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Verfahren zur Synchronisierang von Apparaten über grosse Entfernungen.
Die Erfindung betrifft Synchronisierung von Apparaten, welche sich in grossem Abstande voneinander befinden und nicht direkt aus derselben Stromquelle betrieben werden können, wie z. B. Tele- graphenapparate u. dgl., welche durch eine elektrische Schwachstromübertragung verbunden sind oder Apparate in drahtlosen Anlagen, welche durch elektromagnetische Wellen miteinander verkehren.
Infolge der vorliegenden Erfindung wird einer der Apparate, welche synchronisiert werden sollen, durch Wechselstrom betrieben, der zugleich ein Vakuumrohr beeinflusst, welches sich in der Nähe des andern Apparates befindet und zur Herstellung eines Wechselstromes dient. welcher synchron mit dem ursprünglichen Wechselstrom ist und den zweiten Apparat hiedureh synchron mit dem ersten treibt.
Die Erfindung soll in der folgenden Beschreibung erklärt werden, indem als ein Beispiel die Verwendung an einem System auf Kopiertelegraphierung beschrieben wird, durch die beigefügte Zeichnung veranschaulicht.
1 ist ein Wechselstromgenerator, welcher Wechselstrom mit der Frequenz 1000 liefert (die Frequenz kann gesteigert werden, je nachdem die Expeditionsgeschwindigkeit grösser wird). Der Generator ist mit der Primärwicklung 2 eines Transformators 2, 3 verbunden. 4 ist eine rotierende Walze. auf der die Telegramme auf chemigraphischem Wege aufgetragen sind. Die Schriftzüge bestehen aus isolierendem Stoff ohne merkbares Relief. 5 ist eine Kontaktfeder, welche mittels einer Führungssehraube geradlinig bewegt wird, während die Walze rotiert.
Vom Wechselstromkreis 1, 2 sind leitende Verbindungen 6,7 zur Kontaktfeder bzw. zur Walze geführt, so dass der Wechselstromgenerator kurzgeschlossen wird, wenn die Kontaktfeder über das Metall der Walze gleitet, während der Kurzschluss aufgehoben wird, wenn die Feder an einem isolierenden Schriftzeichen vorbeigeht. Wenn der Generator kurzgeschlossen
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Da diese Öffnungsfunken wechselstromführend sind und die Kurzschlussenergie zugleich verhältnismässig bedeutend ist, nämlich von der Grössenordnung 150 Watt, ist es bisher nicht gelungen, die Wechselstromfunken zu entfernen. Die Funken beeinflussen die Bilder und machen sie unklar. Um diese Schwierigkeit zu vermeiden, wild zwischen der Leitung und dem Transformator 2,, ein Vakuumrohr 8 mit drei Elektroden mit Gitter 9.
Glühdraht 10 und Anode 11 eingeschaltet. Das Vakuumrohr wird für Verstärkung
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] Watt bis auf 150 Watt oder mehr konstruiert. Hiedureh wird über der Walze eine Energie von der Grössenordnung 1 Watt unterbrochen und geschlossen und die Anordnung arbeitet funkenlos bei den praktisch vorkommenden Drehgeschwindigkeiten der Walze und einer entsprechenden Anordnung.
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des Vakuumrohres übertragen. Das Vakuumrohr verstärkt mittels der Hochspannungsbatterie 12 die Energie bis auf 150 Watt mit Beibehaltung der Frequenz und Kurvenform des Wechselstromes. Durch den Transformator. M..
M wird die verstärkte Energie auf die Telegraphenleitung 15 übertragen, welche
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der Telegraphenleitung passende Spannung umgeformt. Die auf den Empfangstransformator übertragene Energie wird durch die Sekundärwicklung 21 auf eine kleine Funkenstrecke. ? übertragen, welche
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auf einer Leitschraube sitzt und geradlinig bewegt wird, während die Empfängerwalze 23, welche mit lichtempfindlichem Papier versehen ist, sich synchron mit der Senderwalze dreht-Jedesmal wenn die Feder 5 an einem isolierenden Schriftzug an der Senderwalze vorbeigeht, erscheint ein Licht in der Funkenstrecke 22 und da die geradlinigen Bewegungen sowohl der Feder als auch der Funkenstrecke sowie die Drehbewegungen an der Walze synchron sind, ist ohne weiteres verständlich dass das Bild übertragen wird.
Die Synchronisierung wird in folgender Weise ausgeführt.
An der Sendestation ist ein Wechselstromgenerator 24 angebracht, welcher Wechselstrommit 50 Perioden oder mehr abgibt. Der Generator liefert über einen regulierbaren Widerstand 25 den nötigen Strom für den Betrieb eines einphasigen (oder mehrphasigen) Synchronmotor 26, welcher die Walze 4 mittels Schneckenübertragung 27 treibt.
Gleichzeitig gibt der Generator 24 Wechselstrom zum Verzweigungspunkte 28 in der Sekundärwicklung des Leitungstransformators ab, und der Strom verteilt sich hier in der natürlichen und der künstlichen Linie und sammelt sich im Verzweigungspunkt 29 an der Empfangsstation und geht weiter durch die Primärwicklung. 30 des Transformators 30,-M. Es ist möglich mit der kurzen Leitung von 100 km über zirka 1 Watt an der Empfangsstation zu verfügen.
Aber auch diese Energie ist zu klein zum Betrieb eines Synchronmotor und da die Leitungslänge gewöhnlich ganz bedeutend grösser wie 100 km sein wird, wird der ankommende Synchronisierungswechselstrom bis auf einen passenden Wert, z. B. 10 Watt verstärkt. Die in den Versuchsapparaten verwendeten einphasigen Synchronmotoren arbeiten ausgezeichnet bei 10 Watt. Die Verstärkung geschieht mittels eines Vakuumrohres 32 mit drei Elektroden und der verstärkte Strom treibt den einphasigen Synchronmotor 33, welcher seinerseits die Empfängerwalze 23 mittels Schneckenübertragung 34 treibt.