DE460748C - Verfahren zur Beschickung von Ringkammeroefen - Google Patents

Verfahren zur Beschickung von Ringkammeroefen

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DE460748C
DE460748C DEL63469D DEL0063469D DE460748C DE 460748 C DE460748 C DE 460748C DE L63469 D DEL63469 D DE L63469D DE L0063469 D DEL0063469 D DE L0063469D DE 460748 C DE460748 C DE 460748C
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coal
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B37/00Mechanical treatments of coal charges in the oven
    • C10B37/04Compressing charges

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

  • Verfahren zur Beschickung von Hingkammeröfen. Die Erfindung bezweckt die Verbesserung der Ableitung der in stehenden Koksöfen mit ringförmigen Kammern bei der Destillation der Kohle, insbesondere Feinkohle entwickelten Gase. Dieses wird dadurch erreicht, daß die Kohle in Form von zwei ineinanderstehenden, ringförmigen Säulen eingepreßt wird, die durch einen ringförmigen Hohlraum voneinander getrennt sind. Dieser Hohlraum wird gebildet durch Einsatzkörper in Form einer hohlen Trennungswand, welche in einem auf der Kammer angebrachten Aufsatz angeordnet sind und beim Pressen der Beschickung den inneren Kammerteil in konzentrische Ringräume teilen und so die Entstehung des Hohlraumes herbeiführen, so daß in der tiefer rutschenden Schicht der Hohlraum zur Gasabführung zur Verfügung steht. Zweckmäßig sind die Einbauten selbst als Gasabführungen ausgebildet. Die Trennungswand kann sowohl runden als auch eckigen Querschnitt haben. Der Antrieb der Pressen ist von der Stellung der Koksklemmen abhängig, so daß bei eingeschalteten Klemmen die Pressen ausgeschaltet sind.
  • Im vorstehenden ist der Ausdruck Koksofen gebraucht worden, weil die Erfindung in erster Linie bei der Herstellung von Hüttenkoks Verwendung findet. Sie bezieht sich natürlich in gleicher Weise auf alle Öfen, in welchen Brennstoffe entgast oder vergast werden.
  • In der Zeichnung ist eine Ausführungsform eines stetig betriebenen Ofens mit ringförmiger Kammer dargestellt. Es zeigen: -Abb.i einen senkrechten Schnitt, und zwar ist der Ofen auf der rechten Seite während des Arbeitens der Kohlenpressen und auf der linken Seite bei ruhenden Kohlenpressen dargestellt.
  • Abb. 2 einen wagerechten Schnitt, und zwar sind mehrere Teilschnitte in verschiedenen Höhenlagen dargestellt.
  • Die ringförmige Kokskammer i wird von den Heizwänden 2 mit den Heizzügen 3 begrenzt. Zwischen den senkrecht nach oben gehenden Heizzügen 3 liegen die Horizontalkanäle d. zur Ableitung der an den Heizwänden gebildeten Gase. Die Kanäle 4 münden in senkrechte Kanäle 5, welche die Gase nach oben zu den Vorlagen 6 leiten. Der Ofen wird oben durch die ringförmigen Blechmäntel 7 abgeschlossen, zwischen denen sich der hohle Zwischenring 8 und die ringförmigen Kohlepressen 9 befinden. Der Zwischenring 8 endet oben in der Vorlage 1o. Zur Austragung des garen Kokses dienen der Tisch r i und die Koksklemmen 12. Die Preßzylinder der Koksklemmen 12 werden durch die beiden Ringleitungen 13 und 14. gespeist. Sie erhalten ihr Preßwasser durch die Leitungen 15 und 16, die durch die Leitung 17 und aus der Ringleitung 14 gespeist werden. Die Umsteuerung sämtlicher Pressen erfolgt automatisch durch an sich bekannte Steuerorgane.
  • Bei dem im Beispiel dargestellten, kontinuierlich gehenden Ofen wird der Koks periodisch, d. h. ungefähr alle 30 Minuten eine Koksschicht von etwa 5oo mm Höhe herausgebracht. Während dieser Zeit muß die Kohlezuführung dasselbe Volumen Kohle eingebracht haben, so daß der Ofen ständig gefüllt bleibt.
  • Ist der Ofen in kontinuierlichem Betrieb, so ist der Gang des Verfahrens folgender: Der leergewordene Tisch i i steigt nach oben (Abb. i) und schaltet das Druckwasser der Koksklemmen i2 um, so daß die Klemmen zurücktreten. Die ganze Ofenfüllung ruht nun auf dem Tisch i i, der hierdurch langsam zum Sinken gebracht wird: Durch die Umschaltung der Koksklenmen 12 erhält die Ringleitung 14 und mit ihr durch die Leitung 17 das Steuerorgan 18, die Zylinder der Kohlepressen 9 Druckwasser. Die Kohlepressen werden hierdurch in Tätigkeit gesetzt und pressen die frei zulaufende Kohle in dünner Schicht auf die bereits geformte und kompakt zusammengepreßte Kohlensäule.
  • Zusammen mit dem Tisch i i und den Kohlepressen 9 sinkt die Ofenfüllung langsam nach unten. Die Steig- und Sinkgeschwindigkeit der Kohlepressen 9 ist um ein Vielfaches größer, wie- die Sinkgeschwindigkeit des Tisches i i. Wenn der Tisch i i z. B. 5oo mm bei jeder Periode von 30 Minuten mit der ganzen Ofenladung sinkt, so schalten sich die Kohlepressen schon selbsttätig um, wenn sie eine ioo mm dicke Kohleschicht aufgepreßt und bis zu ihrem Hubende gedrückt haben. Die Kohlepressen steigen dann schnell nach oben, lassen eine entsprechende Menge Kohle vorbeirutschen und schalten sich sofort wieder um, um diese Kohle von neuem aufzupressen und den gepreßten Ofeninhalt naohzudrücken. Zu einer Hubperiode des Tisches i i gehören also in diesem Beispiel fünf Hubperioden der Kohlepressen 9: Es wird hierdurch erreicht, daß die Kohle in dünnen Lagen aufgepreßt wird, so daß die beiden Kohlesäulen die erforderliche Standfestigkeit bekommen. Hat der Tisch i i sich mit dem Ofeninhalt genügend gesenkt, so werden durch ihn die Rostklemmen 12 eingeschaltet, so daß diese eintreten und das weitere Sinken der Ofenladung verhindern (Abb. 2). Durch die Umschaltung der Koksklemmen 12 werden aber auch die Leitungen 1q. und 17 und somit die Köhlepressen 9 drucklos, so daß letztere nun ruhen. Die Kohlepressen 9 drücken also nicht auf die Ofenladung, wenn letztere von den Koksklemmen 12 gehalten werden muß. Der Tisch ii entleert sich in seiner tiefsten Stellung (Abb.2), steigt dann wieder bis unter die Koksklemmen 12 (Abb. i) und schaltet dieselben wieder zurück. Die Ofenladung sinkt wieder mit dem Tisch und die Kohlepressen drücken wieder die entsprechende Menge Kohle ein. " Dieses Spiel wiederholt sich ununterbrochen. Die Kohlefüllung für eine Ofenkammer wird hierbei durch die beiden räumlich voneinander getrennt stehenden Hohlzylinder, welche durch die Mäntel 7 und den Zwischenring 8 gebildet werden, hindurchgepreßt. Die Ofenfüllung wird also auf ihrer ganzen Höhe in die Form zweier voneinander durch einen leeren Zwischenraum getrennter ringförmiger Säulen gepreßt. Der durch die Kohlehohlzylinder gebildete, ringförmige Hohlraum wird bis zum Schluß der Verkokung von der ihn einschlie-Ben,den unverkokten Kohle gegen die Wärme des gebildeten Kokses bzw. der Heizwände wirksam geschützt, so daß die Destillationsgase den Ofen ohne Überhitzung und ohne Bildung von Druckzonen nach oben durch den Körper 8 und die Vorlage io verlassen können. Dieser Vorgang ist dadurch ge-' sichert, daß die Verkokung gleichmäßig von der Wand nach innen in horizontaler Richtung fortschreitet, und weiter infolge des schlechten Wärmeleitvermögens der Kohle, die innerste Schicht bis zum Schluß der Verkokung eine Temperatur von wenig über ioo° behält.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCI3R: i. Verfahren zur Beschickung von Ringkammeröfen, dadurch gekennzeichnet, daß die Kohle in Form von zwei im gewissen Abstande ineinanderstehenden, ringförmigen Säulen gestampft bzw. gepreßt Wird. z. Ringkammerofen zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Ofenkammer ein als Freßform dienender und mit der Füllvorrichtung versehener Aufsatz angebracht ist, der einen in der Beschickung einen Hohlraum erzeugenden ringförmigen Einbau enthält, so daß .der Aufsatz in. zwei konzentrische Ringräume unterteilt .ist. 3. Ringkammerofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der die Füllung unterteilende Einbau als Gasabzugsvorrichtung ausgebildet ist.
DEL63469D 1925-06-26 1925-06-26 Verfahren zur Beschickung von Ringkammeroefen Expired DE460748C (de)

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