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Schutzvorrichtung gegen Überlastung für elektrische Entladungsgefässe, die im Bereich konstantem Stromes arbeiten.
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Hauptentladungsgefäss bezeichnet, welches ermöglicht: dass der Verbrauchskreis 2 aus dem Trans- formator 3 über die Leiter 4 und 5 Strom von nur einer Richtung erhält. Das Entladungsgefäss enthält eine Glühkathode 6 und eine Anode 7 und wird in bekannter Weise möglichst vollkommen entlüftet, so dass der Druck des Gasrestes nur ungefähr 0, 00005 mm Hg oder noch niedriger ist. Die Glühkathode 6
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Spannung mit konstantem Strom arbeitet, verringert. Es ist also die Spannung, bei welcher durch die sogenannte Raumladung ein weiteres Anwachsen des Stromes verhütet wird, verhältnismässig niedrig.
Die Charakteristik eines solchen Entladungsgefässes kann durch die Schaulinie A der Fig. 2 veranschaulicht werden, in welcher die Ordinaten Stromwerte in Milliampère und die Abszissen Spannungswerte in Volt ausdrücken. Bei dem Entladungsgefäss, auf welches sich die durch Schaulinie zu veranschaulichten Messungen beziehen, wächst bei einer bestimmten Kathodentemperatur der Strom bis zu 100 Volt mit der %. Potenz der Spannung, bis schliesslich alle Elektronen, die der Glühfaden bei dieser Temperatur aussenden kann, ausgenutzt sind ; bei Spannungen über 100 Volt hinaus bleibt der Strom konstant.
Parallel zum Gleichrichter 1 ist nun ein zweites Entladungsgefäss- 12 mit Glühkathode 73 und Anode 14 geschaltet. In diesem sind die Elektroden weiter voneinander angeordnet, so dass der Bereich. für welchen der Strom mit der Spannung wächst, bedeutend vergrössert ist, derart, dass er den im Hauptgefäss im normalen Betrieb auftretenden Spannungsabfall einschliesst. Die Charakteristik des zweiten Entladungsgefässes wird durch die Schaulinie B dargestellt. Der Strom wächst mit der 3/2'Potenz der Spannung bis ungefähr 600 Volt und wird dann mit 80 Milliampère konstant. Dabei ist die Elektronen- aussendung beispielsweise zufolge niedrigerer Kathodentemperatui etwas geringer als bei der Entladungsröhre 1.
In den Stromleitungen 16 und 17 der Heizbatterie 15 der Kathode 13 liegt ein Schaltkontakt 18, der auf demselben Stiel sitzt wie der Schaltkontakt 11. In Reihe mit dem Entladungsgefäss 12 liegt die Wicklung eines Elektromagneten 20, dessen Anker mit dem Stiel 19 verbunden ist. Unter normalen Betriebsbedingungen ist die Spannung am Gefäss 1 und daher auch diejenige am Gefäss 12 so gering, dass der durch letzteres fliessende Strom nicht ausreicht, um den Anker des Elektromagneten 20 anzuziehen.
Wenn dagegen ein Kurzschluss eintritt oder der Widerstand der Belastung plötzlich sinkt : dann wird die Spannung an den beiden Entladungsgefässen so gross, dass der durch das Entladungsgefäss 12 fliessende Strom ausreicht, um den Magnetanker anzuziehen und dadurch die Schaltkontakte 11 und 18 zu öffnen, den Schaltkontakt 23 zu schliessen. In dem gewählten Ausführungsbeispiel mag der Auslösestrom des Elektromagneten 20 beispielsweise auf 40 Milliampère festgesetzt sein. Durch die Schaltkontakte 11 und 18 wird der Heizstrom der Kathoden der beiden Entladungsgefässe unterbrochen und hiedureh die beiden Entladungsgef sse energielos gemacht.
Gleichzeitig wird die Wicklung des Magneten 20 durch die Schliessung des Schaltkontaktes 23 über die Leitungen 16, 21 und 22 an die Batterie 15 angeschlossen. Wenn die störende Ursache wieder beseitigt ist, können die Schalter 11 und 18 in irgend einer geeigneten Weise wieder geschlossen und der Schalter 23 wieder geöffnet werden, indem beispielsweise ein Schalter 23 in der Leitung 16 geöffnet wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schutzvorrichtung gegen Überlastung für elektrische Entladungsgefässe, die im Bereich konstanten Stromes arbeiten, dadurch gekennzeichnet, dass zum Entladungsgefäss ein zweites Entladungsgefäss, welches unterhalb des Bereiches konstanten Stromes arbeitet, in Reihe mit einerÜberstromsicherung (z. B. einem Überstromschalter) geschaltet ist.