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Oesterreichische
PATENTSCHRIFT N 8640.
CLASSE 13: DAMPFKESSEL NEBST AUSRÜSTUNG (AUSSER FEUERUNGEN),
SOWIE DAMPFLEITUNGEN. d) Dampf-Leitung, -Trocknung und -Überhitzung. WILADIMIR KHLEBNIKOW IN ST. PETERSBURG.
Dampfwasserableiter.
Die vorliegende Vorrichtung bezweckt, das Condensationswasser aus dampfha1tigen Räumen solbstthätig in der Weise abzuführen, dass die Möglichkeit eines Dampfvertustes durch den für das Wasser bestimmten Abführungscanal gänzlich ausgeschlossen ist. Dies soll dadurch erreicht werden, dass ein eigenartiges, zweckentsprechend ausgebildetes Auslassventil in Anwendung kommt und die Anordnung des bethätigenden Mechanismus, bestehend aus Schwimmer und Hebelvorrichtung, derart getroffen wird, dass das Anslass- ventil nur dann geöffnet werden kann, wenn die Austrittsöffnung durch eine genügend hohe Wasserschicht überdeckt ist.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen des Condensationswasserableiters
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verschiedene Einzelansichten zu obigen Ausführungsformen ; Fig. XV ist eine Draufsicht auf einen mit gewellten Seitenwänden versehenen Behälter für den Ableiter.
Das Condensationswaser gelangt aus den höher liegenden dampfhaltigen Räumen (Dampfleitungen etc.) durch das Rohr 1 in den durch Deckel 3 luftdicht verschlossenen Behälter 2, scheidet sich von dem durch dasselbe Rohr eindringenden Dampf ab und sammelt sich am Boden. Sohald es ein gewisses Niveau um ein weniges überschritten hat (z. B. das Niveau 19-J9, Fig. I) wird das Auslassventil geöffnet und der Wasser- überschuss abgeführt. Die Vorrichtung zur rechtzeitigen Bethätigung des Auslassventiles besteht (Fig. I, II und III) aus einem gegabelten, auf Körnerschrauben 8, 8 gelagerten doppelarmigen Hebel 7, auf dessen mittlerem Arm die den Schwimmer 5 tragende Stange 4 in verschiedenen Höhenlagen mittels einer Druckschraube 6 befestigt werden kann (Fig.
XIV). Das Auslassventil 12 hat die Gestalt einer unten ausgehöhlten (concavely) Überdeckungsscheibe, welche beweglich an einem am Hebel 7, resp. in einer Öffnung des-
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die in diese Nuth greifen, in Anwendung kommen. Bei dieser Anordnung kann das um den Arm 10 frei schwingende Ventil auch noch auf demselben gedreht werden. Es können beide Vorrichtungen aneth in der Weise abgeändert werden, dass das untere Ende des
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durch einen Stift 13 (Fig. V) oder mittels in dessen Ringnuth greifende Vorsteckoägel befestigt wird.
Ein Schieflagen, resp. nicht festes Aufsitzen eines derartig frei schwingenden, die Austrittsöffnung tellerartig überdeckenden Ventils 12 auf seinem Sitz ist somit unmöglich und schliesst dasselbe die Austrittsöffnung deshalb noch besonders gut ab, weil dessen unter Dampfdruck stehende Fläche verhältnismässig gross und die Stützkante, der äussere Rand, derart schmal, resp. scharf ist, dass feste Verunreinigungen, welche zufällig unter diese Kante kommen können, zerdrückt und zur Seite geschoben werden. Den Sitz
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mittels einer Druckschraube 1 ()' im Hobel 7 festgeklemmt worden kann, Zwischenlagen.
M aufgelegt und deren Dicke entsprechend der erforderlichen Iöhendifforenz zwischon der
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zweckmässig nur ein wenig höher als die Sitzfläche angeordnet, damit das Ventil keine merklichen Seitenschwingungen erhalten kann, resp. sich annähernd senkrecht zum Ventilsitz bewegt. Zwecks richtigen einstellens des Ventils über der Austrittsöffnung 14 ist letztere im Ventilsitz 15 excentrisch augeordnet, so dass diese Öffnung durch Drohen dos letzteren in der Vertiefung des Angusses 16 verschoben werden kann.
Kinc Verschiebung des Ventils selbst in der Querrichtung lässt sich leicht durch die Körnerschrauben 8, welche als Stellschrauben ausgebildet sind, bewerkstelligen, und man kann sich von der richtigen Einstellung des Ventils über der Austrittsöffnung durch directe Beobachtung mittels eines kleinen Spiegels und einer in dem Condonstopf entsprechend situiorten
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Stutzens 21 wird dann das Wasserabführungsrohr aufgeschraubt. Der Ventilsitz kann auch die Gostalt eines kurzen, nicht geflanschten Cylinders 24 (Fig. V) erhalten, um aus hartem blaterial hergestellt und mit Austrittsöffnung versehen. von aussen überall mittels Schmirgel- scheiben bearbeitet werden zu können.
Zur Sicherung des Sitzes 24 im Anguss 16, bezw.
Block 2U kann eine seitlich wirkende Druckschraube 25 angewandt werden.
Bei sehr bohem Dampfdruck wird anstatt eines einfachen Armes 4, welcher sehr lang ausfallen würde, ein entsprechend - ausgebildetes Hebelsystem angeordnet. Gemäss Fig. IV kommen zwei doppelarmige Hebe) 28 und 29 in Anwendung, deren zwei gabelförmige Armcnden durch ein gelenkig an beide angeschlossenes Zwischenglied 32 verbunden sind. Zwecks Verminderung der Reibungswiderstände sind nicht nur die Achsen 30 und 31 auf Körnern gelagert (Fig. XII), gondern wird auch der gelenkige Anschluss der Stange 32 an die gegabelten Hebelarme mittels in letzteren verstellbaren Körnerschraubcn 33 hergestellt (Fig. XIII).
Der Umstand, dass alle Drel1ungsacbsen des Hebelmechanismus etc. zwischen durch Gegenmutter entsprechend einstellbaren Körnerschrauben gelagert sind, ist den existierenden für gleichen Zweck bestimmten Vorrichtungen gegenüber als eine wesentlich", Neuerung zu bezeichnen, zumal zur ferneren Verminderung der ohnehin durch obige Lagerung beträchtlich herabgesetzten Reibungswiderstände in die cylindrischen Ausbohrungen 26 (Fig. X-XII), eventuell noch ein geeignetes festes Schmiermittel, z.H
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Rohrstutzen 34 gebildet.
Während man bei der durch Fig. I, II, III veranschaulichten Ausführugnsform des Hebelsystems die Wasserstandshöhe 19-19, bei welcher das Ventil geschlossen, resp. geöffnet wird, durch Verstellen des Armes 4 auf dem Hebelarm 7 ändern kann, wird dasselbe bei der Ausführungsform nach Fig. IV am einfachsten dadurch erreicht, dass man
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An irgend einer Seitenwand des Condenstopfes kann ein Wasserstandglas, und auf dem Deckel eia Manometer angebracht werden.
Wenn der Dampfwasserableiter selbst nicht ruhig steht (wie z. B. auf Schiffen, sondern einer Schaukelbewegung unterworfen ist, so könnte das Hin- und Herströmen des Wassers im Condenstopfe ein unrechtzeitiges Öffnen des Auslassvontils verursachen. Zur Vermeidung dieses Übelstandes wird die Wasserstandshöhe 19--19 möglichst hoch ange-
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gewellte Seitenwände besitzt (Fig. XV), einfach durch deren Wollen 37 an Ort und Stelle gehalten. An geeigneten Stellen werden die Wellen 37 durch Rippen 38 ersetzt.
Zwecks Entleerung des Condenstopfes ist an einer der tiefsten Stellen desselben eine mittels Schraube 39 verschliessbare Öffnung vorgesehen. Die Schraube kann selbstverständlich durch einen Ablasshahn ersetzt werden.
Den wesentlichsten Theil des beschriebenen Condensationswasserableiters bildet das die Austrittsöffnung tellerartig überdeckende und schwingend am betätigenden Hebel angehängte Auslassventil.
Wird das Wasser aus dem Condenstopf unter Vacuum abgeführt, so kann diese Vorrichtung auch bei einem Druck, welcher kleiner als der atmosphärische ist, arbeiten und z. B. zur Abführung des Wassers aus den Niederdruckcylindern der mit Condensator versehenen Dampfmaschinen mit Triple-Expansion angewendet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Dampfwasserableiter mit Schwimmer und Hebelmechanismus zur Bethätigung des Abschhtssorganes, gekennzeichnet durch ein in die Austrittsöffnung für das Wasser teller- artig überdeckendes und an dem Hebelmechanismus schwingend angeschlossenes Auslass- ventil mit schmaler Stützkante.
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