CH104875A - Kabel mit stetig verteilter erhöhter Selbstinduktivität und Ausgleich des Nebensprechens. - Google Patents

Kabel mit stetig verteilter erhöhter Selbstinduktivität und Ausgleich des Nebensprechens.

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CH104875A
CH104875A CH104875DA CH104875A CH 104875 A CH104875 A CH 104875A CH 104875D A CH104875D A CH 104875DA CH 104875 A CH104875 A CH 104875A
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inductance
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Inventor
Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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  Kabel mit stetig verteilter erhöhter     Selbstinduktivität    und Ausgleich  des Nebensprechens.    Bei Kabeln mit erhöhter, stetig verteilter       Induktivität,    wie zum Beispiel bei     Krarup-          kabeln,    ist das Nebensprechen vorwiegend  auf induktive     Unsymmetrien,    gleichzeitig aber  auch auf     kapazitive    Kopplung zurückzuführen.  Es müssen demnach beide beseitigt werden.  



  Es ist bis jetzt nicht bekannt, in welchen  Abständen die Beseitigung der Kopplung ge  schehen muss.  



  Bei dem Ausgleich des     Nebensprechens     durch Zusatzkondensatoren bei     pupinisierten     Leitungen wird ein Ausgleich der Kopplung  vorgenommen für jeden     Spulenabstand.    Es  sind demnach ebenso viel     Kondensatorkästen     als     Spulenkästen    für eine Wellenlänge vor  handen, und der Abstand der Kondensator  kästen untereinander ist dem zwischen den       Spulenkästen    gleich. Die     Kondensatorkästen     sind demnach ebenfalls nach der     Pupinschen     Regel angeordnet, und es werden dement  sprechend fünf bis sechs     Kondensatorkästen     pro Wellenlänge benutzt.

   Bei Anwendung der-    selben Regel beim Ausgleich des     Nebenspre-          chens    bei Kabeln mit stetig verteilter induk  tiver Belastung wurde nun gefunden, dass  das Nebensprechen nur unwesentlich verbes  sert wird. Theoretische Überlegungen, die in  Nachstehendem erläutert werden, haben nun  ergeben, dass bei Kabeln mit stetig verteilter       Selbstinduktivität    der Abstand der     Konden-          satorkästen    viel kleiner zu wählen ist, als  sich aus der     Pupinschen    Regel ergibt, und  zwar müssen für eine einigermassen merkbare  Verbesserung des Übersprechens mindestens  zwölf     Kondensatorkästen,    zweckmässig aber  mehr,

   pro Wellenlänge vorgesehen werden.  In Analogie hierzu müssen auch die Kreu  zungsstellen, falls der     Abgleich    durch Kreu  zung vorgenommen wird, in denselben Ab  ständen angeordnet werden.  



  Die allgemeine Theorie der innern Induk  tion in     pupinisierten    Leitungen     (Wissenschaftl.          Veröffentlichungen    aus dem     Siemens-Konzern     I.     Bd.    Heft 3, 1921) liefert für den     kapazi-          tiven    Induktionsstrom in einer Doppelleitung      mit dem Wellenwiderstand     ,32    und der Fort  pflanzungskonstante     r-,    die Beziehung  
EMI0002.0003     
    Dabei bedeutet In den durch die Kopplung       k,    verursachten Elementarstrom im Empfänger  der induzierten Leitung,     V",

      die an den An  fang der induzierten Leitung gelegte Span  nung,     9\t    den     Empfängerscheinwiderstand,          kv    die     kapazitive    Kopplung im     vlP"    Spulen  feld,     1)        ^   <I>j</I>     co,   <B>und</B>     7i    die     Fortpflanzungskon-          stante    der induzierenden Leitung.

   Aus dieser  Beziehung geht ohne weiteres die für eine  hinsichtlich der vier Leitungskonstanten ho  mogene Leitung gültige hervor, nämlich als         Urenzfall    für den     Spulenabstand    Null; so er  hält man  
EMI0002.0019     
    An die Stelle der Sanierung tritt die Inte  gration über die     Leitungslänge   <I>L; k</I> ist nun  eine Funktion des Abstandes .x vom Leitungs  anfänge.

   Ist die Kopplung rein induktiv, näm  lich gleich<B>in</B> für die Längeneinheit, so ergibt  sich auf dem gleichen Wege  
EMI0002.0021     
    Sind beide Arten von Kopplungen vorhanden,  so erhält man demnach  
EMI0002.0022     
    Hieraus ist zunächst ersichtlich, wie weit  die Kompensation der induktiven Kopplung  durch eine zusätzliche     kapazitive    erfolgen  kann; die Möglichkeit dieses Vorgehens ist  dadurch gegeben, dass die Wellenwiderstände       ,3i    und     3-,    in den wichtigen Bereich der  Sprechfrequenzen bei     induktiv    belasteten Lei  tungen vorwiegend reell und konstant sind.

    Man kann daher  
EMI0002.0027     
    setzen und diese Grösse als elektromagnetische  Kopplung zwischen den beiden Leitungen be  zeichnen; sie ändert ihren Wert im allge  meinen mit x, ist indessen praktisch unab  hängig von der Frequenz. Zur Abkürzung  führt man noch eine mittlere Fortpflanzungs  grösse ein vermittelst der Beziehung       ?'i.        -f   <I>-</I>     r-,   <I>= 2</I>     Y   <I>(G)</I>  Dann wird also  
EMI0002.0032     
    Für einen kleinen Abschnitt der Länge s;

    den wir als Ausgleichsabschnitt wählen, ist  
EMI0002.0033     
  
    demnach
<tb>  In <SEP> = <SEP> Va <SEP> <I><U>^+@-</U> <SEP> 1@ <SEP> f <SEP> he <SEP> 2 <SEP> r,Y@ <SEP> di, <SEP> (8)</I>       Die Beziehung würde den Empfangsstrom lie  fern, der besteht, wenn die Leitung durch  irgendwelche Mittel in dem restlichen     Stück     s bis     l    bereits ausgeglichen ist, sie beschreibt  also die Verhältnisse, wie sie während des  vorzunehmenden Ausgleiches vorliegen.

   Man  kann hier zunächst voraussetzen, s wäre klein  genug, dass     näherungsweise          e-2r@    -     1-2y,9     Von der Zulässigkeit dieser Annahme kann  man sich nachträglich überzeugen.     Darin    wird  
EMI0002.0040     
    Zerlegt man<I>r</I>     irn        Dämpfungsmass        ss    und       Winkelmass        a,    so ist also  
EMI0002.0046     
      Fügt     man    am Anfange der Leitungen, bei       .r        --    Null,

   eine     liopplung        Ido    zur Kompensa-         tion    der ursprünglich vorhandenen,     K,    hinzu,  so entstehe der Induktionsstrom  
EMI0003.0008     
    Man     ersieht    hieraus, dass beim Ausgleich nur  der Teil
EMI0003.0010  
   kompensiert wer  den kann. Es verbleibt noch eine Kopplung  von der Grösse
EMI0003.0011  
   die nicht besei  tigt wird und die die Güte des Ausgleichs  herabsetzt.

   Nimmt man im Mittel an,     K    sei  unabhängig von x, dann muss also       Ido    = -     .Ks        -f-        K        ss    82  gemacht werden, die restliche Kopplung ist       0=Kas2     Während also der absolute Betrag des Induk-  
EMI0003.0019     
  
    tionsstromes <SEP> vor <SEP> dem <SEP> Ausgleich <SEP> (11)
<tb>  <I>/Ia/=/Tru</I> <SEP> <U>s-f-2</U> <SEP> 82 <SEP> <I>/oolfs</I> <SEP> (1-,Qs)2+ <SEP> ds2       war, liegt nach der Einführung von     Ido    noch  eine Störung der Grösse  
EMI0003.0021     
    vor.

   Das Verhältnis     /Inl:lIE'l,    welches mit     rz     bezeichnet werden soll, gibt ein Mass für den    Grad der durch den Ausgleich erzielten Ver  besserung. Nach Gleichungen (11) und (12) ist  
EMI0003.0024     
    wenn<I>n   1,</I> und     (3   <I> </I>     an,    so kann
EMI0003.0027  
    gesetzt werden. Dies ist die gesuchte Be  ziehung für die Grösse des     Äusgleichsab-          schnittes.     



       Beispiel:        Für    ein     Krarupkabel   <I>y</I> sei       R    = 30 Ohm       L=O,1H     C = 0,035     uF     Gefordert ist, dass die Beseitigung des     Neben-          sprechens    auf den fünften Teil der ursprüng  lichen Induktion erfolge.  



  Es ist nach bekannten Formeln für die  Frequenz     o)    = 5000  
EMI0003.0039     
    Daher ergibt sich nach Gleichung (13) mit       a==5    für
EMI0003.0041  
    s = 2,05 km.  



  In den Abständen wären also die Kondensator  kästen anzuordnen:  Nach der     Pupinschen    Regel würde man  unter denselben gegebenen Verhältnissen zu  einem     Kondensatorkästenabstand    von 8,4 km  gelangen, ein Abstand, der viel zu gross ist,    um eine Verbesserung zu zeitigen. Nach dem  oben Angeführten würde hierfür  betragen.     2,1    = 1,34  Da man bei grossen Kopplungen im Kabel  auch einen höheren Grad des Ausgleiches,  also grösseres n verlangen muss, hängt nach  diesen Überlegungen die Länge der Aus  gleichsabschnitte wesentlich von der Güte der  Fabrikation des Kabels ab.

        Ähnliche theoretische Betrachtungen führen  dazu, dass bei dem     Abgleich    durch Kreuzung  der Kapazitätsunterschiede die Kreuzungs  stellen in denselben Abständen als die Ein  schaltstellen der Zusatzkondensatoren zu  wählen sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Kabel mit stetig verteilter erhöhter Selbst induktivität und Ausgleich des Nebenspre- chens, dadurch gekennzeichnet, dass die Ab stände zwischen den aufeinanderfolgenden Abgleichstellen derartig bemessen sind, dass mindestens zwölf Abgleichstellen auf eine Wellenlänge entfallen. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Kabel mit stetig verteilter Selbstinduktion nach dem Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Bemessung der Ab- stände zwischen den Abgleichstellen nach der Gleichung EMI0004.0010 erfolgt, in welcher s den Abstand zwischen den Abgleichstelleni a das Winkelmass der Leitung und ü das Verhältnis zwischen der ursprünglichen und der nach dem Aus gleich vorhandenen Induktion bedeuten. Kabel mit stetig verteilter Selbstinduktion nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die zum Abgleich dienenden Zusatzkondensatoren derart bemessen sind,
    dass sie die magnetische und die kapazita- tive Kopplung in den Vierern gleichzeitig abgleichen.
CH104875D 1922-11-11 1923-04-17 Kabel mit stetig verteilter erhöhter Selbstinduktivität und Ausgleich des Nebensprechens. CH104875A (de)

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