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Gas-und wasserdichtes elektrisches Läutewerk.
Die Erfindung betrifft ein elektrisches Läutewerk mit einem den beweglichen Kern eines Solenoides bildenden Klöppel, bei welchem der Schaltmechanismus, insbesondere der Stromunterbrecher von aussen vollständig gasdicht und auch wasserdicht abgeschlossen ist und daher die Glocke überall dort ohne Gefahr verwendet werden kann, wo der offen auftretende Unterbrechungsfunke eine Explosion zur Folge haben könnte. Zur Erzielung eines vollständig hermetischen Abschlusses des Stromunterbrechers ist die Einrichtung derart getroffen, dass der Stromunterbrecher von einem besonderen, mit dem Klöppelkem sich gleichförmig bewegenden Hilfskern beeinflusst wird, der mit den Unterbrecherkontakten und dem Solenoid in einem voll- ständig gas-und wasserdicht gegen aussen und von dem Klöppelkern abgeschlossenen Raum untergebracht ist.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. i das Läutewerk im Durchschnitt, Fig. 2 von unten gesehen mit freigelegtem Stromunterbrecher, Fig. 3 und 4 die etwas abgeänderte Solenoidspule im Längs-bzw. Querschnitt, Fig. 5 eine andere Ausführungsform des Stromunterbrechers und Fig. 6 und 7 zwei weitere Ausführungsformen des Läutewerkes.
Bei dem Läutewerk nach Fig. i und 2 ist die Spule 1 des Solenoides 2 mit zwei parallelen Durchbohrungen 3, 4 versehen, in welchen Hülsen 5,6 eingesetzt sind. Die Hülse 6 besitzt einen Boden und ist an ihrem oberen offenen Ende an einem Gehäuse 7 gasdicht befestigt. Das Gehäuse 7
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platte 10 des Läutewerkes gas-und wasserdicht befestigt. In den Hülsen 5,6 sind Eisenkerne 11, 12 beweglich untergebracht, die, wie es die Umstände erfordern, von gleichem oder ungleichem Durchmesser sind. Der Kern 12 trägt an einer Stange 13 den auf die Glockenschale 14 wirkenden
Schlagkopf 15 und ist durch die Hülse 6 von dem Kern 11, Solenoid 2 und Stromunterbrecher u hermetisch abgeschlossen. Die Stange 13 ragt durch einen dichten Abschluss 16 aus der Hülse 6 heraus.
Die Hülse 6 kann aber auch, ohne den gas-und wasserdichten Abschluss des Stromunterbrechers u zu beeinträchtigen, beiderseits offen sein (Fig. 7). In einem solchen Falle geht die Hülse 6 auch durch die untere Wand des Gehäuses 7 hindurch. Der Kern 11 beeinflusst den Strom- unterbrecher M, der verschiedenartig ausgebildet sein kann. Nach Fig. 1 und 2 besteht er aus zwei Runddrahtfedern 17, 18, von welchen die Feder 18 in eine Querbohrung 19 des Kernes 11 eingreift, wogegen die Feder 17 eine Kugel 20 trägt, an welcher sich der Kern 11 abstützt. Diese Kontaktfedern 17, 18 sind isoliert voneinander an den Enden einer Querschiene 21 des Solenoidträgers 22 befestigt.
Der Strom geht im Augenblick des Stromschlusses von der Abschlussklemme 23 durch die Solenoidwicklung, Kontaktfeder 18, den Kern 11, die Kugel 20, Kontaktfeder 17 und hierauf zur zweiten, in der Zeichnung nicht ersichtlichen Anschlussklemme zurück. Hierbei werden die beiden Kerne 11, 12 durch das erregte Solenoid 2 gleichzeitig emporgeschleudert, wobei der Schlagkopf 15 an die Glockenschale 14 schlägt. Während dieser Bewegung wird der Kern 11 von der Kugel 20, die ihm eine kurze Strecke folgt, abgehoben, und dadurch der Stromkreis geöffnet, worauf beide Kerne, nachdem sie sich durch die lebendige Kraft noch eine Strecke weiterbewegen, in die Ruhestellung zurückfallen, um dann das Spiel von neuem zu beginnen.
Der Stromunterbrecher wird bei Verwendung einer leitenden Spule mit nur einer Kontaktfeder ausgeführt. In einem solchen Falle kann die Einrichtung so getroffen sein, dass die Kontakt-
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