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Regelungsvorricl1tung für Dampfanlagen mit Dampfspeichel'.
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bei der von der Frischdampfleitung eine Gegendruck-und Kondensationsmaschine gespeist wird und welche aus einem zwischen Hochdruck-und Niederdruckteil bzw. zwischen Mitteldruck- und Niederdruckteil der Maschine eingebautem Ventil besteht, das durch den Druck in der Leitung vor der Turbine, z. B. durch den Kesseldruck, derart beeinflusst wird, dass bei etwas erhöhtem Druck in der genannten Leitung der Zulauf zum Niederdruckteil etwas gedrosselt, bei etwas vermindertem Druck dagegen etwas geöffnet wird.
Bei dieser Vorrichtung kann es jedoch eintreffen, dass, wenn die Maschine-angenommen eine Turbine-vollbelastet ist, und der Kesseldruck aus irgendeiner Ursache feigen sollte, die Drehzahl zu stark sinkt.
Dieser Fall soll an Hand der Fig. 1 der Zeichnung näher klargelegt werden. Diese Figur entspricht genau der Fig. 1 des Patentes Nr. 92311. Die Bezeichnungen der Fig. 1 stimmen auch überein mit den Bezeichnungen der Fig. 1 jenes Patentes.
P sind die Dampfkessel, die Dampf mittels Leitung LI der Turbine liefern, die. wie hier angenommen, beispielsweise aus einem Hochdruckteil H und einem Niederdruckteil L besteht. Der Niederdruckteil L ist an den Kondensator Y angeschlossen. Die Turbine treibt einen Generator G, von dem Kraft durch die Leitungen K entnommen wird. Zwischen dem Hochdruckteil H und dem Niederdruckteil L ist das
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einem Kocher S od. dgl. bestehen können.
Sollte nun der Druck in LI steigen, beispielsweise infolge Abstellung eines an L angeschlossenen Dampfverbrauchers, so wird das Ventil V mehr oder weniger geschlossen, so dass es den Dampf zum Niederdruckteil ganz oder teilweise absperrt. Demzufolge sinkt die Drehzahl der Turbine und der Fliehkraftregler C sucht den Zulauf zum Hochdruckteil H. zu öffnen. Hiebei kann es jedoch eintreffen, dass entweder der Zulauf schon voll geöffnet war oder dass er durch den Fliehkraftregler voll geöffnet wird, ohne dass jedoch der Turbine zur Deckung des Kraftbedarfes genügend Dampf zugeführt wird.
Folglich sinkt in beiden Fällen die Drehzahl und dieses Sinken kann so stark werden, dass die Anlage nicht mehr zufriedenstellend arbeitet.
Durch vorliegende Erfindung wird diesen Übelständen abgeholfen ; sie besteht im wesentlichen aus einer Vorrichtung, die bei etwas verminderter Drehzahl der Maschine dem Niederdruckteil L Dampf zuströmen lässt.
Die Fig. 2-4 : veranschaulichen verschiedene Ausführungsformen der Erfindung. Fig. 2 entspricht der Fig. 1, mit der Ausnahme, dass parallel mit dem Ventilorgan V die erwähnte Vorrichtung eingebaut ist, die hier aus einem Regler C4. besteht, der bei normaler Drehzahl die Verbindung zwischen Hoch-und Niederdruckteil am Ventil V vorbei geschlossen hält. Dies ist in Fig. 2 dadurch angedeutet, dass die Arme des Fliehkraftreglers C4 fast wagrecht ausgestreckt gezeichnet sind.
Sollte jetzt der Druck in der Leitung Li steigen und der obenbeschriebene Fall eintreten, so sinkt die Drehzahl etwas. Infolgedessen öffnet der Fliehkraftregler C ein Ventil der Leitung Lp und lässt mehr Dampf dem Niederdruckteil L zuströmen. Die Turbine kommt folglieh in Beharrungszustand.
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Wird wieder angenommen, dass der Druck in der Leitung LI sinkt-beispielsweise dadurch, dass ein an die Leitung LI angeschlossener Kocher unter Dampf gesetzt wird-so öffnet das Ventilorgan r und führt dem Niederdruckteil L mehr Dampf zu. Infolgedessen steigt die Drehzahl der Turbine und der Fliehkraftregler 0. 1 schliesst das Ventil der Leitung Lp teilweise oder ganz.
Sollte die Belastung der Turbine vermindert werden, so schliesst selbstverständlich infolge erhöhter Drehzahl der Fliehkraftregler C4 die Leitung Lp teilweise oder ganz ab, auch wenn die übrigen Dampfverbraucher unverändert bleiben.
Fig. 3 zeigt einen ähnlichen Einbau des Reglers in einer Anlage, die im übrigen der in Fig. 2 des Patentes Nr. 92311 dargestellten entspricht. Fig. 4 zeigt den Einbau des Reglers an einer Turbine mit
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gestellten entspricht.
Der dritte Fliehkraftregler C4 kann auch so angeordnet werden, dass er auf das Ventilorgan T einwirkt, so dass die Leitung Lp dann wegfällt.
Wie aus dem Patent Nr. 92311 und aus dem Obenstehenden hervorgeht, beeinflusst der Fliehkraft- regler C sein Ventil bei der für die Maschine bestimmten normalen Drehzahl. Die Regler O2 und C@ beeinflussen ihre Ventile dagegen bei einer etwas höheren Drehzahl und der Regler 04 beeinflusst sein Ventil wieder bei etwas niederer Drehzahl. Dieser Zusammenhang kann dadurch erzielt werden, dass für die verschiedenen Fliehkraftregler Federn mit verschiedener Spannung gewählt werden, was in den Figuren durch strichpunktierte Linien angedeutet ist.
Das Zusammenspiel der Ventilorgane kann auch durch einen einzigen Fliehkraftregler erreicht werden, wenn dieser in der Mittellage den Fliehkraft- reglers vor dem Hochdruckteil H ersetzt. in seiner oberen Lage den Regler C2, Fig. 2 und 3, bzw. C2 und C.), Fig. 4, sowie in seiner unteren Lage den Regler Ca.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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gekennzeichnet, dass ausser der Dampfzufuhrleitung zum Niederdruckteil (L) der Maschine mit dem Regelorgan (F) noch eine in diese Leitung mündende Zufuhrleitung (Lp) mit einem von einem Flieh- kraftregler (C. J beeinflussten Organ vorgesehen ist, dessen Wirkungsbereich derart bemessen ist, dass dem Niederdruckteil auch bei geschlossenem Regelorgan (V) und verminderter Drehzahl der Maschine Dampf zugeführt wird.