CH101040A - Selbstanlaufendes, sich selbst erregendes und synchronisierendes, aus einem Induktionsmotor und einer zu diesem in Kaskade geschalteten Hauptschlussmaschine bestehendes Aggregat. - Google Patents
Selbstanlaufendes, sich selbst erregendes und synchronisierendes, aus einem Induktionsmotor und einer zu diesem in Kaskade geschalteten Hauptschlussmaschine bestehendes Aggregat.Info
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Description
Selbstanlaufendes, sich selbst erregendes und synchronisierendes, aus einem Induktionsmotor und einer zu diesem in Kaskade geschalteten Hauptschlussmaschine bestehendes Aggregat. Die vorliegende Erfindung betrifft ein selbstanlaufendes, sich selbst erregendes und synchronisierendes, aus einem Induktions motor und einer dazu in Kaskade geschalte ten Hauptschlussmaschine bestehendes Ag gregat.
Die Erzeugung von elektromotorischer Kraft in einem gleichförmig laufenden Gleichstrom-Hauptschlussgenerator beruht zu nächst auf dem remanenten Magnetismus der Magnetpole. Sie nimmt dank der Selbsterre- gungscharakteristik mit zunehmendem Bela stungsstrom allmählich zu. Für die Erzeu gung des magnetischen Feldes dürfen der Be trag des remanenten Magnetismus und die Umlaufgeschwindigkeit nicht unter einer ge wissen Grenze liegen und darf auch der Widerstand des Stromkreises einen gewissen Wert nicht übersteigen.
Angenommen, es laufe eine Gleichstrom- Hauptschlussmaschine, vorzugsweise mit ge- blätterten Feldpolen, mit hoher, gleichför miger Geschwindigkeit und es werde dieser Maschine ein Wechselstrom zugeführt. Wird nun die Frequenz dieses letzteren, während seine Stärke konstant gehalten wird, von ei nem in der Praxis üblichen Betrag, zum Bei spiel 50 bis 60 sek. Wechsel, auf einen genügend geringen Wert allmählich ver ringert, so besteht auf der ersten Stufe der Änderung, wenn die Frequenz noch hoch ist, die einzige Wirkung des Wechselstromes in der Vernichtung des remanenten Magnetis mus der Maschine. Da die Frequenz jedoch allmählich abnimmt, so hat der Wechselstrom mehr Neigung, als Gleichstrom denn als Wechselstrom in der Maschine zu wirken.
Dies aus dem Grunde, weil ein Gleichstrom als ein Wechselstrom von der Frequenz un endlich klein oder als ein Wechselstrom be trachtet werden kann, dessen Pulsierungs- periode unendlich gross gemacht ist. Wird daher die Frequenz-des Wechselstromes unter einen gewissen Wert herabgesetzt, so kommt es vor, dass die Maschine während einer ge wissen Zeitdauer gleichgerichteten Strom er hält. Dies genügt zur Bildung des magne tischen Feldes. Ist dies erfolgt, so wirkt die Maschine als Gleichstrom-Hauptschlussgene rator und wird in der Armatur eine konstante elektromotorische Kraft induziert.
Gemäss vorliegender Erfindung wird die obenerwähnte Eigenschaft der Hauptschluss maschine ausgenützt, indem diese in Kas kade mit der Sekundärwicklung eines In duktionsmotors geschaltet wird und die ro tierenden Teile der beiden Maschinen mitein ander gekuppelt werden.
Wird dem Induktionsmotor eines in die ser Weise gebildeten Aggregates ein Wech selstrom zugeführt, so läuft dieses wie ein gewöhnlicher Induktionsmotor an. Die Gleich strommaschine, die in Reihe mit der Sekun därwicklung des Induktionsmotors geschal tet ist, dient als äusserer sekundärer Wider stand. Nachdem das Aggregat angelassen ist und an Geschwindigkeit zunimmt, ver ringert sich die Sekundärfrequenz, und wenn sie bis auf einen genügend tiefen Wert ge fallen ist, so wird das magnetische Feld der Gleichstrommaschine je nach Umständen in der einen oder andern Richtung gebildet. Von diesem Zeitpunkte an liefert die Gleichstrom maschine Gleichstrom an die Sekundärwick lung des Induktionsmotors. Dieser Strom er zeugt ein relativ zur Sekundärwicklung still stehendes magnetisches Feld.
Im Falle, wo die Sekundärwicklung auf dem Rotor des Induktionsmotors angeordnet ist, -wird der Rotor durch das umlaufende, durch die Sta torwicklung erzeugte Feld mitgenommen. So wird das Aggregat selbsttätig synchro nisiert. Nachher läuft das Aggregat weiter als selbsterregender Synchronmotor, wobei der direkt angeschlossene Reihengenerator als Erreger wirkt.
Ein gemäss vorliegender Erfindung ge bauter Synchronmotor läuft, wie oben ein gehend erläutert, von selbst an, erregt sich selbst und synchronisiert sich selbsttätig. Auf der Zeichnung sind drei Ausfüh rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes schematisch veranschaulicht.
In Fig. 1 bezeichnet P die in Stern ge schaltete Primärwicklung oder Statorwick lung und S die Sekundärwicklung (Rotor wicklung) eines Induktionsmotors. A ist der rotierende Anker einer Gleichstrom-Haupt schlussmaschine, deren feststehende Feldwick lung in drei Abteilungen F1, F2 und F3 unterteilt ist, d. h. FI, F2 und F3 sind die Abschnitte einer auf einem entsprechenden Paar von Polen vorgesehenen Wicklung.
Je eine Klemme dieser drei Abteilungen ist mit der entsprechenden Sekundärklemme des In duktionsmotors über einen Anlasswiderstand R und einen Schleifring t, verbunden, wäh rend die andern Klemmen durch zwei Bürsten an den Anker A der Hauptstrommaschine in der Weise angeschlossen sind, dass zwei dieser Abteilungen F2 und F3, parallel liegen, wäh rend die dritte, F1, an den andern Pol der Maschine angeschlossen ist, so dass die mag netisierenden Wirkungen dieser drei Abtei lungen der Spulen sich verstärken, wie dies bei dieser Gattung von Maschinen wohlbe kannt ist. Der die Sekundärwicklung S tra gende Rotor des Induktionsmotors ist mit dem Anker A mechanisch gekuppelt. Die An lasswiderstände R dienen für die Regelung der Gleichstromspannung, nachdem das Ag gregat den Synchronismus erreicht hat.
Um beim Anlassen einen Stromstoss zu vermeiden, verwendet man in jeder Phase des Sekundärstromkreises eine hohe Reaktanz. Diese wird erhalten, indem man die Feldwick lung der Gleichstrommaschine, wie oben an gegeben, in drei getrennte Abschnitte teilt, entsprechend der Zahl der Phasen der Sekun därwicklung. Die eine dieser Abteilungen ist mit einer der Dreiphasenwicklungen des Ro tors in entgegengesetztem Sinne verbunden, als wie die zwei andern, derart, dass die in den Phasen der Rotorwickhing induzierten Ströme in der Erzeugung des Feldes in der genannten Feldwicklung einander unter stützen. Die so in den Sekundärstromkreis eingeführte Reaktanz wird den Sekundär- strom wirksam begrenzen und dementspre chend beim Anlassen auch den Primärstrom.
Wie die Maschinengeschwindigkeit zunimmt, nimmt die Reaktanz von selbst ab, entspre chend der Abnahme der sekundären Fre quenz, und sie wird schliesslich bei Eintritt des Synchronismus gleich Null.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist der Anlasswiderstand R weggelassen, aber am Rotor des Induktionsmotors eine Kurz schlussankerwicklung K mit hohem Wider stand vorgesehen, um das Anlassmoment des Aggregates zu vergrössern. In diesem Falle bleibt die Kurzschlussankerwicklung im Ver hältnis zum umlaufenden Felde in Ruhe, so bald das Aggregat den Synchronismus er langt hat. Infolgedessen wird durch ihre Gegenwart während des synchronen Betriebes des Aggregates kein Energieverlust veran lasst.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist der Anlasswiderstaud, statt, wie bei Fig. 1, unmittelbar in den Sekundärstromkreis ein geschaltet zu sein, an eine sekundäre Wick lung F angeschlossen, die mit den Spulen F1, F2 und F3 induktiv verbunden ist. In diesem Falle lässt sich jedoch der Widerstand R nicht dazu verwenden, die Felderregung zu regeln, nachdem das Aggregat in den Syn chronismus eingetreten ist. Die Feldregelung lässt sieh, wenn gewünscht, durch einen zur Feldwicklung der Hauptschlussmaschine im Nebenschluss liegenden, regelbaren Wider stand bewerkstelligen.
Auf der Zeichnung ist die Schaltung für eine Dreiphasenmaschine dargestellt. Ähn liche Schaltungen lassen sich leicht für Zwei phasen- oder andere Mehrphasenwicklungen ausführen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Ein selbstanlaufendes, sich selbst erregen des und synchronisierendes, aus einem Induk tionsmotor und einer Hauptschlussmaschine bestehendes Aggregat, dadurch gekennzeich net, dass die rotierenden Teile der beiden Ma schinen mechanisch miteinander gekuppelt sind und die Sekundärwicklung des Induk- tionsmotors so mit der Hauptschlussmaschine in Reihe geschaltet ist, dass beim Anlauf des Aggregates die Hauptschlussmaschine als äusserer sekundärer Widerstand des Induk tionsmotors dient, beim synchronen Gang des Aggregates die Hauptschlussmaschine Gleich strom erzeugt, der in der Sekundärwicklung des Induktionsmotors ein relativ zu derselben stillstehendes magnetisches Feld erregt, wo durch das Aggregat selbsttätig erregt und synchronisiert wird. UNTERANSPRÜCHE 1.Aggregat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor des Induk tionsmotors ausser der Sekundärwicklung eine Kurzschlussankerwicklung von hohem Widerstand besitzt und dass der Rotor des Induktionsmotors und der Anker der Hauptschlussmaschine mechanisch mitein ander gekuppelt sind. 2.Aggregat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor des In duktionsmotors eine mit der Hauptschluss maschine verbundene Dreiphasenwicklung als Sekundärwicklung besitzt und dass die Feldwicklung der Hauptschlussma schine in drei getrennte Abteilungen geteilt ist, von denen eine an eine Phase der genannten Dreiphasenwicklung des Rotors in entgegengesetztem Sinne an geschlossen ist als wie die zwei andern, in solcher Weise, dass die in der Dreiphasen- Rotorwicklung induzierten Ströme elektro magnetisch verstärkend wirken, indem sie durch die genannte Feldwicklung fliessen, wobei der Rotor des Induktionsmotors und der Anker der Hauptschlussmaschine me chanisch miteinander gekuppelt sind. 3.Aggregat nach Patentanspruch und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor, auf dem die Sekundärwicklung sich befindet, auch mit einer Kurzschluss ankerwicklung von hohem Widerstand ausgerüstet ist. 4. Aggregat nach Patentansprueh und .den Unteransprüchen 1 und 2"dadurch gekenn- zeichnet, dass in nächster Nähe und in in duktiver Verbindung mit der Feldwick lung der Hauptschlussmaschine eine beson- dereWicklung vorgesehen und durch einen regelbaren Widerstand geschlossen ist. 5.Aggregat nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass in den Nebenschluss zur Feld wicklung ein regelbarer Widerstand gelegt ist. ,
Applications Claiming Priority (1)
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- 1921-08-15 CH CH101040D patent/CH101040A/de unknown
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