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Nähmaschine für gewendetes Schuhwerk.
Die Erfindung betrifft eine Nähmaschine für gewendetes Schuhwerk, insbesondere für Filzschuhe und besteht in einer derartigen Ausgestaltung derselben, dass sie den Schaftrand während des Nähens über die Sohle legt und an letztere andrückt.
Der Erfindungsgegenstand kann in Verbindung mit der Maschine gemäss der deutschen Patent- schrift Nr. 295780 oder mit einer ähnlichen Maschine zur Verwendung gelangen. Er ist auf der Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt. Fig. 1 zeigt die Vorschub-und Zwickzange im offenen und Fig. 2 im geschlossenen Zustande. Fig. 3 ist eine Vorderansicht und Fig. 4 ein Grundriss der Maschine, Fig. 5 veranschaulicht das Vorschubgestänge von links gesehen. Fig. 6 und 7 zeigen die
Nadel in einer Seiten-und Stirnansicht. Fig. 8 und 9 veranschaulichen im vergrösserten Massstabe das
Ende der Nadel im Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 6.
Der Schaft wird durch Stecknadeln od. dgl. an der Sohle festgesteckt und das so provisorisch verbundene Werkstück, wie in Fig. 1 und 2 dargestellt, während der Arbeit an der winkelförmigen Führungs- fläche der Zangenbacke b gehalten. Diese Backe ist mit Rücksicht auf die verschiedenen Stärken des Werkstückes einstellbar am Arm bl befestigt, der auf der Welle h angeordnet ist und durch eine Feder i gegen eine Anschlagschraube k gehalten wird. Diese Schraube wird zusammen mit der Backe a, die sich in der Höhenrichtung in einem auf der Welle h einstellbar angebrachten Auge g führt, vom Gelenk in getragen. Das Gelenk m hängt am Hebel n, der auf der Welle e zwischen dem Stellring f und einer Schulter der abgesetzten Welle sitzt.
Die Nabe des Hebels n ist klauenartig abgestuft und legt sich mit ihren in der Achsenrichtung verlaufenden Flächen an die Flächen einer in gleicher Weise gestalteten Naben- büchse o des von derselben Welle aufgenommenen Hebels p an, der von der Kurvenscheibe c angetrieben wird. Dadurch macht der Hebel n die Schwingbewegu gen des Hebels p mit, kann aber überdies von der in ihrer Längsrichtung beweglichen Welle mitgenommen werden.
Beim Heruntergehen der Backe a wird zunächst der über den Sohlenrand ragende Rand des
Schaftes umgelegt, ausgestrichen und angedrückt. Hierauf stösst die Schraube k gegen den Arm b und drückt die Backe b an die Sohle an. In diesem Zustande sticht die gebogene Nadel, deren Bewegung- kreis q eingezeichnet ist, ein und verbindet endgültig den Schaft mit der Sohle.
Nach jedem Stich wird der Schuh um die Stichlänge vorgeschoben, indem die ihn noch haltenden
Backen a, b eine seitliche Bewegung erhalten. Zu diesem Zwecke sind die Wellen e, h an ihren rechten
Enden mit einem Querglied 19 verschraubt, das mittels Gelenks 21 mit dem Hebel 17 zusammenhängt.
Der Hebel 17 ist anderseits um den im Böckchen 13 befestigten Zapfen 12 drehbar und mittels eines seitlichen Armes und Drehbolzens 18 mit dem Lenkhebel16 verbunden. Das zweite Ende des Hebels 16 ist am Stein 15 drehbar, der in der Kulisse 14 verstellbar ist. Diese Kulisse ist am Hebel 10 angebracht, der unten um den Zapfen 12 drehbar ist und oben mit einer Rolle in die Nut einer Kurvenscheibe 11 hineinragt. Die Hebel 10, 17 sind somit durch die Teile 14, 15 und 16 derart miteinander verbunden, dass sie gemeinsam auf dem Zapfen 12 ausschwingen. Durch das Ausschwingen des Hebels 10 wird den
Wellen e, h die seitliche Bewegung erteilt, wobei die Zangen in der einen Richtung geschlossen, in der entgegengesetzten Richtung offen bleiben.
Die Stichlänge wird durch Verstellen des Steines 15 in der Kulisse 14 geregelt. Der Hebel 16 ist zu diesem Behufe über den Drehbolzen 18 hinaus als Winkelhebel verlängert und als Handhebel ausgebildet. Durch Drehen des Hebels 16 wird der Stein verschoben und die Lage der Hebel 10 und 17
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