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Beschickungsvorrichtung für die Backplatten an Backöfen mit kontinuierlicher Arbeitsweise.
Vorliegende Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung der durch das Patent
Nr. 71104 geschützten Beschickungs-und Entleerungsvorrichtung für Backöfen derjenigen
Art, bei welcher zwecks Erleichterung des Arbeitens an Öfen mit ununterbrochener Arbeits- weise und mit Ein-und Austritt der Backware an der gleichen Seite des Ofens die in der Querrichtung aus dem Ofen austretenden Backplatten in der Querrichtung desselben beschickt, in ihrer Längsrichtung dagegen entleert werden.
Die Erfindung beruht im wesentlichen darauf, dass eine Beschickungsvorrichtung verwendet wird, die aus Rahmen mit an sich bekannten, drehbaren, je nach Bedarf mit Tuch bespannten Mulden, Aufsetzbrettern o. dgl. besteht. Auf die letzteren werden statt der sonst üblichen Gärbretter die Teigstücke gleich nach dem Wirken aufgesetzt und dann die
Rahmen nacheinander vor die Backplatte gesetzt und über die letztere gefahren, worauf die Mulden geschwenkt werden. Hierdurch ist erreicht, dass die Teigstücke ohne nochmalige Berührung mit den Händen umgekehrt auf die Backplatten fallen, wie es die Gärung für viele Sorten Kleinbackware wie Semmeln, Knüppel, Schrippen usw. erfordert.
Diese Rahmen werden in der Querrichtung der Backplatte bewegt, wogegen die Entleerung der Backplatten in deren Längsrichtung erfolgt, beispielsweise wie bei der in dem Stammpatente Nr. 71104 beschriebenen Vorrichtung.
Die Aufsetzrahmen können mit Rädern versehen sein zwecks leichter Bewegung, oder aber sie können auf einen besonderen Wagen gesetzt werden, der m. t Rädern versehen ist und die Aufsetzrahmen über die Backplatte trägt.
In der Zeichnung ist diese Vorrichtung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar in Fig. i im Querschnitt in zurückgezogenem und in Fig. 2 in übcr die Backplatte geschobenem und gekipptem Zustande der Mulden, wozu Fig. 3 den Längsschnitt darstellt.
Hierbei sind die Aufsetzrahmen mit Rändern versehen. Die Fig. 4 bis 7 zeigen als zweites Ausführungsbeispiel die Aufsetzrahmen auf einen besonderen Wagen gesetzt, und zwar Fig. 4 im Querschnitt in zurückgezogenem und Fig. 5 in über die Backplatte geschobenem und
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darstellen.
Die Backplatten 1 treten der Reihe nach aus der punktierten Stellung bei 2 aus dem Ofen heraus und bleiben hier eine kurze Zeit zwecks Entleerens und Belegens stehen.
Das Beschicken erfolgt durch an sich bekannte Rahmen 3 mit drehbaren Mulden oder dgl. 4, die bei dem in den Fig. i bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel mit Rädern versehen sind, während sie bei dem zweiten Ausführungsbeispiel nach den Fig. 4 bis 7 keine Räder haben, sondern auf einen besonderen Wagen 6 mit'Rädern 7 gesetzt sind.
Durch auf der Achse 9 befestigte Hebel 8, die mit Schlitzen an Zapfen 10 bzw. 11 der Rahmen 3 bzw. des Wagens 6 angreifen, können diese auf ihren Rollbahnen hin und her geschoben werden. Statt der Hebel und Zapfen könnten ebensogut Zahnsegmente bzw, Zahnräder und Zahnstangen verwendet werden.
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Das Kippen der Mulden kann in bekannter Weise durch Zahnstangen 12 und Zahnsegmente 13 geschehen, welch letztere an den Mulden 4 befestigt sind. Zur Hubbegrenzung beim Kippen der Mulden (Fig. 2 und 5) können verstellbare Anschläge 14, beispielsweise Stellschrauben, und zum Festhalten der Mulden in der geraden Stellung (Fig. I und 4) Arretierungen 15, beispielsweise wie gezeichnet, angebracht werden, um ein vorzeitiges Umkippen der Mulden zu verhindern.
Diese Vorrichtung kann folgendermassen gehandhabt werden : Die mit Teigstücken belegten Rahmen 3 werden in Gärwagen oder auch mechanisch an den Ofen herangebracht und mittels der Handgriffe 16 auf den Platz vor der ausgezogenen Backplatte 1 gestellt.
Bei der Ausführungsart nach Fig. i bis 3 werden die Rahmen 3 mit ihren Rollen 5 auf die Fahrbahnen 17 und mit den Zapfen 10 in die Schlitze der Hebel 8 gesetzt. Hierauf tritt ein Abwerfapparat, wie er beispielsweise in dem Stammpatente Nr. 71104 beschrieben ist, in Tätigkeit, wobei die Rückwand der Rahmen 3 so hoch geführt ist, dass sie das Herunterfallen der Brötchen verhindert.
Nach dem Entleeren wird der Rahmen 3 über die Backplatte 1 geschoben (Fig. 2) und die Zahnstangen 12 werden bis an die Anschläge 14 vorgeschoben, hierbei die Mulden 4 umgekippt und die Teigstücke umgekehrt auf die Backplatte gesetzt. Sodann wird der Rahmen 3 wieder bis in die Stellung nach Fig. i zurückgezogen, die Zahn-stangen 12 werden zurückgezogen, bis die Arretierung 15 einschnappt, der Rahmen 3 wird heruntergenommen und der nächste Rahmen aufgesetzt.
Bei der Ausführungsart nach Fig. 4 bis 7 werden die Rahmen nacheinander auf den zurückgezogenen Wagen 6 (Fig. 4) aufgesetzt, worauf die Handhabung in gleicher Weise wie bei der Ausführungsart nach Fig. i bis 3 erfolgt. Hierbei ist die Hinterwand des Wagens 6
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des Entleerungsapparates verhindert.
PATENT-ANSPRÜCHE : I. Beschickungsvorrichtung für die Backplatten an Backöfen mit kontinuierlicher Arbeitsweise nach Patent Nr. 71104, dadurch gekennzeichnet, dass als Beschickungsvorrichtung Rahmen mit an sich bekannten drehbaren Mulden dienen, die über die Backplatte geschoben und dort gekippt werden.