<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Rohrtransportvorrichtung für Rohrschweiss- öfen, in deren Feuerzug eine Anzahl eingelegter Rohre gleichzeitig erhitzt und in welchen der Reihe nach ununterbrochen neue Rohre eingelegt und die fertig erhitzten zur Schweiss- maschine herausgeschoben werden.
Bekannt sind Wärmeöfen für 01-oder Gasfeuerung, bei welchen beiderseits des Feuerzuges gegen die Zugrichtung verschiebbare, mit Einrichtungen zur Aufnahme der zu erwärmenden Gegenstände versehene Transportorgane in Gestalt end- loser Ketten angeordnet sind, wobei letztere auf entsprechende Naben von wagrechten, beider- seits angeordneten Wellen gespannt sind, welche mittels einer Antriebsvorrichtung die Kettenglieder gegen die Zugrichtung verschieben, zum Zwecke, eine Anzahl von in das Feuer eingelegten Gegenständen gleichzeitig zu erhitzen und nach Einlegen eines nächst zu erhitzenden und He ausnahme eines fertig erhitzten Gegenstandes das Vorrücken sämtlicher in das Feuer eingelegten Gegenstände zu bewirken.
Diese Art der Transportvorrichtung hat, da sie die Seitenwände des Ofens nicht abschliesst, den Nachteil, dass durch die offenen seitlichen Schlitze ein Grossteil der Wärme verloren geht nnd durch diese ausstrahlende Hitze das Arbeiten beim Ofen erschwert wird.
Diese Nachteile werden nach der Erfindung dadurch behoben, dass die Zugwände aus quadratischen, mit Öffnungen zum Einführen und Durchstecken der zu schweissenden Rohre versehenen, durch Scharniere miteinander verbundenen Blechtafelp bestehen, welche dicht an den Blechbrüstungen beiderseits des Ofens zwecks seitlichen Abschlusses des Feuerzuges geführt sind.
Die Seitenlänge der Quadratbleche ist gleich der Länge der Kettenglieder und deren Oberstrang ist an den Blechbrüstungen des Ofens wagrecht und geschlossen geführt, während die Ketten mittels ausserhalb am Ofen angebrachten Quadratnaben gespannt sind, deren Seitenlängen ebenfalls den Längen der Kettenglieder gleichen. Auf jede Viertelumdrehung dieser Naben schreiten die Ketten um ein Paar Röhrenöffnungen gegen die Richtung des Feuerzuges vor, so dass jedesmal ein neues Paar Schutzwandbleche eingeführt und am anderen Ende des Ofens das vorderste Paar frei wird.
Vor jedem neuen Schrittschub der Schutzwände muss jedoch das neu einzuführende Paar Schutzwandbleche bereits mit einem zu verschweissenden Rohre beladen sein, und erst wenn aus dem auszulösenden Paar Schutzwandblechen die bereits fertig erhitzten Rohre zur Schweissmaschine herausgeschoben wurden und das entleerte Paar Schutzwandbleche durch das nächstfolgende beladene Paar bei schrittweisem Vorschub ersetzt wurde, ist der Schrittschub beendet, wobei der Feuerzug beiderseits durch die verschiebbaren Schutzwände abgeschlossen bleibt.
Die Röhren werden dabei mittels eines Schutzbockes zwischen wagrecht geführten Rollscheiben gestützt, die mittels ganz ähnlichen endlosen Ketten zusammenhängen, so dass bei sämtlichen endlosen Ketten der Schritt gleichzeitig geschieht und sämtliche Rohre gleichgerichtet und senkrecht zur Ofenachse in wagrechter Richtung vorgeschoben werden.
Der Ofen ist an einem Ausführungsbeispiel schematisch in der Zeichnung dargestellt.
Fig. i ist der Schweissofen in Seitenansicht und Fig. 2 im Längsschnitt. Fig. 3 zeigt den Stützbock in Ansicht nach der Richtung der Rohrachsen. Fig. 4 zeigt den Ofen im Schnitt und den Stützbock in Ansicht in zur Rohrachse senkrechter Richtung.
<Desc/Clms Page number 2>
g sind die quadratischen Verschlussbleche, welche durch Scharniere o miteinander kettenartig verbunden sind, so dass die Schutzbleche zu beiden Seiten des Ofens endlose Ketten bilden, deren Oberstränge dicht an den beiderseitigen Blechbrüstungen ç in Führungen f aneinandergeschlossen in wagrechter Richtung verschoben werden können. Ausserhalb des Ofens sind an beiden Enden wagrechte Wellen m, ml vorgesehen, welche mit quadratischen Naben k, kl versehen sind, deren Seitenlänge den Längen der Kettenglieder gleichen.
Durch jede Viertelumdrehung der Wellen m, ici, werden daher die Schutzwände um eine Schutzblechlänge verschoben. Jedes Schutzblech ist in der Mitte mit einem runden Loch p zum Durchstecken der zu verschweissenden Rohre n versehen.
Seitlich vor dem Ofen A parallel aufgestellt befindet sich der Bock B, welcher mit zwei endlosen Ketten versehen ist, die genau mit den am Ofen befindlichen Ketten übereinstimmen und in ihrer Projektion liegen und von den Ofenketten sich dadurch unterseheiden, dass sie keine quadratischen Bleche g tragen. Ihre Triebwelle m ist dem Bocke B und den übrigen endlosen Ketten gemeinschaftlich (Fig. 4). Sie trägt am Bock die Kettennaben i. Die Bockketten sind an den Enden über die Kettennaben i und k2
EMI2.1
lagert ist. Die Scharnierachsen 01 der Bockketten tragen an ihren Enden Rollen s, mittels welchen die Oberstränge auf den Oberkanten des Bockes aufliegen und wagrecht geführt sind (Fig. 3 und 4). Ausserdem tragen die Scharnierwellen kreisrunde Scheiben t, deren Durchmesser kleiner sein kann als die Länge der Kettenglieder.
Die Höhenlage ist so bemessen, dass die Rohre n zwischen je zwei Scheiben t wagrecht aufliegen und gestützt werden (Fig. 3 und 4). Der Schweissofen A besitzt mit Schamotte a ausgefütterte wagrechte Feuerzüge, welche bei d mit flüssigem oder gasförmigem Brennstoff gespeist werden und ist mit Blechbrüstungen c versehen. Dicht an den Brüstungen werden die mit den gegeneinanderliegenden Kreisöffnungen p versehenen verschiebbaren Blechwände g zu beiden Seiten des oberen Feuerzuges geführt. Das Ofenrohr dl führt die verbrannten Gase zum Kamin.
Sämtliche Paare der Kreisöffnungen p der verschiebbaren Kettenwände, welche sich am Feuerzug befinden, sind mit Röhren n beladen, welche mit ihren Schweissstellen N in der Mitte des Feuers liegen, an beiden Seiten aus dem Ofen herausragen und zwischen den Scheiben t am Bock B in wagrechter und zueinander paralleler Lage gestützt sind. Während in dieser Ruhelage sämtliche Schweissstellen N erhitzt werden, wird das zunächst einzuschiebende und noch freie Lochpaar PI (Fig. i und 2) mit einem Schweissrohr beladen, welches derart parallel zu den übrigen Röhren n vorgeschoben werden muss, dass es beim nächstfolgenden Schubschritt der Ofenketten in das Feuer gelangt.