DE2908657C2 - Verfahren zum Bestimmen des Zementgehaltes und des Gehaltes an Zuschlagstoffen von Frischbeton - Google Patents

Verfahren zum Bestimmen des Zementgehaltes und des Gehaltes an Zuschlagstoffen von Frischbeton

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DE2908657C2
DE2908657C2 DE19792908657 DE2908657A DE2908657C2 DE 2908657 C2 DE2908657 C2 DE 2908657C2 DE 19792908657 DE19792908657 DE 19792908657 DE 2908657 A DE2908657 A DE 2908657A DE 2908657 C2 DE2908657 C2 DE 2908657C2
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bestimmen des Zementgehaltes und des Gehaltes an Zuschlagstoffen von Frischbeton, bei dem eine Betonprobe bekannten Gewichts entnommen wird. Ein derartiges Verfahren soll es ermöglichen, auf einer Baustelle die Qualitätskontrolle von Frischbeton durchzuführen.
Durch die bisher bekannten Verfahren, bei denen entweder die Dichte oder die chemische Zusammensetzung oder elektrische oder kernphysikalische Eigenschaften sowie die Kornform und Korngröße zur Trennung von Zement und den Zuschlagstoffen benützt wurde, ist es nicht möglich gewesen, diese Trennung in wirklich befriedigender Weise hinsichtlich Einfachheit, Schnelligkeit und Genauigkeit zu lösen.
Dem Anmeldungsgegenstand liegt somit die Aufgabe zugrunde, bei einem Verfahren der genannten Art die Trennung mit baustellengerechter Einfachheit und
ι» Schnelligkeit sowie mit ausreichender Genauigkeit durchzuführen.
Gemäß der Erfindung ist es nun gelungen, diese Aufgabe in einwandfreier Weise zu lösen und zwar dadurch, daß von der Tatsache der unterschiedlichen Oberflächen-Energie von Zement und Zuschlagstoffen Gebrauch gemacht wird. Demgemäß besteht die Erfindung in einem Verfahren, das in dem Patentanspruch 1 gekennzeichnet ist. Dieses erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht eine schnelle Betriebsweise bei Verwendung einfacher und bausieilengerechter maßnahmen, darüber hinaus ist es unempfindlich gegen die Korngrößen der Zuschlagstoffe. Aus der gestellten Aufgabe ergibt es sich bereits, daß das erfindungsgemäße Verfahren keinesfalls eine Präzisionsbestimmung oder eine spezielle Laboratoriumsmethode darstellt, sondern eben eine besonders auf Baustellen anwendbare, einfache, schnelle und doch mit genügender Genauigkeit arbeitende Methode zur Bestimmung des Zementgehaltes und des Gehaltes an Zuschlagstoffen von Frischbeton, d. h. von noch nicht abgebundenem Beton.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert Zur Durchführung des Verfahrens wird aus einer zu untersuchenden Betonmischung eine Betonprobe, beispielsweise von 10 kg, entnommen. Diese Probe wird in ein mit Wasser gefülltes Gefäß einer handelsüblichen Flotationsmaschine, wie sie z. B. bei der Erzaufbereitung verwendet wird, eingefüllt und dort zu einer Suspension
■to verrührt. Gleichzeitig wird dieser Suspension eine oberflächenaktive Substanz, ein sogenannter Sammler, zugegeben, der mit dem Zement, nicht aber mit den Zuschlagstoffen reagiert, so daß die Zementpartikel der Suspension selektiv hydrophobiert d.h. wasserabsto ßend gemacht werden. Außerdem werden der Suspen sion noch ein für Flotationsverfahren üblicher Schäumer sowie ein den pH-Wert der Suspension und auch die Oberflächen-Ladung der Zementpartikel erhöhender sogenannter Regler zugesetzt. Als oberflächenaktive Substanz werden vorteilhaft Tenside mit Schwefelsäure- oder Sulfonsäure-Endgruppen verwendet, insbesondere Alkali- oder Erdalkali-Salze der Dodecylschwefelsäure oder Dodecylsulfonsäure. Als Schäumer kommen insbesondere primäre aliphatische Alkohole mit Ce-Cg- Ketten, z. B. Heptanol, in Betracht, während als Regler der Suspension Alkali-Hydroxide verwendet werden. Wichtig für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dabei, daß unbedingt der Regler dem Sammler zugefügt wird, da sonst das erstrebte Trennen
«> von Zement und Zuschlagstoffen nicht möglich ist.
Nach einem etwa 2 Minuten dauernden Verrühren wird der Suspension für etwa 2 bis 5 Minuten Luft zugeführt derart, daß dabei gerade so viele Luftblasen entstehen wie zur Adsorption von hydrophobierten Zementteilchen gebraucht werden. Durch die Luftzuführung bildet sich ein auf der Suspension schwimmender Schaum, bestehend aus von den Luftblasen mitgenommenen Zementpartikeln. Wird nun dieser
Schaum - gegebenenfalls nach nochmaliger Zuführung der oberflächenaktiven Substanz - abgezogen, dann verbleibt am Boden des Gefäßes die gesamte Menge der Zuschlagstoffe. Diese Zuschlagstoffe und der nach Zerstörung des Schaumes gewonnene Zement können nun gewogen werden.
Bei einer beispielsweisen Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens auf eine aus 810 g Zement und 6,863 kg Zuschlagstoffen bestehende Betonprobe wurden beim Verrühren in einer Rotationsmaschine 1,6 g Dodecylsulfat als Sammler, 0,1 ml Heptanol pro Liter Suspension als Schäumer und 800 mg NaOH pro Liter Suspension als Regler zugesetzt Nach Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wurde durch Auswiegen der Zuschlagstoffe der Anteil an Zement mit 794 g, d. h. mit einer Ausbeule von 98% der ursprünglich
zugeführten Menge ermittelt.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist übrigens auch mit Vorteil anwendbar, wenn als Zusatzstoff zum Beton speziell Flugasche (Elektrofilter-Asche) genommen wird. Hierdurch werden dann der Zement gemeinsam mit der Flugasche von den Zuschlagstoffen getrennt.
Es ist aber auch möglich, den Zementanteil und den Flugaschenantei'i voneinander zu trennen und getrennt zu ermitteln. Man verfährt hierbei in der oben angegebenen Weise, verwendet jedoch als Regler z. B. Polyäthylenoxid 100 000 (mittl. Molchulargewicht) oder Borat-Puffer und erhält zunächst den Flugaschenanteil. Der Zementanteil und die Zuschlagstoffe verbleiben dabei in der Flotationslösung. Um anschließend den Zemeütanteil zu ermitteln, verfährt man dann in der eingangs beschriebenen Art und Weise.

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Bestimmen des Zementgehaltes und des Gehaltes an Zuschlagstoffen von Frischbeton, bei dem eine Betonprobe bekannten Gewichts entommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Betonprobe mit Wasser in einem Gefäß zu einer Suspension verrührt wird, der eine oberflächenaktive Substanz (Sammler), d'.e nur mit dem Zement, nicht aber mit den Zuschlagstoffen (Sand) des Frischbetons reagiert, so daß die Zementpartikel selektiv hydrophobiert (wasserabstoßend gemacht) werden, sowie eine den pH-Wert der Suspension und die Oberflächenladung der Zementpartikel erhöhende Substanz (Regler), ferner eine die Schaumbildung kontrollierende Substanz (Schäumer) zugegeben werden, daß danach in die Suspension Luft eingeblasen wird, wodurch sich die Zementpartikel an die Luftblasen ansetzen, mit denen sie dann einen mit Zement beladenen Schaum bilden, der abgezogen wird, so daß die Zuschlagstoffe (Sand) im Gefäß zurückbleiben, worauf die Zuschlagstoffe (Sand) und/oder der Zement gewogen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß als oberflächenaktive Substanzen (Sammler) Tenside mit Schwefelsäure- oder Sulfonsäure-Endgruppen verwendet werden.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als oberflächenaktive Substanzen (Sammler) Alkali- oder Erdalkali-Salze der Dodecylschwefelsäure oder der Dodecylsulfonsöiire verwendet werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche I —3, dadurch gekennzeichnet, daß als Regler Alkalihydroxide verwendet werden.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 —4, dadurch gekennzeichnet, daß als Schäumer primäre alphatische Alkohole mit Q-Cio-Ketten verwendet werden.
6. Verfahren nach den Ansprüchen I —5, dadurch gekennzeichnet, daß die der Suspension zugeführte Luft so geregelt wird, daß gerade so viele Luftblasen vorhanden sind, wie zur Adsorption von hydrophobierten Zementteilchen gebraucht werden.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1—6, dadurch gekennzeichnet, daß oberflächenaktive Substanz (Sammler) und Regler erforderlichenfalls mehrmals der Suspension zugegeben werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche I —3 und 5-7, für den Fall, daß Flugasche (Elektrofilterasche) dem Beton als Zusatzstoff beigegeben ist dadurch gekennzeichnet, daß zur gemeinsamen Ermittlung des Zement· und Flugaschegehaltes als Regler Alkalihydroxide und zur getrennten Ermittlung des Flugaschegehaltes als Regler Borat-Puffer zugesetzt wird.
DE19792908657 1979-03-06 1979-03-06 Verfahren zum Bestimmen des Zementgehaltes und des Gehaltes an Zuschlagstoffen von Frischbeton Expired DE2908657C2 (de)

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