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Kammlager mit DruckölschmiernNg.
Es ist bekannt, dass der Reibungskoeffizient einer geschmierten ebenen Fläche, auf der, wie bei Spurlagern, eine zweite, sich drehende ebene Fläche unter der Belastung mit Druck aufliegt, einzig und
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des Druckes und Widerstandes ist dagegen sowohl von der relativen Gleitgeschwindigkeit wie von dem Schubmodul des Schmiermittels abhängig. Da nun eine Drueksteigerung in der Schmierschicht, zu dem Zwecke, die Flächen auseinanderzuhalten, durch Verschiebung paralleler, ebener Flächen nicht zu erreichen ist, so wurde auf Grund der Erkenntnis, dass die Keilform der Schmierschicht für deren Tragfähigkeit von Bedeutung ist, das Spurlager bzw. eine Gleitfläche desselben mit radialen Schmier-
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Fläche und eine darauffolgende, mit dieser GeenHäche gleichgerichtete Fläche enthielt.
Dadurch wurde das Schmiermittel durch die Reibung unter Keilwirkung zwischen die Gleitflächen hineingerissen. Bei der praktischen Ausführung ist die untere feststehende Spurscheibe glatt ; die obere bewegte Spurscheibe mit Schmiernuten und schiefen Gleitflächenteilen versehen ; oder die Anordnung ist umgekehrt getroffen.
Durch die auf diese Weise erzielte Keilwirkung wird es möglich, Ölpressungen von vielen Atmosphären zu erzeugen und solche Spurlager für hohe Flächenpressungen bei hoher Umlaufzeit für lange Zeit betriebssicher zu erhalten, ohne eine besondere Ölpumpe mit der Anlage verbinden zu müssen. Es ist auch vorgeschlagen worden, eine solche Einrichtung auf Kammlager zu übertragen, wie beispielsweise bei dem MicheIIschen Drucklager, jedoch sind die Schmiernuten und auch diese keilförmigen Abschrägungen in dem sich drehenden Kamm untergebracht, wodurch ein grosser Verschleiss hervorgerufen wird.
Die Erfindung hat nun ein mehrteiliges Kammlager mit Pressölschmierung in keilförmigen Schmier- nuten zum Gegenstande, welches durch seine besondere Ausbildung hauptsächlich für raschlaufende Dampf-oder Gasturbinen,-kompressoren oder-pumpen, namentlich aber für hochtourig Grossaggregate geeignet ist.
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bloss nach einer Richtung wirksam war, die in beiden Seiten der Kämme angebrachten keilförmigen Schmiernuten symmtrisch ausgebildet. Dies brachte den Nachteil mit sich, dass auch die nichtgedruckten Flächen unter einer hohen spezifischen Flächenpressung standen und dass daher eine bedeutende zusätz-
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der Beanspruchung hervorrufen musste.
Die Kämme derartig symmetrisch ausgebildeter Kammlager sind daher weit über das berechnete Mass beansprucht. Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu
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kann, dass die Flanken der stillstehenden Gegenkämme unsymmetrisch in bezug auf die Mittelebene der Kämme ausgebildet sind, was zur Folge hat, dass das Öl fast nur auf die gedrückte Fläche geleitet und daher der Öldruck hauptsächlich auf dieser Fläche wirksam gemacht wird.
Die Druckzunahme und die grosse spezifische Flächenpressung treten daher nur zwischen den gedruckten Flächen auf einer Seite der Kämme, also dort auf, wo dies notwendig ist, während auf der andern Seite der Kämme eine Druckabnahme stattfindet. Durch diese auf die umlaufenden Kämme
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und somit des Kammlagers erzielt und demnach dadurch schon ein grosser Teil des Achsschubes aus- geglichen. Namentlich bei raschlaufenden Grossdampfturbinen wird durch diese anordnung der Verschleiss
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bedeutend herabgesetzt, der Verbrauch an Schmieröl wesentlich vermindert und eine geringere Kammzahl erforderlich, somit die Baulänge der Turbine verkürzt.
Die Zeichnung veranschaulicht in Fig. 1 einen Längsschnitt nach der Linie c-d in Fig. 2 durch ein Stück eines solchen Kammlagers. Fig. 2 zeigt eine der Druckflächen der stillstehenden Gegenkämme und Fig. 3 einen Schnitt durch einen Teil dieser Druckfläche nach der Linie a-b in Fig. 2. Mit 1 sind die an der Drehachse fest angebrachten Kämme und mit 2 die stillstehenden Gegenkämme bezeichnet, welch letztere mit den radialen Ölzulaufkanälen 3 versehen sind, während der Ölablauf durch die zwischen zwei Gegenkämmen radial nach aussen führenden Kanäle 4 erfolgt.
Die zwischen den Kanälen 3 und 4 sich erstreckende ringförmige Druckfläche 5 jedes Gegenkammes ist mit radial verlaufenden Ölnuten 6 versehen und besitzt an jeder solchen Nut anschliessend eine in der Drehrichtung (Pfeil A) verlaufende Absehrägung 7 (Fig. 2 und 3), welche bis über die Hälfte jedes der zwischen zwei Ölnuten 6 liegenden Druckflächenteile, reicht. Die auf den nichtgedrückten Flächen 5'in den stillstehenden Flanken der Gegenkämme befindlichen Abschrägungen 7 der Schmiernuten 6 sind entgegengesetzt gerichtet, d. h. die Abschrägungen in beiden Flanken sind unsymmetrisch in bezug auf die Mittelebene der Kämme
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