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Ausstossvorrichtung für besonders bei niedriger Temperatur arbeitende Verkokungsöfen.
Die Erfindung betrifft eine Ausstossvorrichtung für insbesondere bei niedrigen Temperaturen arbeitende Verkokungsöfen u. dgl. Mit Hilfe der vorliegenden Ausstossvorrichtung ist es möglich, nicht nur eine kontinuierliche und gleichmässige Bewegung des Materials zu erzielen, sondern auch eine gleich-
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ebene des Ausstosses zu erhalten.
Die Zeichnung veranschaulicht eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes. Fig. 1 ist eine Vorderansicht der Vorrichtung, Fig. 2 eine Seitenansicht, Fig. 3 ein senkrechter Schnitt nach der
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der Rohrleitungen 44, 4fí KühlwaBser zugeführt wird. Die Stange 42 ist zwischen den die zu verkokende Masse tragenden, auf Trägern 25 liegenden Roststäben 26 und dem unteren offenen Ende des Verkokungsschachtes hin-und herbeweglich angeordnet. Die Enden der Stange 42 treten durch Öffnungen 46 des Sockels 20 nach aussen. Die vorstehenden Enden des Ausstossers ruhen auf Schlitten 47, welche sich in Führungen 48 auf der äusseren Soekelwandung 20 durch Drehen der Stellschrauben 49 hin-und herbewegen.
Zum Antriebe dieser Stellschrauben kann irgendein Kraftmittel Verwendung finden. Beispielsweise erfolgt der Antrieb durch einen Motor 50, der eine Welle 51 dreht, die mittels eines Schnecken-
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Antriebs Verwendung finden. Mittels dieses Rades können die Stellschrauben 49 auch von Hand aus betätigt werden.
Die Arbeitsweise der Ausstossvorrichtung ist folgende : Die Stange 42 bewegt sich über die Enden der Roststäbe hinaus, so dass dadurch das verkokte Material, welches direkt auf den Roststäben aufliegt und von der Stange bestrichen wird, durch die Öffnungen 27 in den Trichter 28 fällt. Der Trichter besitzt schräge Wände 55, welche in eine Mittelöffnung 29 enden. Unter dieser Öffnung befindet sich eine Kammer 30 zur vorübergehenden Aufnahme des verkokten Materials. Das Öffnen und Schliessen dieser Kammer wird durch einen oberen und einen unteren Schieber 31, 32 geregelt, welche durch einen Zahnstangenantrieb 33, 34 verschoben werden.
An dem unteren Ende des Schachtes 21 1 kann ein Kanal 54 vorgesehen sein, welcher die Verbrennungsfläche, auf der die grösste Hitze herrscht, umschliesst und zur Aufnahme von Kühlwasser dient. Die Hin-und Herbewegung des Ausstossers 42 und der die verkokte Masse abführenden Schieber 31, 32 kann den Anforderungen entsprechend zeitlich geregelt werden. Auf diese Weise erfolgt die Beseitigung der Koksrückstände aus dem unteren Teil des Schachtes, der mit Kohle unter Luftabschluss absatzweise beschickt wird.
Nach der Erfindung soll eine höchste Destillationstemperatur aufrecht erhalten werden, die tiefer ist als die Zersetztemperatur der öligen Destillationsprodukte. Die Höhe der Temperatur ist von der Luftzufuhr abhängig. Die Luft dringt durch die Öffnungen 46 im Sockel ein u. zw. infolge des Absaugens der Gase aus dem oberen Teil des Schachtes, an welchem ein Absaugrohr angeschlossen ist. Sind die Öffnungen 46 für die Luftzufuhr nicht genügend gross, so können besondere Öffnungen in den schrägen
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in ihrer Grösse verändert werden können. Die Höchsttemperatur wird erzielt und aufrecht erhalten in der Ebene am untersten Schachtende. An dieser Stelle ist die Destillation vollständig erfolgt und sind
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die flüchtigen Bestandteile aus der Kohle ausgesehieden.
Das Auftreten der flüchtigen Gase und Dämpfe beginnt an dem oberen Ende des Schachtes, wo die Temperatur und der Druck ziemlieh niedrig sind. und setzt Sich unter stetig zunehmender Hitze und zunehmendem Druck fort. Die zunehmende Hitze wird bei dem allmählichen Niedersinken des Materials im Schacht erzielt, welches sich allmählich der Zone, in welcher de grösste Hitze herrscht, nähert und dann durch diese hindurchtritt. Bei der Bewegung nach abwärts kommt die Kohlenmasse mit dem aufsteigenden Gas und den Verbrennungsprodukten in Berührung.
Durch die auf diese Weise konstantgehaltene niedrige Temperatur werden nicht nur die Kon- struktions-, Betriebs-und Reparaturkosten verringert, sondern es wird auch ein Zersetzen der öligen Destillationsprodukte vermieden. An Stelle des weniger wertvollen gewöhnlichen Teers wird Ammoniak und Urteer erzeugt, welcher einen höheren Gehalt an flüchtigen Bestandteilen aufweist.
Das mit der vorliegenden Einrichtung erhaltene Koksprodukt ist von sehr guter Qualität. Der untere Teil der Brennstoffsäule ist dem Druck des auf ihm ruhenden Gewichtes der Kohlenmasse aus-
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stossvorrichtung erzielt. Diese Drücke wirken auf die Kohle, wenn sie sich im untersten Schachtel in Zustand des Backens befindet, so dass ein dichtes, sehr widerstandsfähiges Koksprodukt erzeugt wird.
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