AT98249B - Verfahren zur Darstellung von therapeutisch verwendbaren Lösungen von Quecksilberderivaten der Oxybenzoesulfosäuren und ihrer Homologen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von therapeutisch verwendbaren Lösungen von Quecksilberderivaten der Oxybenzoesulfosäuren und ihrer Homologen.

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  Verfahren zur Darstellung von therapeutisch verwendbaren Lösungen von Quecksilber- derivaten der   Oxybenzoesulfosäuren   und ihrer Homologen. 



    Die vorliegende E findung bezweckt die Gewinnung medizinisch brauchbarer Lösungen von Quecksilberderivaten der Oxybenzoesulfosäuren und ihrer Homologen. Es ist bekannt, zu salizylsulfosaurem Quecksilber zu gelangen, das. im Gegensatz zu dem salizylsauren Quecksilber des Arzneibuches (Hydrargyrum salicylicum basieum), bis zu einem gewissen Grad in Wasser löslich ist. Zu diesem Zweck wurden die durch Kochen von Oxybenzoesulfosäuren und Quecksilberoxyd und Wasser entstehenden schwer löslichen oder unlöslichen Verbindungen in überschüssigen Alkalien aufgelöst, aus welcher Lösung das gesuchte löslichere Alkalisalz alsdann durch Fällung mitAlkohol oder durch Eindampfen in fester Form gewonnen wurde.

   Insofern bei diesem bekannten Verfahren von der freien Oxybenzoesulfosäure ausgegangen worden ist, hat man einen bedeutenden Überschuss von Quecksilber in die Reaktion eingebracht. 



  Später ist dann vorgeschlagen worden, die Merkurierung der Oxybenzoesulfokalbonsäure und ihrer Homologen in saurer Lösung zu bewirken, wobei sich Quecksilberverbindungen der Ausgangssäuren ergeben sollen, die in Wasser leicht löslich sind. Tatsächlich ergeben die auf diese Weise in kristallinischer Form gewonnenen fleien Carbonsäuren beim Zusammenbringen mit Wasser äusserst viskose Emulsionen. Auch wenn die freie Säuie mit Alkalilauge oder Ammoniak versetzt wird. entstehen unter Salzbildung nur diese gallertige Massen ; der Zusatz von Kochsalzlösungen zu der freien Säure bewirkt die Entstehung einer sehr trüben Lösung, aus der sich nach einiger Zeit weisse N delchpn abscheiden, die die ganze Masse zum Erstarren bringen.

   Es ist daher mit Hilfe dieses Verfahrens nicht möglich, zu kla : en dünnflüssigen Lösungen zu gelangen, die sich für Injektionszwecke eignen würden. 



  Es wurde nun gefunden, dass sich das Gel der Quecksilberverbindungen von Oxybenzoesulfosäuren und deien Homologen, die bei Ausführung der Merkurierung in Gegenwart eines Überschusses der betreffenden freien Säuren gewonnen werden, nach genauer Neutralisation dissolvieren. d. h. durch Zusatz von neutralen Salzen in echte Lösungen von unbeschränkter Dauer überführen lässt. Die durch Merkurierung in saurer Lösung dargestellten Säuren haben die Neigung zu gallertieren. Dabei entstehen Gele, die nach sorgfältiger Neutralisation mit Alkali durch Dissolvierung mit Hilfe von Neutralsalzen augenblicklich dünnflüssige, echte Lösungen liefern, wobei ein direlçter Übergang des Gels in die molekulardisperse Lösung stattfindet, ohne dass hiebei eine Phase stabil kolloidaler Zerteilung zur Beobachtung gelangt.

   Offenbar entstehen hiebei molekulardisperse, echt lösliche Komplexsalze. Zur Hervorrufung der beschriebenen Wirkung sind zahlreiche Neutralsalze geeignet, so z. B. Chloride, Bromide, Jodide und Rhodanide der Alkalien und des Ammoniums ; schwächer wirken Erdalkalisalze, ferner Phosphate und Azetate, wogegen Nitrate und Sulfate unwirksam zu sein scheinen. Die Hofmeister'sche Ionenreihe ist auch für diese Komplexsalzbildungen charakteristisch. In dieser Weise ergeben sich sehr reine Lösungen, deren Viskosität nahe der des Wassers liegt und die einen bedeutend höheren Quecksilbergehalt aufweisen. als alle bisher herstellbaren wässerigen Lösungen der fraglichen Quecksilberderivate. 



  Es ist nicht wesentlich, ob die Neutralsalze vor oder nach der Neutralisation der freien Säuren oder auch erst beim Einengen der Salzlösung zugesetzt werden ; hingegen ist es wesentlich, dass eine Abscheidung der Alkalisalze durch Eindampfen vermieden wird, da sich diese in nicht dissolvierbare Quecksilberverbindungen umzulagern scheinen.

   Während lOOcm3der eingangs beschriebenen Lösung bis höchstens 3 8g organisch gebundenes Quecksilber (als Metall bestimmt) enthalten, liefert das vorliegende Verfahren Lösungen mit einem Quecksilbergehalt von etwa 4 bis 5 g. die auch bei sehr starker Einengung keinen Niederschlag von quecksilberhaltigen Verbindungen ausscheiden, so dass man durch weiteres Einengen leicht Lösungen   

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 um zu den nach der Koagulation zum Gel der Dissolution in   Ne.     utralsalzen zugänglichen Quecksilber-     Verbindungen   zu gelangen. 



   Das Verfahren wird beispielsweise wie folgt ausgeführt : 100 g Sulfosalizylsäure (etwa   GOOM : 07I :     SOgS = 1   : 2 : 3) werden in 1 l Wasser gelöst und mit   bog   von frisch gefälltem Queeksilberoxyd auf dem Wasserbade erwärmt. Die entstandene Quecksilberverbindung wird von der unveränderten Sulfosalizylsäure in geeigneter Weise, z. B. durch Waschen mit Alkohol, befreit, in heissem Wasser gelöst und mit Hilfe eines Indikators (von der Wasserstoffionenempfindlichkeit des   Methylorange)   mit Alkali genau neutralisiert. Es ergibt sich eine Lösung, die bei der Abkühlung in eine dicke Gallerte übergeht. Diese letztere kann durch Zusatz geringer Mengen von Neutralsalzen, z.

   B. von 2 g Ammoniumchlorid. in eine klare und auch bei weiterem Einengen klar bleibende gelbe Lösung   übergeführt   werden. Zu demselben Ergebnis kommt man, wenn 100 Teile der von der unveränderten Sulfosalizylsäure getrennten Quecksilber- 
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 setzt und erst hernach neutralisiert und eingeengt werden, oder wenn das Neutralsalz erst während   c.   es Einengens zugefügt wird. 



   Die Tierversuche und klinischen Erfahrungen haben gezeigt, dass die Toxizität der nach dem vorliegenden Verfahren gewonnenen Lösungen von   Quiecksilberderivater   der Oxybenzoesulfosäuren (und ihrer Homologen) bedeutend kleiner ist, als die der bekannten Salze merkurierter Oxybenzoesulfosäuren. 



  Sie bieten ferner den Vorteil, dass sie keine Reizerscheinungen und   sonstige Nebenwirkungen verursachen   und ohne den Zusatz von anästhesielenden Mitteln zu Injektionen benutzt werden können, da sie keine Schmerzen hervorrufen. Der weitaus höhere Gehalt an Quecksilber ist bereits betont worden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Dalstellung von therapeutisch verwendbaren Lösungen von Queeksilberderivaten der Oxybenzoesulfosäuren und ihrer Homologen, deren   Merlurierung in   Gegenwart eines Überschusses von freier Oxybenzoesulfosäure oder der homologen Säuren vorgenommen wurde, dadurch gekennzeichnet. dass die   merkurierte   Oxybenzoesulfosäure nach Bewirkung der Gelbildung mit Alkali genau neutralisiert und das Gel hierauf durch Zusatz von Neutralsalzen dissolviert, d. h. in   molekulardisperse Lösungen   gebracht wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die merkurierte Oxybenzoesulfosäure zuerst neutralisiert und erst hierauf Gelbildung bewirkt, worauf das Gel in Neutralsalzen dissolviert wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatz der dissolvieienden EMI2.3
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