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Waschmaschine mit Unterfeuerung und waagerecht liegender Trommel Die
Erfindung betrifft eine Waschmaschine mit Unterfeuerung und waagerecht liegender
Trommel, bei der sich die Feuerung an einer Seite der Maschine befindet und der
Boden des Laugenbehälters von einem sich an die Feuerung anschließenden, die Abgase
zu dem auf der entgegengesetzten Maschinenseite vorgesehenen Abzug führenden Kanal
umgeben ist. Derartige Maschinen wurden bisher nur mit festem Brennstoff befeuert.
Eine Befeuerung mit anderen Brennstoffen, insbesondere mit Gas, etwa durch den nahe
liegenden Einbau eines Gasbrenners in die für feste Brennstoffe vorgesehene Feuerung
wäre wohl möglich, aber nicht empfehlenswert gewesen. Eine vorteilhafte Gasbefeuerung
fordert vielmehr die nicht ohne weiteres gegebene Erfüllung folgender sich einander
berührender Forderungen: r. Sparsamer Verbrauch bzw. höchste Ausnutzung des gegenüber
den festen Brennstoffen wesentlich teueren Gasbrennstoffes.
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z. Erreichung kürzester Anheizzeit bei möglichst gleichmäßiger Beheizung
des Laugenbehälters zwecks Betriebszeitersparnis und damit möglichster rentabler
Verwendung gasbefeuerter Waschmaschinen in gewerblichen Wäschereien und zwecks Verringerung
der bei Waschmaschinen großen Leitungs-und Strahlungsverluste.
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3. Vermeidung einer Schwitzwasserbildung zwecks Vermeidung der korrodierenden
Wirkungen des Schwitzwassers auf die Bauteile der Maschine und damit auf ihre Lebensdauer
und zwecks Fortfalls unwirtschaftlicher Verdampfung des Verbrennungswassers, Nvobei
zu beachten ist, daß die Vermeidung schädlicher Schwitzwasserbildung bei gasbefeuerten
Maschinen besonders wichtig ist, weil in den Abgasen einer Gasbefeuerung in wesentlich
größerem Maße Verbrennungswasser entsteht, als dies bei Rauchgasen von Kohle usw.
der Fall ist.
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Diesen Forderungen wird die neue Maschine bei hygienisch einwandfreiem
Verhalten gerecht.
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Gemäß der Erfindung besteht die Feuerung der neuen Maschine aus einem
zum Ausbren-, nen der Flammen eines Gasleuchtbrenners ausreichend bemessenen Feuerschacht,
während der Boden des Laugenbehälters mit in der Kanalrichtung in geringem Abstand
voneinander verlaufenden Heizlamellen versehen ist, die hinsichtlich ihrer Zahl
und Oberflächengröße nach dem Abzug hin entsprechend der nach dorthin abnehmenden
Temperatur des Abgasestromes zunehmen.
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Gegenüber den bekannten Maschinen be= steht die Feuerung also aus
einem Feuerschacht besonderer Gestaltung und Abmessung für einen Leuchtbrenner.
Die niedrig temperierten Abgase des. Leuchtbrenners treffen auch nicht auf laugegekühlte
Heizflächen, sondern auf ungekühlte Heizlamellen, die die ihnen zugeführte Wärme
auf den Laugenbehälterboden fortleiten und deren Temperatur bei den obwaltenden
Verhältnissen einerseits nicht über den Schmelzpunkt steigt,
andererseits
aber auch nicht unter 2oo° C sinkt, so daß eine schädliche Schwitzwasserbildung
ausgeschlossen ist. Die Heizlamellen vergrößern die Heizfläche, ohne daß diese Heizflächenvergrößerung
eine Vergrößerung des Laugenbehälterinhaltes bedingt, wie dies bei den bisherigen
Maschinen der Fall ist, bei welchen die Heizflächenvergrößerung durch Ausbuchtungen
des Laugenbehälters gebildet wird. Die Vergrößerung des Läugenbehälterinhaltes erfordert
aber eine zusätzliche unwirtschaftliche Erwärmung bzw. Anheizzeit. Die nach dem
Abzug hin wachsende Oberfläche der Heizlamellen bewirkt ferner eine gleichmäßige
Beheizung des Laugenbebälters unter bester Ausnutzung der Abgaswärme.
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Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel.
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Fig. i zeigt einen Längsschnitt der neuen Maschine, Fig. 2 einen Querschnitt
derselben nach der Linie A-B in Fig. i.
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Der Baden i des Laugenbehälters 2 ist mit Lamellen 3 versehen und
durch einen zweckmäßig wärmeisolierenden Kanal 4 umschlossen. In diesen Kanal 4
treten an seinem rechten Ende die Abgase eines unten im Fuß 5 der Maschine angeordneten
Leuchtbrenners 6, dessen Flammen in dem über ihm befindlichen zweckmäßig wärmeisolierenden
Schacht 7 ausbrennen, so daß sie den Boden des Laugenbehälters nicht berühren und
nicht abgekühlt werden, ehe sie voll ausgebrannt sind. Die in Längsrichtung verlaufenden
Lamellen 3 nehmen in ihrer Oberfläche, entsprechend der fallenden Abgasetemperatur,
ständig zu. Ihre Oberfläche hat hier die Form eines Trapezes. Es könnte aber auch
die Anzahl der Lamellen zunehmen. Das andere linke Ende des Kanals mündet durch
doppelwandige Rohre 8, die einen sich an den Laugenbehälter 2 anschließenden Warmwasserbereiter
io durchziehen, in das Abzugrohr g.
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Der Warmwasserbereiter, der in wesentlich längerer Zeit als die Maschine
erst erwärmt zu werden braucht und nur Temperaturen von etwa 6o° erreichen soll,
wird nur durch die Wand zwischen Laugenbehälter und Warmwasserbereiter erwärmt,
während die doppelwandige Ausführung der Rohre 8 verhüten soll, claß die bis dahin
verhütete Schwitzwasserbildung etwa in den durch den Warmwasserbereiter gekühlten
Abzugrohren entsteht.