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Oesterreichische PATENTSCHRIFT Ni. 9203.
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Es ist bekanntlich von hohem Wert für das fertige Product, dass in der Brauerei das Abläutern von Stammwürze so rasch wie möglich erfolgt. Bisher bestanden nun in
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nicht gehen und auch diese Zahl von Löchern noch nicht den gewünschten Erfolg Ausserdem zeigten diese feinen Löcher den grossen Nachtheil, dass sie praktisch nicht dauernd rein zu halten waren und daher grösstentheils versagten. Man hat daher versucht, an Stelle der Löcher feine lange Schlitze auszustanzen. Diese waren wohl besser rein zu halten, jedoch konnte man von ihnen nicht die gewünschte Menge anbringen, da hierdurch die Haltbarkeit sehr beeinträchtigt wurde.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun einf ganz neue Art der Herstellung von Läuterböden, und zwar kennzeichnet sich dieselbe dadurch, dass entweder von der Verwendung von Blechen ganz abgesehen wird, oder dass an Stelle der früher verwendeten sehr starken Bleche mit nach unten conisch erweiterten Löchern oder Schlitzen jetzt ganz dünne Bleche ganz eigenthllrulieher Construction, Form und Anordnung verwendet werden.
In den beiliegenden Zeichnungen sind verschiedene Ausflihrl1ngsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Bei der Ausführung nach Fig. 1 und 2 sitzen auf dem Boden a des Läuterbottichs kleine Bänke b in bestimmten Abständen voneinander. Auf diese Bänke sind die Stäbe c, welche aus gezogenem Draht von vortheilhaft dreieckigem Querschnitt bestehen, nebeneinander befestigt. Die zwischen ihnen verbleibenden feinen Schlitze geben eine bedeutend grössere Läuterfäbigkeit als die alten Loch-oder Schlitzbleche. Dabei sind sie sehr leicht reinzuhalten, da sie nicht zur Verstopfung neigen. Bei dieser Ausführung sind die einzelnen Stäbe hinreichend stark zu machen, um die darauf gelangenden Lasten tragen zu können.
Bei der zweiten Ausführung, welche. in Fig. 3 und 4 dargestellt ist, werden ebenfalls einzelne Stäbe c verwendet, dieselben liegen hier aber mit einer jedesmal an ihnen vor-
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Bei der dritten Ausführung, Fig. und 6, sind runde Drähte d über Rundstäbe e derart gewickelt, dass sie an der oberen Seite parallel nebeneinander verlaufen. Per freie Thei ! dieser wird dann vortheilhaft dreieckig gepresst ; auf diese Weise entstehen dann ebenfalls die feinen Schlitze zwischen den einzelnen Drähten, wo sie um die Stäbe d gewunden, fest aneinander liegen. Gleichzeitig dienen die so entstehenden Rollen noch dazu, den Abstand vom Boden des Läuterbottichs zu geben.
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glatt ausgestreckt, sondern es ist zur Erzielung erhöhter Stabilität und Vergrösserung der OberHäche weMenformig gebogen. Die Form dieser Wellen kann beliebig, z.
B. wie in Fig. 7, gleichmässig rund oder wie in Fig. 8 schlank mit ziemlich scharfen Kanten oder auch wie in Fig. 9 nach oben rund und nach oben kantig oder umgekehrt sein. Bei allen Ausführungen lassen sich sowohl Löcher wie Schlitze sehr gut anbringen. Um die einzelnen Wollen unter sich dauernd richtig zu erhalten und ihre Lage zu sichern, werden sie auf Unterlagen gelegt, welche sich vortheilhaft ganz oder theilweise der betreffenden Wellenform anpassen. Die Ausführung nach Fig. 3 und 4 kann auch so getroffen werden, dass eine bbliebige Anzahl von Stäben als zusammenhängendes Ganzes direct gegossen und eventuell durch Fräsen- etc. nachgearbeitet wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Liuterboden bestehend aus nebeneinander gelegten oder gespannten Drähten oder Stäben (d ! c) von zweckmässig dreieckigem Querschnitt, weiche entweder direct in die, den Abstand von dem Boden des Bottichs ergebenden Bänke (b) eingelegt oder auf Rundstäbe (e) aufgewunden oder auch direct nebeneinander gelegt und befestigt werden.