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Verfahren und Vorrichtung zum Wiedervereinigen gerissener Films.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Wiedervereinigen gerissener Films. Bisher hat man die gerissenen Films auf kaltem Wege nach Geradschneiden der Rissstel] en mit einem zwischen die einander übergreifenden gerissenen Enden eingebrachten Klebstoff geklebt. Damit ist der schwereNachteil verknüpft, dass der Film in demBereiche, in welchem sich die geklebten Enden übergreifen, verdickt ist, was beim Durchlaufen der überaus empfindlichen und fein eingestellten Vorführungsapparate leicht zu Störungen und Beschädigungen Anlass gibt.
Gemäss vorliegender Erfindung werden die gerissenen Films dadurch verbunden, dass man die glattgeschnittenen Rissstellen aneinander stosst und nach Benetzen mit einem, die Fllm3ub3tanz auflösenden oder zum Quellen bringenden Agens der gleichzeitigen Einwirkung von Wärme und Druck aussetzt-nach Art des Schweissprozesses bei Metallen.
Die Zeichnung zeigt eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Sehweissverfahrens in einer beispielsweisen Ausführungsform.
Fig. 1 ist ein Schnitt durch die Vorrichtung nach a-a der Fig. 2. Fig. 2 stellt eine Draufsicht dar ; Fig. 3 ist ein Schnitt nach b-b der Fig. 2 und Fig. 4 zeigt eine Einzelheit in vergrössertem Massstab.
In Fig. 1 bezeichnet 1 den Unterteil des mit einem aufklappbaren Deckel versehenen Gehäuses 2, dessen Rückwand eine Bohrung 3 aufweist, durch welche die Stromzuleitungen 4 für ein elektrisches Heizelement 5 beliebiger Konstruktion eintreten. Dieses Heizelement trägt an seiner Oberseite eine Metallplatte 6, mit welcher ein U-förmiges metallisches Profilstück 7 fest und wärmeleitend verbunden ist. Dieses Profilstück 7 umschliesst dicht anliegend eine am Gehäusedeckel mittels zweier Fortsätze 8
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schweissenden Filmstücke an. Die oberen Begrenzungsflächen der beiden Bahnen 11 liegen miteinandel sowie mit der oberen Begrenzungskante der Schiene 9 in einer Ebene.
Durch ein Scharnier 12 i, mit dem Deckel eine herabklappbare Klemmbrücke 13 zum Festhalten des einen der beiden zu schweissenden Filmstücke verbunden, welche zwei Ösen 14 aufweist, die in herabgeklapptem Zustande in die federnden Haken 15 einschnappen, die an der Deckeloberseite angebracht sind. Dadurch wird die Klemmbrüeke in ihrer herabgeklappten Stellung fixiert. Ferner ist eine zweite Brücke 16 angeordnet, die um die Achse 17 entgegen der Wirkung der Torsionsfeder 18 in die Stellung gemäss Fig. 2 und 4 herabgeklappt werden kann. Die Achse 17 ist in den beiden, mit dem Gehäusedeckel 2 fest verbundenen Lagerstücken 19 gelagert.
Eine aus Fig. 4 genau ersichtliche T-förmige Druckschiene 20 ist mit der Brücke 16 durch zwei Schrauben 21 verbunden, indem die mit Gewinde versehenen Enden dieser Schrauben in die Druck-
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Durchmesser haben als die aussenliegenden Köpfe der Schrauben. Zwischen Druckschiene 20 und Brücke le) sind zwei durch die Bolzen der Schrauben 21 geführte Druckfedern 22 eingeschaltet. Um die Brücke 76 in herabgeklapptem Zustand zu arretieren, ist ein Schnapper 23 vorgesehen.
Der Vorgang zum Schweissen von gerissenen Films ist folgender :
Die gerissenen Enden werden senkrecht zur Längsrichtung des Films glatt geschnitten, sodann ipannt man jeden der beiden gerissenen Filmteile parallel zur Schnittkante und sehr nahe derselben ein und schrägt die Schnittkanten mit einer feinen Feile so ab, wie dies aus Fig. 4 ersichtlich ist. Die zu schweissenden Filmstreifen werden sodann auf die Metallschienen 11 gelegt, so zwar, dass ihre abgeschrägten Enden (siehe Fig. 4) in der Mitte der Schiene 9 zusammenstossen.
Hierauf wird die Schweissstelle mit
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: lem die Filmsubstanz auflösenden oder aufquellenden Mittel benetzt, durch Einschalten des Heizstroms das Heizelement und durch Vermittlung der Teile 6 und'7 die Schiene 9, auf welcher die zu schweissenden Filmenden aufruhen, zu angemessener Temperatur erwärmt. Klappt man dann die Brücke 16 herunter, 30 dass sie durch den Schnapper 23 in herabgesetzter Stellung arretiert wird, so übt der federnde Steg d : er Druckschiene 20 auf die zu schweissenden Filmenden einen mässigen Druck aus.
Es genügt ein ganz kurzes Andauern dieses Druckes unter gleichzeitiger Einwirkung der Wärme, um die Enden des gerissenen Films fest miteinander zu verschweissen, ohne dass an der Schweissstelle eine Verdickung zu bemerken ist. Die so hergestellte Verbindung der gerissenen Films erfolgt weitaus rascher und ist weitaus fester als die Verbindung, welche man mit den bisher üblichen Mitteln herstellen kann.
Es ist klar, dass man die Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens in mannigfache Weise abändern kann, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. So kann man statt der Schiene 9 zu heizen, auf
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schweissen der Films notwendig ist. Man kann insbesondere das elektrische Heizelement durch irgendBine Vorrichtung ersetzen, die geeignet ist, unter Anwendung beliebiger, derzeit bekannter Wärmequellen (z. B. Dampf, Heissluft, heisses Wasser usw.) die notwendige Erwärmung der Schiene herbeizuführen, auf welcher die zu schweissenden Filmenden aufruhen. Die Temperatur, welche diese Schiene erhalten soll, schwankt naturgemäss je nach dem zur Anwendung kommenden Filmmaterial, liegt jedoch bei den derzeit gebräuchlichen Filmen zirka bei 60 C.
Zur Ausführung des Verfahrens gemäss vorliegender Erfindung ist das vorherige Abschrägen der zu schweissenden Filmkanten nicht unbedingt erforderlich, doch sind die erzielten Resultate zweifellos noch besser, wenn dieses Abschrägen mit einer feinen Feile und sachgemäss ausgeführt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Wiedervereinigen gerissener Films, dadurch gekennzeichnet, dass man die zweckmässig vorher gerade geschnittenen Rissstellen ohne wesentliche Überlappung aneinander stosst und nach Benetzen mit einem, die Filmsubstanz auflösenden oder aufquellenden Agens durch gleichzeitige Einwirkung von Wärme und Druck miteinander verbindet.