AT92342B - Verfahren zur Verbesserung vegetabilischer Fasern. - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung vegetabilischer Fasern.

Info

Publication number
AT92342B
AT92342B AT92342DA AT92342B AT 92342 B AT92342 B AT 92342B AT 92342D A AT92342D A AT 92342DA AT 92342 B AT92342 B AT 92342B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
starch
water
fibers
washing
solution
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Gillet & Fils Fa
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gillet & Fils Fa filed Critical Gillet & Fils Fa
Application granted granted Critical
Publication of AT92342B publication Critical patent/AT92342B/de

Links

Landscapes

  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur   Verbesserung vegetabilischer Fasern.   



   Die Erfinderin hat ein Verfahren zur Behandlung von   vegetabilisehenFasern aller Arten   und in allen ihren Gestalten vorgeschlagen, welches dazu bestimmt ist, diesen   Fasern wollartigen Charakterzuverleihen,   und welches darin besteht, diese Textilstoffe mit einer Lösung von Zellulose in konzentrierter Salpetersäure vorzugsweise von einer Konzentration   gleich oder über 65%   zu imprägnieren und auf den Textilstoff eine schwach nitrierte Zellulose dadurch niederzuschlagen, dass man den auf diese Weise   getränkten   Textilstoff einem Waschen mit Wasser oder einer Behandlung mit verdünnten Säure-, Basen-oder Salzlösungen mit nachfolgendem Waschen mit Wasser unterwirft. 



   Es wurde nun festgestellt, dass man ein analoges Resultat dadurch erzielen könne. dass man an Stelle von Zellulose oder Zellstoffprodukten Materialien verwendet, welche eine dem Zellstoff nahe Zusammensetzung haben, nämlich Stärkemehl oder allgemein stärkeähnliche Produkte. 



   Die durch die Einwirkung von konzentrierter Salpetersäure, vorzugsweise von einer Konzentration gleich und höher als 65% auf Stärkemehl oder im allgemeinen auf   stärkemehlähnlichen   Materialien entstehenden Produkte können auf die Pflanzenfasern entweder durch einen Waschprozess mit Wasser oder durch eine Behandlung mit verdünnten Säure-. Basen-oder Salzlösungen mit nachfolgendem Waschen mit Wasser niedergeschlagen werden. 



   Man kann wie im vorzitierten Verfahren verdünnte Säure- oder Besenlösungen oder   Salzlösungen   
 EMI1.1 
 bisulfat, Natriumphosphat usw. Diese dem Waschen mit Wasser vorangehende Behandlung lässt die Niederschlagung des   stärkehaltigen   und nitrierten Produktes auf die Faser rascher und vollständiger vor sich gehen. 



   Um die Fixierung der   stärkeähnlichen,   nitrierten Produkte auf den Pflanzenfasern zu bewirken, kann man auf zwei verschiedene Weisen vorgehen :
Man kann das Textilmaterial mit einer Lösung von Stärkemehl oder eines   st rkeähnlichen   Materials in konzentrierter Salpetersäure imprägnieren und den Niederschlag des nitrierten.   stärkeähnliehen Produktes   auf den Textilstoff durch Waschen mit Wasser oder durch eine Behandlung mit schwachen Säuren oder . \lkalien, oder mit wässrigen Salzlösungen bewirken, worauf man mit Hilfe von Wasser   wäscht.   



   Man kann in gleicher Weise die Fasern mit Hilfe einer Lösung oder   einer wässrigen Abkochung   von Stärke oder einem andern stärke ähnlichen Material füllen oder appretieren, das Textilmaterial trocknen und es hierauf mit konzentrierter Salpetersäure behandeln, die   überschüssige Salpetersäure abpressen   und waschen ;

   in diesem Falle entsteht das nitrierte,   stärke ähnliche Produkt   unmittelbar auf und in der Faser, und wird von dieser absorbiert, es wird hierauf endgültig auf und in der Faser mit Hilfe eines Wasehprozesses mit Wasser oder mit Hilfe einer Behandlung mit schwachen Säuren, schwachen Alkalien oder wässrigen Salzlösungen und darauffolgendem Waschen mit Wasser   niedergsehlagen.   Diese Vorgangsweise hat hinsichtlich Einfachheit und Bequemlichkeit der Arbeit   gTosse   Vorteil ; die auf diese Weise mit einer   Kleisterlösung   appretierten und gefüllten Textilstoffe halten sich unbeschränkt lange ; sie können lange Zeit im voraus vorbereitet und nach Bedarf den darauffolgenden Behandlungen mit konzentrierter Salpetersäure unterworfen werden. 



   Die Dauer der Einwirkung und die Temperatur ändern sich je nach der Natur der zu behandelnden Fasern, ebenso je nach dem verwendeten   stärkeähntichen   Material ; im allgemeinen verlangt die Tränkung 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 des Textilstoffes in der Lösung des   stärkeähnliohen   Materials in der konzentrierten Salpetersäure, oder des Textilstoffes. der mit der Lösung von Kleister in konzentrierter Salpetersäure appretiert ist, einige Minuten und die Temperatur kann sich   zwischen - 50 C   bis +   200 C ändern,   ohne merklichen Einfluss auf das Endresultat, so wie dies im vorerwähnten Verfahren der Fall ist. 



   Das vorliegende Verfahren ist, wie jenes des mehrfach erwähnten Patentes, für alle Arten von Pflanzenfasern, merzerisierten oder nicht merzerisieren Fasern, in jedem beliebigen Zeitpunkt der Operationen anwendbar, welchen diese Fasern in der Textilindustrie unterworfen werden. 



   Das Verfahren ist für Fasern in Gestalt von Massen, für unvorbearbeitete Fasern, für Fäden, oder aus diesen hergestellten Geweben anwendbar, gleichgültig ob diese Gewebe fein oder grob, glatt, gemustert, broschiert usw. sind. 



   Das Verfahren gestattet ebenfalls, muster-oder damastartige Wirkungen auf glatten. Geweben zu erzielen. Dieses Resultat kann in verschiedenen Weisen erreicht werden : 
 EMI2.1 
 in konzentrierter Salpetersäure imprägnieren oder das ganze Gewebe mit dieser Lösung tränken, nachdem man an jenen Stellen. wo die druckartigen Wirkungen nicht hervorgerufen werden sollen, geeignete Ablialtemittel aufbringt.

   In beiden Fällen presst man   die überschüssige   Säure ab und   wäscht   mit Wasser oder man behandelt die Gewebe mit verdünnten Säure-,   Alkalien-oder Salzlösungen und wäscht   mit 
 EMI2.2 
 
Man kann auch in der nachfolgenden Weise vorgehen :
Man drückt auf das Gewebe. jedoch nur an den Stellen, wo man eine Musterung erzielen will, eine   wässlige Lösung   oder eine Abkochung von Stärkemehl oder einem   stärkeähnlichen Material   auf oder man imprägniert das ganze Gewebe mit Hilfe dieser Lösung oder der Abkochung, nach dem man vorher geeignete 
 EMI2.3 
 mit Wasser oder durch eine   Behandlung   mit   verdünnten   Säure-,   Alkalien-oder Basenlösungen   mit nachfolgendemWaschenmitWasser. 



   Beispiel : Man stellt durch Kochen von   40 kg Maisstärkemehl in 75@ Wasser und 75 l Essigsäure   eine Steife her. Man appretiert den Textilstoff mit dieser Steife, trocknet und behandelt ihn 3-5 Minuten lang mit   72 O'oiger Salpetersäure   bei einer Temperatur von 15-20 C. entfernt die   überschüssige   Säure, bringt das   Textilprodukt   in eine   10% ige   Lösung von Natriumbisulfat ein und wäscht mit Wasser. 



   Das Verfahren nach der Erfindung verleiht den Pflanzenfasern wollartigen Charakter ; die   Fasem   
 EMI2.4 
 und Aufnahmsfähigkeit gegenüber Farbstoffen sind beträchtlich erhöht, selbst gegenüber basischen Farbstoffen. 



   Diese in der angegebenen Weise umgewandelten Fasern oder Gewebe können später in beliebiger Weise behandelt, insbesondere gefärbt werden, ohne dass die erworbenen guten Eigenschaften dadurch vermindert werden würden,   PATENT-ANSPRÜCHE:  
1. Verfahren zur Verbesserung vegetabilischer Fasern aller Art und in allen ihren Gestalten. ins- 
 EMI2.5 
 lösungen und nachfolgendem Waschen mit Wasser.   niederschlägt.  

Claims (1)

  1. 2. Durehführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass man die Pflanzenfaser mit einer Lösung von Stärkemehl oder anderem stärkeähnlichen Material in konzentrierter EMI2.6 auf der Faser durch Waschen niederschlägt.
    3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gegennzeichnet, dass man die Pflanzenfaser mit einer Abkochung oder wässrigen Lösung von Stärke oder anderem stärkeähnlichen Material imprägniert, in konzentrierte Salpetersäure einbringt und das entstehende nitrierten Stärkeprodukt in der Faser durch Waschen ausfällt.
AT92342D 1919-07-23 1919-12-03 Verfahren zur Verbesserung vegetabilischer Fasern. AT92342B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE92342X 1919-07-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT92342B true AT92342B (de) 1923-04-25

Family

ID=5644135

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT92342D AT92342B (de) 1919-07-23 1919-12-03 Verfahren zur Verbesserung vegetabilischer Fasern.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT92342B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT92342B (de) Verfahren zur Verbesserung vegetabilischer Fasern.
DE909491C (de) Verfahren zur Herstellung von Faeden oder Fasern aus Casein
DE441526C (de) Textilveredelungsverfahren
DE412164C (de) Verfahren zur Behandlung von Kunstseide
DE382467C (de) Verfahren zur Behandlung von Kunstfasern aus Zellulose fuer eine weitere Verarbeitung in Kaemm- und Spinnprozessen
DE752227C (de) Appretur- und Schlichtemittel
DE2312124B2 (de) Verfahren zur verbesserung der textilen eigenschaften von polypeptidfasern
DE852536C (de) Verfahren zum Veredeln von Textilien
DE717735C (de) Veredeln von Kreppgeweben
DE405517C (de) Verfahren zum Mercerisieren von Baumwollgeweben
DE514053C (de) Verfahren zur Herstellung von Luftstickereien
AT160442B (de) Verfahren zur Herstellung von gemusterten Veredlungseffekten auf textilen Flächengebilden.
DE714790C (de) Verfahren zum Animalisieren von Kunstfasern aus Cellulose
DE572613C (de) Verfahren zur Veredelung gereinigter Textilstoffe
DE657255C (de) Verfahren zur Herstellung von Transparent- bzw. Glasbatisteffekten auf Kunstseide aus regenerierter Cellulose oder diese enthaltenden Geweben
AT155792B (de) Verfahren zum Mattieren oder Schweren von Textilien.
DE543873C (de) Verfahren zur Veredelung von vegetabilischen Faserstoffen
DE856291C (de) Verfahren zum Faerben von Gebilden aus Celluloseestern oder -aethern oder aus synthetischen Hochpolymeren
DE389547C (de) Verfahren zur Verbesserung vegetabilischer Fasern aller Art unter gleichzeitiger Erzeugung einer wollaehnlichen Beschaffenheit
DE547331C (de) Verfahren zum Veredeln von Cellulosefasern
DE516877C (de) Verfahren zur Veredlung von pflanzlichen Faserstoffen
AT123421B (de) Verfahren zum Bleichen von pflanzlichen Faserstoffen, insbesondere von Holzzellstoff.
AT98165B (de) Verfahren zum Merzerisieren von Geweben.
DE566769C (de) Verfahren zum Vorbehandeln (Beizen) von Pelzhaaren zur Filzherstellung
AT164514B (de) Verfahren zur Veredlung von Textilgut aus regenerierter Zellulose