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Schiebeknopfverschluss für Kleidungsstücke o. dgl.
Der Gegenstand der Erfindung betrifft Schliess vorrichtungen mittels Druckknopf und Öse zum Zusammenhalten zweier einander überlappender Teile von Kleidungstücken jeder Art.
Bei einer besonderen Gruppe dieser Schliessvorrichtungen wird der Verschluss durch einen Schiebeknopf bewirkt, bei welchem der breitere Teil des Schiebeschlitzes bzw. die Einführungsöffnung für den Knopfteil mit einer diese Öffnung überwölbenden, den Kopf umschliessenden Kappe versehen ist, durch deren Hinterwand der Kopf in den verengten Teil der Schiebeöffnung gedrängt wird (französische Patentschrift Nr. 464959 und britische
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Es sind andrerseits auch Druckknopfverschlüsse bekannt geworden, bei welchen die
Sicherung des Verschlusses in seiner Gebrauchslage durch an den Verschlussplatten vorgesehene ringförmige Rippen und Auspressungen erfolgt (französische Patentschrift Nr. 445378 und österreichische Patentschrift Nr. 54097).
Um nun bei Schiebeknopfverschlüssen der oben gekennzeichneten Art in dem Falle, wenn dieselben aus besonders dünnem Material hergestellt werden, die erforderliche Feder- wirkung der Kappe und gleichzeitig eine zusätzliche Sicherung des Knopfes in seiner Gebrauchslage zu erzielen, wird gemäss der Erfindung die Platte, die die Kappe trägt, an den Stellen, wo die Einführungsöffnung sich befindet, mit Schlitzen bzw. Einschnitten versehen und beide Verschlussteile in bekannter Weise mit ringförmigen Rippen bzw. Auspressungen ausgestattet.
Gegenüber den bisher gebräuchlichen Verschlussvorrichtungen dieser Art hat die Verschlussvorrichtung gemäss der Erfindung die Vorteile, dass sie bei geringem Gewicht sehr elastisch und trotzdem leicht und sicher schliessend und haltbar ist, so dass damit versehene leichte Kleidungsstücke, namentlich Damenkleider, sich weder von selbst öffnen können, noch beim Öffnen und Schliessen beschädigt werden. Überdies ist die Herstellung derartiger Ver- schlussvorrichtungen wesentlich einfacher und billiger als die Herstellung der bisher gebräuchlichen Verschlüsse.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung in einer Ausführungsform veranschaulicht :
Fig. i ist ein im grösseren Massstabe gehaltener Querschnitt durch beide Teile der Vorrichtung, wobei dieselben sich in der Stellung befinden, in der sie zuerst zusammengebracht werden. Fig. 2 ist der entsprechende Schnitt durch beide Teile in ihrer Schlussstellung. Fig. 3 ist eine Ansicht von oben, welche Fig. i entspricht. Fig. 4 veranschaulicht den den Knopf bildenden Teil, von oben gesehen. Fig. 5 ist ein Querschnitt nach Linie a-b in Fig. 2.
Wie die Zeichnung erkennen lässt, sind beide Knopfplatten bei dei dargestellten Ausführungsform kreisrund gestaltet, und bestehen aus sehr dünnem, elastischem Blech. Der eigentliche Druck- oder Schliesskopf 2 ist in der Mitte der Platte 1 angeordnet. In einem
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welche aus dem Metall erhaben ausgepresst ist. Der Hals 4 hat einen bedeutend geringeren Durchmesser wie der Kopf 2 und bildet so unter dem Kopf eine ringförmige Nut. Die Gegenplatte 5 ist bei der dargestellten Ausführungsform ebenfalls kreisrund gestaltet und hat in bekannter Weise in der Mitte die Schliess-und Einführöffnung, welche durch Aus-
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stanzen und Auspressen der gewölbten Kappe 6 gebildet ist. Letztere ist zur Aufnahme des Kopfes 2 an der Platte 1 bestimmt.
Die Gestalt der gewölbten Kappe entspricht dem
Querschnitt des Kopfes 2 (Fig. 5) und an dem offenen Ende 7 der Kappe befindet sich, wie Fig. I und 5 erkennen lassen, in derselben Mittelachse der schlitzartige Teil 9 der zentralen Öffnung der Platte 5. In diesen Teil passt der Hals 4 des Kopfes 2 der anderen
Platte, so dass in der Schlussstellung der Metallrand des Schlitzes 9 gegen den verengten Teil des Kopfes stösst und dadurch einen sicheren Verschluss bildet. Die Platte 5 ist in bekannter Weise mit einer oder mehreren Einkerbungen 10, die durch Stanzen oder Ziehen erzeugt wurden, versehen.
Diese Einkerbungen kommen in der Schlussstellung in Eingriff mit der kreisförmigen Rippe 3,
Da das Metall der Platte sehr dünn ist, so gleiten die durch die Einkerbungen gebildeten Vorsprünge 10, wenn die Vorrichtung in die Schlussstellung geschoben wird, leicht über die kreisförmige Rippe 3 und schnappen hinter derselben ein.
Die Platte 5 ist gemäss der Erfindung an den Stellen 11, wo das offene Ende der Kappe 6 mit der Grundplatte 5 zusammenkommt, mit Schlitzen bzw. Einschnitten versehen, so dass, wenn die Platte 5 in die Schlussstellung geschoben wird, die Kappe sich etwas elastisch anhebt und in der Schlussstellung einen elastischen Druck auf den Kopf 2 ausübt, wodurch auch der Eingriff zwischen den durch die Einkerbungen 10 gebildeten Vorsprüngen und der Rippe 3 elastisch gesichert wird.
Die Platte :'5 ist mit einer Kerbe 12 versehen um anzudeuten, in welcher Richtung die Kappe 6 stehen soll, wenn die VerschJussvorrichtung an dem Kleidungsstück angebracht wird. Die Kappe 6 ist so angeordnet, dass, wenn der Kopf von unten eingeführt wird, er durch die schräge Rückwand 13 in den Schlitz 9 geführt wird, um darin durch weitere.
Verschiebung, wie bereits erwähnt, gesichert zu werden.
Um die Vorrichtung zu öffnen, muss man entgegen dem Zug des Kltidungsstückes einen Druck ausüben und die beiden Teile in die Anfangsstellung zurückschieben, wobei die Vorsprünge 10 über die Rippe 3 gleiten, so dass der Hals in den weiteren Teil der Öffnung gelangt. Sobald der Kopf 2 alsdann gegen den schrägen Teil 13 der Kappe stösst, tritt er selbsttätig aus der Öffnung heraus, und die beiden Teile 1 und 5 sind voneinander getrennt.