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Temperaturschalter.
Der Zweck des Temperaturschalters ist, die Wärmeabgabe an einen Körper oder Raum in dem der Schalter eingebaut ist, dann selbsttätig zu unterbrechen, wenn der Körper eine bestimmte gewünschte Temperatur erreicht hat, und zwar durch Öffnen oder Schliessen von Ventilen, Drosselklappen, Schiebern, elektrischen Kontaktvorrichtungen usw.
Ist der Schalter in Verbindung mit einer Glocke oder einem Zeiger, so kann die erreichte Temperatur des Körpers auch angezeigt werden. Elektrisch geheizte Körper, besonders Wärmespeicher, sind der Gefahr ausgesetzt, dass deren Heizkörper infolge Überschreitung der zulässigen Höchsttemperatur unbrauchbar werden. Durch Verwendung des Schalters gemäss der Erfindung soll dies verhindert werden.
In der Zeichnung zeigen die Fig. i und 2 eine Ausführungsform des Schalters in Ansicht bzw. im Schnitte.
In einem geschlossenen Gehäuse A ist eine Walze, Scheibe o. dgl. B, die mit einer im Gehäusedeckel drehbar gelagerten Welle C fest verbunden oder mit ihr aus einem Stück hergestellt ist, angeordnet. Auf dem aus dem Gehäuse heraustretenden Teile der Welle C ist ein Winkelhebel E lose aufgesteckt, dessen Arme eine Sperrklinke F bzw. ein verstellbares Hebelgewicht K tragen. Am Ende der Welle C ist ein Sperrad G aufgekeilt, in das die Sperrklinke F eingreift. In das Gehäuse A wird ein Schmelzstoff D eingegossen, dessen Schmelztemperatur gleich oder etwas höher ist als jene Temperatur, die der zu beheizende Raum oder Körper annehmen darf. Ein genaues Einstellen des Schalters auf die Temperatur des Körpers kann durch Verschieben des Hebelgewichtes K erfolgen.
Der Schalter betätigt nach Fig. i ein Ventil R. Die Wirkungsweise ist folgende : Ist das Gehäuse des Schalters oder der ganze Schalter in einem kalten Raume eingebaut, so verbindet der starre Schmelzstoff D im Gehäuse A die rauhen, mit kleinen Vertiefungen versehenen Flächen des Gehäuses A und des Körpers B miteinander, wodurch die Welle C festgehalten wird. Durch Anheben des Gewichtes kann das Ventil R geschlossen werden, wobei die Sperrklinke auf dem
Sperrad B gleitet. Beim Erwärmen des Raumes bis zur Schmelztemperatur des Schmelzstoffes D wird dieser flüssig. Der Körper B und somit die Welle C ist nunmehr beweglich und wird durch das Gewicht K unter Vermittlung von Klinke F und Sperrad G in eine kurze drehende Bewegung versetzt, wodurch das Ventil R geöffnet wird.
Ein Öffnen des Ventils kann jederzeit durch Ausheben der Sperrklinke erfolgen, ein Schliessen nur bei starrem Schmelzstoff durch Anheben des Hebelgewichtes.
Die Fig. 3 und 4 zeigen eine etwas abgeänderte Ausführungsform. Die Welle C ist mit der Vorrichtung E, das Sperrad G mit einer Rolle H fest verbunden ; die beiden letzteren sind lose auf die Welle C gesteckt und können mittels einer Kurbel gedreht werden. Ein Seil oder
Kettenende ist mit der Rolle H fest verbunden ; das andere Ende des über die Rolle ssi laufenden
Seiles trägt ein Gewicht J, an dem ein zweites über die Rollen H2'Ha gespanntes Seil befestigt ist, das an der Kolbenstange einer Glyzerinbremse P angreift, die wieder mit den Elektroden eines Flüssigkeitsanlassers Q in Verbindung steht. Das Gewicht J ist schwerer als die Kolben- stange P und die Elektroden Q. Falls daher kein Hindernis vorhanden wäre, würden die Elek- troden stets ausserhalb des Wassers sein.
Ist der Schmelzstoff D starr, Körper B und Welle C daher unbeweglich, so wird das Seil mittels Kurbel auf die Rolle H gewickelt, das Gewicht J daher gehoben, die Elektroden Q gehen durch ihr eigenes Gewicht ins Wasser, bis der Kontakt
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hergestellt ist. Um aber das Elektrizitätswerk nicht plötzlich zu belasten hxw. zu entlasten, ist ein langsames Eintauchen der Elektroden erforderlich, zu welchem Zwecke die Glyzerinbremse angeordnet ist. Die Regelung der Geschwindigkeit erfolgt durch ein Umlaufventil S. Hat der zu wärmende Körper die gewünschte Höchsttemperatur erreichte so schmilzt der Schmelzstoff D im Gehäuse A, die Teile B und C werden beweglich, das Seil kann sich abrollen.
Hierbei sinkt das Gewicht j und zieht die Elektroden langsam aus dem Wasser, wodurch die Wärmezuführung an den Körper unterbrochen wird.
Die in den Fig. 5 und 6 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von jener der Fig. i und 2 nur durch die Anordnung der langen Nabe Fan der Vorrichtung E, die zur Befestigung von Kontakten dient, die bei Erreichung einer bestimmten Temperatur und Drehung der Welle C mit ihren zugehörigen Gegenstücken ausser Eingriff kommen.
Die Fig. 7 veranschaulicht einen Schalter, bei dem auf dem kegelstumpfförmigen Ende der Welle C eine Reibungsscheibe 1\1 angeordnet ist, die durch die Feder N auf die Welle C
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mit dem anderen Ende an der Scheibe 1U angreifende Feder L setzt die Welle C samt Körper B in eine kurze, drehende Bewegung, wenn der Schmelzstoff D im Gehäuse A schmilzt und bringt die auf der Xabe der Scheibe M 11 isoliert befestigten Kontakte ausser Eingriff mit den Gegenkontakten, die im zylindrischen Fortsatze des Gehäusedeckels angeordnet sind.
Ein federnder Stift U, dessen kegelförmiges Ende in eingeschaltetem Zustande in eine Ausnehmung der Scheibe M passt, hebt am Anfange der selbsttätigen Bewegung die Federkraft L teilweise auf.
PATENT-ANSPRÜCHE : I. Temperaturschalter, gekennzeichnet durch den mit einer Welle (C) fest verbundenen und in einem Gehäuse (A) drehbar gelagerten Körper (B), dessen freie Beweglichkeit von dem das Gehäuse (A) erfüllenden Schmelzstoff in der Weise beeinflusst wird, dass der Körper (B) erst nach dem durch Temperaturerhöhung erfolgten Schmelzen des Schmelzstoffes bewegbar ist.