AT91893B - Verfahren zum Beizen von Schmiedeeisen und Stahl. - Google Patents
Verfahren zum Beizen von Schmiedeeisen und Stahl.Info
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Description
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Verfahren zum Beizen von Schmiedeeisen und Stahl.
Behandelt man Schmiedeeisen und Stahl mit verdünnten Mineralsänren. Schwefelsäure oder Salzsäure, wobei eine lebhafte Wasserstoffentwieklung stattfindet. t ! o nimmt gemäss den Forschungen von Johnson, Hughes, Ledebur u. a. das Eisen Wasserstoff im Entsteheungszustande auf; derselbe legiert sich sofort mit ihm und macht das Eisen dadurch spröde. Nach Ledebur bezeichnet man die so erzeugte Sprödigkeit des Eisens mit dem Ausdruck #Beizsprödigkeit" oder #Beizbrüchigkeit". Der erwähnte Einfluss des Wasserstoffes tritt an dünnen Gegenständen deutlicher in die Erscheinung als an dirken. er ist grösser bei hartem Stahl als bei weichem Eisen.
Drähte, welche vor dem Beizen zahlreiche Biegungen ertragen, zerbrechen nach unvorsichtigem Beizen oft schon beim Umbiegen um 90 , besonders abt- auch beim Drehen um die Längsachse und sie reissen leicht ab. so dass z. B. bei Drahtseilen infolge der Beizsprödigkeit die schlimmsten Folgen eintreten können. Das Wesen der Beizsprödigkeit ist noch nicht
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das Kapitel von der Beizbrüchigkeit des Eisens als abgeschlossen betrachtet werden könne.
Ein Mittel zur tatsächlichen Verhinderung der Beizbruchigkeit gab es bisher noch nicht ; es galt vielmehr noch immer als einzige Vorbeugungsmassnahme möglichst schwache Säure anzuwenden und die Zeitdauer ihrer Einwirkung nicht länger auszudehnen, als eben zur Erreichung dieses Zieles notwendig ist. (Ledebur : Stahl und Eisen, 1889, Seite 754.)
Wie schon anfangs erwähnt, verwendet man zum Beizen d. h. zum Entfemen der harten Walxhaut, die bekanntlich aus Eisenoxyduloxyd besteht und eine oft glasharte Masse bildet, ausschliesslich ver- dünnte Mineralsäuren (gegebenenfalls unter Verwendung von Zusätzen). nämlich Salzsäure von etwa 220 Bé
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Natriumbisulfat in Wasser.
Um den Beizprozess zu beschleunigen, erwärmt man die genannten Beizflüssigkeiten auf etwa 50-80 C. Man erzielt hiedurch allerdings ein sehr rasches, höchstens dz Stunden beanspruchendes Auflösen der Walzhaut, aber es entsteht eine besonders lebhafte Wasserstoffentwieklung und bei nur ein wenig zu langem Beizen wird nicht nur die Walzhaut, sondern naturgemäss auch das darunter befindliche metallische Eisen mehr oder weniger stark angegriffen. wobei es durch die unvermeidliche Aufnahme von Wasserstoff stark beizbrüchig wird.
Den Vorgang beim Beizen darf man sich wohl so vorstellen, dass die Säure zuerst lösend auf das Eisen einwirkt ; wobei sich zwischen diesem und der Walzhaut Wasserstoff bildet, der dann bei zunehmen- dem Gasdruck eine Lockerung der Oxydschicht bewirkt, welche allmählich versehwindet, d. h. teils chemisch gelöst, teils mechanisch entfernt wird. Das Beizen nach dem bisherigen Verfahren hat aber neben der stes vorhandenen Gefahr des Beizbruehigwerdens des Eisens auch noch verschiedene andere schwerwiegende Übelstände im Gefolge.
Ein solcher Übelstand ist z. B. der, dass die heissen Säuredämpfe, sowohl für die Bedienungsmannschaft sehr lästig sind, also auch den Eisenteilen der Beizvorrichtungen und den sonstigen in der Nähe befindlichen Eisenkonstruktionen sehr verhängnisvoll werden können. Die mit Hilfe des bisher üblichen Verfahrens frisch gebeizten Drähte und Bleche rosten aber auch sehr leicht ; sie müssen daher in Kalkwasser getaucht (gekalkt) oder in heissem Wasser sehr sorgfältig abgewaschem werden. Es tritt ferner ein Verlust durch das Beizen am Gewicht des Beizgutes ein, der z. B. bei Draht J-J-2% beträgt.
Das ist zwar an sich nicht viel, aber bei der grossen Menge der jährlich zn beizenden Drähte, ist dieser Verlust immerhin ein sehr nennenswerter. Ferner ist auch der Verbrauch an Schwefelsäure von 60 Be.
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- In erster Linie handett es > i''h aber darum die Beizsprödigkeit zu verhüten ; wie schon erwähnt. ist die Ursache derselben, der beim Behandeln von Eisen mit Mineralsäuren auftretende freie Wasser-
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der Beizbriichigkeit mit einem Sehlage behoben oder doch wesentlich vermindert.
Verstärken lässt sich die Wasserstoffentwicklung durch die Berührung des Eisens mit Zink, wobei ersteres elektronegativ wird. Im Gegensatz hiezu verringert Arsen die Angriffsgesehwindigkeit der Säure auf das Eisen. Allein abgeschert von dem dann auftretenden giftigen Arsenwasserstoff ist arsenhaltige
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Die neue Erfindung kennzeichnet sich nun durch eine gewisse Vorbehandlung der Beizflüssigkeit. durch die bezweckt wird. dass da--Eisen oder der Stahl während des Beizens selbst, u. zw. sofort beim Losen der Walzhaut mit einer das Eisen passiv machenden feine Schicht versehen wird. Das neue Verfahren besteht darin, dass der Beizflüssigkeit eine ganz geringe Menge eines Stoffes zugesetzt wird, der die Bildung der dünnen Schutzschicht veranlasst. Es wurde nun die Beobachtung gemacht, dass Stein- kohlenteer, Rohanthrll : en. Rohnllpht : 1lin und andere Produkte der Teerdestillation und ähnlicher pyrogener Prozesse, wenn sie dem Beizbade zugesetzt werden. das Eisen gegen den Angriff von Säuren passiv machen.
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des Eisens.
Die Vorzüge des neuen Verfahrens sind folgende :
Das Beizen kann in der Kälte oder bei ganz geringer Erwärmung der Lösung vorgenommen werden, wodurch eine völlige Beseitigung der übelriechenden, stark zum Husten reizenden Säuredämpfe erzielt wird. Das Beizgut kann beliebig lange in der Säure liegen bleiben, ohne zerfressen und ohne beizbrüchig zu werden. so dass man nicht mehr von dem guten Willen und der Geschicklichkeit der Arbeiter abhängig ist. wie bisher.
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besser zielen, avail er beim Ziehen nicnt mehr kneift. Damit entsteht in enger Verbindung ein geringerer Verschleiss der Zieheisen, weniger Arbeitslohn, weniger Bedarf an Schmiermaterial, weniger Ausschuss.
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gebeizt ist.
Die Beize greitt die eisernen Beizkorbe nicht an und die Beizvorrichtungen leiden nicht. Die Bleche erhalten eine glattere Oberfläche und nehmen daher auch nicht so viel Zinn oder Zink beim Verzinnen oder Verzinken auf.
Claims (1)
- PATEXT-ANSPRUCH : Verfahren zum Beizen von Schmiedeeisen und Stahl, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vermeidung der Einwirkung der Beizfliissigkeit auf metallisches Eisen und dadurch hervorgerufener Beizsprödigkeit EMI2.6
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