AT97679B - Verfahren zur Herstellung und Wiederbelebung von hochaktiver Kohle. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung und Wiederbelebung von hochaktiver Kohle.Info
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Description
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Verfahren zur Herstellung und Wiederbelebung von hochaktiver Kohle.
Die Herstellung von hoeha'ctive''Kohle. z. B. zum Entfärben von Flüssigkeiten. Aufnahme von Gasen u. dgl.. durch Verkohlung von vegetabilischen oder tierischen Stoffen geschah bisher in stehenden oder liegenden Retorte, die aber für sich unbeweglich waxen. Man hat nur im Innern durch Rührwerke eine Bewegung des zu verkohlenden Materiales ausgeführt. Die Retorten oder Öfen wurden von aussen geheizt, ohne dass die heizenden Gase zu dem zu verkohlenden Mate-ial unmittelbar hinzutraten.
Es ist weiter bekannt, die Wiederbelebung von Knochenkohle, und anderen Filtermittel mit geringerem Kohlenstoffgehalt zwecks Entfernung des Kohlenstoffes durch Zuführung von atmosphärischer Luft im Drehofen zwecks Oxydation der aufgenommenen Verunreinigungen vorzunehmen, wobei eine unmittelbare Berührung des Materiales mit Feuer vermieden wird. Im Gegensatz hiezu bezweckt das vorliegende Verfahren die Herstellung oder Wiederbelebung von hochaktiver Kohle mit hohem Kohlenstoffgehalt von etwa 90% und vermeidet hiebei eine Oxydation. weshalb Sauerstoff ausgeschlossen wird.
Es muss nach dem vorliegenden Verfahren eine direkte Beheizung stattfinden, indem man entweder eine
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der flammenlosen Verbrennung unterwirft.
Das vorliegende Verfahren zur Herstellung und Wiederbelebung von hochaktiver Kohle mit hohem
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von Sauerstoff und der hiedureh erzeugten Oxydation unter direkter Einwirkung brennender Gase in an sich bekannter Weise in sich drehenden Öfen stattfindet.
Die Ausführung kann in verschiedener Weise erfolgen. Bei der Herstellung von hochaktiver Entfärbungskohle werden vegetabilische oder tierische Stoffe, z. B. Holz. Zellulose. Knochen od. dgl.. gegebenenfalls nach einer vorherigen Quellung, z. B. durch Einwirkung von Wasserdampf. Säuren od. dgl.. und gegebenenfalls nach einer Imprägnierung mit Alkalioxyden. Ätzalkalien. Alkalikarbonaten, Alkali- bikarbonate. Tonerdesalzen. Tonerde, Zinksalzen od. dgl. in einem sich drehenden, geneigten Ofen eingeführt. An Stelle der pflanzlichen oder tierischen Ausgangsmaterialien, die auch in gemischtem Zustande miteinander verwendet werden können, kann man auch bereits fertiggebildete Kohle. z. B.
Braunkohle. Steinkohle, Holzkohle. Blutkohle od. dgl. benutzen. Man verwendet beispielsweise einen zylindrischen, trommelförmigen, geneigten Drehofen oder einen kugelförmigen Ofen, die sich etwa mit vier Touren in der Minute drehen. Man kann natürlich auch eine langsamere oder eine schnellere Drehung voinehmen.
Durch die Drehung und das Gefälle wird das zu behandelnde Material in an sich bekannter Weise durch den Ofen bewegt, während in den bisherigen Öfen das zu verkohlende Material seine beim Füllen des Ofens erhaltene Lage beibehält. Von unten wird in den zylindrischen, trommelförmigen Ofen das brennende Heizgas eingeleitet, so dass das zu verkohlende Material in direkte Berührung mit den Flammen kommt. Man kann dem Heizgase fremde Bestandteile, beispielsweise Kohlensäure. Stickstoff. Wasserstoff.
Ammoniak. Wasserdampf. Mischungen der verschiedenen Gase u. dgl. hinzugeben, um hiedureh eine besondere Beeinflussung der Oberfläche der aktiven Kohle herbeizuführen und gegebenenfalls, je nach der Natur des zugegebenen Gases. eine schädliche Einwirkung der Heizgase auf das zu verkohlende Gut zu vermeiden. Diese Behandlung ist vor. während oder nach dem Glühen vorzunehmen.
Die Temperatur der Erhitzung kann verschieden sein. Man kann beispielsweise eine Temperatur von 500 , aber auch eine wesentlich höhere Temperatur, beispielsweise von 900 bis 10000 und auch dariiber, anwenden. Die untere Grenze der Temperatur liegt bei dem Verkohlungspunkte der betreffenden Materialien
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Bei der Wiederbelebung bereits benutzter, hochaktiver Kohle kann man in gleicher Weise, wie vorher geschildert, arbeiten. Da aber die meist feinpulverige Kohle durch die brennenden Gase bzw. durch die brennende Flamme mit fortgerissen werden kann, so kann man auf die unmittelbare Berührung der brennenden Gase mit der wieder zu belebenden Kohle verzichten und die Erhitzung durch die sogenannte flammenlose Verbrennung vornehmen.
Man schaltet beispielsweise vor der einen Mündung des Drehofens eine poröse Platte oder allgemein poröses, feuerfestes Material und führt nun Heizgase durch die erhitzten porösen Materialien. Man kann auch derartig arbeiten, dass man nicht nur eine Schicht poröser Materialien . anwendet, sondern im Innern des Ofens verschiedene Stellen mit porösem Material anordnet und also auch noch im Innern eine flammenlose Verbrennung herbeiführt. Auch bei der Wiederbelebung können den Heizgasen fremde Gase, wie oben angeführt, zugefügt werden.
Man kann sowohl bei der Herstellung der hochaktiven Kohle, wie bei der Wiederbelebung redu- zierende Gase anwenden, um hiedurch die Einwirkung von Sauerstoff auf die Kohle möglichst weitgehend zu vermeiden.
Die Anwendung der sogenannten flammenlosen Erhitzung kann auch zur Herstellung der hochaktiven Kohle, also nicht nur zur Wiederbelebung derselben stattfinden.
Der grosse Vorteil des Verfahrens der Anwendung der Drehöfen besteht darin, dass eine ganz gleichmässige, restlos vollkommene Verkohlung oder Einwirkung stattfindet, wobei eine vollständige Ausnutzung der Wärme erfolgt. Ausserdem kann ein kontinuierlicher Betrieb erreicht werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung und Wiederbelebung hochaktiver Kohle, dadurch gekennzeichnet. dass kohlenstoffhaltige Stoffe oder Kohle jeder Art, gegebenenfalls nach Quellung oder nach Imprägn'erung mit Alkalioxyden, Alkalihydroxyden, Alkalikarbonaten oder Metallsalzen oder Salzen ähnlicher Körper der Einwirkung von brennenden Gasen unter Ausschluss von Sauerstoff, vorteilhaft mit reduzierender Flamme, in an sich bekannter Weise in Drehöfen ausgesetzt werden, wobei eine Beimischung fremder
Gase stattfinden kann.
Claims (1)
- 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle der in den Ofen eintretenden Flammen die Beheizung durch sogenannte flammenlose Verbrennung erfolgt.
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Also Published As
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| CH96471A (de) | 1922-10-16 |
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