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Telephollempfäuger.
Die Erfindung bezieht sich im allgemeinen auf Telephonempfänger und im besonderen auf jene Art, welche keinen permanenten Magnet besitzt. Im allgemeinen wurden früher nur Telephonempfänger mit permanenten Magneten in Verbindung mit elektromagnetischen Spulen zur Beeinflussung der Empfängermembrane verwendet. Eine andere Art von Empfängern, die stark in Verwendung ist, ist jene, bei welcher kein permanenter Magnet verwendet wird, sondern ein konstanter Magnetismus durch einen Elektromagneten hervorgerufen wird. Solche Empfänger sind in der Regel mit der Linie in Reihe
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Vorliegende Erfindung bezieht sich auf elektromagnetische Empfänger dieser Art, die zur Verwendung für hochwirksame Stationsstromkreise geeignet sind. Ein Zweck der Erfindung ist es, einen hochwirksamen Empfänger zu schaffen, und ein weiterer, denselben ökonomisch herstellen zu können.
Bei einer bevorzugten Form der Erfindung ist eine Magnetkonstruktion vorgesehen, welche eine gestanzte äussere Eisenhülse und einen inneren Pol besitzt, der aus zwei Stanzstücken aus Siliziumstahl besteht. Diese zwei Stücke und die äussere Eisenhülse sind miteinander verschweisst. Es wird durch diese so erhaltene Einheitskernkonstruktion eine beträchtliche Verbesserung vom magnetischen Standpunkte aus erzielt und diese Konstruktion ist auch bezüglich der mechanischen Eigenschaften den bisher im Gebrauche stehenden überlegen.
Fig. 1 der Zeichnung zeigt einen Längsschnitt eines Telephonempfängers gemäss der vorliegenden Erfindung. Fig. 2 stellt eine perspektivische Ansicht der vereinigten Magnetpole dar. Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht mit getrennt dargestellten Magnetpolen.
Wie in Fig. 1 gezeigt, ist der Empfänger eine selbständige Einheit, die aus einer Messingschale 4 besteht, die zur Montierung des Magnetsystemes und zum Festklemmen der Membrane dient. Die Schale- besitzt einen Flansch 5, der als Auflager für die Membrane 6 dient. Die Membrane wird durch eine mit Gewinde versehene Messingkappe 7, die auf die Schale 4 aufgeschraubt werden kann, festgeklemmt.
Die Kappe 7, deren Mitte siebförmig gestaltet ist und die Membrane schützt, liegt auf dem ringförmigen Rand des Empfängergehäuses 8 auf und dient zur richtigen Einstellung der inneren Einheit innerhalb der Muschel. Der Elektromagnet des Empfängers enthält eine Drahtspule 9, die über einen Silizium- stahlkern 10 gesteckt wird, welcher Kern aus einer Anzahl von getrennten Segmenten besteht, die in solcher Weise magnetisch verbunden sind, dass die Wirbelstromverluste verringert werden. Diese Segmente bilden den einen Pol des Magneten. Die Spule 9 wird durch eine äussere Hülse 11 umgeben, die- aus einem gespaltenen, vorzugsweise aus weichem Eisen hergestellten Zylinder besteht, auf dessen Flansch 12 die Basisstücke 13 und 14 der inneren Polsegmente, die den andern Pol 10 bilden, angeschweisst sind, wie aus Fig. 2 klar ersichtlich ist.
Diese äussere Hülse l ? bildet den ändern Pol des Magneten.
Siliziumstahl wurde als Kernmaterial am geeignetsten gefunden ; zur Erreichung der notwendigen magnetischen Eigenschaften jedoch können auch andere Materialien, die solche Eigenschaften haben, um das gewünschte Resultat zu erzielen, verwendet werden. Es ist ausserordentlich schwierig, den äusseren Pol 11 aus einem Siliziumstahlblech zu ziehen und aus diesem Grunde wird weiches Eisen verwendet.
Es wurde gefunden, dass es vom mechanischen und Montierungsstandpunkte aus am besten ist, das innere Polstück in zwei Teile 13 und 14 (Fig. 3) zu teilen. Jeder dieser Teile ist mit dem zugehörigen Ringsegmente des inneren Poles aus einem Stück gebildet und steht im wesentlichen senkrecht zu ihm. In der Zeichnung ist angenommen, dass der Flansch 12 der äusseren Hülse 11 mit den Grundteilen 13 und 14 des inneren Poles 10 verschweisst ist. Praktisch kann dasselbe Resultat durch Befestigen der Teile miteinander mittels
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Schrauben, die in dem Messinggehäuse 4 eingeschraubt sind, erhalten werden. Das Verschweissen jedoch dient einem doppelten. Zweck, nämlich zur Erhaltung der magnetischen Kontinuität des magnetischen
Stromflusses und zur Herstellung einer einzigen Einheit aus den drei Teilen.
Wenn die magnetische Einheit im Empfänger montiert ist, werden die vier Schrauben 15 (nur eine gezeigt) eingeführt, welche zur Montierung und auch dazu dienen, die Kontinuität des magnetischen Stromflusses durch Zusammenklemmen der zusammensetzenden Teile der verschweissten Verbindung zu sichern. Die Spule 9 wird durch Schellack oder irgendein anderes geeignetes Material festgehalten. Der Gummistöpsel 16, der zwischen die Ringsegmente des inneren Poles eingeschoben ist, wird ebenfalls mit Schellack befestigt und dient zum Aufrechterhalten des Luftspaltes zwischen den Segmenten.
Die Spule 9 ist derart in Stellung, dass die Enden 17 besser von der Unterseite der Spule ausgehen als von oben, um zu verhindern, dass die Drähte durch Einklemmen zwischen Membrane und Kern mit ersterer in Berührung kommen. Um das Gewicht der üblichen, hier im Empfänger wegfallenden Magnete auszugleichen, ist ein Bleigewicht 18 vorgesehen, das durch einen auswechselbaren Bolzen 19 an der unteren Seite der Schale 4 befestigt ist. Anschlussklemmen 20 zur Befestigung röhrenförmiger oder schaufel-
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durch dieselben Bolzen 19, die das Gewicht 18 halten, befestigt ist.
Die hier beschriebene Einheitskernkonstruktion ist ökonomisch und leicht herzustellen. Wegen der Kompaktheit des Magnetsystems ist es möglich, einen Empfänger zu schaffen, der als selbständige Einheit direkt in das Gehäuse der meisten gebräuchlichen Empfänger eingebaut und darin durch die übliche Ohrmuschel 22 festgehalten werden kann. Eine solche innere Einheit wird auch dann noch als Telephonempfänger funktionieren, wenn auch das äussere Gehäuse und Hülle zerstört worden ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Telephonempfänger mit einer Erregerspule, die auf einem Magnetkern sitzt und durch eine längsgeschlitzte magnetische Hülse umgeben ist, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Kern aus einer Anzahl zylindrischer Segmente gebildet wird, die über die Länge dieser Spule magnetisch unterbrochen sind.