<Desc/Clms Page number 1>
Schwimmwand für Seen zum Ein-oder Ableiten von Wasser.
Es ist bekannt, in Seen oder Teichen zum Ein-oder Ableiten von Wasser an der Ein-oder Ableitungsstelle oder an beiden Stellen eine schwimmende Wand anzuordnen, die von der Wasseroberfläche bis auf eine gewisse Tiefe reicht und die entweder dazu dient, das Wasser vorwiegend den tieferen Schichten des Sees zuzuleiten oder aus dessen tieferen Schichten abzuleiten, um die Temperatur der oberen Wasserschichten möglichst wenig zu verändern. Diese Einrichtung kann auch dazu benutzt werden, um im Winter das Wasser an der Oberfläche rascher zum Gefrieren zu brirgen.
Die Erfindung betrifft eine Reihe von Eimiehturg ? n und Ausgestaltungen, die dazu dienen, um eine derartige Sehwimmwand betriebssicher zu gestalten und eine Erweiterung ihres Zweckes zu ermöglichen. Zur Erhöhung der Betriebssicherheit einer derartn Schwimmwand ist es notwendig, sie so auszugestalten, dass sie allen auf sie wirkenden Beanspruchungen, die insbesondere aus der Hängetiefe, aus den Wellenbewegungen od. dgl. sich ergeben, widerstandsfähig ist. Zu diesem Zwecke wird sie nach. einer oder besser nach mehreren Richtungen durch Ein-oder Auflagen aus einzelnen oder zu Netzen verbundenen Zuggliedern oder durch Vermehrung der Schichten verstärkt.
Zweckmässig ist es, die Schwimmwand aus Segeltuch, einem Geflecht od. dgl. herzustellen, sie an aneinandergereihten und gelenkig ver-
EMI1.1
die Zu-oder Ableitung des Wassers in oder aus verschiedenen Tiefen erfolgen könne, ist die Schwimmwand mit einem oder mehreren horizontalen Schlitzen versehen und auf die Schwimmkörper aufgewickelt, so dass die Durehgangssehlitze für das Wasser in verschiedene Tiefen g ? bracht werden können.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele dieser Einrichtungen dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 die bekannte Anordnung einer Schwimmwand in schematischer Darstellung. Die Fig. 2 und 3 stellen die besondere Ausgestaltung einer Schwimmwand dar. In den Fig. 4 und 5 sind zwei verschiedene An- wendungarten einer mit Schlitz versehenen Schwimmwand veranschaulicht und die Fig. 6 und 7 stellen die Lagerung der in den Fig. 4 und 5 dargestellten Schwimmwand dar. Die Fig. 8 und 9 zeigen Einzelheiten.
In Fig. 1 besteht die Schwimmwand aus einer mehr oder weniger dichten Wand 1, zweckmässig aus einem wasserundurchlässigen, faltbaren Stoff, z. B. Segelleinwand, die oben von einem oder mehreren Schwimmern 2 getragen und unten mit Gewichten 3 belastet ist. Diese Wand ist mittels Seilen- od. dgl. in der erforderlichen Lage verankert.
Um eine derartige Schwimmwand gegen alle Beanspruchungen, die sich aus der Hängetiefe, dem Wellengang, der Strömung od. dgl. ergeben, widerstandsfähig und haltbar zu machen, wird sie, wie aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich ist, durch lotrechte Hängeseile. 5 und wagreehte Seile 6 versteift. Diese Seile. die zweckmässig Drähte oder Drahtseile bilden, können als Ein-oder Auflagen zur Anwendung kommen und sind nach der dargestellten Ausführungsform zwischen zwei dünneren Segeltüchern ,- (Fig. 8) eingelagert und durch seitliche Blechbeilagen 7 befestigt. Die Schwimmwand kann ferner durch Drähte. stärkere Fäden oder Schnüre od. dgl. verstärkt werden, die bei der Herstellung des Segeltuches als Kette oder Schuss, also als Einlage in das Gewebe gebracht werden.
Es ist auch möglich, ein Verstärkungsnetz aus Draht od. dgl. mit der Schwimmwand zu verbinden. Die Schwimmwand kann auch aus mehreren verbundenen Schichten (Fig. 9) hergestellt werden, die eine verschiedene Hängetiefe. gegebenenfalls auch eine verschiedene Breite haben.
Die Aufhärgurg der Schwimmwand erfolgt auf einer Anzahl aneinandergereihter Hohlkörper 8. die auf ein durchlaufendes Drahtseil 9 od. dgl. aufgefädelt sind, das bei jedem Schwimmkörper durch
<Desc/Clms Page number 2>
ein diesen durchsetzendes Rohr 10 hindurchgezogen ist. Auf diese Weise sind die Schwimmkörper zugleich gelenkig miteinander verbunden. Mit diesen Schwimmkörpern sind die lotrechten Drahtseile J der Zugglieder oder des Netzes bei 11 verbunden, wodurch sie zugleich das Gewicht der Schwimmwand auf diese Schwimmkörper übertragen. Überdies ist die Schwimmwand bei 12 um die Schwimmkörper herumgeschlungen.
Am unteren Ende ist die Schwimmwand bei 13 schlauchförmig gestaltet und nimmt aneinder-
EMI2.1
Die Verankerung der Schwimmkörper erfolgt in der Weise, dass bei eintretenden Wellenbewegungen oder Strömungen eine gewisse Nachgiebigkeit der Wand gegeben ist. Zu diesem Behufe werden zwischen den Schwimmkörpern 8 Rollen bzw. Rillenräder la vorgesehen, die entweder an den durchlaufenden Drahtseilen 9 oder an den Schwimmkörpern gelagert sind und über welche die Schlaufen 16,17 der Verankerungsseile 4 so mit Spielraum herumgelegt sind, dass in den angegebenen Fällen eine Nachgiebigkeit der auch lotrecht bewegten Schwimmer und damit der Wand gegeben ist.
Eine weitere Neuerung besteht dann, in der Schwimmwand l (Fig. 4) einen oder mehrere horizontale Schlitze oder Öffnungen 18 anzubringen und die Schwimmwand 1 auf die Schwimmkörper 8 so aufzuwickeln, dass sie auf-oder abgewickelt und dadurch die Schlitze 18 in eine verschiedene Tiefe eingestellt werden können. Hiedurch ist es möglich, die Schwimmwand so einzustellen, dass die Zu-oder Ableitung des Wassers in einer ganz bestimmten Tiefe erfolgen kann, wie dies für die verschiedenen Jahreszeiten und für verschiedene Zwecke erforderlich ist. In einem solchen Falle kann, wie Fig. 4 zeigt, die Schwimmwand bis auf den Grund des Sees reichen.
In Fig. 5 ist dargestellt, wie die gleiche, mit Schlitz IS versehene Wand für gewöhnlich ihren normalen Zweck erfüllt, wobei der in der Sehwimmwand vorhandene Schlitz 18 nicht zur Wirkung kommt. Wird jedoch die Schwimmwand tiefer gesenkt, dann kommt bei dem dadurch bewirkten Abwickeln der Schlitz in einer mehr oder weniger geringen Entfernung von der Wasseroberfläche zur Wirkung. In diesem Falle soll die Einrichtung dazu dienen, kaltes Wasser (zirka 4 -0 C) möglichst an der Oberfläche des Sees zuzuleiten, dadurch den See an der Oberfläche zu kühlen und die Eisbildung zu unterstützen oder aber wärmeres Wasser abzuleiten.
Für diesen Zweck dient zur Auf-und Abwicklung der Schwimmwand sowie zu deren Feststellung
EMI2.2
gewickelte Sehwimmwand 1 werden in Abständen von Doppelbügeln 19 umfasst, die seitlich mittels der Seile 4, 4 verankert sind und Rollen bzw. Walzen 20 aufnehmen, die trotz der Umfassung ein leichtes Aufund Abwickeln der Schwimmwand ermöglichen. Zur Feststellung der Sehwimmwand in einer verschie- denen Tauchtiefe ist sie in Abständen, z. B. mit Ösen 21 od. dgl. versehen ; durch die in richtiger Lage befindliche Öse wird oberhalb der Bügel ein Vorstecker 22 hindurchgesteckt, der die hängende Schwimmwand in der jeweiligen Stellung feststellt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schwimmwand für Seen zum Ein-oder Ableiten von Wasser. dadurch gekennzeichnet, dass die aus Segeltuch od. dgl. bestehende Wand nach einer oder mehreren Richtungen durch Ein-oder Auflagen aus Draht od. dgl., die einzelne Zugglieder (, 5, 6) oder Netze bilden, oder durch Vermehrung der Schichten verstärkt ist.