homogenität der Phasen zu erzeugen.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruchs geforderten Maßnahmen
gelöst, wonach dem geschmolzenen Metall wirksame Mengen eines Homogenitätsförderers zugesetzt werden.
Der Förderer besteht aus elementarem Kohlenstoff und einer Verbindung eines Metalls der Seltenen
Erden, die bei Schmelztemperatur reagiert. Der durch den Förderer bewirkte Vorgang besteht anscheinend
im Einimpfen einer feinen Dispersion der Bleiteilchen in die Kupfermatrix. Beispiele solcher Verbindungen
sind die Fluorcarbonate, Carbonate und Oxide der Seltenen Erden.
Kupfer-Blei-Legierungen werden gemäß der Erfindung mit veränderlichen Verhältnissen von Kupfer
und Blei erzeugt. Es wurde gefunden, daß Legierungen geeignet sind, welche 5 bis 55% Blei und 95 bis
45% Kupfer enthalten. Das Problem der Trennung von Blei und Kupfer ist bei einem hohen Bleigehalt
am größten. Der Förderer ist daher am nützlichsten, wenn der Bleigehalt 20 bis 45% beträgt. Wenn die
Schmiereigenschaften der Legierung erhöht werden sollen, soll der Anteil des Bleis im höheren Bereich
liegen. Für eine höhere Festigkeit des Materials soll ein geringerer Anteil des Bleis verwendet werden.
Zink und/oder Zinn können der Legierung in Mengen bis zu 10% zugesetzt werden. Hinsichtlich des Homogenitätsförderers
wurde gefunden, daß der elementare Kohlenstoff vorzugsweise aus feinem pulverförmigen
Graphit besteht. Obwohl gröberer Kohlenstoff verwendet werden kann, verringern die größeren Teilchen
die Wirksamkeit des Verfahrens, vermutlich infolge des verringerten Verhältnisses der Oberflächen
zum Volumen. Andere Formen von Kohlenstoff umfassen Knochenkohle, Ruß, Holzkohle und dergleichen.
Bevorzugte Seltene Erden sind Ccr und Yttrium sowie Mischungen derselben mit Lanthan, Praseodym,
Neodym, Samarium und Europium. Die bevorzugten Verbindungen der Seltenen Erden sind die
Haiocarbonatc, insbesondere die Fluorcarbonate. Carbonate und Oxide der Seltenen Erden sind ebenfalls
geeignet.
Zusätzlich zum Kohlenstoff und zur Verbindung der Seltenen Erden kann eine Alkalimetall- oder eine
Krdalkalimctallvcrbindung im Homogenitätsförderer vorhanden sein. Die Verbindung des Alkalimetall
kann aus Lithium, Kalium oder Natrium (oder anderen Metallen der Gruppe la des Periodischen Systems)
bestehen, vnrz.ugseisc aus einem i'arbonal. Die Verbindung
des Erdalkalimetalls kann aus Calcium, Strontium oiler Barium (oder einem anderen Metall
der Gruppe 2<i des Periodischen Systems) bestehen,
vorzugsweise aus einem Carbonat.
Die verwendete Menge des I lomogcnitiitsfürJcrcrs
muß mindestens jene Menge sein, welche die Bildung
eines gleichmäßig dispergjerten Gemische von Blei
und Kupfer sicherstellt, das sich beim Erstarren nicht absondert Es wurde gefunden, daß der wirksame Bereich
pro 90 Teile Schmelze 0,?, bis 1 Teil Kohlenstoffoder
Graphitpulver und 0,6 bis 3 Teile der Verbindung einer Seltenen Erde eträgt. Das optimale Verhältnis
des Förderers wird durch die charakteristischen Erfordernisse der Legierung und durch
wirtschaftliche Erwägungen bestimmt. Die Menge der Verbindung des Alkalimetalls oder des Erdalkalimetalls
beträgt pro 90 Teile Schmelze bis 6 Teile vorzugsweise 0,4 bis 3 Teile.
Obwohl der genaue Vorgang nicht vollkommen erklärlich ist, wird angenommen, daß die Verbindung
der Seltenen Erden teilweise zersetzt wird, um Gase freizugeben, welche eine Rührwirkung und einen
Keimbildungseffekt bewirken, und daß der unzersetzteTei!
des Förderers ebenfalls Keime erzeugt. Mit den bevorzugten Cerfluorcarbonaten und Graphit
können beispielsweise die folgenden Reaktionen erfolgen:
CeFCO3 ->CeFO + CO2
CeFO+ C
»Ce + V2F2 + CO
Die Keimbildung und das mögliche Umrühren verhindern
eine grobe Trennung der Blei- und Kupferphasen. Die Keime bewirken, daß das schließlich erstarrte
Gefüge feinkörnig ist, und ermöglicht ferner ein wirksameres und homogenes Einschließen der
Bleiphase in die Kupfermatrix. Auch das Einimpfen erfolgt durch die nicht umgesetzte (oder teilweise umgesetzte)
Verbindung der Seltenen Erden und Graphit während des Umriihrens der Schmelze. Das Einimpfen
durch diese Teilchen, welche nicht vollständig zersetzt sind, ergibt Keime und ein Wachstum von feinen
Bleiteilchen. Die kombinierte Wirkung fördert eine willkürliche feinkörnige Dispersion von Blei in Kupfer,
welche für die optimalen Eigenschaften und Erfordernisse einer Lagerlegierung obligatorisch ist.
Gewünschtcnfalls kann eine inerte Atmosphäre verwendet werden, um den Vorgang abzuschirmen.
Das Verfahren gemäß der Erfindung erzeugt eine neuartige Kupfer-Blei-Legierung, welche eiue feinere
und gleichmäßige Dispersion des Bleis im Kupfer aufweist. Die Zusammensetzung der Legierung besteht
aus 5 bis 55% Blei, vorzugsweise 20 bis 45% Pb, 95 bis 45% Kupfer, vorzugsweise Zink und/oder Zinn,
nur geringen Mengen anderer Metalle und Spuren des Homogenitätsförderers. Die bevorzugte durchschnittliche
Teilchengröße des Bleis in der Kupfermatrix beträgt 2 bis 20 μη). Hs sind größere Bleiteilchcn
vorhanden, aber es erfolgt nur eine sehr geringe Absonderung,
welche nicht schädlich ist. Eine durchschnittliche Teilchengröße von 2 bis IO μηι für Kupfcr-Blci-Lcgierungcn,
welche 20 bis 45% Blei enthalten, ergibt eine ausgezeichnete Legierung gemäß
der Erfindung. Die durchschnittliche Teilchengröße verbleibt annähernd innerhalb der oben angegebenen
Bereiche, selbst wenn die Legierung umgeschmolzcn oder umgegossen wird.
Bin anderer Vorteil dieses Verfahrens ist die Umschinelzfiihigkcit
der Kupfer-Blei-Lcgierung ohne wesentlich«.1 Absonderung. Dieser Effekt ist besonders
wünschenswert, wenn il;is Material als Harren erzeugt
wild /weeks Wiedcrcinschmel/en zu (iiiUstücken gewünschter
iorni. Hs i'.'ird angenommen, daß die Umschmel/.fühigkeit
ohne unerwünschte Absonderung Resten des I lomogenitätiförderers zuzuschreiben ist.
die in der Legierung verbleiben, oder eine Funktion der Feinheit der ursprünglichen Dispersion sein kann.
Obwohl der Homogenitätsförderer eine verzögernde Wirkung auf die Verbesserung der Homogeni-
ϊ tat der Legierung hat, kann es bei aufeinanderfolgenden
Umschmelzungen, oder wenn die ursprüngliche Legierung während eines längeren Zeitraumes geschmolzen
bleibt, wünschenswert sein, den Homogenitätsförderer in Teilmengen zuzusetzen. Wenn die
ι Ι Legierung während eines Zeitraumes von zehn Minuten
bis zu einer Stunde geschmolzen bleibt, soll beispielsweise ein zweiter Zusatz des Förderers in einer
Menge innerhalb des bevorzugten wirksamen Bereichs vor der Verwendung, zum Beispiel dem Gießen
ι· der Legierung, erfolgen.
Weitere Zusätze können in Kombination mit dem oben beschriebenen Homogenitätsförderer verwendet
werden. Es können beispielsweise 1 bis 10 g eines Metallphosphats verwendet werden, wie zum Beispiel
.'it Orthobleiphosphat, Orthokupferphosphat oder Orthozinnphosphat.
Bei einem Verfahren zum Herstellen äer Legierung gemäß der Erfindung wird eine gewünschte Menge
Kupfer in einem Graphittiegel angeordnet und unter
.' ι Verwendung einer Induktionsheizeinrichtung auf eine
Temperatur von 1250 bis 1350° C gebracht. Wenn das Kupfer geschmolzen ist und die entsprechende
Temperatur erreicht hat, wie zum Beispiel etwa 1275° C, werden das Blei und der Homogenitätsför-
iii derer der Schmelze vorzugsweise untei Umrühren zugesetzt.
Die Temperatur der Mischung wird während mindestens einer Minute und vorzugsweise während
drei Minuten aufrechterhalten, um beste Ergebnisse zu erzielen. Die Schmelze wird dann auf ihre Erstar-
t. rungstemperatur abkühlen gelassen.
Die nach dem vorstehenden Verfahren hergestellten neuartigen Kupfer-Blei-Legierungen weisen die
strukturellen Eigenschaften auf, die zum Erzeugen optimaler Gleitqualitäten erforderlich sind. Die Rein-
Hi heit ist hoch, da die Legierung gründlich desoxidiert
worden ist. Die Bleiphase ist fein und willkürlich in der ganzen Kupfermatrize dispergiert. Diese Faktoren
tragen während der Lebensdauer der Lagerlegierung zu einem niedrigen Reibungskoeffizienten bei. Die
ι ί Legierung weist auch eine hohe thermische Leitfähigkeit
und einen geringen elektrischen Widerstand auf. Außerdem kann dieselbe gesintert, gezogen, ausgepreßt,
gewalzt und bearbeitet werden, ohne ihre überlegenen Gleitqualitäten zu verlieren.
.ο Die Legierung gemäß der Erfindung ist als eine Lagerfläche
besonders nützlich. Sie ist z.ur Verwendung geeignet, wenn hohe oder niedrige Temperaturen und
hohe Beanspruchungen vorhanden sind. Die meisten üblich'. Ii Verfahren zum Herstellen von Lagern und
.. Lagerflächen können verwendet werden. Das Lager kann durch Gießverfahren hergestellt werden, wie
nachstehend noch genauer beschrieben wird. Außerdem sind auch Pulverbearbeitungsverfahren verwendbar.
Wenn beispielsweise die Legierung gemäß
mi der Erfindung mit jtahl verbunden werden soll, kann
die Legierung unter Verwendung eines Zerstäubungsverfahrcns
in ein Pulver mit einer !'"einheit von
I um umgewandelt werden. Der Stahl wird erhitzt, bis derselbe blau anlauft (ungefähr bei 315" C). wor
auf das aus der Legierung hergestellte Pulver auf der Stahloberflüche zerstaubt wird. Die Hitze der Stahloberfliiehe
bindet die Kupfer-Hlci-I.egieriing bei Berührung
mit dem Stahl. Die pulverförmig!/ legierung
kann auch auf eine Stahlunteriage gesintert werden, um eine dickere Lagerfläche zu erhalten. Die Bindung
ist fest genug, um hohen Beanspruchungen zu widerstehen, die sich aus den Lagerkräften ergeben, während
ausgezeichnete Lagercigenschaften erhalten werden.
Eine andere Art der Verwendung der Legierung gemäß der Erfindung ist ein Zusatz zu Schmiermitteln.
Die Legierung wird in Pulverform mit anderen Schmiermitteln, wie ?um Beispiel Fetten und ölen,
in Mengen kombiniert, die vorzugsweise von einer Spur bis zu 1 Teil auf 4 Gewichtsteile des Fettes oder
Öls betragen. Die resultierende Kombination ist ein Schmiermittel, welches die sich bewegenden Teile
vollständig bedeckt, wodurch die Lebensdauer dieser Teile verlängert wird. Die Instandhaltungserfordernisse
werden ebenfalls verringert. Die Legierung ist von Wert, wenn die Schmiermittelkombination in verc£hl£\cc£ri£ri Pinh(»it<*n vprwpnHpt u/irrl in u/f»li*hpn pin
häufiger Schmiermittelwechsel unwirtschaftlich ist. Bei dieser Anwendung werden die verbesserten Ergebnisse
über einen längeren Zeitraum erzielt, wenn eine Legierung mit einem höheren Bleigehalt verwendet
wird. Die Legierungen gemäß der Erfindung können auch bei der Waffenentwicklung von Wert sein,
wie zum Beispiel für Gewehrmunition, für die Führungsbänder von Geschossen größeren Kalibers oder
für die Innenseite von Gewehrläufen.
Die Legierungen gemäß der Erfindung sind auch zur Bildung von Pulvern geeignet. Das Pulver kann
direkt aus der geschmolzenen Legierung hergestellt werden, indem dieselbe in eine eine hohe Geschwindigkeit
aufweisende Strömung eines inerten Gases gegossen wird, wie zum Beispiel Stickstoff. Die fertigen
Legierungen gemäß der Erfindung können aber auch umgeschmolzen und dann in eine eine hohe Geschwindigkeit
aufweisende Strömung eines inerten Gases gegossen werden. Dieser letztere Vorgang ist
möglich infolge der ausgezeichneten Umschmelzfähigkeit der Legierungen ohne einen nennenswerten
Verlust der feinen Dispersion der Bestandteile.
Die Erfindung wird durch Bezugnahme auf die folgenden Beispiele genauer veranschaulicht.
68,4 g Kupfer wurden in einem Graphittiegel bei 1300° C induktiv geschmolzen. Dann wurden in dem
Tiegel 45,6 g Blei zugesetzt. 2,28 g einer im Handel erhältlichen Mischung der Seltenen Erden, die hauptsächlich
aus CeFCO3 und 0,57 g pulverförmigen Graphits
besteht, wurde ebenfalls in dem Tiegel zugesetzt. Die Schmelze im Tiegel wurde unter Umrühren während
2 Minuten auf ungefähr 1300° C gehalten. Dieselbe wurde dann in einen kalten Graphittiegel gegossen
und abkühlen gelassen. Der erhaltene Barren wurde visuell und fotomikrografisch untersucht. Der
Barren zeigte keine Bleiabsonderung, sondern eine feine Dispersion der Bestandteile.
Die Mischung der Seltenen Erden ist bekannt als gebleichte Fluorcarbonate der Seltenen Erden, welche
hauptsächlich die Cerverbindung enthält, mit geringen Mengen der Fluorcarbonate von Lanthan, Praseodym
und Neodym sowie Spuren anderer Fluorcarbonate der Se'tenen'Erden, wie zum Beispiel Samarium, und
Europium.
Der Vorgang des Beispiels 1 wurde in größerem Maßstab wiederholt mit 4 kg Kupfer, 2.7 kg Blei.
■ 123 g der gleichen Fluorcarbonatmischung der Seltenen
Erden und 34 g pulverförmigem Graphit. Es wurde eine ausgezeichnete Dispersion des Bleis im
Kupfer erzielt.
Eine fotografische Untersuchung des Gefüges " zeigte die feine Dispersion der Teilchen, wie in den
Fig. 1 und 2 veranschaulicht ist. Die Fig. I und 2 zeigen
eine 50fache bzw. eine 250fache Vergrößerung.
Die Härte der Legierung wurde mit 38,8 HB gemessen.
'' Beispiel 3
Beispiel 1 wurde wiederholt mit 4 kg Kupfer.
2,7 kg Blei, 123 g der gleichen Fluorciarbonatmischungder
Seltenen Erden, 34 g pulverförmigen Gra-
,„ phits und 68 g Natriumcarbonat. Das Gußstück zeigte
eine feine Dispersion von Blei in Kupfer.
Die Härte der Legierung wurde mit 37,0 HB gemessen.
-' Zu Vergleichszwecken wurde das Beispiel 1 mil 4 kg Kupfer und 2,7 kg Blei wiederholt. Das Gußstück
zeigte eine starke Absonderung des Bleis im Kupfer Die rlärte wurde mit 28,4 HB gemessen.
si» Beispiel 5
Beispiel 1 wurde wiederhol: mit 68 g Kupfer, 45 { Blei, 1 g eines Ceroxidkonzentrats und 0,8 g pulverförmigem
Graphit. Das Ceroxid war ein Konzentral aus einer Mischung der Seltenen Erden und enthielt
'"' etwa 98% Ceroxid.
Die Legierung zeigte eine gute Dispersion von BIe in Kupfer mit geringen Anzeichen der Absonderung
Die Legierung war von entsprechender Qualität füi ein Lagermaterial, obwohl die Dispersion der Be-
'" standteile nicht so fein war wie beim Produkt des Beispiels 1.
Beispiel 1 wurde wiederholt mit 68 g Kupfer, 45 g 4-, Blei, 1 g eines Ceroxid-Cercarbonatkonzentrats und
0,8 g pulverförmigem Graphit. Das Gußstück zeigte eine gute Dispersion von Blei in Kupfer. Die Qualität
war mit jener der Legierung vergleichbar, die nach Beispiel 5 hergestellt wurde.
Beispiel 1 wurde wiederholt mit 68 g Kupfer, 45 g Blei, 4 g eines Konzentrats aus einer Mischung vor
Oxiden der Seltenen Erden, das 98 bis 99% Yttrium-
-,-, oxid (Y2O3) enthält, und 0,8 g pulverförmigem Graphit.
Die Legierung wies eine gute Dispersion von BIe
in Kupfer auf und hatte eine der Legierung des Beispiels 5 ähnliche Qualität.
Die in der Beschreibung verwendete Bezeichnunj
M> »Absonderung« soll sich auf Bleiteilchen mit einen
Durchmesser größer als etwa 5 mm beziehen. Die Legierungen weisen höchstens eine geringe Absonde
rung auf. Diese geringe Absonderung zeigt Bleiteil chen mit einer Größe von etwa 1 bis 2 mm, was abei
kein ernstes Problem darstellt, wenn diese Teilchei gut dispergiert sind und weniger als 5% des Bleige
halts ausmachen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
- Patentansprüche:iT Verfahren zur Herstellung einer homogenen Kupfer-Blei-Legierung, bei welchem eine wirksame Menge eines Homogenitätsförderers einer Schmelze aus Blei und Kupfer zugesetzt wird, dadurch gekennzeichnet,daß der Zusatz aus 0,2 bis 1 Teil elementarem Kohlenstoff und 0,6 bis 3 Teilen einer Verbindung eines Seltenen Erdmetalls auf 90 Teile Schmelze mit 5 bis 55% Bleianteil zugegeben und die Schmelze während mindestens einer Minute auf einer Temperatur von etwa 1250 bis 1350° C gehalten wird, bevor abkühlen gelassen wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatz aus pulverförmigem Graphit und einem Oxid, Carbonat oder Halocarbonat eines Seltenen Erdmetalls zugegeben wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Zuatz außerdem das Carbonat eines Alkali- oder Erdalkalimetalls zugemischt wird.
- 4. Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche I bis 3 auf eine Schmelze, die bis zu 10% Zinn und/oder Zink enthält
- 5. Homogene Legierung, hergestellt nach einem der Ansprüche I bis 4, bestehend aus Kupfer und Blei sowie Spuren eines Homogenitätsförderers im geschmolzenen Kupfer und Blei, dadurch gekennzeichnet, daß der Homogenitätsförderer aus 0,2 bis I Teil elementarem Kohlenstoff und 0,6 bis 3 Teilen eines Seltenen Erdmetalls auf 90 Teile Legierung besteht, wobei die I. ?gierung 5 bis 55 % Blei als feine Dispersion in der Kupfermatrix mit einem durchschnittlichen Durcf nesser der Bleiteilchen von 2 bis 20 μπι enthält.
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Legal Events
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| OD | Request for examination | ||
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
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