AT94893B - Verfahren und Vorrichtung zum Wiedervereinigen gerissener Films. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Wiedervereinigen gerissener Films.

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AT94893B
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torn film
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Siegmund Bergmann
Josef Kahn
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Siegmund Bergmann
Josef Kahn
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und   Vorrichtung zum   Wiedervereinigen gerissener Films. 



    Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Wiedervereinigen gerissener Films. Bisher hat man die gerissenen Films auf kaltem Wege nach Geradschneiden der Rissstel] en mit einem zwischen die einander übergreifenden gerissenen Enden eingebrachten Klebstoff geklebt. Damit ist der schwereNachteil verknüpft, dass der Film in demBereiche, in welchem sich die geklebten Enden übergreifen, verdickt ist, was beim Durchlaufen der überaus empfindlichen und fein eingestellten Vorführungsapparate leicht zu Störungen und Beschädigungen Anlass gibt.

   Gemäss vorliegender Erfindung werden die gerissenen Films dadurch verbunden, dass man die glattgeschnittenen Rissstellen aneinander stosst und nach Benetzen mit einem, die Fllm3ub3tanz auflösenden oder zum Quellen bringenden Agens der gleichzeitigen Einwirkung von Wärme und Druck aussetzt-nach Art des Schweissprozesses bei Metallen. 



  Die Zeichnung zeigt eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Sehweissverfahrens in einer beispielsweisen Ausführungsform. 



  Fig. 1 ist ein Schnitt durch die Vorrichtung nach a-a der Fig. 2. Fig. 2 stellt eine Draufsicht dar ; Fig. 3 ist ein Schnitt nach b-b der Fig. 2 und Fig. 4 zeigt eine Einzelheit in vergrössertem Massstab. 



  In Fig. 1 bezeichnet 1 den Unterteil des mit einem aufklappbaren Deckel versehenen Gehäuses 2, dessen Rückwand eine Bohrung 3 aufweist, durch welche die Stromzuleitungen 4 für ein elektrisches Heizelement 5 beliebiger Konstruktion eintreten. Dieses Heizelement trägt an seiner Oberseite eine Metallplatte 6, mit welcher ein U-förmiges metallisches Profilstück 7 fest und wärmeleitend verbunden ist. Dieses Profilstück 7 umschliesst dicht anliegend eine am Gehäusedeckel mittels zweier Fortsätze 8   
 EMI1.1 
   schweissenden Filmstücke   an. Die oberen   Begrenzungsflächen   der beiden Bahnen 11 liegen   miteinandel   sowie mit der oberen Begrenzungskante der Schiene 9 in einer Ebene.

   Durch ein Scharnier 12   i,   mit dem Deckel eine herabklappbare Klemmbrücke 13 zum Festhalten des einen der beiden zu schweissenden Filmstücke verbunden, welche zwei Ösen 14 aufweist, die in herabgeklapptem Zustande in die federnden Haken 15 einschnappen, die an der Deckeloberseite angebracht sind. Dadurch wird die   Klemmbrüeke   in ihrer herabgeklappten Stellung fixiert. Ferner ist eine zweite Brücke 16 angeordnet, die um die Achse 17 entgegen der Wirkung der Torsionsfeder 18 in die Stellung gemäss Fig. 2 und 4 herabgeklappt werden kann. Die Achse 17 ist in den beiden, mit dem   Gehäusedeckel   2 fest verbundenen Lagerstücken 19 gelagert.

   Eine aus Fig. 4 genau ersichtliche T-förmige   Druckschiene   20 ist mit der Brücke 16 durch zwei Schrauben 21 verbunden, indem die mit Gewinde versehenen Enden dieser Schrauben in die Druck- 
 EMI1.2 
 Durchmesser haben als die aussenliegenden Köpfe der Schrauben. Zwischen Druckschiene 20 und Brücke   le)   sind zwei durch die Bolzen der Schrauben 21 geführte Druckfedern 22 eingeschaltet. Um die   Brücke 76   in herabgeklapptem Zustand zu arretieren, ist ein Schnapper 23 vorgesehen. 



   Der Vorgang zum Schweissen von gerissenen Films ist folgender :
Die gerissenen Enden werden senkrecht zur   Längsrichtung   des Films glatt geschnitten, sodann ipannt man jeden der beiden gerissenen Filmteile parallel zur Schnittkante und sehr nahe derselben ein und schrägt die Schnittkanten mit einer feinen Feile so ab, wie dies aus Fig. 4 ersichtlich ist. Die zu   schweissenden Filmstreifen   werden sodann auf die Metallschienen 11 gelegt, so zwar, dass ihre   abgeschrägten   Enden (siehe Fig. 4) in der Mitte der Schiene 9 zusammenstossen.

   Hierauf wird die   Schweissstelle   mit 

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 : lem die Filmsubstanz auflösenden oder aufquellenden Mittel benetzt, durch Einschalten des Heizstroms das Heizelement und durch Vermittlung der Teile 6   und'7 die Schiene 9,   auf welcher die zu schweissenden Filmenden aufruhen, zu angemessener Temperatur erwärmt. Klappt man dann die Brücke 16 herunter,   30   dass sie durch den Schnapper 23 in herabgesetzter Stellung arretiert wird, so übt der federnde Steg   d : er Druckschiene 20   auf die zu schweissenden Filmenden einen mässigen Druck aus.

   Es genügt ein ganz kurzes Andauern dieses Druckes unter gleichzeitiger Einwirkung der Wärme, um die Enden des gerissenen Films fest miteinander zu verschweissen, ohne dass an der   Schweissstelle   eine Verdickung zu bemerken ist. Die so hergestellte Verbindung der gerissenen Films erfolgt weitaus rascher und ist weitaus fester als die Verbindung, welche man mit den bisher üblichen Mitteln herstellen kann. 



   Es ist klar, dass man die Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens in mannigfache Weise abändern kann, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. So kann man statt der Schiene 9 zu heizen, auf 
 EMI2.1 
   schweissen   der Films notwendig ist. Man kann insbesondere das elektrische Heizelement durch irgendBine Vorrichtung ersetzen, die geeignet ist, unter Anwendung beliebiger, derzeit bekannter   Wärmequellen   (z. B. Dampf, Heissluft, heisses Wasser   usw.)   die notwendige Erwärmung der Schiene herbeizuführen, auf welcher die zu   schweissenden   Filmenden aufruhen. Die Temperatur, welche diese Schiene erhalten soll, schwankt naturgemäss je nach dem zur Anwendung kommenden Filmmaterial, liegt jedoch bei den derzeit gebräuchlichen Filmen zirka bei 60  C. 



   Zur   Ausführung des   Verfahrens gemäss vorliegender Erfindung ist das vorherige Abschrägen der zu schweissenden Filmkanten nicht unbedingt erforderlich, doch sind die erzielten Resultate zweifellos noch besser, wenn dieses   Abschrägen   mit einer feinen Feile und sachgemäss ausgeführt wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Wiedervereinigen gerissener Films, dadurch gekennzeichnet, dass man die zweckmässig vorher gerade geschnittenen Rissstellen ohne wesentliche Überlappung aneinander stosst und nach Benetzen mit einem, die Filmsubstanz auflösenden oder aufquellenden Agens durch gleichzeitige Einwirkung von Wärme und Druck miteinander verbindet.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zu verbindenden Kanten des gerissenen Films vor Durchführung des Verfahrens abgeschrägt werden.
    3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei, die aneinander stossenden, gerissenen Filmenden unter mässigem Druck eingespannt haltenden Schienen (9, 20), von denen mindestens eine durch Einwirkung einer Heizvorrichtung beliebiger Art auf die für denvereinigungsvorgang erforderliche Temperatur gebracht wird.
AT94893D 1922-04-24 1922-04-24 Verfahren und Vorrichtung zum Wiedervereinigen gerissener Films. AT94893B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2468629A (en) * 1945-11-14 1949-04-26 Leonard A Herzig Method and apparatus for splicing films

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