AT99999B - Steuerventil für Eisenbahndruckluftbremsen. - Google Patents

Steuerventil für Eisenbahndruckluftbremsen.

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Georg Lomonosoff
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Georg Lomonosoff
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Steuerventil für Eisenbahndruckluftbremsen. 



   Für   Eisenbahndruckluftbremsen   sind Steuerventile bekannt, bei denen zwei durch Verändern des Netzdruckes hin und her laufende Kolben oder Membranen die für den Bremszylinder notwendigen Luftventile bewegen. Die Erfindung bezieht sich auf ein ähnliches Steuerventil. 



   Die Erfindung besteht darin, dass dem vom Bremszylinderdruck belasteten Kolben ein zwischen   Hufsluftbehälter   und Bremszylinder eingeschaltetes Doppelventil gegenübersteht, das aus einem grossen Ventil mit eingesetztem kleineren Ventil besteht. Die   Anschlagstössel   der beiden Ventile sind verschieden lang, so dass die bei normalem Bremsvorgang langsam anlaufenden Kolben nur das kleine Ventil öffnen, bei Schnellbremsung, also schnellem und starkem Anlaufen jedoch noch zusätzlich das grosse Ventil öffnen. 



   Ein anderes Merkmal der Erfindung liegt ferner darin, dass der vom Bremszylinderdruck belastete Kolben von andern Kolben getrennt ist und eine Mittelbohrung hat, die von einem Stössel des andern Kolbens ventilartig verschlossen wird. Dadurch ist zu einem   Umführungskanal   eine zusätzliche Verbindung zum atmosphärischen Auslass geschaffen, und genau wie bei dem Bremsvorgang das grosse Ventil für Schnellbremsung, wirkt diese zusätzliche Verbindung bei   Schnellbremslosung.   



   Der Vorteil der Erfindung liegt in der wesentlichen Vereinfachung des Steuerventils sowie in seiner sicheren und schnellen Wirkungsweise bei Schnellbremsung und   Schnellbremslösung,   indem einerseits die Ausbildung der den Bremszylinder steuernden Ventile als Doppelventil eine wesentlich kürzere Bauart gewährleistet, und anderseits durch die plötzliche Freigabe grosser Kanäle ein schnelles Zu-oder Abströmen der   Bremszylinderluft   und damit wirkliche Schnellbremsung oder Schnellbremslösung erreicht wird. 



   Die Zeichnung stellt ein Steuerventil dar mit   Rohranschlüsse   zur Hauptleitung, zum Hilfsluftbehälter und zum Bremszylinder, u. zw. befinden sich alle beweglichen Teile in ihrer Ruhelage. 



   Bei der Auffüllung des Netzes tritt die Luft aus der Hauptluftleitung durch den Stutzen 71 in die Kammer   72,   durch den Umlaufkanal 73 in die Kammer 74 und durch den Autsrittsstutzen 75 in den   Hufsbehälter   ; gleichzeitig tritt Luft aus dem Hilfsbehälter durch den Stutzen 76 in die Kammer 77. 



   Bei Einstellung des Führerbremsventiles auf beschleunigte Bremslösung und Füllung des Netzes wird der Druck in der Kammer 72 schnell auf normale Höhe gebracht und die Kolben nehmen die Ruhelage beide ganz links, wie dargestellt, ein ; dabei ist der Bremszylinder durch die Kanäle 83, 85, 91 bzw. 80, 92, 93 mit der atmosphärischen Kammer 87 und durch deren Kanäle 88 mit der Atmosphäre in Verbindung. Da der grosse Kolben 78 eine kleinere Fläche auf der Seite der Kolbenstange 79 als auf der andern Seite hat, so werden die Druckunterschiede auf beiden Seiten durch die Spannung der Feder 94 ausgeglichen. 



   In der Lage der allmählichen Bremslösung des Führerbremsventiles wird der Druck in der Kammer 72 des Steuerventils allmählich erhöht, die Kolben 78 und 81 gehen aus der äussersten rechten oder aus der während der Bremsperioden eingenommenen Mittellage nach links, und dabei öffnet der kleinere Kolben 81 den Umlaufkanal   91,   so dass die Luft aus dem Bremszylinder durch die Kammer 85, dem Umlaufkanal 91 und die atmosphärische Kammer 87 durch deren Auslässe 88 austritt. Der Kolben 78 kommt dabei nicht in die äusserste linke Lage, sondern wird vom Kolben 81 nur soweit mitgenommen, bis dieser sich auf seinen Sitz aufsetzt, und daher bleibt die Umlaufleitung 73 und die Öffnung 80 geschlossen, d. h. die Kammer   74   bleibt getrennt von der Kammer 72. 

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   Bei der   allmählichen Bremslage   des Führerbremsventils teilt sich der verminderte Druck der Hauptluftleitung durch 71 der Kammer 72 des Steuerventils mit, der Kolben 78 geht nach rechts und schliesst die Umlaufleitung 73. Ausserdem schliesst der Kolbenstössel 79 die Bohrung 80 des zweiten Kolbens 81 und nimmt diesen mit, so dass er seinen Umlaufkanal 91 schliesst, und dann auf den Ventilstössel 82 aufstösst, diesen mitnimmt und dadurch die Kammer 77 mit der Kammer 85 verbindet (über Bohrungen 86 und   90).   Die Luft strömt aus dem   Hilfsbehälter   durch 76, 77, 90, 85 und 83 in den Bremszylinder. 



   Bei der   Schnellbremslace   des Führerbremsventils entsteht in der Kammer 72 des Steuerventils ein rascher Druckabfall, infolgedessen beide Kolben schnell in die äusserste rechte Lage gehen ; dabei wird zusätzlich das Ventil 84 geöffnet und rasches Bremsen herbeigeführt ; dieses Ventil öffnet bei all-   mählichem   Bremsen nicht, weil dann die Kraft des Kolbens 73 auf den Stössel 82 zu gering ist, als dass sie die starke Belastungsfeder 89 des Ventils 84 überwinden könnte. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Steuerventil für Eisenbahndruckluftbremsen mit zwei Kolben (oder Membranen) zur Steuerung der Bremszylinderluftventile, dadurch gekennzeichnet, dass dem vom Bremszylinderdruck belasteten Kolben   (81)   ein zwischen Hilfsluftbehälter und Bremszylinder eingeschaltetes Doppelventil gegenübersteht in Gestalt eines grossen Ventils (84) mit eingesetztem kleinerem Ventil   (82),   und dass die Anschlagstössel beider Ventile so verschieden lang sind, dass die Kolben bei normalem Anlaufen nur das kleine Ventil öffnen, dagegen bei-starkem Anlaufen für Schnellbremsung zusätzlich auch das grosse Ventil öffnen.

Claims (1)

  1. 2. Steuerventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der vom Bremszylinderdruek belastete Kolben (81), vom andern Kolben (78) getrennt, mit einer Mittelbohrung (80) versehen und so auf einem diese Bohrung ventilartig verschliessenden Stöpsel (79) des andern Kolbens aufgesetzt ist, dass ausser einem bei normaler Bremslösung wirksamen Umführungskanal ? j in der Zylinderwand des erstgenannten Kolbens bei Schnellbremslösung zusätzlich auch die Mittelbohrung (80) eine Verbindung zum atmosphärischen Auslass (88) herstellt. EMI2.1
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