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Zylinder für Verbrennungskraftmaschinen.
Die Erfindung betrifft einen Zylinder für Verbrennungskraftmaschinen, dessen Austritts- öffnungen in der Zylinderwand längs des Umfanges angeoranet sind. Die Austrittsöffnungen bei Zweitaktmaschinen sind Schlitze, die durch glatte, ungekühlte Rippen oder Stege voneinander getrennt sind. Die Kühlung erfolgt durch Ableiten der Wärme mittels der Zylinderwand, was aber nur bei kleinen Maschinen genügt. Bei grossen Maschinen werden die Rippen oder Stege zwischen den Austrittsschlitzen mittels Wasser gekühlt, das durch Bohrungen der Stege strömt, die mit dem Kühlmantel des Zylinders in Verbindung stehen.
Die Kanäle für das Kühlwasser sind aber notwendigerweise eng, werden daher leicht verlegt und die gekühlte Fläche der Stege ist viel kleiner als die die Wärme aufnehmende Fläche. Überdies werden die Stege von den Auspuffgasen auf eine sehr beträchtliche Temperatur gebracht, die weit höher als die Kühlwassertemperatur ist, da die Stege nur kleine Querschnitte im Verhältnis zum Zylinder besitzen. So verziehen sie sich leicht, stören dann die Kolbenbewegung und verursachen öfters Sprünge und Risse.
Nach der Erfindung werden diese schmalen Rippen oder Stege vermieden, indem die Austrittsöffnungen in nischenförmige Erweiterungen des Zylindermantels übergehen, die radial
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Gase werden von ihrem radialen Wege abgelenkt und die die Austrittsgase führenden
Rohre werden von dem sie umspielenden Kühlwasser wirksam gekühlt. Die Gase strömen nicht auf radialem Wege aus dem Zylinder, sie werden aufwärts oder abwärts durch ge- kühlte Rohre geleitet. Die Austrittsöffnungen sind zwischen den beiden selbständigen, mit- einander verbundenen Zylinderteilen angeordnet.
Die Zeichnung veranschaulicht den Zylinder für Verbrennungskraftmaschinen nach der
Erfindung in beispielsweiser Ausführung. Fig. i ist ein Axialschnitt, Fig. 2 im linken Teil ein Schnitt nach Linie 2-2 und im rechten Teil ein Schnitt nach Linie 2 a-. 3c der Fig. i. Fig. 3 gibt einen Höhenschnitt durch eine zweite Ausführungsform des
Zylinders wieder.
Jede Austrittsöffnung 13 des Zylinders 1 geht in eine nischenförmige Erweiterung 11 über, die ein durch eine haubenförmige Kappe abgeschlossenes Rohr bildet, das vom
Zylinder radial vorspringt (Fig. i und'2). Die oberen Enden der Öffnungen 13 sind nach
Kreisbogen geformt. Der den unteren Enden der Öffnungen 13 anliegende Rand des unteren
Zylinderteiles 14 ist gezahnt. Die Zähne j ! J greifen in die unteren Enden der Öffnungen 13 und sind so gestaltet, dass sie die Öffnungen in gewünschter Weise abschliessen, wenn die beiden Zylinderteile miteinander vereinigt sind. Die niscbenförmigen Erweiterungen 11 des
Zylinders werden unmittelbar vom Kühlmittel umspült, so dass eine wirksame Kühlung er- reicht ist.
Die Querschnittfläche der Öffnungen ist entsprechend gross und die Verbindung der Zylinderteile kann so durchgeführt werden, dass der Kolben leicht von einem in den anderen Teil gleitet.
Die Herstellung des Zylinders aus zwei Teilen ist aus baulichen Gründen bei grossen
Maschinen sehr vorteilhaft, sie hat aber auch den Vorzug, dass die unteren Enden der Öffnungen frei sind und sich bewegen körnern, ohne dass Risse oder Sprünge in der Zylinder- wand entstehen. Dass eine verhältnismässig ungehinderte Ausdehnung ermöglicht ist, erscheint von hohem Wert, insbesondere bei grossen Maschinen, bei denen bedeutende Spannungen des Materials entstehen würden, wenn diese Bewegungen nicht erfolgen könnten. Bei dem
Zylinder nach der Erfindung sind die gebräuchlichen Rippen zwischen den Öffnungen nicht erforderlich. Ihre Stelle nehmen die Teile der Zylinderwand ein, die als nebeneinander- stehende Nischen ausgebildet sind und in den unter den Öffnungen 13 liegenden Austritts- kanal 16 münden (Fig. i).
Es ist nicht erforderlich, dass der untere Rand des Zylindermantels mit den unteren
Enden der Öffnungen 13 in einer Ebene liegt, wie in Fig. i veranschaulicht, die Enden können auch weit unter die unteren Enden des Zylinders geneigt abwärts geführt sein, wie in Fig. 3 gezeigt ist.
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