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Einrichtung zur Ableitung der Destillationsgase ans hohen Vertikalöfen imbauerbetrieb.
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Höhen der Ofenkammer durch Öffnungen hindurch abgesaugt, die in den vertikalen Ofenwandungen angeordnet sind.
Wenn der Ofen eine grosse Länge besitzt, erfolgt die Ableitung des Gases im oberen Teil mit Hilfe einer genügend grossen Anzahl von Öffnungen, die über die Länge der Ofenkammer verteilt sind und in einen Sammler münden, der seitlich und parallel zur Achse der Ofenkammer liegt. Der Sammler kann unmittelbar auf das Mauerwerk aufgesetzt werden und bildet so die obere Begrenzung des Ofens. Diese Einrichtung hat den Vorteil, die Reinigung der Gasabzugsöffnungen mit Hilfe von Mannlöchern zu erleichtern, die im oberen Teil des Sammlers vorgesehen sind.
Die Ableitung der Gase durch zahlreiche, über die Ofenhöhe verteilte Öffnungen in den vertikalen, nicht erhitzten Ofenwandungen ist bekannt (s. beispielsweise die deutschen Patentschriften Nr. 221855 und Nr. 225063). Man hat aber bisher niemals vorgeschlagen, gleichzeitig die Gase durch Öffnungen in den vertikalen, nicht erhitzten Seitenwandungen der Ofenkammer und durch Öffnungen abzuleiten, die in der Scheitelwand der Ofenkammer angeordnet sind. Letztere Ableitung, d. i. eine Ableitung in vertikaler Richtung durch Öffnungen in der oberen Ofenkammerwand hat jedoch gegenüber der Abfuhr in horizontaler Richtung durch Öffnungen in den Seitenwandungen die folgenden Vorteile : 1.
Zieht das Gas in lotrechter Richtung viel leichter ab, da diese Bewegung des Gases durch den natürlichen Zug unterstützt wird und 2. findet keine Überhitzung desselben statt.
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Bei einem Koksofen im Dauerbetrieb, auf welchen sich die Erfindung bezieht, wird die horizontale Ableitung der Gase im oberen Teil des Ofens ausserordentlich schwierig. Wie vorhin erwähnt, ist die Zone. in welcher die Verkokung der Kohle beginnt, von den Gasen in horizontaler Richtung wegen des teigigen Zustandes der Kohle äusserst schwer durchdringbar.
Daraus folgt, dass bei im Dauerbetrieb stehenden Vertikalkoksöfen, welche nur in den Seitenwandungen Abzugsöffnungen besitzen, der grosse Nachteil besteht, dass der hauptsächlich im Ofenoberteil sich bildende Wasserdampf und die ihn begleitende geringe Menge an brennbarem Gas wegen der Undurchdringbarkeit der Zone x (Fig. 4) nicht in horizontaler Richtung abziehen kann, sondern schräg nach abwärts gegen den heisseren, jedoch leichter durchdringbaren unteren Teil des Ofens ziehen muss, um so dem Wege des geringsten Widerstandes zu folgen, da ja die vorgeschrittene Erhitzung der Kohle bekanntlich ihre Durchdringbarkeit für Gase in bedeutendem Masse erhöht.
Bei kontinuierlich arbeitenden Öfen mit vertikalen Retorten, bei welchen keine erfindunggemäss im Scheitelmauerwerk des Ofens anzuordnende Öffnungen vorgesehen sind, entweichen, wie durch die Erfahrung bestätigt, der Wasserdampf und die sich gleichfalls im oberen Teil der Ofenkammer bildenden Gase durch Öffnungen, welche tieferen Zonen zugehören. Auf ihrem Wege zu diesen Öffnungen überhitzen sich diese Gase und Dämpfe, wodurch ein Verlust an Wärme oder an Nebenprodukten entsteht. In der Vermeidung dieser Verluste liegt der Fortschritt der Erfindung für Koksöfen im Dauerbetrieb.
In der Zeichnung ist Fig. 1 ein vertikaler Schnitt durch die Längsachse eines Ofens, der in seinem oberen Teil mit einer Anzahl Öffnungen zum Absaugen des Gases und mit je drei Ableitungskanälen in den vertikalen, nicht geheizten Seiten des Ofens versehen ist. Die Fig. 2, 3 und 4 sind Querschnitte
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Vertikalofenkammern, di voneinander nur durch die Heizkanäle getrennt sind.
Der Wasserdampf, der im oberen Teil einer jeden Ofenkammer A mit einem Teil des Destillationgases frei wird, wird durch die Öffnungen a angesaugt, die am Scheitel der Heizkanäle B vorgesehen sind und wird zu den Sammlern b geleitet, die paarweise parallel zum Ofen und oberhalb desselben liegen :
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Sammler b aufgesetzt.
Der grösste Teil des brennbaren Gases wird durch die Leitungen e abgesaugt, die in den zwei vertikalen, nicht beheizten Begrenzungen im unteren Teil der Ofenkammer über die Verkokungszone verteilt sind ; die Leitungen e führen zu einem vertikalen Sammler t jeder Ofenkammer und hierauf zu einer Haupt- saugleitung $r, wobei für jeden Sammler/ein Schieber vorgesehen ist. Die bei den Saugleitungen g und d
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1.
Einrichtung zum Ableiten der Destillationsgase aus hohen Vertikal öfen im Dauerbetrieb unter Verwendung von in verschiedenen Höhen der nicht beheizten Seitenwandungen des Ofens angeordneten Abzugsöffnungen, dadurch gekennzeichnet, dass im Mauerwerk des Ofenkammerscheitels in derselben Horizontalebene eine grosse Zahl von Öffnungen (a) vorgesehen ist, um den hauptsächlich aus Wasserdampf und geringen Mengen brennbarer Gase bestehenden Teil der Gase zu sammeln und abzuleiten.