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Feuerlöscha, nlage.
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Um das Verfahren auszuführen, bedient man sich vorteilhaft der bekannten Zementspritzmasehinen, gegebenenfalls mit entsprechenden Änderungen. Mit diesen Maschinen wird die trockene Mischung von Zement und Sand mittels komprimierter Luft bis an die Düse gebracht, wo dem austretenden Strahl Wasser zugesetzt wird. Der dadurch entstandene Mörtel haftet an lotrechten Flächen. Die Mischung der trockenen Stoffe mit dem Wasser geschieht also an der Düse oder innerhalb des austretenden Strahles auf dem Wege von der Düse bis zur Arbeitsstelle.
Die Zeit zwischen der Mischung mit dem Wasserstrahl und seinem Auftreffen auf die zu behandelnde Oberfläche ist somit so kurz, dass bei Anwendung der oben genannten chemischen Stoffe nur wenig Kohlendioxyd oder ein anderes Feuerlöschgas frei geworden ist. Die Gase werden vielmehr erst an der Verwendungsstelle entwickelt, so dass eine wirksame Bekämpfung des Feuers erreicht wird.
Durch die Verwendung der Zementspritzmaschine ergeben sich noch weitere Anwendungsmöglich- keiten. Man kann z. B. einen zementartigen Stoff zum Feuerlöschen benutzen, indem man die Luft ausschliesst und zu gleicher Zeit eine gewisse Menge Wasser hinzuführt. Es hat sich ferner herausgestellt, dass mit der Zementspritzmaschine Dämme und Deiche von diesem zementartigen Material aufgeführt werden können, Um in Brand geratene Flüssigkeiten abzudämmen, beispielsweise einen Damm um brennendes Öl herzustellen, so dass das Öl auf seinen Brandherd beschränkt wird.
Die zementartigen Stoffe können auch mit den oben erwähnten chemischen Stoffen vereinigt werden, so dass ein plastisches, nicht brennbares, feuerabdrängendes Mittel entsteht, das eine grosse Menge von Kohlendioxyd bildenden Stoffen enthält, welche beständig einen Schaum von ununterbrochen platzenden Blasen erzeugt, aus denen feuerlöschende Gase frei werden. Das Feuerlösehmittel bietet somit in nassem Zustande dem Feuer einen passenden Widerstand, wogegen es nachher kristallisiert ein gutes feuerfestes Mittel darstellt.
Gemäss der Erfindung wird daher vorgeschlagen, eine Vorrichtung, ähnlich den bekannten Zementspritzmaschinen, zu verwenden, welche mit einer genügenden Anzahl von Behältern in Verbindung gebracht wird, die je eine entsprechende Menge Zement, Sand, Natriumbikarbonat und Aluminiumsulfat od. dgl. enthalten. Die Behälter sind derart angeordnet, dass je nach dem Verwendungszweck jeder für sich oder in beliebiger Verbindung mit andern in Benutzung genommen werden kann und jedes Mittel für sich oder in geeigneter Mischung zur Düse geführt werden kann.
In der Zeichnung ist die Erfindung veranschaulicht. Fig. 1 ist eine schematische Darstellung der Anlage, Fig. 2 ist ein Querschnitt durch den unteren Teil eines der die Feuerlösehmittel enthaltenden Behälters. Fig. 3 ist eine Draufsicht auf diesen Behälter. Fig. 4 ist ein Längsschnitt durch die Spritzdüsen. Gemäss Fig. 1 sind vier luftdichte Behälter. A vorgesehen, von welchen der eine Aluminiumsulfat, der zweite Natriumbikarbonat, der dritte Sand und der vierte Zement enthält. Die Behälter sind hauptsächlich zylindrisch geformt und mit einem kegelförmigen Auslassende versehen. Dieses steht mit einem Rohr 12 in Verbindung, das an die Hauptleitung 13 angeschlossen ist. Diese führt zu dem Mundstück 15, an welches ferner ein Rohr 16, 17 angeschlossen ist.
Dieses steht mit dem Boden eines Wasserbehälters 18 mittels eines Ventiles 19 und durch ein Ventil 21 mit einem Tetrachlorkohlenstoffbehälter 20 in Verbindung. In die Leitung 16 ist ein Ventil 22 eingebaut.
Im oberen Teil jeden Kegels 11 ist in Lagern 24, 24' (Fig. 2) eine Welle 23 gelagert, welche ein Zuführungsrad 25 mit Taschen 26 in seiner Peripherie trägt. Das Rad 25 ist so gross, dass es bis an die
Bodenplatte 27 des Behälters. A reicht. In dem Boden ist ein Schlitz 29'vorgesehen, in welchem das Zufuhrrad 25 hineinpasst. Neben der Öffnung 29'liegen seitliche Leisten 28, 28', welche zur Führung eines Schiebers 29 dienen. Dieser ist an seinem Ende aufgebogen und mittels einer Verlängerung 30 mit einem Handhebel 31 (Fig. 1) in Verbindung. Dieser ist durch die Wand des Behälters nach aussen geführt und hier mit einem Handgriff versehen. Mittels des Schiebers kann der Behälter mehr oder weniger geschlossen werden.
Das Material fällt durch seine eigene Schwere durch die Öffnung 29'in die Taschen 26 des Zufuhrrades 25 in einer durch die Stellung des Schiebers vorher bestimmten Menge.
Im unteren Teil des Behälters oberhalb des Zufuhrrades ruht eine Welle 32 in Lagern 33, 33'.
Sie trägt ein Rührwerk D (Fig. 1 und 2), welches von einer Riemenscheibe 34 aus in Drehung versetzt wird. Eine Kupplung 35 dient dazu, diese Riemenscheibe mit der Welle des Rührwerkes zu kuppeln.
Der gabelartige Teil 36'eines bei 37 gelagerten Hebels 36 umfasst die Kupplung und verschiebt sie. Der
Hebel 36 wird von einer Konsole 38'getragen und steht mittels eines Gelenkes 39 mit einem Hebel 40 in Verbindung, der an einem Handhebel 41 angelenkt ist. Dieser Handhebel ist noch mit einem Druck- luftventil 42 in Verbindung, das in der Druckluftleitung 43 angebracht ist. Die Leitung 43 steht mit der Hauptleitung 44in Verbindung, welche zu dem Druckluftbehälter 45 führt und mittels eines Ventiles 46 abgesperrt werden kann. Zwischen dem Behälter A und der Kupplung 35 sitzt auf der Welle 32 ein Zahnrad 32', welches mit einem Rade 23'zusammenarbeitet, da, fest auf der Welle 23 sitzt, so dass das
Rührwerk D zusammen mit dem Speiserad 25 gedreht wird.
Das Rad 23'ist gewöhnlich grösser als das
Rad 32', so dass sich das Rührwerk D schneller dreht als das Speiserad 25.
Mit dem Tetrachlorkohlenstoffbehälter 20 steht ein Zufuhrrohr 59 in Verbindung, das durch ein Ventil 60 abgesperrt werden kann. Durch eine Hauptleitung 61 kann der Tetrachlorkohlenstoff in den Behälter 20 entweder durch Druck oder durch seine eigene Schwere gebracht werden.
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Unterhalb eines jeden Behälters A befindet sich in dem Trichter , welcher das Spdserad 25 enthält, ein dieses umgebendes ringförmiges Luftzuführungsrohr oder ein Düsenring 62, der vorzugsweise an seiner Unterseite mit nicht dargestellten Durchbohrungen versehen und mit dem unteren Ende eines nach oben geführten Rohres 63 verbunden ist. Auf diese Weise wird der Druck oberhalb der in
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Die Luftleitung steht auch noch mic dem Tetrachlorkohlenstoff behälter 20 mittels eines Rohres 53' in Verbindung, das durch ein Ventil 70 absperrbar ist. Der Druekluftbehälter 45 kann somit unmittelbar mit dem Behälter 20 in Verbindung gebracht werden. Ein Ventil 71, das auch als Rückschlagventil dient, ist in die Leitung 53 zwischen Kompressor 52 und Leitung 53'eingeschaltet. Das Ventil 70 sitzt an einer in den Behälter 20 hineinreichenden Leitung 70'. Da die Leitungen 68, 70'und 68'ziemlich weit in die Behälter 18 und 20 hineingeführt sind, so wird sieh immer oben innerhalb dieser Behälter eine Druckluftkammer bilden.
Sind die Ventile 55 und 70 offen und die Ventile 58 und 60 geschlossen und der Kompressor 52 aus irgendeiner Ursache ausser Betrieb, so schliesst sich das Rückschlagventil 71 und die in dem Druekluftbehälter 45 enthaltene Pressluft drückt den Inhalt aus den Behältern 18 und 20 heraus. Selbst wenn die Zuleitungen 61 und 57 zu den Behältern 20 und 18 offen sind, wira die zugeführte Pressluft für die gleichmässige Zuführung von Wasser und Tetrachlorkohlenstoff zu dem Mundstück 15 sorgen.
Versuche haben ergeben, dass bereits bis zu einem gewissen Grade eine Mischung der verschiedenen Substanzen innerhalb der Hauptleitung 13 stattfindet, dass aber die vollkommene Mischung erst in einem kurzen Abstande von der Düse nach dem Austritt ins Freie geschieht. Dies kommt daher, dass der Strom des geförderten Materials im rechten Winkel zu dem Wasser bzw. Tetrachlorkohlenstoff oder beiden auftritt und dass der Strahl dadurch in Rotation gelangt, wobei die einzelnen Teile sich kreuzen, wie i bei T angedeutet ist. Dadurch werden also die Chemikalien, welche die feuererstickenden Gase bilden, crdentlich mit Wasser gemischt und beginnen mithin diese Gase zu entwickeln, während der Strahl in der Luft schwebt. Infolgedessen geht sehr wenig Gas verloren und erreicht praktisch in ganzer Menge die Feuerzone.
Bei Feuern grösserer Ausdehnung wird es natürlich notwendig sein, die verschiedenen Behälter von Zeit zu Zeit aufzufüllen, besonders die, welche das körnige Material im trockenen Zustande enthalten.
Jeder Behälter A ist infolgedessen mit einem abnehmbaren Deckel 72 ausgerüstet, welcher in Schlussstellung den Behälter luftdicht abschliesst. Der Deckel kann nun verschieden konstruiert sein. Vorteilhaft wird er als runde Scheibe hergestellt, wie dies in Fig. l im Schnitt und in Fig. 3 in Draufsicht angedeutet ist. Der Deckel ist in der Mitte bei 65 zwecks Herausnahme gelenkig angeordnet und mittels eines Gummistreifens 651 abgedichtet. Der Rand des Behälters weist einen L-förmigen Ring 74 auf, gegen welchen sich der Deckel mit seinem Rande anlegt. Eine Dichtung 66 sorgt für dichten Abschluss, wenn die Halter 77 in der in Fig. 1 und 3 dargestellten Schlussstellung stehen.
Der Deckel kann auch elliptisch nach Art eines Mannlochdeckels oder in ähnlicher Weise ausgeführt sein. Um die Materialwege in jedem der Behälter A kenntlich zu machen, ist ein leicht abnehmbares und einsetzbares Fenster 78 von geeigneter Grösse angeordnet. Sobald die Oberfläche des Inhaltes sichtbar wird, wird der Behälter von neuem gefüllt. Die Behälter 18 und 20 sind gleichfalls mit Schaugläsern 69 ausgerüstet, und um den Druck in den Behältern 18 und 20, 45 beobachten zu können, sind Manometer G vorgesehen.
Zur Feuerbekämpfung werden gemäss der Erfindung Natriumbikarbonat und entweder Aluminumsulfat oder eine Mischung verwendet. Die erforderliche Menge von Druckluft, Druckwasser und solchen Salzen können bis auf das genaueste geregelt werden, um den wirksamsten Schaum herzustellen. Dies geschieht durch Einstellung des Schiebers 29 mittels des Handgriffes 31, wodurch die Menge des in die Taschen 26 des Förderrades 25 fallenden Materiales beliebig geregelt werden kann. Die Druckluft wird durch Einstellung des Ventiles 46 und die Zufuhr des Druckwasser mittels des Ventiles 19 geregelt.
Soll Schaum gebildet werden, so wird das Druckwasserventil19 voll geöffnet. Dann werden die Schieber 29 gleichfalls so weit als möglich geöffnet, damit der Schlitz 29'vollkommen freigegeben wird. Dann wird der Schieber 29 des andern Behälters, welcher das zugehörige entsprechende Material enthält, langsam
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geöffnet, bis sich ein Schaum von geeigneten Qualitäten und Konsistenz bildet. Wird Natriumbikarbonat mit Aluminiumsulfat zusammen gebraucht, so wird die Öffnung 29'des Behälters für Natriumbikarbonat voll geöffnet und dieses wird zunächst zu der Düse 15 geleitet. Es hat sich herausgestellt, dass am vorteilhaftesten eine Mischung von 40 Teilen Natriumbikarbonat auf 26 Teile Aluminiumsulfat am besten wirkt. Das Aluminiumsalz steht dann also zu dem Natriumsalz etwa jm Verhältnis 1 : 1-5.
Die bei der Zementspritzmaschine gebräuchliche Düse wird für das Verfahren vorteilhaft etwas abgeändert, entsprechend der in Fig. 4 zur Darstellung gebrachten Bauart. Die Düse besteht aus einem
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[n Verbindung steht, durch welche Wasser zu der Düse geführt wird.
Die ganze in Fig. 1 zur Darstellung gebrachte Vorrichtung wird vorteilhaft auf Räder gestellt, damit sie leicht und schnell fortbewegt werden kann.
Die Schlauch 13'und 16'sind praktisch biegsame Luftschläuche von solchem Material, dass durch die Berührung mit den Chemikalien oder den andern Materialien nichts zerstört oder angegriffen wird. Die Länge der Schläuche kommt nicht in Betracht. Das äussere Rohr 85 (Fig. 4) passt in den Körper 86 und wird mittels einer Überwurfmutter 88 fest mit dieser verbunden. Eine Packung 89 ist zwischen dem Rohr 85 und der Überwurfmutter 88 eingeschaltet, welche das Gewinde vor Rost sehützt. Das-Rohr 85 bildet mit dem inneren Rohr 84 einen schmalen Ringraum für den Durchtritt der Flüssigkeit. Die Bohrung des Rohres 85 ist nach dem Auslassende zu abgesetzt, um so die Flüssigkeit durch den Ringschlitz in die durch das Rohr 84 fliessenden Mittel eintreten zu lassen.
Ein Mundstück 90 aus Gummi, das nicht so schnell abgenutzt wird, ist abnehmbar am Düsenende mittels einer Überwurfmutter 9J, die auf das Rohr 85 aufgeschraubt wird. Durch die Einstellung der Überwurfmutter auf dem Rohr 85 kann das Mundstück mehr oder weniger zusammengepresst werden, wodurch die Öffnung in ihm beliebig verändert werden kann, um sich den verschiedenen Materialarten und den verschiedenen Benutzungszwecken anzupassen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Feuerlöschanlage, bei welcher feste Stoffe oder einen Überzug bildende oder feuerlöschende oder-erstickende Gase erzeugende Chemikalien in die Brandzone gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, dass die erwähnten Stoffe oder die durch Zersetzung wirkenden Chemikalien oder beide zusammen mittels eines unter Druck befindlichen indifferenten Gases aus nachfüllbaren, luftdicht verschlossenen Behältern abgesaugt und in einem stetigen Strahl zur Brandstelle geschleudert werden, wobei Druckwasser, das die chemische Reaktion einleitet oder nur als zusätzliches Fördermittel dient, erst in der Austrittsdüse zugesetzt wird.