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Hochspannungskabel.
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alle oder einige der folgenden Eigenschaften besitzen: 1. Kontinuierlicher Zusammenhang der Metallschicht. 2. Praktisch unlösbares Anhaften des Metalles an das Papier auch beim Kochen in heisser Tränkmasse und beim Biegen sowie bei der bei der Fabrikation vorkommenden starken mechanischen Beanspruchung des Papiers. 3. Genügende elektrische Leitfähigkeit der Schicht, welche jedoch einen gewissen Wert nicht überschreiten darf. 4. Genügende Wärmeleitfähigkeit. 5.
Porosität. um trotz der
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satz. insbesondere zum Beispiel erscheint es von vorneherein nicht ohne Weiteres möglich, eine zusammenhängende Metalli-chicht mit den Eigenschaften 3 und 4 mechanisch zu erzeugen, weiche gleich- zeitig auch in genügendem Masse die Eigenschaft 6 besitzt.
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bei welchen die isolierende Hülle jedes Kabelleiters oder auch die ganze Kabelseele mit metallisch leitendem Material eingehüllt wird, um eine möglichst gleichmässige und günstige Ausnutzung des Isoliermaterials herbeizuführen. Gerade für diesen Zweck zum Beispiel ist metallisiertes Papier erforderlich, welches alle fünf oben aufgeführten Eigenschaften vereinigt.
Papier dieser Art kann jedoch auch mit demselben Vorteil als innere Grenzschicht des Isoliermaterials der Kabeladern unmittelbar auf dem Kupferleiter verwandt werden, insbesondere, wenn derselbe aus verseilten Einzeldrähten besteht. Für Papier dieser . \jt oder wenigstens mit ähnlichen Eigenschaften besteht ferner Verwendung in anderen Zweigen der elektrischen Industrie, z. B. im Kondensatorenbau und iiberall da. wo es darauf ankommt, Gegenstände mit metallischen Grenzschichten oder Einlagen nachher zu imprägnieren.
Insbesondere für die Zwecke des D. R. P. 28844U ist die Herstellung eines solchen Papiers von grundlegender Bedeutung. Man hat versucht, die leitende Schicht auf dem Papier so herzustellen, dass das Papier mit Metallfolie beklebt wird. Es hat sich jedoch gezeigt dass hiedurch ein günstiges Resultat kaum erreichbar ist. da die Vereinigung der Metallfolie mit dem Papier den hohen Wärmegraden beim Trocknen und Tränken des Kabels nicht standhält. Ausserdem muss dieses Papier stark perforiert werden
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ist. Ferner entsteht dabei die Schwierigkeit, dass nur ausserordentlich dünne Metallfolien (einhundertel Millimeter und weniger dick) mit einigem Erfolg geklebt werden können, welche dünnen Folien wieder nur eine verhältnismässig geringe Wärmeleitfähigkeit haben.
Man hat auch versucht, das Papier schon während seiner Herstellung in der Papiermaschine zu metallisieren, aber auch auf diesem Weg ist es bis jetzt nicht möglich gewesen, ein Papier mit dosierbaren Eigenschaften l bis Ï herzustellen.
Das erfindungsgemässe Papier wird so hergestellt, dass durch Bespritzen des Papiers mit flÜssigem met. dol und unter Einhaltung ganz besonderer Arbeitsbedingungen eine Metallisierung mit den erforderlichen Eigenschaften erzielt wird. Zum Verspritzen des Metalls können an sich bekannte Apparate
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Bedingungen für den vorliegenden Erfindungszweek bei Hochspannungskabeln, Kondensatoren usw. Es kommt allein darauf an, die Anordnung so zu treffen, dass eine bestimmte Menge Metall auf die Oberflächeneinheit aufgelegt wird, bei welcher ein vollständiger metallischer Zusammenhang und trotzdem die erforderliche Porosität erzielt wird.
Dass diese beiden Eigenschaften vereinigt werden können, u. zw. in so hohem Grade, wie es für die Kabelindustrie erforderlich ist, war vor der Erfindung nicht vorauszusehen.
Die erfindungsgemässe Erzeugung der Metallschicht kann beispielsweise so erfolgen, dass das Papier maschinell mit konstanter Geschwindigkeit ab-und aufgerollt wird und dabei an einer oder mehreren Spritzdüsen vorbeiläuft. welch letztere feststehen können. Man kann diese Düsen auch eine kleine seitliche Schwingung machen lassen. um ihre Spritzkegel in geeigneter Weise auf dem Papier überdecken zu lassen. Die Geschwindigkeit des Papiers muss gleichmässig sein und im Verhältnis zur Spritzleistung
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Es hat sich gezeigt, dass beispielsweise eine Zinkauflage von 100-150 g pro Quadratmeter günstige Verhältnisse liefert. Nachdem das Papier an den Spritzdüsen vorbeigegangen ist, kann es durch glatt- walzen geführt werden, welche gleichzeitig die Perforierung bewirken können.
Die so erzeugte Metallschicht besteht aus einer Art von mikroskopischem Netzwerk, desen Öffnungen die Porosität verursachen, u. zw. in einem solchen Grade, dass die Tränkung der Kabel in der seither üblichen Weise vollständig beibehalten werden kann.
Der Grad der Porosität kann durch Einstellung der Korngrösse des aufgespritzten Metalls an der Düse beeinflusst werden u. zw. derart. dass im allgemeinen die Porosität durch gröberes Korn bis zu einem gewissen Grade erhöht wird.
Die so metallisierten Papierrollen können auf den üblichen Maschinen in Streifen geschnitten werden u. zw. zweckmässig von der nichtmetallisierten Seite her.
Um die Möglichkeit auszuschliessen. dass an einzelnen Stellen durch Mängel in der maschinellen Einrichtung dichte Stellen der metallschicht vorhanden sind, so dass an diesen Stellen der Durchgang
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Perforierv, alzen laufen lassen. Hi bei ist es nicht nötig, beim Perforieren das Papier zu durchloehen. sondern es genügt, die Metallschicht zu durchstechen, ohne den Zusammenhang des darunter befindlichen Papiers und damit dessen Zugfestigkeit zu schwächen. Auch kommt man mit einer verhältnismässig geringen Anzahl Perforierungen aus und insbesondere können die Ränder des Papieres unperforiert bleiben. was seiner Festigkeit beim Verspinnen wieder zugute kommt.
Die Perforiernarbe des Papiers ist dem die Kabelmasehine bedienenden Arbeiter leicht erkennbar, während er beim Verspinnen des Papiers kein Kennzeichen dafür hat. ob etwa Stellen mit nichtporöser Metallschicht vorhanden sind. Durch die Anbringung dieser speziellen Perforiernarbe wird deshalb die Kontrolle der Fabrikation der Kabel ermöglicht, ob überall die Tränkfähigkeit vorhanden ist.