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Verfahren zur Flotation von nichtsulfidischen und nichtsilikatischen
Mineralien
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Flotation von tichtsulfidischen und nichtsilikati- schen Mineralien, insbesondere von oxydischen oder hydroxydischen Mineralien bzw. von Karbonaten oder Phosphaten sowie von Steinkohle und gediegenen Metallen. Diese Mineralien sollen bei der Flotation mit dem Schaum aufgeschwommen werden. Gemäss der Erfindung werden ein oder mehrere als Sammler wirksame Fettsäure-Kondensationsprodukte von Aminocarbonsäuren, von Taurin, Alkyltaurin, Aryltaurin, Eiweissabbauprodukten, Oxysulfosäuren oder Oxycarbonsäuren und/oder Salze dieser Produkte in Mischung mit andern oberflächenaktiven Reagenzien, z.
B. mit gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren, Sulfonatec, Oleaten, Aminen, Alkylphenolpolyglykoläthern, verwendet.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung können auch zwei oder mehr verschiedene als Sammler wirksame Fettsäure-Kondensationsprodukte von Aminocarbonsäuren, von Taurin, Alkyltaurin, Aryltaurin, Eiweissabbauprodukten, Oxysulfosäuren oder Oxycarbonsäure und/oder Salze dieser Produkte in Mischung miteinander als Sammler verwendet werden. Die Verwendung einer Mischung mehrerer verschiedener Fettsäure-Kondensationsprodukte als Sammler. hat sich in vielen Fällen als besonders vorteilhaft erwiesen.
Bei dem Verfahren gemäss der Erfindung ergibt sich, dass bei gleicher Sammlerzugabemenge eine wesentliche Erhöhung des Metallausbringens erreicht wird. Diese hängt von dem Mischungsverhältnis der jeweils in der als Sammlerreagenz verwendeten Mischung enthaltenden Produkte ab. In den optimalen Bereichen der Mischungsverhältnisse erreicht das Metallausbringen gegenüber der Verwendung eines einzigen Sammlers, z. B. nur eines einzigen Fettsäure-Kondensationsproduktes, den doppelten bis dreifachen Wert.
Ferner ergeben sich bei der Verwendung des Verfahrens gemäss der Erfindung folgende Vorteile :
1. Bei den Mischungen gemäss der Erfindung ist in der Regel einer der beiden Sammler erheblich wohlfeile als der andere ; daher können die Schwimmittelkosten durch Zumischung dieses billigeren Sammlers wesentlich herabgesetzt werden.
2. Durch die Erhöhung des Metallausbringens sinkt der Gesamtverbrauch an S'chwimmitteln, was ebenfalls eine Herabsetzung der Kosten bedeutet.
3. Das gesteigerte Metallausbringen bei nur unwesentlich sinkenden Gehalten verbessert die Selektivität des Flotationsvorganges.
4. Das erhöhte Metallausbringen verkürzt die Flotationszeit und spart gegebenenfalls Nachreinigungen, wodurch die Energiekosten und der apparative Aufwand vermindert oder die Durchsatzleistung gesteigert werden.
Die Mischung der einzelnen Produkte oder Reagenzien kann in der Flotationszelle oder vor der Flotation in einem Anrührbehälter oder bei der technischen Herstellung der Produkte bzw. Reagenzien erfolgen.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele wiedergegeben, u. zw. als Ergebnisse von praktisch durchgeführten Versuchen.
Fig. 1 zeigt Eisenausbringen und Eisengehalte im Vorkonzentrat bei der Flotation von Elba-Hämatit
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unter Verwendung einer Mischung von Natrium-Kokosfettsäure-Sarkosid und Natrium-Kokosfettsäure- Taurin in verschiedenen Mischungsverhältnissen als Sammlerreagenz. Die chemische Formel von Natrium- Kokosfettsäure-Sarkosid lautet :
EMI2.1
In dieser Formel bedeutet R-CO ein Gemisch aus Capryl-, Linol-, Caprin-, Laurin-, Myristin-, Palmitin-, Stearin- und Ölsäure, wobei die Kettenlänge : - 18 Kohlenstoffatome beträgt.
Die chemische Formel von Natrium-Kokosfettsäure-Taurin lautet :
EMI2.2
Hierin bedeutet R-CO ein Gemisch aus Capryl-, Linol-, Caprin-, Laurin-, Myristin-, Palmitin-, Stearin- und Ölsäure, wobei ebenfalls Kettenlängen von 8-18 Kohlenstoffatomen vorliegen. Die Flotationsbedingungen waren :
EMI2.3
<tb>
<tb> Korngrösse <SEP> 100 <SEP> % <SEP> unter <SEP> 200 <SEP> Mikron, <SEP>
<tb> Trübedichte <SEP> 200 <SEP> g <SEP> Feststoff/l,
<tb> pH <SEP> Wert <SEP> 3-3, <SEP> 5 <SEP> (eingestellt <SEP> mit <SEP> HCl@,
<tb> Sammlereinwirkzeit <SEP> 2 <SEP> min,
<tb> Schaumzeit <SEP> 2 <SEP> min,
<tb> Sammlermenge <SEP> 300 <SEP> g/t <SEP> Feststoff.
<tb>
Fig. 2 zeigt Eisenausbringen und Eisengehalte im Vorkonzentrat bei der Flotation von Elba-Hämatit unter Verwendung einer Mischung von Natrium-Kokosfettsäure-Sarkosid mit Natrium-Talgfettsäure-Sar- kosid in verschiedenen Mischungsverhältnissen als Sammlerreagenz. Die chemische Formel von NatriumTalgfettsäure-Sarkosid lautet :
EMI2.4
Hierin bedeutet R-CO ein Gemisch aus Linol-, Myristin-, Palmitin-, Stearin- und Ölsäure, wobei Kettenlängen von 9 bis 18 Kohlenstoffatomen vorliegen.
Die Flotationsbedingungen waren :
EMI2.5
<tb>
<tb> Korngrösse <SEP> 100 <SEP> % <SEP> unter <SEP> 200 <SEP> Mikron, <SEP>
<tb> Trübedichte <SEP> 200 <SEP> g <SEP> Feststoff/l,
<tb> PH-Wert <SEP> 3-3, <SEP> 5 <SEP> (eingestellt <SEP> mit <SEP> HGl),
<tb> Sammlereinwirkzeit <SEP> 2 <SEP> min,
<tb> Schaumzeit <SEP> 2 <SEP> min,
<tb> Sammlermenge <SEP> 100 <SEP> g/t <SEP> Feststoff.
<tb>
Fig. 3 zeigt Eisenausbringen und Eisengehalt im Vorkonzentrat bei der Flotation von Elba-Hämatit
EMI2.6
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EMI3.1
Die Flotationsbedingungen waren :
EMI3.2
<tb>
<tb> Korngrösse <SEP> 100% <SEP> unter <SEP> 200 <SEP> Mikron,
<tb> Trübedichte <SEP> 200 <SEP> g <SEP> Feststoff/l,
<tb> y <SEP> H" <SEP> Wert <SEP> 3 <SEP> - <SEP> 3, <SEP> 5 <SEP> (eingestellt <SEP> mit <SEP> HCl),
<tb> Sammlereinwirkzeit <SEP> 2 <SEP> min,
<tb> Schaumzeit <SEP> 2 <SEP> min,
<tb> Sammlermenge <SEP> 300 <SEP> g/t <SEP> Feststoff. <SEP>
<tb>
EMI3.3
EMI3.4
EMI3.5
EMI3.6
<tb>
<tb> :Korngrösse <SEP> 100 <SEP> % <SEP> unter <SEP> 200 <SEP> Mikron, <SEP>
<tb> Triibedichte <SEP> 200 <SEP> g/l.
<tb>
PH. <SEP> Wert <SEP> 3 <SEP> - <SEP> 3, <SEP> 5 <SEP> (eingestellt <SEP> mit <SEP> HC1),
<tb> Schaumzeit <SEP> 2 <SEP> min,
<tb> Sammlereinwirkzeit <SEP> 2 <SEP> min.
<tb>
Sammlermenge <SEP> 300 <SEP> g/t <SEP> Feststoff.
<tb>
Fig. 5zeigt Eisenausbringen und Eisengehalte im Vorkonzentrat bei derFlotation von Elba-Hämatit unter Verwendung einer Mischung von Natrium-kokost ettsaure-Sarkosid mit Natrium-Oleat in verschiedenen Mischungsverhältnissen als Sammler. Die Flotationsbedingungen waren :
EMI3.7
<tb>
<tb> Korngrösse <SEP> 100 <SEP> % <SEP> unter <SEP> 200 <SEP> Mikron,
<tb> Trübedichte <SEP> 200 <SEP> g <SEP> Feststoff/l,
<tb> PH-Wert <SEP> 3-3. <SEP> 5 <SEP> (eingestellt <SEP> mit <SEP> HCl).
<tb>
Sammlereinwirkzeit <SEP> 2 <SEP> min,
<tb> Schaumzeit <SEP> 2 <SEP> min,
<tb> Sammlermenge <SEP> 300 <SEP> g/t <SEP> Feststoff.
<tb>
Fig. 6 zeigt Eisenausbringen und Eisengehalte im Vorkonzentrat bei Flotation von Elba-Hämatit unter Verwendung einer Mischung von Natrium-Kokosfettsäure-Sarkosid mit Kaprylamin in verschiedenen Mischungsverhältnissen als Sammler. Die Flotationsbedingungen waren :
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EMI4.1
<tb>
<tb> Korngrösse <SEP> 100% <SEP> unter <SEP> 200 <SEP> Mikron,
<tb> Trübedichte <SEP> 2C-0 <SEP> g <SEP> Feststoff/l,
<tb> i <SEP> H'Wert <SEP> 3-3, <SEP> 5 <SEP> (eingestellt <SEP> mit <SEP> HCl), <SEP>
<tb> Sammlereinwirkzeit <SEP> 2 <SEP> min,
<tb> Schaumzeit <SEP> 2 <SEP> min,
<tb> Sammlermenge <SEP> 200 <SEP> g/t <SEP> Feststoff.
<tb>
Fig. 7 zeigt Eisenausbringen und Eisengehalte im Vorkonzentrat bei der Flotation von kanadischem Hämatit-Magnetit-Erz unter Verwendung von Mischungen verschiedener Sammler im jeweils besten Mi- schungsverhältnis. Die Flotationsbedingungen waren :
EMI4.2
<tb>
<tb> Korngrösse <SEP> 100 <SEP> ja <SEP> unter <SEP> 150 <SEP> Mikron,
<tb> Trübedichte <SEP> 200 <SEP> g <SEP> Feststoff/l,
<tb> Sammlermenge <SEP> 300 <SEP> g/t <SEP> Feststoff,
<tb> PH, <SEP> Wert <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP> - <SEP> 3 <SEP> (eingestellt <SEP> mit <SEP> HCl),
<tb> Sammlereinwirkzeit <SEP> 2 <SEP> min,
<tb> Schaumzeit <SEP> 2 <SEP> min.
<tb>
Bei dem als Orthophosphorsäureester 327 bezeichneten Sammler handelt es sich um einen tertiären Ester aus Orthophosphorsäure und Lauryldiglykoläther, bei dem der Äther über eine Äthylenoxyd-Brücke an Orthophosphorsäure gebunden ist. Die Zahl 3 der Bezeichnung gibt den Veresterungsgrad an, 2 ist die Zahl der Mole Äthylenoxyd ; die von Alkyl- oder Acylresten gebunden sind, 7 stellt die Zahl der Mole Äthylenoxyd dar, die als Polyglykole enthalten sind. Die Formel der ferner verwendeten Alkylphenolpolyglykoläther N - 040 bis N - 300 lautet :
EMI4.3
Es sind dies Umsetzungsprodukte von Nonylphenol mit Äthylenoxyd zu Nonylphenolpolyglykoläther.
In der Formel bedeutet x die Zahl der angelagerten Moleküle Äthylenoxyd. Hierauf bezieht sich auch die Zahlengabe in der Bezeichnung, z. B. N-040. Die Formel des verwendeten Natrium-Talg-FettsäureTaurin lautet :
EMI4.4
Hierin bedeutet R-CO ein Gemisch von Linol-, Myristin-, Palmitin-, Stearin- und Ölsäure. Die gestrichelte Linie in Fig. 7 bezeichnet den Eisengehalt, die durchgezogene Linie stellt jeweils das Eisenausbringen dar.
Fig. 8 zeigt Eisenausbringen und Eisengehalte im Vorkonzentrat bei der Flotation von Elba-HämatitErz unter Verwendung von Mischungen verschiedener Sammler im jeweils besten Mischungsverhältnis als Vergleich untereinander und als Vergleich zu den Ergebnissen bei alleiniger Verwendung der in der Mischung verwendeten Reagenzien. Die Flotationsbedingungen waren :
EMI4.5
<tb>
<tb> Korngrösse <SEP> 100 <SEP> % <SEP> unter <SEP> 200 <SEP> Mikron,
<tb> Trübedichte <SEP> 200 <SEP> g/l,
<tb> pH-Wert <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP> - <SEP> 3 <SEP> (eingestellt <SEP> mit <SEP> HCl),
<tb>
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EMI5.1
<tb>
<tb> Einwirkzeit <SEP> 2 <SEP> min.,
<tb> Schaumzeit <SEP> 2 <SEP> min.
<tb>
Die gestrichelte Linie bezeichnet den Eisengehalt, die durchgezogene Linie das Eisenausbringen.
Die Fig. 9 und 10 zeigen Eisenausbringen und Eisengehalte im Vorkonzentrat bei der Flotation von Siegerländer Spateisenschlamm unter Verwendung von Mischungen von Natrium-Kokosfettsäure-Sarkosid mit andern Reagenzien in verschiedenen Mischungsverhältnissen als Sammler. Als zweite Reagenzien sind in den Mischungen jeweils enthalten : gemäss Kurve 1 Natrium-Kokosfettsäure-Taurin, Kurve 2 Natrium-Talgfettsäure-Taurin, Kurve 3 Dodecylbenzolsulfonat, Kurve 4 Laurylsarkosid, Kurve 5 Natrium- Talgfettsäure-Sarkosid, Kurve 6 Alkylphenolpclyglykoläther N - 060. Die waagrechte Gerade in Fig. 9 gibt den Eisengehalt im Aufgabegut an.
Die auf der Abszisse aufgetragenen Zahlen geben das Mischungsverhältnis der Sammlermischung an. 10 : 0 steht für die alleinige Verwendung von Natrium-Kokosfettsäure-Sarkosid, 0 : 10 für die alleinige Verwendung des zweiten Sammlers. Die konstanten Versuchsbedingungen waren :
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<tb>
<tb> PH <SEP> -Wert <SEP> 3 <SEP> - <SEP> 3, <SEP> 5,
<tb> Triibedichte <SEP> 200 <SEP> g/l,
<tb> Korngrösse <SEP> 0 <SEP> Ufo <SEP> unter <SEP> 60 <SEP> Nlikron.
<tb>
Fig. 11 zeigt Eisenausbringen und Eisengehalte im Vorkonzentrat bei der Flotation von Siegerländer Spateisenschlamm unter Verwendung von Mischungen von Natrium-Kokosfettsäure-Sarkosid mit andern Reagenzien im jeweils besten Mischungsverhältnis im Vergleich zu den Ergebnissen bei alleiniger Verwendung der in der Mischung enthaltenen Reagenzien. Die Korngrösse des flotierten Spateisenschlammes betrug 80 jo unter 60 Mikron, die verwendete Sammlermenge jeweils 500 g/t Feststoff.
Die Fig. 12 und 13 zeigen CrO-Ausbringen und CrOj-Gehalt bei der Flotation eines türkischen Chromiterzes unter Verwendung verschiedener Sammlergemische von Natrium-Kokosfettsäure-Sarkosid mit andern Reagenzien in verschiedenen Mischungsverhältnissen. Als zweite Reagenzien waren in den Gemischen jeweils enthalten : gemäss Kurve 1 Natrium-Lauryl-Sarkosid, Kurve 2 Natrium-Talgfettsäure-
EMI5.3
oleat. Die auf der Abszisse aufgetragenen Zahlen geben das Mischungsverhältnis der Sammlermischung an. 10 : 0 steht für die alleinige Verwendung von Natrium-Kokosfettsäure-Sarkosid, 0 : 10 für die alleinige Verwendung des zweiten Sammlers.
Die konstanten Versuchsbedingungen waren :
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<tb>
<tb> PH. <SEP> Wert <SEP> 3 <SEP> - <SEP> 3, <SEP> 5,
<tb> Trübedichte <SEP> 200 <SEP> g <SEP> Feststoff/l,
<tb> Korngrösse <SEP> 100 <SEP> solo <SEP> unter <SEP> 100 <SEP> Mikron,
<tb> Sammlermenge <SEP> 1500 <SEP> g/t <SEP> Feststoff,
<tb> regelnde <SEP> Mittel <SEP> 500 <SEP> g <SEP> Wasserglas/t <SEP> Feststoff.
<tb>
Die waagrechte Gerade in Fig. 13 gibt den CrO-Gehalt des Aufgabegutes an.
Die fig. 14 und 15 zeigen das Eisenausbringen bzw. den Eisengehalt bei der Flotation eines Brauneisenerzes vom Typ Vogelsberg : ter Anwendung verschiedener Sammlermischungen von Natrium-Kokosfettsäure-Sarkosid mit andern Reagenzien in verschiedenen Mischungsverhältnissen. Die auf der Abszisse aufgetragenen Zahlen geben das Mischungsverhältnis der Sammlem1ischung an. 10 : 0 steht für die alleinige Verwendung von Natrium-Kokosfettsäure-Sarkosid, 0 : 10 für die alleinige Verwendung des zweiten Sammlers.
Als zweite Sammlerreagenzien waren in den Mischungen jeweils enthalten : gemäss Kurve 1 Natrium-Lauryl-Sarkosid, Kurve 2 Natrium-Talgfettsäure-Taurin, Kurve 3 Natrium-Kokosfettsäure-Taurin, Kurve 4 Dodecylbenzolsulfonat, Kurve 5 Alkylphenolpolyglykoläther N - 060,'Kurve 6 Kokosaminacetat.
Die konstanten Versuchsbedingungen waren :
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<tb>
<tb> pH-Wert3-3, <SEP> 5, <SEP>
<tb> Trübedichte <SEP> 200 <SEP> g <SEP> Feststoff/l,
<tb> Korngrösse <SEP> 100 <SEP> % <SEP> unter <SEP> 100 <SEP> Mikron,
<tb> Sammlermenge <SEP> 1500 <SEP> g/t <SEP> Feststoff,
<tb> regelndes <SEP> Mittel <SEP> 500 <SEP> g <SEP> Wasserglas/t <SEP> Feststoff.
<tb>
Die waagrechte Gerade in Fig. 15 gibt den Eisengehalt des Auf3abegutes an.
Bei den Verfahren, welche die Grundlage der Erfindung bilden ; ist immer mindestens ein Sammlerreagenz aus der Gruppe der Fettsäure-Kondensationsprodukte an der Sammlermischung zur Verbesserung des Flotationserfolges beteiligt. In den Ausführungsbeispielen wurde als typischer Vertreter dieser Gruppe durchwegs Natrium-Kokosfettsäure-Sarkosid gewählt. Es sind in vielen Mischungen aber daneben auch andere Fettsäure-Kondensationsprodukte enthalten, z. B. Fettsäure-Taurine.
Aus den Zeichnungen, in denen die Abhängigkeit des Metallgehaltes und des Metallausbringens von den Mischungsverhältnissen der beiden jeweils beteiligten Produkte graphisch dargestellt ist, ist zu ersehen, dass die Werte für das Metallausbringen bei Verwendung eines Gemisches gemäss der Erfindung als Sammler wesentlich höher liegen als bei alleiniger Verwendung der in dem Gemisch enthaltenen'. 1ittel.
Das Metallausbringen kann sich bei bestimmten Mischungsverhältnissen sogar um mehr als das Doppelte gegenüber der alleinigen Verwendung von Natrium-Kokosfettsäure-Sarkosid erhöhen. Der Metallgehalt im Vorkonzentrat bleibt dabei gegenüber der alleinigen Verwendung von Natrium-Kokosfettsäure-Sarkosid in den meisten Fällen etwa gleich oder sinkt nur unwesentlich ab.
Zu beachten ist ferner, dass die in den Ausführungsbeispielen erzeugten Konzentrate lediglich Vorkonzentrate darstellen. DieGewinnung der Endkonzentrate kann sich in üblicher Weise bei der praktischen Durchführung des Verfahrens daran anschliessen. Hiedurch wird eine Erhöhung des Metallgehaltes im Konzentrat erreicht.
Bei der Ausbringenskurve in Fig. 2 ist insbesondere beachtlich, dass die Sammlermengen (100-g/t Aufgabegut) hier durch Zufall so bemessen wurden, dass bei einem Mischungsverhältnis von 10 : 0 (Na-
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an. Nach Durchlaufen dieses Maximums fällt die Kurve dann langsam ab, erreicht ein zweites kleineres
Maximum, um dann. fast gegen 0 abzufallen. Daraus geht hervor, dass bereits die Zumischung geringster
Mengen (in g/t Aufgabegut) eines andern Sammlers genügt, um eine bedeutende Verbesserung des Flo- tationserfolges zu erreichen.
In den Fig. 7 und 8 sowie in Fig. 11 sind als Beispiel der besten Ausbringungswerte mehrere Kurven mit Angabe des jeweils günstigsten Mischungsverhältnisses im Blockdiagramm zusammengestellt.
InFig. 7sinddie Optimalwerte von Sammlermischungen für die Flotation eines kanadischen HämatitMagnetiterzes im Vergleich zur alleinigen Verwendung von Natrium-Kokosfettsäure-Sarkosid dargestellt.
Fig. 8 zeigt ebenfalls die besten Werte des Flotationserfolges im Blockdiagramm, wobei jeweils zum Vergleich links (10 : 0) und rechts (0 : 10) die Werte für die alleinige Verwendung der an der Mischung beteiligten Produkte bzw. Reagenzien zum Vergleich angegeben sind. In gleicher Weise ist Fig. 11 zusammengestellt. Diese Figur bezieht sich auf die Flotation voh Siegerländer Spateisenschiamm. Aus diesen vergleichenden Darstellungen ist die Verbesserung des Ausbringens durch Sammlermischung deutlich zu erkennen. Fig. 11 zeigt insbesondere, dass auch bei sehr feinkörnigen Erzen nach dem Verfahren gemäss der Erfindung ein besserer Flotationserfolg erzielt wird als bei einer alleinigen Verwendung der in den Mischungen enthaltenen Reagenzien.
Wie aus den Fig. 12 und 13 hervorgeht, bietet das Verfahren gemäss der Erfindung nicht nur bei Eisenerzen, sondern auch bei andern nichtsulfidischen und nichtsilikatischen Erzen wesentliche Vorteile. In
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nen, dass das Ausbringen bei Verwendung von Mischungen in bestimmten Mischungsverhälminssen ganz bedeutend verbessert, teilweise sogar mehr als um das Doppelte erhöht werden kann. Das Verfahren gemäss der Erfindung eignet sich ferner sehr gut zur Flotation von gediegenen Metallen, z. B. gediegenem Silber und Kupfer, und zur Flotation von Steinkohle.
Die Schaubilder sind lediglich der besseren Übersicht halber so gestaltet, dass sie auf der einen Seite
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mit einem für sich allein als Sammler verwendeten Bestandteil anfangen und auf der andern Seite mit einem Bestandteil allein enden. Wie aber aus der Erläuterung der Erfindung hervorgeht, liegt bei dem Verfahren gemäss der Erfindung eine Mischung \or, in welcher eine der beiden Stoffe in nicht unerheblicher Menge enthalten ist. Das Mindestmass einer solchen Menge lässt sich von dem Fachmann im Einzelfall durch Versuche leicht bestimmen. Das gleiche gilt für das Höchstmass.
Die Versuche, welche den Diagrammen zugrundeliegen. wurden bis auf die Versuche mit Brauneisen und Chromit ohne jegliche gangartdrückende Mittel durchgeführt. Daher werden sich die Ergebnisse durch Verwendung solcher allgemein bekannter Mittel (z. b. inatriumwasserglas) noch weiter verbessern lassen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Flotation von nichtsulfidischen und nichtsilikatischen Mineralien, insbesondere von oxydischen oder hydroxydischen Mineralien bzw. von Karbonaten oder Phosphaten sowie von Steinkohle und gediegenen Metallen, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere als Sammler wirksame Fettsäure-Kondensationsprodukte von Aminocarbonsäuren, von Taurin, Alkyltaurin, Aryltaurin, Eiweissabbauprodukten, Oxysulfosäuren oder Oxycarbonsäuren und/oder Salze dieser Produkte in Mischung mit andern oberflächenaktiven Reagenzien, z. B. mit gesättigten und ungesättigten Fettsäuren, Sulfonaten, Oleaten, Aminen, Alkylphenolpolyglykoläthern, als Sammler verwendet werden.