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Vorrichtung zum gleichzeitigen Reinigen der beiden Seiten von Fensterscheiben auf Lokomotiven, Schiffen und anderen Fahrzeugen mit Hilfe von Wischern.
Bei der den Gegenstand der Erfindung bildenden Reinigungsvorrichtung werden die Wischer von dem vom Fenster beliebig weit entfernt liegenden Platz des Führers aus mit einem einzigen Hand- griff unter Verwendung nur einer Hand betätigt und damit mit den jeweiligen Widerständen sich an- passendem beiderseits gleichem oder annähernd gleichem Druck angepresst und hin und her bewegt.
Sie kennzeichnet sich dadurch, dass der eine Wischerträger auf einer längs verschiebbaren Achse und der andere Wischerträger auf dem die letztere umschliessenden entgegengesetzt verschiebbaren Überrohr angeordnet ist und Achse und Überrohr durch ein Organ, beispielsweise einem Handhebel, derart miteinander verbunden sind, dass bei Bewegung des letzteren in Richtung auf die Fensterscheibe zu oder umgekehrt, Achse und Überrohr gegeneinander bewegt werden, bei seiner Schwingung um die Achse aber dem Überrohr und der Achse eine gleiche Drehbewegung erteilt wird.
In Abänderung der Ausgestaltung der Erfindung kann die Anordnung auch derart getroffen sein, dass unter Wegfall des Überrohres die hinund herbewegliche Achse mit den einen Wischerträger durch einen Winkelhebel verbunden und letzterer auf einer ortsfesten aber losen drehbaren Hülse gelagert ist.
Die Ausgestaltung der Wischer erfolgt gemäss der Erfindung derart, dass der vorzugsweise zum Bearbeiten der Scheibenaussenfläehe dienende Wischer aus einer unter Federdruck stehenden Einlage oder mehreren solcher Einlagen aus Filz, Gummi od. dgl. und einer oder mehreren mit ihnen abwechselnden geriffelten oder gezahnten Metalleinlagen oder Messern zusammengesetzt ist, die erst nach dem Zurücktreten der genannten federnden Einlagen zur Wirkung kommen und Schnee-und Eiskrusten von den Scheibenaussenflächen entfernen.
In der Zeichnung sind beispielsweise die beiden vorstehend gekennzeichneten Reinigungsvorrichtungen, insbesondere für Lokomotivfenster bestimmt, in Fig. 1 und 2 in horizontalen Schnitten dargestellt ; Fig. 3 zeigt eine Einzelheit.
Nach der Anordnung in Fig. 1 trägt die an der Führerhausseiten-oder Kesselwand bei a und gelagerte Achse c ein auf ihr lose aufgeschobenes Uberrohr d, auf dem mittels Nut und Feder e der Träger t für den zur Reinigung der Innenfläche einer Fensterscheibe g dienenden Wischer h aufgesetzt ist. Mittels eines Auges i mit Stift ist das Uberrohr d mit einem Handhebel j drehbar verbunden, der mit der vom Überrohr umschlossenen Achse c mittels Langlochs und Stiftes verbunden ist. Das zu einem Vierkant ausgebildete andere Ende der Achse c trägt den Träger k für den Wischer i ! zur Reinigung der Fensteraussenseite.
Durch die lose Verbindung der Achse c mit dem Überrohr d werden die beiden Wischer h, l mit ihren Trägern beim Ausschwingen des Handhebels j, der eine gegenseitige Verschiebung der Achse c zum Überrohr d veranlasst, gemeinsam gegen das Fenster bzw. von demselben wegbewegt. Liegen dann nach entsprechendem Ausschwingen des Handhebels j die Wischer h, l mehr oder weniger fest gegen die
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geschwungen, womit eine Bewegung der Wischer unmittelbar auf der Aussen-und Innenseite der Fensterscheibe in einem Kreisausschnitt verknüpft ist, deren Flächen auf diese Weise von ihrem Belag sicher befreit werden.
Bei der abgeänderten Ausführung der Reinigungsvorrichtung nach Fig. 2 ist das UbelTohr d (Fig. 1) in Wegfall gekommen und die Achse c erhält in einer ortsfesten Büchse m Führung. Auf letzterer ist eine Hülse n lose aufgeschoben, die mittels Mutter o auf der Büchse m gegen Verschiebung gesichert ist.
Die Hülse n steht mit der Achse c durch einen Doppelwinkelhebel p in loser Verbindung, der einerseits durch Stift a an die Achse c und durch Bolzen r im Auge s an die Hülse n angelenkt ist. Das eine umgebogene
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Ende des Winkelhebels p ist mittels eines federnden Zwischengliedes t mit dem Wischerträger f in Verbindung, während der andere Wischerträger k durch ein ebenfalls federndes Zwischenglied u mit einem auf dem Ende der Achse c mittels Vierkant aufgesetzten kurzen Arm v mit genannter Achse verbunden ist, Bei der Verschiebung der Achse & in der einen oder anderen Richtung wird der Wischerträger vor der Aussenseite des Fensters gegen dasselbe verstellt,
gleichzeitig wird aber der andere Wischerträger f durch seine Verbindung mit der Achse c durch den Winkelhebel p gegen die Innenfläche der Scheibe g bewegt.
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griffes 10 unter Mitnahme der Hülse n durch den Winkelhebel p auf beiden Scheibenflächen gemeinsam im Bogen auf-und abbewegt, was eine gute Reinigung der genannten Flächen gleichzeitig unter Freilegung des Sehfeldes für das Lokomotivpersonal sichert.
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Metalleinlagen. Die Gummi-oder Filzeinlagen x sind auf Blattfedern y nachgiebig gelagert und an ihren der Scheibenaussenseite zugelegenen flächen ebenfalls geriffelt.
Zwischen beiden Gummieinlagen ist eine
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Eine Reinigungs- oder Wischvorrichtung gemäss der Anmeldung lässt sich auf Lokomotiven, mit der Drehachse entweder an der Kesselverkleidung oder an der Führerhauswand, anbringen, ganz gleichgültig, ob das Fenster zu seinem Öffnen um eine seiner Aussenkanten oder um zwei Mittelzapfen gedreht wird, oder den Bestandteil einer Austrittstür bildet, da sich der Doppelwischer in seiner Ruhelage stets ausserhalb des Fensters oder der Tür befindet. Auch lässt sich die Vorrichtung, wenn der Fahrzeugführer ganz nahe beim Fenster seinen Platz hat, unter Wegfall der zweiten Lagerung in gedrängter Bauart in der Fensterscheibe selbst an einem beliebigen Platze derselben befestigen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum gleichzeitigen Reinigen der beiden Seiten von Fensterscheiben auf Lokomotiven, Schiffen und anderen Fahrzeugen mit Hilfe von Wischers, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Wiseherträger auf einer längsverschiebbaren Achse und der andere Wiseherträger auf einem die letztere umschliessenden, entgegengesetzt verschiebbaren Überrohr angeordnet ist und Achse und Üben'ohr durch beispielsweise einen Handhebel derart miteinander verbunden sind, dass bei Bewegung des letzteren in Richtung auf die Fensterscheibe zu oder umgekehrt Achse und Überrohr gegeneinander bewegt werden, bei seiner Schwingung um die Achse aber dem Überrohr und der Achse eine gleiche Drehbewegung erteilt wird.