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Vierradbremse für liraftfahrzeuge.
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eine Drehung der Welle im Sinne eines Senkens des Fusshebels 9. Jedenfalls wird aber ein Anziehen der Vorderradbremsen nicht erfolgen ; der Handhebel hat damit nur eine Bremsung der Hinterräder zur Folge.
Anders bei der Betätigung des Fusshebels 9 ; dieser dreht die Welle 10 und den unten liegenden
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den Ausgleichshebel und die beiden Vorderradbremsen, andererseits über die Zugstange 19 den Doppelhebel 21, die Zugstage 22, den Hebel 23. Letzterer erfährt dadurch eine Vorwärtsbewegung, die vermittels der Welle 4 in gleichem Sinne auf den Hebel 5 wirkt und damit über die Zugstange 6, den Wagebalken 7 ein Anziehen auch der Hinterradbremsen vermittels der Einzelzüge 3 zur Folge hat.
Im allgemeinen wird sich der Bremsvorgang, wie vorbeschrieben, abspielen und es wird zweckmässig in der Regel der Fusshebel und somit alle vier Bremsen benützt im Interesse einer Schonung der Bereifung und auch des Wagens.
Bricht nun z. B. die Zugstange 6, so hat dies zur Folge, dass ein Bremsen der Hinterräder unmöglich wird, eine Betätigung des Handhebels bewirkt keine Bremsung. Dagegen können durch Niedertreten des Fusshebels immer noch die Vorderräder gebremst werden, denn der Ausgleichshebel 13 legt sich infolge der Unterbrechung des Bremszuges nach den Hinterrädern einerseits gegen den Anschlag 15 und überträgt nun als einseitig gelagerter Hebel die Bremskraft immer noch auf die Vorderräder. Bei einem Bruch der Stange 16 werden die Vorderradbremsen beide ausfallen, umgekehrt wird sich aber nun der Aus- gleichshebel gegen den Anschlag 14 legen und an seinem freien'Ende 19 die Kraft des Fusshebels auf die Hinterräder übertragen, während die Handbremse nach wie vor in Tätigkeit bleibt und auf die Hinterradbremsen wirkt.
Bei einem Bruch der Stange 22 liegen die Verhältnisse noch günstiger, denn dadurch wird nur die Wirkung der Fussbremse auf die Hinterräder unterbrochen. Nach wie vor wirkt jedoch die Fussbremse, da sich der Ausgleichshebel13 gegen den Anschlag 15 legt, auf die Vorderräder, die Handbremse auf die Hinterräder.
Die erzielte Sicherheit entspricht damit mindestens derjenigen, die bei den bisherigen Ausführungen mit zwei völlig getrennten Bremsen erreicht wurde, so dass durch die Bremsenanordnung entsprechend der gÜnstigeren Bremsverhältnisse eine weitere Bremse etwa auf die Getrieb & achse vollständig erspart wird.
Noch vollkommener sind die Ausführungsformen nach den Fig. 2 und 3, denn hiebei können von jedem der beiden Bedienungshebel für die Bremse (Handhebel bzw. Fusshebel) oder von beiden gleichzeitig alle vier Bremsen gleichzeitig und gleichmässig angezogen werden und irgendein Bruch im Bremsgestänge, gleichviel, wo er auftreten mag, kann nicht die ganze Bremsenanordnung wirkungslos machen.
Gemäss Fig. 2 überträgt der Bremshandhebel mittels der Bauen 2, 3 seine Drehbewegung auf die im Gehäuse 54 gelagerte Welle 4 mit Hebel 23, der mittels einer Stange 46 am mittleren Drehpunkt des gleicharmigenAusgleiohshebels4 ?' angreift. Jeder Arm. des Hebels 41 trägt einen um je eine senkrecht zur eigenen Schwingachse liegenden Schwingachse drehbaren gleicharmigen Ausgleichshebel 50 bzw. 51.
Jeder Arm des Hebels 50 greift mittels eines Zuges 52 an einem Arm der im Gehäuse 54 gelagerten und durch die Gehäusewand nach aussen hindurchgeführten Welle 44, Åan deren ausserhalb des Gehäuses befindlichen Arm je mittels eines Zuges 8 je eine Hinterradbremse angreift. Ebenso wirken beide Arme des Ausgleichshebels 51 mittels Zugorgan 53 und Wellen 45 durch die Züge 18 auf je eine Vorderradbremse.
AuchderBremsfusshebel9wirktmittelsdereinanderzugeordnetenElauen42 und 45 auf die in einer Gehäusewand gelagerte Welle 10 mit Hebel 11. Dieser Hebel greift mittels des Zugstangenpaa. res 12 am mittleren Drehpunkt des gleicharmigen Ausgleichshebels 13 an, der, ähnlich wie der Hebel 47, an jedem Arm mit je einem querliegendenAusgleichshebel 21 bzw. 17 versehen ist. Jeder der Arme des Ausgleichs-
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Sowohl demAusgleichshebel47 als auch dem Ausgleichshebel j ! J, u. zw. jedem einzelnen Arm dieser Hebel sind im Gehäuse befestigte Anschläge 48, bzw. 49, bzw. 15, bzw. 14 so entgegengestellt, dass sie von den Hebelarmen nicht berührt werden, solange die ganze Bremsenanordnung sich in normalem Zustande befindet und in solchem betätigt wird. Bricht bei Benützung des Bremsfusshebels 9 einer der am Ausgleichshebel21angreifenden Züge oder ein weiter hinten nach den Hinterradbremsen zu gelegenes Bremsorgan, so legt sich derAusgleichshebel bei genügend starkem Niederdrücken des Bremshebels 9 gegen den Anschlag 15 an und wirkt von da ab als einseitig gelagerter Hebel mittels des Ausgleichshebels 17 noch auf die Vorderradbremsen.
Ein Anziehen der Hinterradbremse durch Benützung des Handhebels 1 ist ohne weiteres möglich, ebenso ein Anziehen aller vier Bremsen mittels des Handhebels. Ganz analog ist der Vorgang, wenn einer der am Ausgleichshebel11 angreifenden Züge reissen sollte. Dann legt sich der Ausgleichshebe113gegenden AnschlÅag 14. In ganz ähnlicher Weise, die wohlkeinerweiferen Erläuterung mehr bedarf, ist es beim Reissen eines vom Handhebel nach den Hinterradbremsen führenden Zuges od. dgl. noch möglich, mit dem Handhebel die Vorderräder zu bremsen oder mit dem Fusshebel die Vorderräder und Hinterräder zu bremsen.
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Gemäss der Ausführungsform nach Fig. 3 ist es möglich, die Ausgleichshebel 50 und 21, sowie die Ausgleichshebel51 und 17 miteinander zu vereinigen, und diese in einer Verbindungsstange 55 bzw. 56 zu lagern, von denen jede je einen Arm des Doppelhebels 47 und des Doppelhebels 13 verbindet, wobei natürlich zweckmässig die Ausgleichsdoppelhebel 47 und 13 gleiche Armlängen besitzen. Bei dieser Ausführungsform genügen alsdann im ganzen zwei feste Anschläge 48 und 49 in der Bewegungsrichtung der Stangen 55 und 56.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vierradbremsefür Kraftfahrzeuge mit je einer Bremse für jedes Rad und Ausgleichshebel, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Arm eines Ausgleichshebels (13) in dessen Bewegungsbahn je ein Anschlag (14 bzw. 15) so gegenübergestellt ist, dass er bei unversehrter Bremsanordnung von dem zugehörigen Arm nicht berührt wird, beim Bruch eines mit dem Arm verbundenen Organes aber dem Arm einen Stütz-und Drehpunkt abgibt, so dass der Hebel dann noch als einseitig gelagerter Hebel auf dem unversehrten Teil der Bremsanordnung wirken kann.