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Gehärtete-Und polierte rostfreibleibende Gegenstände.
Die Erfindung bezieht sich auf gehärtete und polierte Messerschmiedwaren oder andere Gegenstände, welche die Eigenschaften besitzen sollen, auch bei oder nach ihrer Verwendung fleckenlos zu bleiben, und hat den Zweck, die Herstellung einer getemperten Stahlklinge oder eines anderen gehärteten Gegenstandes mit polierter Oberfläche zu ermöglichen, der aus einer Legierung besteht, die nach Härten oder Härten und Tempern nicht mattierbar ist. Die Legierung soll dabei dehnbar sein und unter den üblichen Bedingungen geschmiedet, gewalzt, gehärtet und poliert werden können.
Die Erfindung fusst auf der Entdeckung, dass Gegenstände, wie z. B. die Klingen von Schneidwerkzeugen, die aus einer Stahllegierung mit einem Gehalt von 9 bis 16% Chrom und von vorzugsweise 0'4%, höchstens 0'7% Kohlenstoff hergestellt werden, nach dem Härten und Polieren oder Härten, Tempern und Polieren fleckenlos und nicht mattierbar werden.
Es muss betont werden, dass diese Legierungen, welche nach vorliegender Erfindung verwendet werden, nicht notwendigerweise, abgesehen von ihrem Endzustand als fertiggestellte Artikel, fleckenlos sind. Im ausgeglühten Zustande werden die Legierungen fleckig, kalt bearbeitetes Material wird fleckig, roh bearbeitetes Material wird fleckig. Die Eigenschaft der Fleckenlosigkeit, d. i. die Kraft, der trübenden Wirkung von Säuren, besonders von Essig und Speisesäuren zu widerstehen, ist sozusagen nicht der Legierung selbst anhaftend, sondern wird den daraus hergestellten Gegenständen durch die Behandlung des Härtens und Polierens oder des Härtens, Temperns und Polieren erteilt, der sie unterzogen werden.
Aus Versuchen hat sic webers ergeben, dass Stahl, der weniger als 8% Chrom enthält, in gewissem Masse mattierbar ist, wie gross der Kohlenstoffgehalt auch immer sei, bis zu jener Grenze,. wo die Dehnbarkeit und Härtbarkeit aufhören. Übersteigt andrerseits der Kohlenstoffgehalt bei beliebigem Chromgehalt 0'70/"so ist der polierte Stahl entweder mattierbar oder er ist nicht mattierbar, kann aber unter den beispielsweise für Messerklingen üblichen Bedingungen nicht gehärtet und getempert werden. Diesem Verhalten entsprechend, ist auch bei mikroskopischer Untersuchung polierter und geätzter Probestücke freier Kohlenstoff sichtbar.
Eine typische Zusammensetzung für Klingenstahl gemäss der Erfindung ist folgende :
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<tb> Kohlenstoff <SEP> 0#30%,
<tb> Mangan.. <SEP> o-30"/,
<tb> Chrom... <SEP> zon
<tb> Eisen... <SEP> 86'4"/0.
<tb>
Zur Herstellung dieses Stahles bis zur Fertigstellung wird vorteilhaft ein elektrischer Schmelzofen verwendet. Der Stahl lässt sich leicht zu Blechen und Bändern schmieden, wie sie für Messerklingen erforderlich sind, und kann in üblicher Weise gehärtet und getempert werden.
Die Herstellung von Messerklingen aus dem Stahl erfolgt in üblicher Weise durch Härten und Glätten mittels Schleif-und Poliermaschinen. Das Produkt ist eine polierte Klinge, im Aussehen anderen polierten Klingen ähnlich, aber mit der bemerkenswerten Eigenschaft ausgestattet, dass sie nach Gebrauch fleckenlos bleibt. Die Klingen werden auch getempert, um ihnen die notwendige Elastizität zu geben.
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Unter Glätten wird irgendein mechanisches oder chemisches Verfahren verstanden, durch welches eine reine Metallfläche hergestellt wird, an welcher die maschinelle Bearbeitung nicht mehr merkbar ist und die von Glühspan oder Oxyden vollständig frei ist.
Geringe Zusätze von etwa i bis 2% Nickel, Kupfer, Kobalt, Wolfram, Molybdän und Vanadium sind auf die nicht mattierbaren Eigenschaften ohne Einfluss.
Es ist vorteilhaft, die Herstellung in der Weise durchzuführen, dass der Kohlenstoffgehalt o'/ nicht übersteigt und womöglich weniger als 0'4% beträgt, um für Abänderungen der Zusammensetzung der Legierung einen weiteren Spielraum verfügbar zu haben, und dies umsomehr, als die erwünschten Eigenschaften schon bei wesentlich niedrigerem Kohlenstoffgehalt erreicht werden.
Die Erfindung ist auf die Herstellung von Messerklingen keineswegs beschränkt, welches Beispiel nur aus dem Grunde gewählt wurde, weil bei diesen Waren Rost-und Fleckenfreiheit besonders erwünscht ist ; auch Ventile und andere Maschinenteile von Kraftfahrzeugen können vorteilhaft so hergestellt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Gehärtete und polierte rostfreibleibende Gegenstände (z. B. Messerschmiedwaren, wie Messerklingen), dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einer Eisenlegierung hergestellt sind, die zwischen 9 und 16% Chrom und Kohlenstoff in einer Menge unter oxo enthält, wobei die Gegenstände durch Härten und Polieren oder Härten, Tempern und Polieren fleckenlos bleibend und nicht trübend gemacht sind.