CH103014A - Direkt anzeigendes Hochvakuummeter. - Google Patents
Direkt anzeigendes Hochvakuummeter.Info
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Description
Dil-elit Es ist bekannt, dass die Wärmeleitfahig- keit eines Gases<B>in,</B> weiten Grenzen des Druckes konstant ist, dass sie aber bei sehr hohem Vakuum, etwa wenn der Abstand der Moleküle der freien Weglänge entspricht, mit der Gasdielite, abnimmt, so dass, wenn man vom a.bsolutenValzuum ausgeht" zunächst.eine Proportionalität zwischen Dichte und Leit fähigkeit besteht.
Dieser Umstand gestattet die Konstruktion empfindlicher, direkt an zeigender Hochvakuummeter, deren Emp- Iindlichkeitsbereich o,era#de im hohen Vakuum<B>-</B> liegt, während sie bei niederem Vakuum weni ger brauchbar sind. Aber alle bisher bekann ten Vakuummeter dieser Art haben gewisse NT'aehteile, welche sie für rein technischen Gebrauch ungeeignet erscheinen lassen.
Es ist nun Gegenstand der vorliegenden Erfindung ein direkt anzeigendes Hoch- vakuummeter, bestehend aus einem Queck silberthermometer, dessen röhrenförmig ans- gebildeter, das Quecksilber enthaltender Kol ben von einem zylindrischen, gasdicht auf gesetzten Rohr umgeben ist, welches mit dem Rezipienten, dessen Vakuum gemessen werden soll, in Verbindung steht, wobei das Quecksilber des Thermometers durch eine möglichst konsta-nie, von aussen zugeführte Energie geheizt wird.
Der Gegenstand der Erfindung sei anhand des Ausfülirungsbeispiels der Figur näher erläutert. Es bedeutete <B>k</B> den das Quecksilber q enthaltenden Kolben des Thermometers, <B>1</B> die Kapillare, in welcher das Queck silber bei Erwärmung des Kolbens aufsteigt, h ein gasdicht angeschmolzenes, den Kol ben k umhüllendes Glasrohr mit dem Ansatz stutzen e zum Anschluss des Vithuummeters an den Rezipienten; m ist eine kugelförmige Erweiterung der Kapilla-re am Ende von<B>1;
</B> a und<B>b</B> sind in die Röhren h -und <B>k</B> ein geschmolzene, mit dem Quecksilber q in lei tender Verbindung stehende Kontt*I-,i-clrälite; <B><I>f, d,</I></B> c sind Marken, an deren Stelle aber auch eingeschmolzene Platindrähte treten können.
Die Wirkungsweise dieses Hochvakuum- meters ist folgende: Zunächst, wird der Stut- yen <B>c</B> mit dem Rezipienten gabdielit verbun den, dann wird von einer möglieh-st konstan- len Energiequelle durch a und<B>b</B> elektrischer Strom in das Quecksilber q geleitet -und dieses dadurch auf eine solche Temperatur gebracht und -ehalten, dass es in der Kapil lare genau bis zur Marke c reicht.
Der Me niskus des Quecksilbers bei Linerwärmtem' Thermometer steht unterhalb der Marke<B>f.</B> Wird nun der Rezipient evakuiert, dann lässt die Wärmeleitfähigkeit der in dem zylindri- sehen Hohlraum zwischen li, und <B>k</B> befind- liehen Luft bei hohem Vakuum nach, und das Quecksilber erreicht schliesslich bei dem praktisch erreichbaren Höchstvakuum die Marlie <B>d.</B> Die Lage des Menibkus ist hierbei ein Mass für die Höhe des Vakuums im Rezi pienten.
ITm die Wärmeabführung durch <B>:Z</B> Strahlung möglichst zu vermeiden, wird der Kolben<B>k</B> mit einer spiegelnden Haut um- (Y lichh geben. Die Empfind eit des Hoch #akuummeters ist um so grösser,<B>je</B> feiner die Kapillare ist. Wird aber anderseits der Quer schnitt der Kapilla.re zu klein gewählt, dann ist die Neigung des Zerreissens und Hängen. bleibens des Quecksilbe±fadens sehr gross.
Dieser Nachteil kann aber vermieden wer den, wenn man den Raum über dem Queck silber mit einem hochkomprimierten Gas,- z. B. dem indifferenten Stickstoff, füllt. Dies hat einen doppelten Vorteil, weil er stens unter hohem Druch die Siedetempera tur des Quecksilbers eine höhere ist und weil ..weitens ,7 das Zerreissen des Fadens vermieden wird.
Die hohe Siedetemperatur gestattet die Wahl einer hohen Erwärmung3temperatur des Kolbens k-. <I>so</I> dass der Einfluss der Raum- temperaturänderung auf das technisch rich tige Arbeiten des Vakuummeters vernach- lässigbar wird. Der Kompressionsdruck des Gases über dem Quecksilber kann viele At mosphären betragen, aber, -am eine zu hohe Beanspruchung der Glaswände bei hoher Erwärmung des.
Quecksilbers zu vermeiden, ist der in der Figur dargestellte kugelige Dom iib erforderlich, welcher ein wesentliches Ansteigen des Druck:es verhindert. Anstatt die Energie dem Quecksilber des Vakuum- nieters selbst zuzuführen, können auch Wi- dersiandsdrähte den Kolben k von aussen eiwärmen oder durch das Quecksilber des Kolbens hin-durch"",eführt sein.
Der radiale Abstand des umhüllenden Rühres li, vom Kolben Ig <I>soll</I> nicht zu gross sein, damit die Trägheit des Instrumentes einen möglichst CY r "e ingen Wert zeicd. Es ist zwecl,:mässi,-", den Abstand kleiner als die freie Weglänge der Gasmoleküle bei dem normalen Wert des Nochva-kuums zu wählen.
Das beschrieben(, Hochvak-aumineter kann auch zur automatischen Betätigung von Ree- lais verwendet werden. Wenn man zum Bei spiel die Marken c und (1 durch in die<B>Ka-</B> pillare ragende Platindrähte ersetzt, welche die freien Dralltenden des Erregerstrom kreises eines die<B>Ab-</B> und Zuschaltung der Vakuumpumpe bewirkenden Relais sind.
dann kann die Schaltung so ",etroffen wer den, dass die Vahuumpumpe automatisch ab gestellt wird, wenn das Quecksilber den Draht,<B>d</B> erreicht, und wieder zuges-ehaltet wird, wenn das Queeksilber unter diese Marke<B>fällt.</B> Dadurch wird die Wartunc der Anlage wesentlich vereinfacht Lind die Be- triebssieherheit #vesentlich erhöht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Direkt anzeigendes Hochvakuummeter. dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem Quecksilberthermometer besteht, dessen röll- renförmi- aus-ebildeter, das Quecksilber en e_I enthaltender Kolben von einem zylindriselien, (IIZ,Iscli.elii aufgesetzten Rohr umgeben ist. wel- elies mit dem Rezipienten, dessen Vakuum nIemessen werden soll.in Verbindun- steht, wobei das Quecksilber des Thermometers durch eine mögliehst konstante, von aussen zugeführte Energie geheizt wird. UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Hoehvakuummeter nach Patentansprueb, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolb(ni langgestreekt und derart ausgebildet, ist, LI ,dass das in ihm enthaltene Quecksilber die Gestalt eines dünnen Fadens hat, wobei über dem Kolben sich die Kapillare be- fliidet,in welcher das erwärmte Queck silber aufsteigt. 2. Hochvakuuin-meter nach Patenianspruc.li und Unteranspruch <B>1,</B> dadurch gekenn zeichnet, dass sieh über dem Quecksilber ein komprimiertes Gas befindet, wobei am Ende der Kapillare eine #domartige Er weiterung zur Vermeidung zu hohen Kom pressionsdruckes beim Aufsteigen des Que,r,ksilbers in der Kapillare vorgesehen ist.<B>3.</B> Hochvakuummeter na-eh Patentansprucli, da-durch gekennzeichnet, dass der radiale Abstand des umhüllenden Rohres vom Kolben so gewählt ist, dass er bei dem normalen Wert des Hochvakuums kleili,-,r ist als die freie Weglänge der Moleküle des im Vakuumraum befindlichen Gases.4- Hochvakuummeter nach Patentanspluch, dadurch gekennzeichnet, dass die Energie dem Quecksilberfaden aes Kolbens un mittelbar durch Hineinleiten eines elektri- sehen Stromes in den Quecksilberfaden zugeführt wird.<B>5.</B> Hochvakuummeter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben auf seiner Aussenseite eine spiegelnde, stark reflektierende Oberflä"che erllä,1t. <B>6.</B> Hoclivakuummeter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Tempera tur des geheizten Quecksilberfadens so hoch gewählt ist, dass die Änderung der Raumtemperatur praktisch ohne wesent lichen Einfluss auf die Wirksamkeit des Vakuummeters bleibt.<B>7.</B> Hüchvakuummeter nach Patentanspruch, dadurch ehennzeiehnet, (lass Kontakt- 9 stifte, in den Kolben und in die Kapillare eingeschmolzen sind, welche zur Einftth-- rung elektrischer Ströme dienen, welche teils zur Erwärmiano, des Quecksilbers,teils zur Betätigung von Relais in<B>Ab-</B> hängigkeit von der Länge des Quecksilber- t' el fadens und somit von der Höhe des Va kuums im Rezipienfen dienen<B>.</B> und das erforderliche Zu- und Abschalten der Va kuumpumpen veranlassen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE103014X | 1922-03-04 |
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| CH103014A true CH103014A (de) | 1924-01-02 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH103014D CH103014A (de) | 1922-03-04 | 1923-01-19 | Direkt anzeigendes Hochvakuummeter. |
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| CH (1) | CH103014A (de) |
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1923
- 1923-01-19 CH CH103014D patent/CH103014A/de unknown
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