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Temperaturregler insbesondere für Typengiessmaschinen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Temperaturregler, der dazu dient, die Temperatur in irgendwelchen Räumen oder Gefässen auf einer bestimmten Höhe zu erhalten. Der Temperaturregler ist vor allem brauchbar für die Giesstöpfe an Setzmaschinen, kann aber auch ohne weiteres für irgendwelche andere Zwecke Verwendung finden, z. B. in der chemischen Insustrie, in Giesserei-und Hüttenwesen, für Feuerungen und Heizungen aller Art, Brutmaschinen, wissenschaftliche Apparate usw. Er ist überall da anwendbar, wo es darauf ankommt, die Temperatur auf einer ganz bestimmten Höhe zu erhalten.
Der Temperaturregler besteht in der Verbindung eines Ausdehnungsthermometers mit einem Uhrwerk, das einen Schalter betätigt, der die Heizquelle, die zur Erhitzung des betreffenden Gefässes oder Raumes dient, ein-oder ausschaltet. Handelt es sich um eine elektrische Heizquelle, wie sie beispielsweise bei Setzmaschinen Verwendung findet, so wird ein elektrischer Schalter mit dem Uhrwerk verbunden.
Das Thermometer besteht in bekannter Weise aus einem Quecksilbergefäss mit einem Kapillarrohr daran, das auf eine Ausdehnungsspirale einwirkt, die einen Hebel verstellt, der das Uhrwerk einschaltet. Insbesondere ist der Hebel mit einem Zahnsektor ausgeführt, der auf das Zahnrad eines Zeigers einwirkt, der vor einem gleichfalls drehbaren Sektor mit einer Teilung eingestellt werden kann. Der Zeiger trägt einen Hebelarm, der auf den Auslösehebel des Uhrwerks einwirkt.
Eine beispielsweiseAusführungsform einer derartigenEinriehtung ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt,-u. zw. zeigt Abb. 1 eine Ansicht von vorn, Abb. 2 eine Ansicht von der Seite, teilweise im Schnitt. Abb. 3 zeigt die Hinteransicht des Temperaturreglers, Abb. 4 die Zeigereinrichtung im grösseren Massstabe von vorn gesehen und Abb. 5 dieselbe Einrichtung von der Seite gesehen.
In das auf gleicher Temperatur zu haltende Gefäss wird der mit Quecksilber gefüllte Behälter 1 eingesetzt, der durch eine Kapillarleitung 2 mit der Spiralfeder 3 des Ausdehnungsthermometers verbunden ist. Das Ende dieser Feder 3 ist durch die Verbindungsstange 4 mit dem um 5 drehbaren Hebel 6 verbunden (Abb. 3), der oben einen Zahnsektor 7 trägt, der in das Zahnrad 8 eines auf der Welle 9 sitzenden Zeigers 10 eingreift. Der Zeiger 10 ist vor dem Sektor 11 verstellbar, der mit der Teilung 12 versehen ist, wobei der Sektor 11 auf der Welle 9 festsitzt und der Zeiger 10 durch die Klemmschraube 13 in jeder Lage vor dem Sektor mit diesem fest verbunden werden kann.
Der Zeiger 10 trägt nach unten einen Arm 14, der auf den Auslösehebel 15 für das Uhrwerk einwirkt. Dieser Auslösehebel15 ist um 16 drehbar und trägt eine Schaltklinke 17, die in das mit entsprechenden Aussparungen 18 versehene Sperrad 19 des Uhrwerks eingreifen kann. Das Uhrwerk besteht in bekannter Weise aus einer Federtrommel 20, die durch verschiedenen Zahnräder auf das Sperrad 19 einwirkt, anderseits aber auch durch das Zahnrad 21 mit dem kleinem Zahnrad 22 des elektrischenschalters 23 verbunden ist, dessen Achse mit 24 bezeichnet ist. Dieser Schalter stellt eine Verbindung zwischen den beiden Kontakten 25 und 26 her bzw. unterbricht diese Kontakte, die mit der zugehörigen Stromquelle für die elektrische Heizung des betreffenden Gefässes oder Raumes verbunden sind.
Handelt es sich um
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zwecken auch zur Verrichtung anderer mechanischer Betätigungen verwendet werden, beispielsweise zum Öffnen oder Schliessen von Feuerluken, Kippen des Beheizungsinhaltes u. dgl.
Der Auslösehebel 15 hat an seinem Ende eine Nase mit zwei schiefen Ebenen 27 und 28 (Abb. 4) von verschiedener Neigung, um bei Betätigung des Hebels 15 durch den Arm 14 des Zeigers 10 der verschiedenen Kraft der Thermometerspirale beim Ausdehnen und beim Zusammenziehen Rechnung zu tragen.
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in der Thermometerspirale 3 befindliche Quecksilber entsprechend seiner Temperatur und damit seiner Ausdehnung einen bestimmten Druck auf die Spirale 3 aus, die durch die Zugstange 4, den Hebel 6, den
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Aussparung 18 ein, wenn der Schalter 23 die beiden Kontakte 25 und 26 unterbrochen hat. Dadurch wird die Heizquelle ausgeschaltet und der Tiegelinhalt kühlt sich wieder langsam ab.
Erreicht er die zulässige unterste Temperatur, so hat sich die Thermometerspirale 3 wieder so weit
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gegengesetzter Richtung wie vorhin hinaufläuft und damit den Hebel wieder auslöst. Nun beginnt ein neuer Lauf des Uhrwerks, der den Schalter 23 wieder einschaltet, so dass die Heizung wieder in Tätigkeit tritt. Dieses Spiel wiederholt sich jedesmal, wenn die höchst zulässige oder niedrigst zulässige Temperaturgrenze erreicht ist.
Die feine Einstellung geschieht dabei durch Verstellung des Zeigers 10 auf seiner Welle 9 mittels der Klemmschraube 1. 3 vor der Teilung 12 des Sektors H. Der Sektor hat ein gewisses Gewicht, das als
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möglich ist.
Die beiden schiefen Ebenen 27 und 28 der Nase des Hebels M haben deswegen verschiedene Steigung, weil die Kraft der Thermometerspirale 3 erfahrungsgemäss in der einen Richtung etwas grösster ist als in der andern.
Natürlich kann das Uhrwerk und der Schalter auch in anderer Weise eingerichtet sein, wie vorstehend beschrieben ; wichtig ist die Verbindung des Thermometers mit dem durch ein Uhrwerk betätigten
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Temperaturregler insbesondere für Typengiessmasehinen mit Ausdehnungsthermometer, dadurch gekennzeichnet, dass das Thermometer (1-3) mit einem durch ein Uhrwerk (20) betätigten Schalter (23) in der Weise verbunden ist, dass der Schalter (23) bei Erreichung der zulässigen Höchst- oder Tiefsttemperatur aus-bzw. eingeschaltet wird.