AT99648B - Vorrichtung zur Vergärung und anschließenden Aufbewahrung von Wirtschaftsdüngern, Futterstoffen u. dgl. - Google Patents

Vorrichtung zur Vergärung und anschließenden Aufbewahrung von Wirtschaftsdüngern, Futterstoffen u. dgl.

Info

Publication number
AT99648B
AT99648B AT99648DA AT99648B AT 99648 B AT99648 B AT 99648B AT 99648D A AT99648D A AT 99648DA AT 99648 B AT99648 B AT 99648B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
fermentation
walls
movable
gap
farm manure
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Fritz Dipl Ing Krantz
Jur Heinrich Dr Krantz
Original Assignee
Fritz Dipl Ing Krantz
Jur Heinrich Dr Krantz
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Fritz Dipl Ing Krantz, Jur Heinrich Dr Krantz filed Critical Fritz Dipl Ing Krantz
Application granted granted Critical
Publication of AT99648B publication Critical patent/AT99648B/de

Links

Landscapes

  • Processing Of Solid Wastes (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Da die Wände und ihre Halteeinrichtungen jeweils nur insoweit aufgerichtet zu werden brauchen, als das zu umgrenzende Gärgut es erfordert, und da sie nach Bedarf entfernt werden können, so ist tür Beschickung und Entnahme hinsichtlich des Ortes, des Umfanges und der Richtung weitgehender Spielraum gewährleistet. Diese vielgestaltige Freiheit der Wahl ist, abgesehen von allgemeinen Vorteilen, von geradezu ausschlaggebender Bedeutung für die planmässige Vergärung sehr grosser, stetig anfallender Massen, z.

   B. von   Wirtschaftsdüngern.   Ein erhcblicher Teil der Wände und Halteeinrichtungen wird hierbei mit fortschreitender Beschickung der Gesamtanlage zu wiederholter Verwendung frei, solbald Anschlusszellen soweit beschickt sind, dass sie hinreichende Sicherung gegen den seitlichen Schub der bereits gefüllten Nachbarzellen gewährleisten oder sobald infolge genügender Lagerung oder Pressung des Gärgutes kein seitlicher Schub mehr aufgefangen werden muss (Anspruch 4). 



   Die Fig. 2,3, 4 veranschaulichen ein Beispiel für den Betrieb der Gesamtanlage. Die Grenzen des für die Beschickung verfügbaren Raumes sind gestrichelt. Wandungen u. dgl. sind der Einfachheit halber weggelassen. Die Gesamtbeschickung schreitet in Richtung   .-B   fort (Fig. 2) und es kann auf Seite A das fertige Gärgut bereits entnommen werden, während in Richtung auf B noch weiter beschickt wird (Fig. 3). Nach Abschluss der Beschickung bei B wird diese bei A wieder begonnen, während die Entnahme in Richtung auf B weiter fortschreitet (Fig. 4). An der jeweiligen Entnahmestelle werden Wände und Halteeinrichtungen entfernt und es können Fahrzeuge zwecks Abfuhr ungehindert dicht an die Abstichwand des (zumeist torfartig stehende) Gärgutes herangebracht werden.

   Der Abstich selbst erfolgt in ähnlichen Stufen wie die Beschickung, doch sind diese natürlich nicht an die Einteilung der Gärzellen gebunden und werden zweckmässig so steil gemacht, als es die Festigkeit des Gärgutes erlaubt. 



   Der Betrieb der Gesamtanlage ist also ein wandernder mit einem nur sehr geringen Gesamtbedarf an Begrenzungs-und Stützmaterial. Da beispielsweise   Wirtschaftsdünger   das ganze Jahr über entfällt, aber erst nach längerer Lagerung zu bestimmten Zeiten ausgebracht werden soll, so bedeutet diese Wandereinrichtung im Vergleich zu ortsfesten Gärkammern eine ganz   ausserordentliche     Materialerparnis, welche   für den landwirtschaftlichen Betrieb ebenso wichtig ist, wie die durch keine ortsfesten Einrichtungen behinderte   Abfuhrmöglichkeit   und die Verfügbarkeit des jeweils freien Teiles der Grundfläche für sonstige Wirtsehaftszwecke (z. B. als Parkplatz für Fahrzeuge und Maschinen innerhalb des   häufig   unter Raummangel leidenden Gutshofes, vgl. Fig. 2).

Claims (1)

  1. Da Gärgut-insbesondere Wirtschaftsdünger-oft lange lagern muss und daher in der Nähe der Aussenwandungen Schädigung durch Wärmeverluste und Luftzutritt droht, ist es zweckmässig, die Aussenwandungen unter Wahrung eines angemessenen Zwischenraumes mit leichten Schutzschalungen zu versehen und den Zwischenraum mit geeigneter Sperrmasse-z. B. Sägemehl, Torfmull u. dgl.- auszufüllen. Nach Anspruch 5 werden diese Schntzschalungen beweglich angeordnet, so dass sie und die Sperrmasse gesondert von den Aussenwänden angebracht und entfernt werden können.
    Bei der Wandereinrichtung finden dieselben Schutzschalungen nach und nach an verschiedenen Stellen der Stapelstätte Verwendung ; es wird also der Wandungsschutz mit verhältnismässig geringem Aufwand erzielt. Der stetige und kräftige Druck, welcher erforderlich ist, um die Gärung im geeigneten Zeitpunkte abzubremsen und Verluste durch Weitergären oder Wärmeabfuhr hintanzuhalten, wird herbeigeführt durch Pressvorrichtungen (Schraubenpressen, Hebelpressen, Keile u. dgl. mit oder ohne Federung). deren einzelne Ausführungsformen dem gleichen Baugrundsatze entsprechen, wie die Anordnung beweglicher Aussen-und Zwischenwände, d. h.
    die zur Beherrschung des Gärvorganges erforderliche Druckwirkung muss unter Wahrung der stetig fortschreitenden und dabei auf den tatsächlichen Bedarf beschränkte Aneinandergliederung der Gärzellen erzielt werden.
    PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung zur Vergärung und anschliessenden Aufbewahrung von Wirtschaftsdüngeru.
    Futterstoffen u. dgl. dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe aus beweglichen Wandungen besteht, die einzeln angebracht und von der beschickten Vorrichtung einzeln abgenommen werden können.
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie mittels beweglicher Zwischenwandungen in Zellen unterteilt ist.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auch die zum Halten der Wände dienenden Einrichtungen (Pfosten, Querriegel, Streben, Verspannungen u. dgl. ) abnehmbar sind.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine solche Ausbildung der Teile der Wandungen und Halteeinrichtungen, dass sie nach und nach an verschiedenen Stellen der Stapelstätte verwendbar sind.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenwände unter Wahrung eines gewissen Zwischenraumes mit beweglichen, nach und nach an verschiedenen Stellen der Stapelstätte verwendbaren Schutzschalungen abgedeckt sind, wobei der Zwischenraum mit einer Sperrmasse, z. B. Sägemehl, Torfmull u. dgl. ausgefüllt werden kann.
AT99648D 1921-11-15 1922-11-09 Vorrichtung zur Vergärung und anschließenden Aufbewahrung von Wirtschaftsdüngern, Futterstoffen u. dgl. AT99648B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE99648X 1921-11-15

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT99648B true AT99648B (de) 1925-04-10

Family

ID=5647270

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT99648D AT99648B (de) 1921-11-15 1922-11-09 Vorrichtung zur Vergärung und anschließenden Aufbewahrung von Wirtschaftsdüngern, Futterstoffen u. dgl.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT99648B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH628414A5 (de) Verfahren und vorrichtung zur verlustarmen speicherung von waermeenergie in einem waermespeicher und zur verlustarmen entnahme der gespeicherten waermeenergie.
WO2014086827A1 (de) Vorrichtung zum trocknen von holz
AT99648B (de) Vorrichtung zur Vergärung und anschließenden Aufbewahrung von Wirtschaftsdüngern, Futterstoffen u. dgl.
DE2930275A1 (de) Selbstlader fuer den transport von ladeeinheiten
DE1055703B (de) Kernreaktor und Verfahren zu seiner Beschickung mit Brennstoff
DE588692C (de) Foerdereinrichtung fuer Eisbloecke
DE2115159A1 (de) Gerat zum Extrahieren von in pflanz hchem Material enthaltenen Substanzen durch Diffusion
DE388338C (de) Vorrichtung zur Aufbewahrung von Wirtschaftsduenger
DE202008009957U1 (de) Holzspaltbündelgerät
DE3907008C2 (de) Torfballen und Presse für die Herstellung eines Torfballens
DE2630503A1 (de) Laststuetze
AT237522B (de) Einrichtung zum Transport von zellenförmigen, vorfabrizierten Bauteilen großer Abmessungen
DE68906721T2 (de) Verfahren zum Verdichten des Skeletts einer nuklearen brennbaren Zusammenstellung.
DE1433664A1 (de) Transporthubwagen fuer Frischgefaesse
DE702409C (de) Zusammenklappbarer Bockkran
CH102931A (de) Behälter zur Vergärung und anschliessenden Aufbewahrung von Wirtschaftsdüngern, Futterstoffen und dergleichen.
DE544740C (de) Gaerstatt
DE951086C (de) Vorrichtung zur Unterstuetzung des Hangenden im Bergbau
DE820127C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Be- und Entladen von Fahrzeugen mit Getreide, Heu usw. und zum Stapeln
DE102018120429A1 (de) Packvorrichtung zum Presspacken von Bäumen
DE1921528C3 (de) Verfahren zur Bindung der Überschußreaktivität von Kernreaktoren
AT208279B (de) Einrichtung zur Beschickung eines Auffangbehälters mit verschiedenkörnigen Stoffen
DE64880C (de) Trockenscbuppen für Sammelmassen
AT236851B (de) Verfahren zum Transportieren und Aufstellen einer in einen Turm eingebauten Betonaufbereitungsanlage und Betonaufbereitungsanlage zur Durchführung des Verfahrens
DE124444C (de)