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Maschine zur Herstellung von Zigarettenhülsen, insbesondere solchen mit Mundstück.
Bei den bekannten Maschinen zur Herstellung von Zigarettenhülsen, insbesondere solchen mit Mundstück, läuft das Hülsenpapier von der Papierbandrolle durch die verschiedenen Druckapparate, in welchen das Bedrucken bzw. Einfärben und Bronzieren erfolgt, worauf aus dem Papierstrang durch eine Falz-und Zusammenfüg-bzw. Klebevorrichtung der Hülsenstrang gebildet wird. Von diesem werden durch eine Hülsenschere die einzelnen Hülsen in gebrauchsfertiger Länge abgeschnitten und bei Mundstückhülsenmaschinen von einem Greifer zum Mündstückapparat getragen, dessen hohler, das gerollte Mundstückpapier enthaltender Dorn (Löffel) die Hülse aufspiesst, die dann zusammen mit der eingeführten Mundstückrolle abgestreift wird und nach Durchgang durch den Ausrollapparat die Maschine fertig verlässt.
Diese Maschinen haben, da die Hülsenschere entsprechend dem Fortschreiten des Hülsenstranges in dessen Richtung hin und her laufen muss und auch der Mundstück-
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Nachteil, dass die Tourenzahl der Maschine auf etwa 180 Touren in der Minute beschränkt bleiben muss, da sonst eine starke Schleuderwirkung der Hülsenschere und der übrigen hinund hergehenden Teile, verbunden mit entsprechenden Störungen, auftritt. Durch die Begrenzung der Tourenzahl ist die Produktion beschränkt.
Auch die zwecks Erhöhung der Produktion bereits versuchte Anordnung von zwei Mundstückapparaten, denen die Hülsenabschnitte abwechselnd zugeführt werden, beseitigt diese Nachteile nicht, da die Hülsenschere, gegebenenfalls der Naht auf Nahtapparat und der Druckapparat, doppelt so viel Touren machen muss, als die Mundstückapparate und daher ein stetes Versagen, verursacht durch Schleuderwirkung, unausbleiblich ist, wobei die Druckapparate durch die hohe Geschwindigkeit einer verstärkten Abnutzung unterworfen sind. Geht man aber mit der Geschwindigkeit herab, so. ergibt sich trotz der erhöhten Kosten und des komplizierten Baues der Maschine keine nennenswerte Steigerung der Produktion.
Die vorliegende Erfindung vermeidet nun diese Nachteile und. ermöglicht eine Vervielfachung der Produktion dadurch, dass zwei oder mehr Hülsenscheren und Mundstückapparate vorgesehen sind, welche bei einem Umlauf oder Gang der Maschine gleichzeitig
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so bedrucken, dass der Druck der einen Hülsenlänge symmetrisch zu jenem der anderen steht, werden der Erfindung gemäss zwei Hülsenscheren vorgesehen, von denen die eine zunächst einen Hülsenstrangabschnitt von doppelter Hülsenlänge abtrennt, der von einem Greifer zur zweiten Schere und zwei Mundstückapparaten mit parallel zum Hülsenstrang
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entgegengesetzten Seiten einführen. Die die längeren Hülsenstrangabschnitte unterteilenden Hülsenscheren oder die längeren Hülsenstrangabschnitte selbst können dabei verstellbar sein, um gleichzeitig. Hülsen von verschiedener Länge erzeugen zu können.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel dieser Maschine zur Herstellung von Zigarettenhülsen mit Mundstück schematisch in Fig. i im Aufriss, in Fig. 2 im Grundriss und in Fig. 3 im Querschnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 2. Fig. 4 stellt ein Stück des
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bedruckten Hülsenstranges und eine von diesem durch die erste Hülsenschere abgeschnittene Doppelhülse dar, aus welcher durch die zweite Hülsenschere zwei Hülsen gebildet werden.
Der von der Papierrolle a abgezogene Hülsenpapierstreifen b läuft, wie üblich, durch den Druckapparat, wo das Bedrucken bzw. Einfärben und gegebenenfalls Bronzieren einzelner Druckstellen in bekannter Weise erfolgt, wobei die aufeinanderfolgenden Hülsen- längen paarweise in Richtung des Papierstreifens bzw. des daraus zu bildenden Hülsenstranges mit symmetrisch entgegengesetzt gerichtetem Aufdruck (Fig. 4) versehen werden. Die Druckwalzen c sind zu diesem Zwecke mit je zwei gegeneinander verkehrt stehenden Stempeln versehen. Der bedruckte Hülsenpapierstreifen b geht dann in bekannter Weise durch die Falzvorrichtung mit Falzstab und Pressrädchen e, wo er zum Hülsenstrang bl geformt wird.
Von dem Hülsenstrange bl (Fig. 4) wird nun der Erfindung gemäss mittels einer Hülsenschere f ein Stück b2 in der Länge zweier Hülsen mit nach aussen gerichteten Mundstückenden abgeschnitten, vorteilhaft durch den gebräuchlichen Naht auf Nahtapparat g gerichtet und durch den Greifer A (Fig. 2 und 3) zu zwei Mundstückapparaten i
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Die in bekannter Weise auf den Dornen 1 aufgerollten Mundstückstreifen m werden bei jedem Auseinandergang der Löffel von diesen geholt und bei der Gegeneinanderbewegung der Löffel, in denselben liegend, an beiden Enden in die sich auf den Löffeln aufspiessende Doppelhülse b2 eingeführt, welche durche Anschläge an den Löffeln in die richtige Lage gebracht wird.
Die Doppelhülse wird nun durch eine zweite Hülsenschere n in zwei Einzelhülsen geteilt, die bei Auseinanderbewegung der Löffel k von diesen abgestreift werden, wobei die Mundstückstreifen, auf Anschläge der Mundstückapparate treffen, in den Hülsen an den Enden eingesetzt, zurückbleiben. Die abgestreiften Hülsen gelangen in die Ausrollapparate o, um dann die Maschine fertig zu verlassen.
Die erste Hülsenschere f macht nur halb so viel Hin-und Hergänge als Hülsen erzeugt werden. Die zweite Hülsenschere n bleibt an Ort und Stelle.
Die Maschine erzeugt demnach bei jedem Gang gleichzeitig zwei Hülsen, was eine Verdopplung der Produktion bedeutet. Durch Einsetzen von je zwei Stempeln mit verschiedener Prägung an den Druckwalzen können auch gleichzeitig je zwei Hülsen mit verschiedenem Aufdruck und durch Verstellung der zweiten Hülsenschere n auch zwei Hülsen verschiedener Länge in derselben Maschine gleichzeitig erzeugt werden. Ferner können auch in jedem der beiden Mundstückapparate Mundstücke von verschiedener Länge erzeugt, also je zwei Hülsen mit verschieden langen Mundstücken gleichzeitig auf derselben Maschine hergestellt werden.
Bei Eingchaltung eines Gold-oder Korkbelagapparates bringt dieser den Belag p (Fig. 4) auf dem Papierstreifen an der von der ersten Hülsenschere zu durchschneidenden Stelle in doppelter Breite auf, wo er beim Schneiden der Doppelhülsen in der Mitte ohne jeden Abfall durchgeschnitten wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
I. Maschine zur Herstellung von Zigarettenhülsen, insbesondere solchen mit Mundstück, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehr Hülsenscheren und Mundstückapparate vorgesehen sind, welche bei einem Umlauf oder Gang gleichzeitig zwei oder mehr fertige Hülsen erzeugen.
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dadurch gekennzeichnet, dass zwei Hülsenscheren vorgesehen sind, von welchen die eine zunächst einen Hülsenstrangabschnitt von doppelter Hülsenlänge abtrennt, der vom Druckapparat in an sich bekannter Weise auf den beiden Hülsenlängen symmetrisch bedruckt ist und von einem Greifer der zweiten Schere und zwei Mundstückapparaten mit parallel zum Hülsenstrang einander gegenüberstehenden Löffeln zugeführt wird, welche gleichzeitig die Mundstücke von entgegengesetzten Seiten einführen.