AT88235B - Verfahren zur Aufbereitung von Erzen durch einen Flotationsprozeß. - Google Patents

Verfahren zur Aufbereitung von Erzen durch einen Flotationsprozeß.

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Aufbereitung von Erzen durch einen Flotationsprozess. 



   Bei der Aufbereitung von Erzen durch Flotation wird das feingepulverte Erz mit Wasser zu einem Brei vermischt und dieser Brei sodann in Gegenwart einer Substanz, die leichter ist als Wasser und sich in diesem nicht löst, zum Aufschäumen gebracht, wodurch die mineralischen Partikelchen von dem Reagens umschlossen und mit diesem in Form von Blasen an die Oberfläche des Breies gelangen und dort einen Schaum bilden, während die tauben Gangarten des Erzes von dem Reagens abgestossen werden und zu Boden sinken. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein solches Verfahren und bezweckt, die Anreicherung (Konzentration) der wertvollen Mineralien in dem Schaum zu erhöhen und damit die Ausbeute der aufschliessbaren Erzbestandteile zu steigern. 



   Die Erfindung fusst auf der Anwendung besonderer Agentien als Schaumbildner und 
 EMI1.1 
 Flotationsprozess aufbereitet werden können ; insbesondere können einzelne gediegene Metalle, sowie Karbonate, Oxyde und Sulfide einiger Metalle auf diese Weise gewonnen werden ; ebenso werden bei der Aufschliessung metallischer Mineralien und deren Verbindungen auch nicht metallische Anteile, wie beispielsweise Graphit, Schwefel usw., aufgeschwemmt und angereichert. 



   Gemäss der Erfindung wird ein Reagens verwendet, das einfach, billig und wirksam ist und welches direkt dem mineralischen Brei zugesetzt werden kann, ohne dass er vorher zum Aufschäumen gebracht wird. Das Reagens besitzt sehr grosse Affinität zu den mineralischen Bestandteilen der Erze und bildet einen dicken, kräftigen, dichten und zähen Schaum ; damit können auch jene Metalle und Mineralien ausgeschieden werden, die durch den bekannten   Öl-   scheideprozess nicht gewonnen werden können. 



   Dieses Reagens, welches auch zusammen mit dem beim Ölscheideverfahren verwendeten wirksamen Mittel zur Anwendung kommen kann, ist billiger als Öle und wirkt durch seine hervorragenden anreichernden Eigenschaften besser als diese. 



   Der Erfindung gemäss gelangen Harzpech oder Holzteerpech oder Zusammensetzungen von zwei oder mehreren Pecharten zusammen mit einem Pechreagens, z. B. einem Ätzalkali oder Mischungen von solchen und anderen geeigneten Materialien in kolloidaler Lösung als Schaumbildner und Mineralträger zur Anwendung. 



   Unter Pech, das allein als Anreicherungsmittel bereits verwendet wurde, ist gemäss der vorliegenden Beschreibung der feste Rückstand der trockenen Destillation des Harzes oder des Holzteeres zu verstehen, wobei es gleichgültig ist, aus welcher Holzart der Teer gewonnen ist. 



  Mit Vorteil wird aber jenes Pech benutzt, welches den Rückstand der trockenen Destillation des gewöhnlichen Harzes (Kolofonium) bildet und welches selbst als Rückstand bei der Dampfdestillation des flüssigen Fichtenharzes erhalten wird. 



   Bei Anwendung gemäss vorliegender Erfindung wird das Pech in einem Pechlösungsmittel aufgelöst. Soweit die Erfahrung reicht, kann jedes geeignete Pechlösemittel zur Anwendung kommen. Die nachstehend angeführten Substanzen haben gute Resultate ergeben : Ätznatron, Ätzkali, die Karbonate und Bikarbonate des Natriums und Kaliumammoniums, die Salze des Ammoniums und die Phosphate des Natriums und Kaliums in Mischung mit einzelnen der vorhergehend genannten Materialien, oder weiters Schwefelkohlenstoff, Alkohol, Aceton und ver- 

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 schiedene Mischungen dieser.

   Das Verhältnis von Pech und Lösemittel kann innerhalb weiter Grenzen schwanken und hängt ab von der Art der zu verarbeitenden Erze, von der verschiedenartigen Grädigkeit und der verschiedenen Zusammensetzung dieser Erze. 
 EMI2.1 
 Sodalösung angesetzt und hierauf ein kleiner Teil des Peches solange in der Lösung gekocht, bis die Mischung sirupartige Konsistenz erlangt. Diese Mischung soll hier mit Stammlösung bezeichnet werden ; dieselbe kann durch Hinzufügen von heissem Wasser nach Erfordernis verdünnt werden, in welchem Zustand sie sodann das Reagens für den   Mineralbrei   bildet. 



   Beim Ansetzen der   Schäum- und Tragemischung wird   vorerst das   Reagenslösungsmittel   hergestellt, und zwar auf die Art, dass ein Alkali, beispielsweise Ätznatron, in Wasser gelöst wird. 



  Zu dieser Alkalilösung wird ein Metallsalz, beispielsweise Natriumkarbonat oder Natriumphosphat, zugefügt. Es ist auch möglich, in einzelnen Fällen sogar notwendig, das Alkali wegzulassen und das Wasser mit dem Salz allein anzusetzen. In diesem Falle muss, um den gewünschten Grad der alkalischen Eigenschaften zu erhalten, eine grössere Menge Salz gelöst werden, als erforderlich ist, wenn das Salz zusammen mit dem Ätznatron zur Anwendung kommt. 



   Man kann der Stammlösung auch ein oxydierend wirkendes Agens während ihrer Herstellung zusetzen. Solch ein oxydierendes Agens ist beispielsweise Wasserstoffsuperoxyd. Der Zusatz einer schwachen Lösung von Wasserstoffsuperoxyd zu der Pechalkalimischung bevor oder während sie aufkocht, bewirkt, dass das Pech rascher in Lösung geht ; ausserdem verstärkt 
 EMI2.2 
 
Für die Verarbeitung einiger Erze, besonders solcher, welche Eisenverbindungen enthalten, welche man nicht in dem Anreicherungsgut wünscht, wird es sich empfehlen, Ammoniak oder Ammoniakverbindungen der Pechalkalilösung zuzusetzen. Das Ammoniak verstärkt die alkalische Wirkung des Reagens ; bei der Verarbeitung gewisser Erze kann der Zusatz an Ätznatrium vermindert werden oder auch ganz entfallen.

   Wenn Ammoniak in Verbindung mit Ätznatrium oder einem Natriumsalz zur Anwendung gelangt, so kann das Ammoniak direkt in den Brei gebracht werden, und zwar bevor, während oder nach der Einmischung der   Ätz-   natronpechmischung. 



   Wenn Ammoniak ohne Ätznatrium als   Pechlösungsmittel   zur Anwendung gelangt, so 
 EMI2.3 
 Das Kaliumpermanganat übt eine oxydierende Wirkung in der Lösung aus und beschleunigt zusammen mit dem Ammoniak bedeutend die Auflösung des Peches. 



   Ammoniak hat die Eigenschaft, die Affinität gewisser Eisenverbindungen zu dem Reagens zu erhöhen oder auch zu zerstören, was von der Menge des zur Anwendung gelangenden Ammoniaks abhängt. Ammoniak hat also sowohl die Eigenschaft, die Gangarten kräftig auszuscheiden, als auch, wenn in verdünnter Lösung angewendet, aufschliessend zu wirken. 



   Der Ammoniakzusatz zu dem Reagens kann je nach der Art der zu verarbeitenden Erze frei gewählt werden. Wenn das Erz beispielsweise Zink mit Eisenverbindungen als Verunreinigungen enthält, wird der Ammoniakzusatz so hoch gewählt werden, dass das Eisen samt der Gangart ausgeschieden wird und nur die Zinkerze aufsteigen. Wenn anderseits Zink in sehr geringer Menge in mechanischer Verbindung mit dem Eisen vorkommt, so wird der Ammoniakzusatz vermindert oder auch ganz weggelassen. Die Eisenverbindungen werden dann zusammen mit dem Zink aufgeschwemmt und können die beiden durch einen folgenden anderen Prozess voneinander geschieden werden. 



   Das Mengenverhältnis der verschiedenen Bestandteile des Reagens kann innerhalb weiter Grenzen schwanken. Das Reagens wird zur Verminderung der Transportkosten in konzentrierter Form angesetzt und sodann für den Gebrauch nach Notwendigkeit verdünnt. Bei Durchführung des Verfahrens ersieht man aus dem Schaum an der Oberfläche des Breies, ob das Reagens in entsprechender Menge vorhanden ist. Ist der Schaum dünn, schwach und wässerig oder enthält er nur wenige mineralische Bestandteile, so muss die Menge des Reagens gegenüber dem Brei geändert werden. 



   Beim Ansetzen des Reagens-wie vorstehend beschrieben-kann auch eine geringe Menge Natriumsilikat der Mischung zugesetzt werden oder das Natriumsilikat kann auch nachtäglich noch der fertigen Mischung oder auch dem Erzbrei, bevor, während oder nachdem das Reagens eingerührt worden ist, zugesetzt werden. Das Natriumsilikat verhindert, dass Gangarten, die aus Silikaten bestehen, mit den mineralischen Bestandteilen aufgeschwemmt werden und verhütet auch die Ausscheidung einzelner Eisenverbindungen, welche eventuell gleichfalls im Erz vorhanden sind. 



   Da das vorstehend beschriebene Reagens frei von Ölen oder ölartigen Materialien ist, kann es mit diesen zusammen zur Anwendung gelangen und verstärkt dabei die Wirkungen der Öle oder öligen Substanzen des bekannten   Ölscheideverfahrens.   

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Wird das Reagens gemäss der Erfindung zusammen mit einem bekannten Öl, wie beispiels- weise Kohlenteer oder Kohlenteerkreosot verwendet, so wird die Teermischung wie gewöhnlich in den Brei gebracht und der Schaumbildner gemäss der Erfindung kann dem Brei in einem beliebigen Zeitpunkt zugesetzt werden. Dies ist eine wertvolle Verbesserung des bekannten   ; Ölscheideverfahrens   aus dem Grunde, weil bei letzterem das Öl in Form einer Emulsion in den
Brei gebracht werden muss und es höchst unpraktisch ist, das tragend wirkende Öl in den Brei einzufügen und nachfolgend erst das schaumbildende 01 zuzusetzen.

   Man muss daher das Heb- und   Schaumöl   zusammen in den Brei oder in das Wasser bringen und es ist, wenn der Brei mit dem Öl versetzt ist, nachträglich keine Möglichkeit vorhanden, das Verhältnis zwischen Schaumund Hebeöl zu verändern. 



   Da sich das Reagens gemäss der Erfindung in kollodialem oder halbkollodialem Zustand befindet und mit Wasser mischbar ist, so kann es dem Wasser, das in dem Brei zur Verwendung gelangt, einige Zeit vor oder auch während des Flotationsprozesses zugefügt werden. Diese Mög- lichkeit ist dann besonders wertvoll, wenn während einer Schicht der   Schaulh   anzeigt, dass die Zusammensetzung des Breies nicht die richtige ist. Der Inhalt des Scheidegefässes kann durch
Zusatz des Reagens in den richtigen Zustand gebracht werden, ohne dass der Scheideprozess unter- brochen werden muss. Auch kann, wenn sich zeigen sollte, dass das Reagens in zu grosser Menge vor- handen ist, ohne weiteres frisches Erz dem Brei zugefügt werden.

   Gelangt also ein Reagens gemäss der Erfindung als Schaumbildner zur Anwendung, so kann eine Mischung von schaumbildenden Material und anreichernd wirkendem Material in irgendeinem Zeitpunkt des Prozesses in den
Brei eingebracht werden. Das Pechreagens wirkt bei diesem Prozess nicht nur als Schaumbildner, sondern wegen seiner anreichernden Eigenschaften fördert es auch die Scheidewirkungen. 



   Man kann das Pechreagens dem Öl oder dem öligen Scheideagens zusetzen, ehe dieses in den Flotationsapparat eingebracht wird. In solch einer Mischung nimmt das Öl oder die ölige
Substanz gallertartigen oder halbgallertartigen Zustand an und die gesamte Masse ist mit dem
Wasser mischbar und kann dem Brei zugefügt werden, ohne dass dieser vorher zum Aufschäumen gebracht wird. Es ist nur notwendig, den Brei soweit durcheinander zu mischen, dass sämtliche
Erzteilchen in dem Wasser schweben, da nun schon jedes Erzteilchen von dem Reagens umhüllt werden kann. 



   Die Verwendung des Pechreagens zusammen mit dem Ölreagens der bekannten Flotations- prozesse ergibt nicht nur die vorstehend angeführten Vorteile, sondern verleiht den Ölen auch höhere ausscheidende Wirkung gegenüber gediegenen Metallen sowie gegenüber den Karbonaten,
Oxyden, Silikaten und Sulfiden der Metalle. Nachstehend werden einige Mischungsverhältnisse zur Herstellung eines Reagens gemäss der Erfindung angegeben. 



   Nr. i. 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Pech <SEP> 186 <SEP> g
<tb> Ätznatriumlösung................... <SEP> 2800"
<tb> 
 
Die Reagenslösung wird erhalten, indem man 248 g Ätznatron in 7570   cm3   Wasser auflöst.
Die Mischung wird gekocht, bis das Pech flüssig ist und die Masse sirupartige Konsistenz erreicht. Diese sirupartige Masse kann nun nach Belieben verdünnt werden und bildet die Arbeitsmischung. Wenn nur eine sehr geringe Menge wirkender Substanz (Pech) für den Flotationsprozess erforderlich ist, wird die Verdünnung der Arbeitsmischung es sehr erleichtern, die richtige Menge des wirksamen Materials in den Brei zu bringen.

   Ist die Arbeitsmischung in konzentrierter Form-wie früher beschrieben-so muss die pro Tonne Erz erforderliche Menge in Kubikzentimetern gemessen werden ; ist die Mischung jedoch entsprechend dünn, so kann sie in grösseren Gefässen abgemessen werden und es ist auch keine so grosse Genauigkeit beim Abmessen erforderlich. 



   Man kann auch eine oxydierend wirkende Substanz, wie beispielsweise Wasserstoffsuperoxyd dem Reagens zufügen. Dieser Zusatz bewirkt eine sehr rasche Verteilung des Peches und fördert die Güte des Ausscheidungsprozesses. Anstatt   Ätzsoda   kann ein alkalisches Metallsalz, beispielsweise Natriumkarbonat oder auch eine Mischung von einem Alkali und einem Salz, als Lösungsmittel für das Pech zur Anwendung gelangen. 



   Wird Ammoniak als Pechlösungsmittel verwendet, so wird mit Vorteil nachstehendes Mischungsverhältnis angewendet :
Nr. 2. 
 EMI3.2 
 
<tb> 
<tb> 



  Pech <SEP> 63 <SEP> g
<tb> Ammoniak <SEP> (I21/2%) <SEP> ........................... <SEP> 47 <SEP> #
<tb> Kaliumpermanganatlösung <SEP> ......................... <SEP> 3I <SEP> #
<tb> Wasser. <SEP> 124"
<tb> 
 
Diese Materialien werden unter Erhitzung gemischt, bis das Pech vollständig gelöst ist, und hierauf die Lösung mit heissem Wasser bis zu dem gewünschten Grade verdünnt. 



   Die Kaliumpermanganatlösung wird auf die Art hergestellt, dass man 8 g Kaliumperman- 
 EMI3.3 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
Eine Mischung zur Herstellung eines schäumend und ausscheidend wirkenden Reagens, bei dem ein Öl oder eine ölige Substanz, beispielsweise Kohlenteer und Kohlenteerkreosot, zur Anwendung gelangt, ist nachstehend   angeführt   ; es wird bemerkt, dass jedes beliebige der bisher zur Anwendung gekommenen Öle oder Ölmischungen an Stelle des Kohlenteers und des Kohlenteerkreosots benutzt werden können. 



     Nr.   3. 
 EMI4.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Kohlenteer. <SEP> 5 <SEP> C11l3
<tb> Kohlenteerkreosot <SEP> .............................. <SEP> 5 <SEP> #
<tb> Pech <SEP> ............................................. <SEP> I5 <SEP> g
<tb> Ätznatron <SEP> ........................................ <SEP> 5 <SEP> #
<tb> Xatriumsilikal. <SEP> 2'5 <SEP> cm3
<tb> Wasser. <SEP> 200
<tb> 
 
 EMI4.2 
 Kreosot der ausgekühlten Pechlösung zugesetzt, aber man kann die Teerlösung auch zusetzen, während die Pechlösung noch warm ist. 



   An Stelle von Kohlenteer oder Kohlenteerkreosot, wie im Beispiel 3 angeführt, kann auch Wassergasteer zur Anwendung gelangen, wie nachstehendes Beispiel zeigt :   Nr.   4. 
 EMI4.3 
 
<tb> 
<tb> 



  Pech <SEP> 50 <SEP> g
<tb> Wassergasteer <SEP> ........................................ <SEP> 3  <SEP> cm2
<tb> Ätznatron. <SEP> 10 <SEP> J'
<tb> Natriumsilikat. <SEP> 2"5 <SEP> "
<tb> \Vasser <SEP> 1 <SEP> I
<tb> 
   Der'Vasser3"asteLr)   das Pech und das Atznatrun werden miteinander vermischt und der Mischung langsam heisses Wasser zugefügt. Das Natriumsilikat kann mit den anderen Substanzen t2 
 EMI4.4 
 zuzufügen. 



   Natriumkarbonat kann an Stelle des Ätznatrons verwendet werden ; im vorstehenden Beispiel etwa   20   cm3. Werden beide, Ätznatron und Natriumkarbonat, angewendet, so ist das Mengenverhältnis 5 cm3 von dem ersteren und 10   cm3   von dem letzteren. 



   Der Wassergasteer kann mit einem Zusatz von Kohlenteer und Kreosot in ungefähr gleichen Mengen zur Anwendung kommen. Das Reagens kann schliesslich auch noch angesäuert werden, indem man eine I0%ige Lösung einer schwachen Säure, beispielsweise Borsäure, zusetzt. 



   In allen den vorstehend angeführten Beispielen ist das Pech im sogenannten hochdispersen bzw. kolloidalen Zustand. Die genauen Bedingungen und der genaue Zustand der Mischung sind dem Erfinder nicht bekannt. 



   Für den Gebrauch wird nur eine sehr geringe Menge dieser wirksamen Substanz dem Erz- 
 EMI4.5 
 
 EMI4.6 
 
 EMI4.7 
 



   Die Dichte des Erzbreies kann verschieden sein. Bei der Verarbeitung einiger Erze gibt das Verhältnis   2#5   Teile Wasser zu einem Teil Erz gute Resultate, während bei der Verarbeitung anderer Erze 5 bis 6 Teile Wasser auf einen Teil Erz angewendet werden müssen. 



   Anstatt die die Reagensmischung bildenden Substanzen zu kochen, wie dies vorstehend 
 EMI4.8 
 
 EMI4.9 
 
 EMI4.10 
 



   Bei dem Flotationsprozess befindet sich der grösste Teil der wirksamen Bestandteile des Reagens an der Oberfläche des Breies und bildet dort die die Erzteile umhüllenden Blasen (den
Schaum) und wird daher bei der Entfernung des Schaumes (des Konzentrates) mit diesem aus dem Flotationsapparat entfernt. Die wirksamen Materialien werden nun von denen der Anreicherung getrennt und können wieder für den Prozess verwendet werden. Einige der wirksamen Bestandteile des Reagens verbleiben in dem Wasser des Breies und werden mit den Rückständen (Erzabfällen) entfernt.

   Diese Gangarten werden nun von dem Wasser getrennt und das letztere wieder für den Prozess benutzt, so dass nur ein geringerer Teil des Reagens dem neu anzusetzenden Brei beigemischt zu werden braucht. 
 EMI4.11 
 arten erhöht und diese nicht mit den wertvollen Bestandteilen an die Oberfläche des Breies gelangen, wodurch ein Anreicherungsprodukt von grösster Reinheit erhalten wird. 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 



   Durch Zusatz einer kleinen Menge stearinsauren Natriums oder eines ähnlichen Salzes zu den unter Beispiel i und Beispiel 2 angegebenen Substanzen wird eine Reagens erhalten, welche befähigt ist, auch Metallkarbonate, Metalloxyde, Metallsilikate und Metallsulfide auf- zutreiben. 



  Auch eine kleine Menge Alaun kann den vorstehend angeführten Reagentien zugefügt werden, um bei der Verarbeitung gewisser Erze gute Erfolge zu erzielen. 



   Ein geringer Zusatz von Kasein, das in schwach basischem Wasser gelöst ist, kann eben- falls den Reagentien zugefügt werden. Das Kasein übt augenscheinlich eine fixierende Wirkung auf die festen und gallertartigen Stoffe in der Reagensmischung aus und verhindert ein Niederschlagen derselben. 



   Nachstehend sollen einige Versuchsergebnisse angeführt werden, die durch einen Flotations- prozess gemäss der Erfindung erhalten wurden, bei denen als Reagens das in Beispiel 3 beschriebene benutzt wurde. Die Versuche wurden mit 1500 g Kupfererzen durchgeführt, die aus dem Dergy mine in Virgilina (United States of America) stammten. Der Brei bestand aus einem Teil Erz und vier Teilen Wasser.

   Der Versuch wurde in einem Prüfapparat System Janney durchgeführt 
 EMI5.1 
 
 EMI5.2 
 
<tb> 
<tb> Gewicht <SEP> g <SEP> % <SEP> Cu <SEP> Anreicherung <SEP> g <SEP> % <SEP> vom <SEP> Ganzen
<tb> Erz <SEP> ........................................ <SEP> 1500. <SEP> 00 <SEP> 4. <SEP> 08 <SEP> 61. <SEP> 20 <SEP> 100
<tb> Erstes <SEP> Konzentrat <SEP> 122. <SEP> 80 <SEP> 44.05 <SEP> 54.09 <SEP> 88. <SEP> 3
<tb> Zweites <SEP> "... <SEP> 34. <SEP> 80 <SEP> 12. <SEP> 11 <SEP> 4. <SEP> 21 <SEP> 6.8
<tb> Mittleres <SEP> # <SEP> .......................... <SEP> 270.20 <SEP> o. <SEP> 65 <SEP> 1. <SEP> 76 <SEP> 2.8
<tb> Rückstände <SEP> ...................................... <SEP> I070.60 <SEP> 0.08 <SEP> 0. <SEP> 86 <SEP> 1.

   <SEP> 4
<tb> Gesamtmenge, <SEP> nach <SEP> jedem <SEP> Versuch <SEP> gewogen <SEP> I498.40 <SEP> - <SEP> 60.92 <SEP> 97.9
<tb> 
 
Nach diesem Prüfergebnis beträgt die Ausbeute 97.   9%   Kupfer. 



   Der bei dem Versuche verwendete Apparat konnte auf einmal nur ein Drittel der vorhandenen Breimasse aufnehmen ; es wurde der Brei somit in drei Schichten verarbeitet und war jede Schicht in drei Unterschichten geteilt. Der Apparat wurde nach jeder Schicht mit Wasser ausgewaschen, woraus sich der Verlust von   0#7%   Kupfer ergibt, das am Apparat anhaftet und durch das Wasser herausgespült wurde. Bei einem grösseren Apparat hätte ein Teil dieses verlorenen Metalles zurückgewonnen werden können. 



   Bei einem weiteren Versuch wurde ein Reagens nach Beispiel i verwendet, bei dem das Ätznatron durch 30 g Natriumkarbonat ersetzt war. Bei diesem Versuch wurde am Tag gewonnenes Erz von der Navajo Mine im Staate Arizona verwendet. Dieses Erz bestand aus Kupferkarbonaten und war rein von Kupfersulfiden. Für den Versuch wurden 100 g Erz in demselben Apparat wie vorstehend angegeben verarbeitet. Das Ergebnis des Versuches war folgendes : 
 EMI5.3 
 
<tb> 
<tb> Erz <SEP> ............................................... <SEP> 4#5% <SEP> Kupfer
<tb> Anreicherung. <SEP> 14. <SEP> 38% <SEP> "
<tb> Rückstände.................. <SEP> o-i280/,"
<tb> 
 
Die Ausbeute betrug 28 g und zeigt dibber Versuch damit, dass durch das Verfahren   95'6%   des Kupfergehaltes des Erzes gewonnen wurden. 



    Ein Versuch mit 100 g desselben Erzes unter Anwendung des 1m Beispiel 2 angeführten Reagens hatte folgendes Ergebnis :   
 EMI5.4 
 
<tb> 
<tb> Erz, <SEP> I00 <SEP> g <SEP> ................................................. <SEP> 2#I7% <SEP> Kupfer
<tb> Anreicherung <SEP> 22 <SEP> g <SEP> " <SEP> 8"000/0 <SEP> " <SEP> "
<tb> Rückstände <SEP> 78 <SEP> g... <SEP> 0"290/0 <SEP> "
<tb> 
 
 EMI5.5 
 Kupfer gleichkommt. 



   Ein Versuch, der mit 2000 g Kupfersulfiderz aus der Pool's mine (United States of America) und einem Reagens gemäss Beispiel i durchgeführt wurde, hatte nachstehendes Ergebnis : 
 EMI5.6 
 
<tb> 
<tb> Erz <SEP> 2000 <SEP> g.. <SEP> 4'36% <SEP> Kupfer
<tb> Anreicherung <SEP> 165 <SEP> g......................................... <SEP> 4I#3 <SEP> % <SEP> #
<tb> Mittleres <SEP> Konzentrat <SEP> 473-5 <SEP> g <SEP> ................................. <SEP> 3 <SEP> #34% <SEP> #
<tb> Rückstände <SEP> 1344-7 <SEP> g. <SEP> 0'230/0 <SEP> "
<tb> 
 
Das Gewicht des Kupfers in dem Konzentrate war 84 g, was einer Ausbeute von   96- /   des Kupfergehaltes des Erzes gleichkommt.

   Schliesslich wurde noch ein Versuch durchgeführt, bei dem das Reagens aus einer Mischung bestand, die sich aus Pech-Ätznatrium, Natriumkarbonat, ölsauerem Natrium und einem geringen Zusatz von Alaun zusammensetzte. Das Gewicht des Erzes betrug 50 g ; es war ein Kupferkarbonat aus der Navalo mine mit einem Kupfergehalt   , "on 8'940/0'Das   Flotationsergebnis bestand in einem Konzentrate im Gewichte von 12 g und   einem Kupfergehalt von 24'25%, einem mittleren Konzentrat von 18 g mit 5'76"/ Kupfergehalt ; Rückstände 20 g mit einem Kupfergehalt von 1. 91%. Die Gesamtausbeute war somit 88. 3%.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : i. Verfahren zur Aufbereitung von Erzen durch Flotation mit Pechrückständen als Anreicherungsmittel, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Peches mit einem Pechreagens, insbesondere eineP1 Ätzalkali oder einer Mischung von Alkalien oder mit einem Alkali bzw. einer Mischung von Alkali und einem Salz eines Alkalimetalles.
    2. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung des Reaktionsproduktes eines Peches mit Ammoniak, mit oder ohne Alkalizusatz bzw. mit oder ohne Zusatz eines Alkalimetalles (beispielsweise Natriumkarbonat) oder einer Mischung solcher Salze.
    3. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Mischung nach den Ansprüchen i und 2, zusammen mit einem Öl oder einer Olmischung.
    4. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung eines der in den Ansprüchen i bis 3 angegebenen Mittels zusammen mit einem Kohlenteer oder zusammen mit einem Kohlenteerderivat (beispielsweise Kohlenteerkreosot) bzw. zusammen mit beiden.
    5. Herstellungsverfahren für ein Reagens zur Durchführung des Flotationsprozesses nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass einer wässerigen Lösung eines Alkalis (beispielsweise Ätznatron) mit oder ohne einer Beimischung eines Oxydationsagens (beispielsweise Kaliumpermanganat) Harzpech in fein zerteiltem Zustand zugesetzt wird.
    6. Herstellungsverfahren für ein Reagens zur Durchführung eines Flotationsprozesses, dadurch gekennzeichnet, dass Harzpech in fein verteiltem Zustand einer wässerigen Lösung von Ammoniak mit oder ohne Beimischung eines Oxydationsagens (beispielsweise Kaliumpermanganat) zugesetzt wird. y. Herstellungsverfahren für ein Reagens zur Durchführung eines Flotationsprozesses, dadurch gekennzeichnet, dass feinst zerkleinertes Harzpech mit einem wässerigen Pechlösungsmittel (beispielsweise Natriumhydroxyd), dem ein oxydierendes Material, wie Kaliumpermanganat, EMI6.1 kreosot oder beide, zugesetzt wird und ausserdem der Mischung noch ein Alkalisalz, beispielsweise Natriumsilikat. zugefügt werden kann.
AT88235D 1920-10-07 1920-10-07 Verfahren zur Aufbereitung von Erzen durch einen Flotationsprozeß. AT88235B (de)

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