AT87743B - Antikathode für Röntgenröhren. - Google Patents

Antikathode für Röntgenröhren.

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  Antikathode für Röntgenröhren. 



   Die Antikathoden von Röntgenröhren werden zweckmässig aus dem die Auftreffssäche für die Kathodenstrahlen aufweisenden, aus einer dünnen Schicht geeigneten Stoffes, beispielsweise Platiniridium bestehenden sogenannten Antikathodenspiegel und einem den Antikathodenspiegel tragenden, ihm Wärme entziehenden, etwa aus Kupfer gefertigten Körper zusammengesetzt. Bei den bekannten Antikathoden dieser Art ist der Antikathodenspiegel durch Löten oder durch Stifte oder Nieten an dem Antikathodenkörper befestigt oder auch auf eine in den Antikathodenkörper einzulassende Platte aufgewalzt.

   Bei diesen Befestigungsarten wird mit dem Antikathodenspiegel, der ein Verbrauchsgegenstand ist, also nach einer gewissen Gebrauchsdauer der Röntgenröhre der Erneuerung bedarf, stets auch der Antikathodenkörper unbrauchbar, da sich der Antikathodenspiegel von dem Antikathodenkörper nicht ohne gleichzeitige Zerstörung des letzteren trennen lässt. 



   Ein Fortschritt wird hier durch die Erfindung herbeigeführt, der gemäss zum Festhalten des Antikathodenspiegels auf dem Antikathodenkörper ein aus einem geeigneten Stoffe, zweckmässig Kupfer, bestehender Ring dient, der an der einen Stirnseite einen nach innen vorspringenden Rand aufweist. Mittels dieses Randes drückt der Ring, nachdem er über einen in ihn passenden zylindrischen Teil des Antikathodenkörpers geschoben und sodann befestigt, nämlich zweckmässig an seiner anderen Stirnseite über den hinter dem zylindrischen Teil entsprechend verjüngten Antikathodenkörper umgebördelt ist, den Antikathodenspiegel gegen die Vorderfläche des Antikathodenkörpers und hält ihn in dieser Stellung fest. 



   Eine Ausführungsform der neuen Antikathode ist in der Zeichnung im Längsschnitt schematisch dargestellt. a ist der Antikathodenspiegel, der hier auf die den zylindrischenTeil bildende Platte b aufgewalzt ist, c der verjüngte Teil des Antikathodenkörpers, d der Ring, der mit seinem einspringenden Rand e den Antikathodenspiegel a und die ihn tragende Platte b gegen den Antikathodenkörper drückt und in dieser Lage mittels seines umgebördelten   Teiles f festhält.   Soll der Antikathodenspiegel a mitsamt der ihn tragenden Platte b aus- 
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 fernen, ohne dabei den Antikathodenkörper zu verletzen. 



   Soll die Antikathode, wie in dem dargestellten Austührungsbeispiel, noch an einem Glasrohr durch Einschmelzen befestigt werden, so bietet die Erfindung einen weiteren Vorteil. Bei der eingangs geschilderten bekannten Befestigungsart des Antikathodenspiegels war es nämlich, da hierzu die Antikathode von ihrer Rückseite her in den Werkstückhalter eingespannt werden musste, mit dem Glasrohre daran aber nicht mehr auf diese Weise eingespannt werden kann, erforderlich, die Antikathode vor dem Einschmelzen völlig fertigzustellen.

   Wegen der dann verhältnismässig beträchtlichen Masse des mit dem Glasrohr zu verbindenden Körpers und der durch diese ausgeübten starken wärmeentziehenden Wirkung beim Einschmelzen musste dabei das als Zwischenstück zwischen der Antikathode und dem Glase dienende Platinrohrstück verhältnismässig lang gemacht werden, damit das Einschmelzen in befriedigender Weise ausgeführt werden konnte. 



    Bei der neuen Antikathode hingegen kann der Antikathodenkörper, da er ja lediglich die Auflagefläche für den Antikathodenspiegel und den zylindrischen und verjüngten Teil,   

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 im Falle der Verwendung der gesonderten Platte b sogar nur den verjüngten Teil zur Befestigungsanordnung beizutragen hat, so ausgebildet werden, dass er wesentlich geringere Masse und daher weit geringere wärmeentziehende Wirkung aufweist als die bekannten Antikathodenkörper. Ferner ist die Antikathode zwecks Umbördelung der nach hinten zu liegenden Stirnseite des Ringes d, der einzigen, ein Einspannen erfordernden Arbeit, von der Vorderseite her-wie dies in der Zeichnung durch die gestrichelt dargestellten Backen g der Einspannvorrichtung veranschaulicht ist-einzuspannen.

   Da hierbei das Glasrohr   h   nicht stört, kann das Einschmelzen der Antikathode in das Glasrohr schon vor dem Einspannen, also so erfolgen, dass beim Einschmelzen die wärmeentziehende Masse nur von dem an sich schon 
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 gebildet wird. Man kommt auf diese Weise, ohne die Güte der Einschmelzung zu ver- ändern, mit einem wesentlich kürzeren Platinzwischenstück aus, was bei einem Stoffe wie Platin von Wichtigkeit ist. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : i. Antikathode für Röntgenröhren, die aus einem die Auftrefffläche für die Kathodenstrahlen aufweisenden Teil (dem Antikathodenspiegel) und einem diesen tragenden Körper (dem Antikathodenkörper) zusammengesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass zum Festhalten des Antikathodenspiegels auf dem Antikathodenkörper ein auf einen gegebenenfalls als gesonderte, den Antikathodenspiegel tragende Platte ausgebildeten zylindrischen Teil des letzteren passender Ring aus einem geeigneten Stoffe, etwa Kupfer, dient, der an seiner vorderen Stirnseite einen nach innen vorspringenden, über den Antikathodenspiegel geschobenen Rand aufweist und   gegenüber   dem Antikathodenkörper unverrückbar gemacht ist.

Claims (1)

  1. 2. Antikathode nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring an seiner nach hinten zu liegenden Seite über einen verjüngten Teil des Antikathodenkörpers umgebördelt ist.
AT87743D 1916-01-17 1916-03-30 Antikathode für Röntgenröhren. AT87743B (de)

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